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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 1 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Vorschule in den letzten Kita-Jahren einführen

Die AfD will die beiden letzten Jahre im Kindergarten zu einer Vorschule machen. Ein verbindlicher Bildungsplan mit einheitlichen Standards soll Kinder gezielt auf die Schule vorbereiten.

Die AfD will eine Vorschule einführen. Sie soll die letzten zwei Jahre im Kindergarten umfassen. Alle Kinder lernen dort nach dem gleichen Plan. So sollen sie gut auf die Schule vorbereitet sein.

Die Vorschule soll einen für alle geltenden Lern- und Bildungsplan erhalten. Dazu kommen einheitliche Bildungsstandards. Ziel ist laut Programm eine gezielte Förderung und ein erfolgreicher Start in die Schullaufbahn. Die Schulpflicht soll dabei nicht ausgeweitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Die letzten beiden Kindergartenjahre werden wir als Vorschule mit einem allgemeinverbindlichen Lern- und Bildungsplan einschließlich einheitlicher Bildungsstandards einführen“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundschule auf Deutsch, Mathematik und Handschrift ausrichten

Die AfD will in der Grundschule mehr Stunden für Deutsch und Mathematik und dafür die erste Fremdsprache in den Klassen 1 bis 4 streichen. Kinder sollen erst mit sechs Jahren eingeschult werden, und das Schreiben mit der Hand soll stärker geübt werden.

Die AfD will mehr Deutsch und Mathe in der Grundschule. Dafür soll die erste Fremdsprache in den Klassen 1 bis 4 wegfallen. Kinder sollen erst mit sechs Jahren in die Schule kommen. Sie sollen wieder mehr mit der Hand schreiben. Alle Kinder sollen schwimmen lernen.

Der Stichtag für die Einschulung soll der 30. Juni sein, damit kein Kind mehr mit fünf Jahren eingeschult wird. Der Grundwortschatz bis Ende der vierten Klasse soll von 700 auf 1.000 Wörter steigen. Die verbundene Schulausgangsschrift soll ab Klasse 1 Pflicht werden, mit festen Zeitrichtwerten und mehr handgeschriebenen Diktaten. Für die Schwimmfähigkeit will die AfD mobile Lehrschwimmbecken prüfen und ein Förderprogramm gegen die Nichtschwimmerquote auflegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„indem wir die Kontingentstundentafel in der Grundschule zugunsten der Kernfächer Deutsch und Mathematik umschichten“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Leistungsprinzip und dreigliedriges Schulsystem stärken

Die AfD will an den Schulen wieder stärker auf Leistung setzen. Dazu gehören Kopfnoten ab Klasse 1, das Abitur nach neun Jahren am Gymnasium (G9), das dreigliedrige Schulsystem und mehr Frontalunterricht.

Die AfD will mehr Leistung in der Schule verlangen. Ab Klasse 1 soll es Kopfnoten geben. Das sind Noten für Verhalten und Mitarbeit. Am Gymnasium soll es das Abitur nach neun Jahren geben. Lehrer sollen wieder mehr vor der Klasse unterrichten.

Das Programm will Schüler strikt nach Leistung trennen und das dreigliedrige Schulsystem fördern. Lehrer sollen nicht als Lernbegleiter gelten; ihre Autorität und die der Schulleiter soll gestärkt werden. Der lehrerzentrierte Unterricht soll in der Lehrerausbildung im Mittelpunkt stehen. Die Rahmenlehrpläne sollen feste Wissensbestände statt Kompetenzen festlegen, und Inhalte wie Gender Mainstreaming, die die AfD als ideologisch bezeichnet, sollen entfallen. Außerdem sollen Auswendiglernen und das Vortragen von Gedichten in allen Schulformen mehr Raum bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Es sind daher ab der Jahrgangsstufe 1 Kopfnoten zur Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens einzuführen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Kopfnoten, Frontalunterricht, mehr Lehrerautorität und das Streichen von Gender-Inhalten verschieben die Schule hin zu überlieferten Formen und Werten.

Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen verbieten

Die AfD will die Sexualpädagogik der Vielfalt in Kitas und Schulen verbieten und Sexualkunde nur im Biologieunterricht zulassen. Zugleich will sie nach eigener Darstellung die politische Neutralität der Schulen wiederherstellen.

Die AfD will eine bestimmte Art von Sexual-Erziehung verbieten. Diese behandelt die Vielfalt von Geschlecht und Liebe. Sexualkunde soll es nur im Fach Biologie geben. An Schulen sollen nur die Flaggen von Land und Bund hängen. Regenbogen-Flaggen soll es dort nicht geben.

Vereine, die auf dieser Grundlage an Schulen arbeiten oder Lehrer fortbilden, sollen kein Landesgeld mehr erhalten. Die WHO-Standards zur Sexualaufklärung in Europa von 2011 sollen untersagt werden, weil die AfD sie als Gefahr für das Kindeswohl ansieht. Pubertätsblocker und geschlechtsangleichende Operationen bei Minderjährigen lehnt die Partei ab. Der sogenannte Extremismusparagraf soll aus dem Schulgesetz gestrichen werden, ebenso Fördermittel für Projekte, die die AfD als linksgrüne Indoktrination einstuft.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir werden die Sexualpädagogik der Vielfalt an Kindergärten und Schulen verbieten“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein Verbot vielfaltsorientierter Sexualpädagogik samt Streichung der Förderung und der Regenbogenflagge nimmt heutige Praxis zurück und ist deutlich konservativ.

Kitas und Grundschulen digitalfrei machen

Die AfD will Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen bis Klasse 6 von digitalen Geräten freihalten. Ein Smartphone-Verbot für den ganzen Schultag soll im Schulgesetz stehen.

Die AfD will keine digitalen Geräte in Kitas und Grundschulen. Das soll bis zur Klasse 6 gelten. Smartphones sollen in der Schule verboten sein. Das Verbot gilt den ganzen Schultag und auf dem Schulgelände.

Das Programm bezeichnet die bisherige Digitalisierung der Bildung als planlos und schädlich für Kinder. Digitale Mittel sollen dort möglich bleiben, wo sie dem Lernen nachweislich nützen, pädagogisch sinnvoll sind und Lehrer entlasten. Das Land soll Geld für einen angemessenen Ausbau der digitalen Infrastruktur im Bildungswesen bereitstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„indem wir Kindergärten, Vor- und Grundschulen bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6 zu digitalfreien Räumen machen“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusionspolitik beenden und Förderschulen ausbauen

Die AfD will die bisherige Inklusionspolitik an Schulen beenden, die sie als chaotisch bezeichnet. Stattdessen soll ein dichtes Netz gut ausgestatteter Förderschulen entstehen.

Heute lernen Kinder mit und ohne Behinderung oft gemeinsam. Das nennt man Inklusion. Die AfD will diese Politik beenden. Sie will mehr Förderschulen bauen und gut ausstatten. Das Land soll eigene Lehrer für Förderschulen ausbilden.

Die Forderung steht im Zusammenhang mit dem Ziel, einem aus Sicht der AfD sinkenden Bildungsniveau zu begegnen. Die Partei verweist dazu auf Studien wie IQB-Bildungstrend, PISA und IGLU. Brandenburg soll wieder selbst Förderschullehrer ausbilden. Zugleich sollen die Leistungsunterschiede innerhalb der Klassen kleiner werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Gleichzeitig werden wir die chaotische Inklusionspolitik beenden und das Förderschulsystem stärken“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die Abkehr vom gemeinsamen Lernen zugunsten getrennter Förderschulen nimmt einen Schritt zur Gleichstellung behinderter Kinder zurück.

Migrationsanteil an Schulen auf zehn Prozent begrenzen

Die AfD will den Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund an öffentlichen Schulen auf höchstens zehn Prozent begrenzen. Wer zu wenig Deutsch kann, soll erst nach Förderkurs und Sprachtest in eine Regelklasse kommen; außerdem plant die Partei ein Kopftuchverbot und eine Deutschpflicht auf dem Schulgelände.

Die AfD will eine Grenze für Kinder aus Einwanderer-Familien an Schulen. Höchstens zehn Prozent der Schüler sollen aus solchen Familien kommen. Kinder mit wenig Deutsch müssen erst einen Sprachkurs und einen Test bestehen. Kopftücher sollen an Schulen verboten sein. Auf dem Schulgelände sollen alle Deutsch sprechen.

Die Obergrenze soll für Schulen in öffentlicher Trägerschaft gelten. Vor dem Wechsel in eine Regelklasse stehen Deutschförderkurse und ein verbindlicher Spracheignungstest. Das Kopftuchverbot begründet die AfD mit einem aus ihrer Sicht wachsenden Islamismus an Schulen. Alle Schüler sollen unabhängig von religiösen Einwänden am gemeinsamen Sport- und Schwimmunterricht teilnehmen müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir wollen den Migrationsanteil an Schulen in öffentlicher Trägerschaft auf maximal zehn Prozent deckeln und das Prinzip Deutsch vor Regelbeschulung einführen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Kopftuchverbot und Deutschpflicht schränken religiöse und kulturelle Vielfalt an Schulen zugunsten einer einheitlichen Leitkultur ein.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Eine feste Obergrenze für Schüler mit Migrationshintergrund und ein Sprachtest als Zugangshürde führen neue, strenge Bedingungen ein, die es heute nicht gibt.

Lehrermangel bekämpfen und Lehrer entlasten

Die AfD will die Lehrerausbildung verkürzen, praxisnäher machen und zum Staatsexamen zurückkehren. Lehrer sollen durch Verwaltungskräfte, mehr Schulpsychologen und Beförderungsämter entlastet und der Beruf attraktiver werden.

In Brandenburg fehlen Lehrer. Die AfD will die Ausbildung kürzer und praktischer machen. In Frankfurt (Oder) soll ein neuer Ort für die Ausbildung entstehen. Büro-Kräfte sollen Lehrern Arbeit abnehmen. Es soll viel mehr Schul-Psychologen geben.

Neben Potsdam und Cottbus-Senftenberg soll Frankfurt (Oder) dritter Standort der Lehrerausbildung werden. Das Geld für das Refugee Teachers Program soll gestrichen und in andere Maßnahmen der Lehrerausbildung fließen. Eine wissenschaftlich begleitete Studie zur Arbeitszeit soll Belastungen aufdecken. Das Verhältnis von Schulpsychologen zu Schülern soll schrittweise von 1:10.000 auf 1:1.000 verbessert werden. Schulleiter sollen mehr Freistellung für Leitungsaufgaben erhalten, und Überlastungsanzeigen sollen zentral ausgewertet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„indem wir die grundständige Lehrerausbildung kürzer, straffer und praxisorientierter ausgestalten“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal an Schulen und ein neuer Ausbildungsstandort bedeuten mehr öffentliche Ausgaben und Leistungen.

Schulpflicht durch Bildungspflicht ersetzen

Die AfD will aus der Schulpflicht eine Bildungspflicht machen und Unterricht zu Hause in einem Pilotprojekt erlauben. Sie begründet das damit, dass der Staat sein Versprechen bester Bildungschancen nicht mehr einhalte.

Heute müssen alle Kinder in eine Schule gehen. Die AfD will das ändern. Kinder sollen auch zu Hause lernen dürfen. Das soll zuerst in einem Test-Projekt erprobt werden. Lernen müssen die Kinder aber weiterhin.

Das Programm verweist auf Staaten mit guten Bildungsergebnissen, in denen Lernen zu Hause erlaubt ist. Rechte und Pflichten von Eltern und Schulbehörden sollen festgelegt werden. Zudem sollen Kontrollinstrumente geprüft werden, mit denen sich das Erreichen der Bildungsziele nachvollziehen lässt.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir werden die Schulpflicht zu einer Bildungspflicht erweitern und im Rahmen eines Pilotprojekts gleichwertiges häusliches Lernen als Alternative zum Schulunterricht ermöglichen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Pflicht zum Schulbesuch wird gelockert, zunächst aber nur in einem Pilotprojekt und bei fortbestehender Bildungspflicht.

Grundfinanzierung und Autonomie der Hochschulen stärken

Die AfD will den Hochschulen eine verlässliche Grundausstattung geben, statt staatliche Drittmittel zu vergeben. Nur so lasse sich aus ihrer Sicht die Freiheit von Forschung und Lehre sichern.

Die AfD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Heute bekommen sie viel Geld nur für einzelne Projekte. Die AfD sagt: Das macht die Hochschulen abhängig. Hochschulen sollen selbst über ihre Studiengänge entscheiden.

Nach Darstellung des Programms gefährdet der wachsende Anteil von Drittmitteln die Unabhängigkeit der Hochschulen. Die Wissenschaft soll vor zu viel Bürokratie geschützt werden. Über Art und Umfang des Studienangebots sollen die Hochschulen frei bestimmen. Die AfD will außerdem die Wissenschaftsfreiheit gegen das verteidigen, was sie politische Korrektheit nennt, und kritisiert Fächer wie Gender Studies als politisiert.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die politisch-ideologisch motivierte Vergabe von staatlichen Drittmitteln ist durch eine deutliche Verbesserung der Grundausstattung der Hochschulen zu ersetzen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine höhere staatliche Grundfinanzierung statt wettbewerblich vergebener Drittmittel stärkt die öffentliche Finanzierung.

Studiengebühren für Studenten aus Drittstaaten einführen

Die AfD will von Studenten aus Nicht-EU-Staaten Gebühren verlangen, die die Kosten des Studiums decken. Das soll die Steuerzahler entlasten; die Einnahmen sollen in bessere Lehre fließen.

Die AfD will Gebühren für manche Studenten aus dem Ausland. Das betrifft Studenten aus Ländern außerhalb der EU. Sie sollen die Kosten für ihr Studium selbst zahlen. Das Geld soll die Lehre an den Hochschulen verbessern.

Vorbild ist Bayern. Laut Programm kommt inzwischen jeder vierte Student in Brandenburg aus dem Ausland, an der BTU Cottbus fast jeder zweite, vor allem aus Indien, Pakistan und Bangladesch. Die AfD vermutet, dass die meisten nach dem Abschluss das Land verlassen. Sie beziffert die Kosten des Hochschulbetriebs auf knapp eine halbe Milliarde Euro im Jahr und die Zahl ausländischer Studenten auf etwa 12.000.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Nach dem Vorbild Bayerns wollen wir für Studenten aus Drittstaaten kostendeckende Studiengebühren einführen, um die Steuerzahler zu entlasten.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kostendeckende Gebühren für eine Gruppe von Studenten ersetzen staatliche Finanzierung durch Eigenbeteiligung.

  • Migrationeher restriktiv

    Die Gebühren erschweren den Aufenthalt zum Studium für Menschen aus Nicht-EU-Staaten.

Rückkehr zu Magister und Diplom ermöglichen

Die AfD will die Bologna-Reform ergebnisoffen überprüfen. Brandenburgs Hochschulen sollen wieder Magister- und Diplomstudiengänge anbieten dürfen, weil die Studienqualität aus Sicht der Partei gesunken ist.

Früher gab es an Hochschulen die Abschlüsse Magister und Diplom. Heute gibt es meist Bachelor und Master. Die AfD will die alten Abschlüsse wieder erlauben. Sie sagt: Das Studium ist schlechter geworden.

Das Programm beschreibt den Bachelor als verschult und durch viele Prüfungen von unproduktivem Druck geprägt. Der Magister habe mehr Raum für Selbstorganisation und persönliche Reife gelassen. Die AfD führt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages an, nach der nur 47 Prozent der Unternehmen mit Bachelorabsolventen zufrieden sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„den brandenburgischen Hochschulen wieder das Recht einzuräumen, zu den bewährten deutschen Studiengängen und den dazugehörigen Abschlüssen (Magister und Diplom) zurückzukehren“
Seite 46 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrstühle für DDR- und Kommunismus-Forschung finanzieren

Die AfD will Lehrstühle zur Geschichte der DDR und zum Kommunismus finanzieren. Das Thema soll wieder einen festen Platz in Forschung und Schulunterricht bekommen.

Die AfD will mehr Forschung über die DDR und den Kommunismus. Dafür sollen Hochschulen eigene Professuren bekommen. Auch Schüler sollen mehr darüber lernen. Die Professoren sollen möglichst aus Ostdeutschland kommen.

Nach Darstellung des Programms gibt es bundesweit keinen Lehrstuhl zur DDR-Geschichte mehr, und der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin wird seit Oktober 2023 abgewickelt. Die Bundesförderung sei ab 2024 von 40 auf acht Millionen Euro gekürzt worden. Die AfD meint, dass sich ursprünglich kommunistische Ideen heute in neuer Form verbreiten. Daneben will sie deutsche Kultur, Traditionen und Geschichte schon ab der Grundschule stärker in den Lehrplänen verankern.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Daher wird sich die AfD Brandenburg für die Finanzierung von Lehrstühlen im Bereich der DDR- und Kommunismus-Forschung starkmachen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich