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AfD zum Verkehr

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 2 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Straßen und Schienen in der Lausitz ausbauen

Die AfD verlangt, alle Infrastrukturvorhaben aus dem Strukturstärkungsgesetz für die Lausitz umzusetzen und das Straßen- und Schienennetz auszubauen. Die aus ihrer Sicht einseitige Ausrichtung auf Klimamaßnahmen soll enden.

Die AfD will mehr Straßen und Schienen in der Lausitz. Alle geplanten Bau-Vorhaben sollen kommen. Das Geld soll nicht nur in Klima-Projekte fließen.

Das Programm verknüpft die Wettbewerbsfähigkeit der Region mit intakten Straßen, Brücken und Bahnstrecken. Eine von der AfD geführte Landesregierung soll beim Bund darauf dringen, die derzeitige Prioritätenliste der Ampel-Koalition zurückzunehmen. Diese Liste bewertet die Partei als von grüner Politik bestimmt.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Daher fordern wir den gezielten Ausbau des Lausitzer Straßen- und Schienennetzes.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Straßen und Schienen bedeutet zusätzliche öffentliche Investitionen in die Infrastruktur.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Klimabezogene Schwerpunkte der Strukturförderung sollen zugunsten klassischer Verkehrsinfrastruktur zurückgenommen werden.

Straßen und Güterschiene ausbauen

Die AfD will das Straßennetz am prognostizierten Verkehr ausrichten, die A 13 auf sechs Spuren erweitern und langfristige Verkehrs- und Straßenpläne aufstellen. Gleichzeitig soll der Lkw-Transit auf die Schiene verlagert und der gestrichene Paragraf 43 des Straßengesetzes wieder gelten.

Die AfD will mehr und bessere Straßen in Brandenburg. Die Autobahn A 13 soll sechs Spuren bekommen. Das Land soll langfristige Pläne für den Verkehr machen. Lastwagen auf der Durchreise sollen mit der Bahn fahren. Ein gestrichener Paragraf zum Straßenbau soll wieder gelten.

Straße und Schiene sieht das Programm als gleichberechtigt; aus seiner Sicht ideologisch motivierte Verordnungen sollen entfallen. Verlangt werden ein Landesverkehrsplan sowie Bedarfspläne für Bau und Instandsetzung von Landesstraßen, die über Wahlperioden und Haushalte hinweg gelten. Sonderprogramme sollen Ortsdurchfahrten, Ortsumgehungen, Brücken und Anlagen an Wasserstraßen sanieren oder neu bauen. Als Vorbild nennt die AfD das Bernauer Modell, bei dem Sandstraßen instand gehalten statt beitragspflichtig ausgebaut werden. Paragraf 43 des Brandenburger Straßengesetzes regelte den Neu- und Ausbau von Landesstraßen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„fordern eine Anpassung der Straßeninfrastruktur an das Verkehrsaufkommen der langfristigen Verkehrsprognose des Bundes“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Sonderprogramme und Ausbauvorhaben bedeuten mehr öffentliche Investitionen in Verkehrswege.

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Straßenbau mit der Verlagerung von Güterverkehr auf Schiene und Wasser.

Nahverkehr als Staatsziel in die Verfassung

Die AfD will die Daseinsvorsorge als Staatsziel in die Landesverfassung aufnehmen und den Nahverkehr dabei ausdrücklich nennen. Das Land soll Busse und Bahnen ausreichend finanzieren und Mindeststandards für das Angebot festlegen.

Die AfD will Busse und Bahnen in die Landes-Verfassung schreiben. Das Land soll dann für guten Nahverkehr sorgen müssen. Es soll genug Geld dafür geben. Überall im Land soll es ein Mindest-Angebot geben.

Das Programm verlangt einen flächendeckenden Nahverkehr, den das Land auskömmlich bezahlt, um die Landkreise zu entlasten. Dazu kommen Mindestvorgaben für die Bedienung und für die Ausstattung, etwa barrierefreie Haltestellen und Umsteigepunkte. Begründet wird das damit, dass die Erreichbarkeit von Arbeit, Schule, Arzt und Einkauf Voraussetzung für Freiheit und Teilhabe sei. Die AfD wirft der Landesregierung vor, die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zu übergehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir wollen die Daseinsvorsorge als dauerhaftes Staatsziel in der Landesverfassung festschreiben und dabei den öffentlichen Personennahverkehr explizit benennen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Nahverkehr soll als staatliche Aufgabe in der Verfassung verankert und stärker vom Land finanziert werden, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Radwegenetz ausbauen

Die AfD will das Radwegenetz erweitern, vor allem in Städten und Tourismusregionen, und bestehende Wege alltagstauglicher machen. Entlang von Landesstraßen sollen getrennte Radwege entstehen.

Die AfD will mehr Radwege in Brandenburg bauen. Das gilt vor allem für Städte und Urlaubs-Regionen. Neben Landes-Straßen soll es eigene Radwege geben. Die Wege sollen auch im Alltag gut nutzbar sein.

Der Ausbau soll beschleunigt werden. Das Programm begründet dies mit der stetig wachsenden Zahl von Verkehrsteilnehmern. Geplant sind eigene, von der Fahrbahn getrennte Wege, die neben den Landesstraßen verlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir fordern daher einen Ausbau des brandenburgischen Radwegenetzes in Form von straßenbegleitenden, separaten Radwegen entlang von Landesstraßen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fahrverbote für Diesel und Benziner ausschließen

Die AfD schließt Fahrverbote für Diesel- und Benzinfahrzeuge wegen überschrittener Schadstoffgrenzwerte aus. Sie sieht den Verbrennungsmotor noch lange als wichtigsten Antrieb im Straßenverkehr.

Die AfD will keine Fahrverbote für Diesel-Autos und Benzin-Autos. Sie zweifelt an den Grenzwerten und Messungen. Die AfD sagt: Der Verbrenner-Motor bleibt noch lange wichtig. Viele Pendler in Brandenburg fahren Diesel.

Das Programm nennt die Grenzwerte willkürlich und die Messungen fragwürdig. Der Verbrennungsmotor sei technisch weit entwickelt und werde bei Verbrauch und Abgasen laufend besser. Die Debatte um Stickoxide hält die Partei für ideologisch begründet und gegen den Individualverkehr gerichtet. Sie verweist darauf, dass über 35 Prozent der Pendler im Land einen Diesel fahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Mit uns wird es keine Fahrverbote für Fahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor aufgrund der Überschreitung von willkürlichen Grenzwerten und fragwürdigen Messergebnissen geben.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die Partei verteidigt den Verbrennungsmotor gegen Einschränkungen und stellt Mobilität und Kosten über Emissionsvorgaben.

Geschwindigkeitskontrollen nur für Verkehrssicherheit zulassen

Die AfD will Tempokontrollen nur noch dort einsetzen, wo sie der Sicherheit im Verkehr dienen. Sie vermutet, dass viele Kontrollen vor allem Einnahmen für den Haushalt bringen sollen.

Die Polizei soll nur für die Sicherheit blitzen. Blitzer sollen kein Geld für den Staat verdienen. Die AfD glaubt: Heute geht es oft ums Geld. Die Polizei soll mehr Zeit für andere Aufgaben haben.

Finanzielle Anreize für Kontrollen ohne sachlichen Grund soll es nicht mehr geben. Das Programm nennt Einnahmen von über 60 Millionen Euro, die der Landeshaushalt aus Tempokontrollen und Verkehrsüberwachung verbucht. Schon der Anschein, es gehe um Geld statt um Gefahrenabwehr, schade nach Ansicht der AfD dem Vertrauen in Rechtsstaat und Polizei. Zudem würden Beamte von wichtigeren Aufgaben abgehalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„dass das Instrument der Geschwindigkeitskontrolle ausschließlich zur Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt wird“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich