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AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 3 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Frauenquoten ablehnen

Die AfD lehnt Quotenregelungen ab. Aus ihrer Sicht werten Frauenquoten die Leistung von Frauen ab und sind selbst eine Form von Diskriminierung.

Die AfD ist gegen Frauen-Quoten. Eine Quote legt fest, wie viele Frauen eine Stelle bekommen müssen. Die AfD findet: Quoten sind ungerecht. Frauen und Männer sollen ihren Weg frei wählen.

Frauen und Männer sollen ihren Lebensweg frei wählen können, ohne dafür gesellschaftlich geächtet zu werden. Die Gleichberechtigung nennt das Programm ein hohes, im Grundgesetz verankertes Gut. Zugleich fordert es Wertschätzung für traditionelle Lebensentwürfe.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir lehnen Quotenregelungen ab.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung von Quoten richtet sich gegen ein bestehendes Instrument der Gleichstellungspolitik, ohne eine konkrete Abschaffung zu benennen.

Gendern an Schulen und Hochschulen verbieten

Die AfD will Gender-Sonderzeichen an Schulen und Universitäten des Landes sowie in offiziellen Schreiben der Schulen untersagen. Vorgeschrieben werden soll das generische Maskulinum oder die Doppelform.

Die AfD will das Gendern an Schulen und Universitäten verbieten. Zeichen wie der Gender-Stern sollen dort nicht mehr erlaubt sein. Auch die Sprech-Pause beim Gendern soll verboten sein. Erlaubt ist die männliche Form oder die Nennung beider Formen.

Das Verbot soll für Sonderzeichen gelten, die nicht den Rechtschreibregeln entsprechen. Auch das generische Femininum soll in Wort und Schrift unzulässig sein. Ebenso soll die gesprochene Gender-Pause, der Glottisschlag, untersagt werden. Auch in der Wissenschaft lehnt die AfD das Gendern als Eingriff in die Sprachkultur ab und will Deutsch als Lehr- und Wissenschaftssprache stärker fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Stattdessen ist das generische Maskulinum oder die Verwendung der Doppelform als normierter Standard eines regelkonformen (Schrift-)Sprachgebrauchs verbindlich vorzuschreiben.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein neues, verbindliches Verbot geschlechtergerechter Sprache in Schrift und Rede an Schulen und Hochschulen ist deutlich konservativ.

Bürger über Moscheebau entscheiden lassen

Die AfD lehnt ab, was sie als Islamisierung der Städte und Gemeinden bezeichnet. Ob Moscheen oder Minarette gebaut werden, sollen die Bürger am Ort entscheiden.

Die AfD will: Die Bürger vor Ort stimmen über neue Moscheen ab. Das gilt auch für Minarette. Ein Minarett ist der Turm einer Moschee. Die AfD will keinen größeren Einfluss des Islam in den Orten.

Das Programm stellt die Forderung in den Zusammenhang mit dem Erhalt regionaler Kultur, gewachsener Ortsbilder und örtlicher Vereine. Die Religionsfreiheit habe ihre Grenzen in der Rechtsordnung. Teilhabe knüpft die Partei an Integration.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„über den Bau von Moscheen oder Minaretten müssen die Bürger vor Ort entscheiden.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Der Bau von Gebetshäusern einer Religion soll neu von örtlichen Abstimmungen abhängen, was die gewachsene Kultur über religiöse Vielfalt stellt.

  • Migrationeher restriktiv

    Teilhabe soll ausdrücklich von Integration abhängen, was die Bedingungen für Zugewanderte verschärft.

Gendersprache in Behörden und Rundfunk unterbinden

Die AfD lehnt geschlechtergerechte Sprache ab und will, dass Behörden und öffentlich-rechtlicher Rundfunk sie nicht verwenden. Amtliche Schreiben sollen klar verständlich sein, Dialekte sollen erhalten bleiben.

Die AfD ist gegen Gender-Sprache. Ämter sollen sie nicht benutzen. Auch der öffentliche Rundfunk soll sie nicht benutzen. Briefe vom Amt sollen leicht zu verstehen sein. Dialekte sollen bleiben.

Die Partei sieht in ideologisch begründeten Eingriffen eine Verarmung der Sprache. Die Verwaltung soll außerdem auf Modewörter aus anderen Sprachen verzichten. Regionale Dialekte gelten dem Programm als Teil der historisch-kulturellen Identität.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Die sogenannte Gendersprache lehnen wir ab. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese in den Behörden sowie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk keine Anwendung findet.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Geschlechtergerechte Sprache soll aus Behörden und Rundfunk verschwinden, was den überlieferten Sprachgebrauch stärkt.

Kopftücher in öffentlichen Einrichtungen verbieten

Die AfD will Kopftücher in öffentlichen Einrichtungen verbieten. Sie begründet das mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen und sieht im islamischen Kopftuch ein Zeichen der Unterdrückung.

Die AfD will Kopftücher in öffentlichen Einrichtungen verbieten. Dazu gehören zum Beispiel Schulen. Die AfD sagt: Das schützt Kinder und Jugendliche. Für die AfD ist das Kopftuch ein Zeichen von Unterdrückung.

Nach Auffassung der Partei stört ein teils praktizierter Kopftuchzwang die freie Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen. Das Programm unterscheidet das Kopftuch von Kruzifix und Kippa, die es als rein religiöse Zeichen einstuft. Das Kopftuch stehe dagegen für Sexualisierung und behindere ein selbstbestimmtes Leben.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Einrichtungen untersagen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein neues allgemeines Verbot eines religiösen Kleidungsstücks in öffentlichen Einrichtungen schränkt religiöse Vielfalt grundlegend ein.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich