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parteiprogramm

AfD zur Familie

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 8 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Traditionelle Familie stärken, ungeborenes Leben schützen

Die AfD will die Familie aus Vater, Mutter und Kindern stärken und mit einer geburtenfördernden Familienpolitik dem Bevölkerungsrückgang begegnen. Sie will die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche durch Hilfen für Familien, leichtere Adoption sowie anonyme Geburt und Babyklappen senken.

Die AfD will Familien mit Vater, Mutter und Kindern stärken. Es sollen mehr Kinder geboren werden. Frauen sollen Hilfe bekommen, damit sie nicht abtreiben. Adoption soll leichter werden. Es soll genug Baby-Klappen geben.

Das Programm nennt für 2022 in Brandenburg 3.113 Abbrüche bei 19.029 Lebendgeburten und betont ein Lebensrecht ungeborener Kinder. Ungewollt Schwangere sollen besondere Hilfe von Staat und Gesellschaft erhalten, damit sie sich für das Kind entscheiden. Schule und Medien sollen Ehe und Elternschaft in einem guten Licht zeigen und Achtung vor dem Leben fördern. Die AfD sieht in sinkenden Geburtenzahlen eine Gefahr für Sozialsysteme und kulturelle Identität und lehnt Zuwanderung als Antwort darauf ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir wollen daher die Möglichkeiten der anonymen bzw. vertraulichen Geburt weiter ausbauen und stärken sowie die Verfügbarkeit von Babyklappen sicherstellen.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt stellt die klassische Familie und den Schutz ungeborenen Lebens in den Mittelpunkt und will dieses Leitbild in Schule und Medien fördern, ohne das geltende Recht zu ändern.

Abtreibungen zur Ausnahme machen, Beratung verschärfen

Die AfD will, dass Schwangerschaftsabbrüche die Ausnahme bleiben, und lehnt es ab, sie zu einem Menschenrecht zu erklären. Die Beratung soll festen Qualitätsstandards folgen und über den Entwicklungsstand des Ungeborenen und mögliche Spätfolgen informieren.

Die AfD will, dass es wenige Abtreibungen gibt. Abtreibung soll kein Menschen-Recht werden. Die Beratung für Schwangere soll strenger werden. Sie soll auch über mögliche Folgen informieren.

Verstöße gegen die Pflicht, Abbrüche zu melden, sollen geahndet werden, damit die Statistik die tatsächliche Zahl zeigt. Die Schwangerschaftsberatung soll transparente Qualitätsstandards haben und nach Möglichkeit die Väter einbeziehen. Bezahlte Leihmutterschaft lehnt die AfD ab, ebenso die Vermarktung von Gewebe abgetriebener Föten.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Abtreibungen, speziell aus sozialen und familiären Gründen, müssen dabei die Ausnahme bleiben.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Strengere Beratungsinhalte und Meldekontrollen verschieben die geltende Regelung zum Schwangerschaftsabbruch in eine konservative Richtung.

Familien bei Steuern und Beiträgen entlasten

Die AfD will Familien steuerlich und bei den Sozialbeiträgen deutlich entlasten, damit sie auch mit einem Einkommen leben können. Dazu gehören ein Familiensplitting, ein höherer Kinderfreibetrag und eine Erstattung von Rentenbeiträgen bei jeder Geburt.

Die AfD will, dass Familien weniger Steuern zahlen. Auch die Beiträge zur Sozial-Versicherung sollen sinken. Eine Familie soll von einem Gehalt leben können. Für jedes Kind sollen Eltern 20.000 Euro Renten-Beiträge zurückbekommen.

Geplant sind ein Familiensplitting, ein höherer Kinderfreibetrag und die volle Absetzbarkeit von Ausgaben für Kinder. Für Kinderbedarf soll der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten. Kosten für Kinder sollen das Einkommen mindern, auf das Sozialbeiträge fällig werden, ohne dass Ansprüche sinken. Pro Geburt sollen Eltern 20.000 Euro an gezahlten Rentenbeiträgen zurückerhalten oder in dieser Höhe von künftigen Beiträgen befreit werden. Die AfD begründet das damit, dass Kindererziehung die Sozialsysteme ebenso stütze wie Beitragszahlungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir wollen mit dem steuerlichen Familiensplitting und einer Anhebung des Kinderfreibetrages einen Paradigmenwechsel einleiten.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Steuern und Abgaben für Familien sollen spürbar sinken, was zu niedrigeren Abgaben passt, auch wenn die Beitragserstattung eine neue staatliche Leistung ist.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Entlastung soll ausdrücklich das Leben mit nur einem Erwerbseinkommen ermöglichen und stärkt damit ein traditionelles Familienmodell.

Familiengeld und zinsfreies Familiendarlehen einführen

Die AfD will schrittweise ein Familiengeld einführen und Familien zinsfreie Darlehen von 25.000 Euro anbieten. Damit sollen Familien mit geringerem Einkommen entlastet und zur Familiengründung ermutigt werden.

Die AfD will ein neues Familien-Geld einführen. Familien sollen auch einen Kredit ohne Zinsen bekommen. Der Kredit beträgt 25.000 Euro. Mit jedem Kind muss man weniger zurückzahlen.

Das Familiengeld soll Eltern die freie Wahl zwischen Beruf und Erwerbspause geben. Das Darlehen von 25.000 Euro soll mit jedem Kind teilweise erlassen werden und ab dem dritten Kind ganz entfallen; die Rückzahlung soll familienfreundlich geregelt sein. Das Programm verweist auf ein ähnliches Modell in der DDR. Außerdem sollen Arbeitgeber nach Kinderzahl gestaffelte Lohnzuschüsse erhalten, wenn Eltern nach der Babypause in den Beruf zurückkehren.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Daher werden wir schrittweise ein Familiengeld in angemessener Höhe einführen“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Mit Familiengeld, Darlehen mit Erlass und Lohnzuschüssen entstehen neue staatliche Leistungen, die es heute nicht gibt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Leistungen sollen gezielt Geburten und die Betreuung durch die Eltern fördern, was ein traditionelles Familienbild stützt.

Leitbild Vater, Mutter, Kinder verteidigen

Die AfD stellt die Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Ideal heraus und will das beenden, was sie als „Kult um Regenbogenfamilien“ bezeichnet. Sie lehnt eine Ausweitung des kleinen Sorgerechts und Kinderrechte im Grundgesetz ab.

Für die AfD ist die beste Familie: Vater, Mutter und Kinder. Sie will Regenbogen-Familien nicht besonders hervorheben. Mehr als zwei Menschen sollen kein Sorgerecht bekommen. Kinder-Rechte sollen nicht extra ins Grundgesetz.

Das kleine Sorgerecht erlaubt es etwa Stiefeltern, in Alltagsfragen mitzuentscheiden; die AfD will es nicht auf weitere Personen ausdehnen. Elternschaft sei aus ihrer Sicht kein soziales Konstrukt. Kinderrechte im Grundgesetz lehnt sie ab, weil sie eine Schwächung der Elternrechte befürchtet und Kinder schon durch die Grundrechte geschützt sieht.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir lehnen sämtliche Bestrebungen, das sogenannte kleine Sorgerecht auf weitere Personen auszuweiten, ab.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD verteidigt das geltende Familienrecht gegen diskutierte Öffnungen für neue Familienformen und betont das traditionelle Leitbild.

Alleinerziehende unterstützen, gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

Die AfD will Alleinerziehende besser unterstützen und Trennungsfolgen für Kinder mindern. Unverheiratete Eltern sollen von Geburt an automatisch gemeinsam das Sorgerecht haben, und Väter sollen mehr Umgang erhalten können.

Die AfD will Alleinerziehenden mehr helfen. Kinder sollen unter einer Trennung weniger leiden. Auch nicht verheiratete Eltern sollen beide sofort das Sorgerecht haben. Väter sollen ihre Kinder öfter sehen können.

Besondere Hilfe sollen nur Alleinerziehende bekommen, die den anderen Elternteil nicht grundlos aus der Erziehung drängen. Getrennt lebende Eltern sollen umfassend beraten werden. Schwere Verstöße gegen die eheliche Solidarität sollen bei den Scheidungsfolgen eine Rolle spielen, ohne dass das Schuldprinzip zurückkehrt.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir fordern zudem auch bei nichtehelichen Kindern ein automatisches gemeinsames Sorgerecht ab der Geburt.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eheliches Fehlverhalten soll wieder Folgen bei der Scheidung haben und Hilfe an das Verhalten gegenüber dem anderen Elternteil geknüpft werden, was eher konservativ ist.

Betreuungsgeld für die ersten drei Jahre einführen

Die AfD will ein Betreuungsgeld als Lohnersatz für Eltern oder Großeltern einführen, die Kinder in den ersten drei Jahren selbst betreuen. Die Betreuung zu Hause soll finanziell genauso unterstützt werden wie die in Kita oder Tagespflege.

Eltern sollen Geld bekommen, wenn sie ihr kleines Kind selbst betreuen. Das gilt für die ersten drei Jahre. Auch Großeltern können das Geld bekommen. Eltern sollen frei zwischen Kita und Betreuung zu Hause wählen können.

Die Höhe soll sich am durchschnittlichen Nettolohn der drei Jahre vor der ersten Geburt richten und beim allgemeinen Durchschnittsnetto gedeckelt sein. Zusätzlich sollen das Familiengeld steigen und berufstätige Eltern steuerlich entlastet werden. Das Kindergeld bleibt; für Kinder im Ausland soll nur der dort übliche Betrag fließen. Die AfD begründet das damit, dass Kinder unter drei Jahren sich bei den eigenen Eltern am wohlsten fühlten.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir wollen außerdem für die ersten drei Jahre ein Betreuungsgeld für Eltern bzw. Großeltern einführen“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein dreijähriger Lohnersatz für häusliche Betreuung wäre eine neue Sozialleistung, die es heute nicht gibt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Förderung zielt darauf, dass Kleinkinder zu Hause betreut werden und eine Familie von einem Gehalt lebt, was ein traditionelles Modell stärkt.

Kitas ausbauen und Erzieherausbildung stärken

Die AfD will mindestens 750 Millionen Euro für Bau und Sanierung von Kitas und Schulen bereitstellen und die Kitarechtsreform abschließen. Die Erzieherausbildung soll attraktiver werden, ohne die Anforderungen zu senken; Inhalte in Kitas sollen sich an der Mehrheitsgesellschaft orientieren.

Die AfD will viel Geld für Kitas und Schulen ausgeben. Es geht um mindestens 750 Millionen Euro. Es soll mehr Erzieher geben. In Kitas soll es nach dem Willen der AfD nicht um Sexualität und Minderheiten gehen.

Ein neuer Betreuungsschlüssel soll Fehltage der Erzieher einrechnen. Ein Modellprojekt soll eine verkürzte Ausbildung unter bestimmten Bedingungen erproben, Träger erhalten mehr Geld für die Ausbildung, und Kita-Leitungen sollen überall 20 Wochenstunden freigestellt sein. Auf dem Land sollen kleine private Kitas und Tagesmütter gefördert werden; beim Essen haben regionale Anbieter Vorrang. Was die AfD „Minderheitenkult“ und „Frühsexualisierung“ nennt, soll in Kitas keinen Platz haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„indem wir ein Landesinvestitionsprogramm Bildung in Höhe von mindestens 750 Millionen Euro zur Stärkung und Unterstützung der Kommunen zum Neubau bzw. zur Sanierung von Kindergärten und Schulen auflegen werden“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Landesprogramm von mindestens 750 Millionen Euro und mehr Personal bedeuten höhere öffentliche Investitionen.

  • Gesellschafteher konservativ

    Kita-Inhalte sollen sich an der Mehrheit ausrichten und Themen wie Vielfalt und Sexualpädagogik zurückdrängen.

Krippe samt Verpflegung beitragsfrei machen

Die AfD fordert, dass der Besuch staatlicher Krippen einschließlich des Essens kostenlos wird, um Eltern zu entlasten. Dazu sollen flexiblere Öffnungszeiten und neue Betreuungsangebote nach dem Hort kommen.

Die Krippe soll für Eltern nichts kosten. Auch das Essen dort soll kostenlos sein. Kitas sollen länger und flexibler geöffnet haben. Das hilft Eltern, die arbeiten.

Das Programm verweist darauf, dass berufstätige Eltern oft schon um 16 Uhr die Arbeit verlassen müssen, um ihr Kind abzuholen. Kleine private Kindergärten und Tagesmütter, vor allem auf dem Land, sollen ergänzend gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„fordern wir, dass Kinder eine staatliche Kinderkrippe inklusive der Tagesverpflegung kostenfrei besuchen können“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die bestehende Beitragsfreiheit wird auf Krippe und Verpflegung ausgeweitet, also eine öffentliche Leistung ausgebaut.

Eltern in Ausbildung, Studium und Wissenschaft unterstützen

Die AfD will jungen Eltern in Ausbildung und Studium die BAföG-Rückzahlung erlassen und die Regelstudienzeit verlängern. An Hochschulen sollen unbefristete Stellen, Förderprogramme und Kinderbetreuung die Familiengründung erleichtern.

Die AfD will Eltern helfen, die studieren oder eine Ausbildung machen. Sie sollen ihr BAföG nicht zurückzahlen müssen. BAföG ist Geld vom Staat für Studium und Ausbildung. Eltern sollen länger studieren dürfen. Jede Hochschule soll eine Kinder-Betreuung haben.

Der Erlass soll bei einer Geburt während der Ausbildung und nach erfolgreichem Abschluss gelten. Studenten mit Kindern sollen beantragen können, dass ihre Regelstudienzeit um maximal sechs Semester verlängert wird. Prüfungstermine sollen flexibler werden, der Zugang zum Fernstudium leichter. Das Programm verweist darauf, dass studierende Eltern im Schnitt vier Semester länger brauchen und doppelt so oft abbrechen, und dass 26 Prozent der Akademikerinnen über 45 kinderlos sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„BAföG-Empfängern soll bei einer Geburt während der Ausbildung bzw. des Studiums die Rückzahlung bei erfolgreichem Abschluss erlassen werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erlass von BAföG-Schulden und neue Förderangebote für Eltern weiten staatliche Leistungen aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

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