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AfD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Naturschutz abgestuft und integrativ weiterentwickeln

Die AfD will Tiere und Pflanzen schützen, indem sie die bestehenden Schutzgebietskonzepte weiterentwickelt. Naturschutz soll abgestuft auf der ganzen Fläche stattfinden und alle Beteiligten einbinden. Große Wildnisgebiete im Landeswald lehnt die Partei ab.

Die AfD will Tiere und Pflanzen in Brandenburg schützen. Dafür will sie die bisherigen Schutz-Gebiete weiterentwickeln. Naturschutz soll überall eine Rolle spielen. Große Wildnis-Gebiete im Wald des Landes will die AfD nicht.

Das Programm nennt den Schutz von Ökosystemen und Landschaften ein konservatives Kernanliegen und verbindet ihn mit dem Erhalt des Kulturerbes. Neben Landschafts- und Naturschutzgebieten soll der Vertragsnaturschutz eine Rolle spielen, also freiwillige Vereinbarungen mit Landnutzern. Im Wald setzt die AfD auf Biotopschutz, Habitatbäume, Totholz und geförderte Altholzinseln. Außerdem sollen gestufte, artenreiche Waldränder entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir werden unsere Flora und Fauna im Rahmen der Weiterentwicklung der bisherigen Schutzgebietskonzepte schützen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Großflächige Wiedervernässung von Mooren ablehnen

Die AfD lehnt es ab, Moore großflächig wieder zu vernässen. Die Wasserstände auf Moorflächen sollen stattdessen im Rahmen einer geordneten Stauhaltung reguliert werden, die die Landkreise fachlich kontrollieren. Das Programm warnt, Landwirte könnten ihre Flächen dauerhaft verlieren.

Die AfD will Moore nicht in großem Stil wieder nass machen. Sie sagt: Bauern verlieren dadurch ihre Wiesen für immer. Die Landkreise sollen die Wasser-Stände auf Moor-Flächen kontrollieren.

Nach Ansicht des Programms lässt sich ein Moor nicht allein durch Überstauen renaturieren, sondern nur in einem langjährigen Prozess, der Nährstoffe im Boden und die Flächennutzung berücksichtigt. Den Moorschutzprogrammen von Bund, Land und Umweltorganisationen fehle eine solide Datengrundlage zu den Folgen höherer Grundwasserstände. Landwirte, die befristete Zahlungen für das Überstauen von Grünland annehmen, würden die Flächen nach wenigen Jahren endgültig verlieren. Die Landkreise sollen sich nicht an Vorhaben beteiligen, die das Programm als grüne Transformations-Experimente bezeichnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir befürworten eine geordnete Wasserbewirtschaftung und lehnen aktionistische Umweltexperimente wie die großflächige Vernässung von Mooren ab.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die laufenden Moorschutzprogramme, die auch dem Klimaschutz dienen, sollen zugunsten der landwirtschaftlichen Nutzung zurückgefahren werden.

Wasserbewirtschaftung landesweit einheitlich regeln

Die AfD will den Wasserhaushalt der Landschaft stabilisieren und die Trinkwasserversorgung sichern. Dazu soll das Landeswassergesetz die Wasserbewirtschaftung für ganz Brandenburg einheitlich und umfassend regeln.

Die AfD will das Wasser in Brandenburg besser sichern. Ein Gesetz soll für das ganze Land die gleichen Regeln festlegen. Trinkwasser soll immer zuerst kommen.

Das Leitbild für die Siedlungswasserwirtschaft fortzuschreiben, hält das Programm für nötig, aber nicht für ausreichend. Im Landeswassergesetz soll der Vorrang der Trinkwasserversorgung stehen. Für Zeiten von Wassermangel soll landesweit festgelegt werden, welche Nutzergruppen in welcher Reihenfolge Wasser erhalten. Außerdem soll ein Rahmen entstehen, der die Nutzung von Klarwasser, also gereinigtem Abwasser, zumindest in der Landwirtschaft erlaubt.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir setzen uns für eine landesweite Regelung zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts und zur Sicherung der Trinkwasserversorgung ein.“
Seite 35 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Flächenversiegelung stoppen und Brachen zurückbauen

Die AfD will die Versiegelung von Flächen weitgehend stoppen und vor allem Agrarland vor Bebauung schützen. Ungenutzte Militärgelände und Industrieruinen sollen zurückgebaut werden, sodass unter dem Strich mehr Fläche entsiegelt als versiegelt wird.

Die AfD will, dass weniger Boden zugebaut wird. Vor allem Äcker sollen frei bleiben. Alte Militär-Gelände und verfallene Fabriken will die AfD abreißen. So soll es am Ende mehr freien Boden geben.

Das Programm zählt die Flächenversiegelung zu den größten Umweltproblemen in Deutschland und Brandenburg. Es befürchtet, dass der Ausbau von Wind- und Solaranlagen die Flächenverluste weiter erhöht, und lehnt diesen ab. Die Versiegelung treibe zudem Kauf- und Pachtpreise für Agrarflächen in die Höhe. Durch Rückbau ungenutzter Areale soll insgesamt eine Entsiegelung gelingen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir wollen insbesondere die wertvollen Agrarflächen vor einer weiteren Verbauung schützen“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Artgerechte Nutztierhaltung fördern und kontrollieren

Die AfD will artgerechte Haltungssysteme für Nutztiere fördern und die Tierschutzgesetze konsequent durchsetzen. Sie fordert regelmäßige Kontrollen, eine verbindliche Kennzeichnung der Haltungsform und kurze Wege zum Schlachthof.

Die AfD will, dass Nutztiere besser leben. Bauern sollen Geld für gute Ställe bekommen. Tierärzte vom Amt sollen die Betriebe regelmäßig prüfen. Auf Produkten soll stehen, wie die Tiere gehalten wurden.

Eingriffe wie das Kürzen von Schwänzen oder Schnäbeln lehnt das Programm ab, weil sie aus seiner Sicht nur dem Preisdruck der Lebensmittelindustrie folgen. Für einheitliche und faire Kontrollen der Betriebe sollen die nötigen Veterinärstellen geschaffen und besetzt werden. Ein gesetzlich verbindliches Kennzeichnungssystem soll deutlich über den Mindeststandard hinausgehen, damit Kunden tiergerechte Betriebe gezielt unterstützen können. Tiertransporte sollen auf kurzen Strecken zum nächsten Schlachthof führen. Gesündere Bestände brauchen laut Programm weniger Antibiotika, was multiresistente Keime vermeiden helfe.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir werden in der Nutztierhaltung artgerechte Haltungssysteme fördern, die an die Tierart angepasst sind.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Kontrollen, neue Veterinärstellen und eine verbindliche Kennzeichnung erweitern Regulierung und Förderung im bestehenden System.

Wald wirtschaftlich nutzen und Kleinprivatwald fördern

Die AfD will den Wald weiter wirtschaftlich nutzen, auch zur Energiegewinnung aus Holz, und sieht Pläne kritisch, Tausende Hektar Landeswald als Wildnis stillzulegen. Kleine private Waldbesitzer sollen stärker unterstützt werden.

Die AfD will den Wald weiter nutzen. Holz-Reste sollen auch zum Heizen dienen. Große Wildnis-Gebiete im Wald des Landes sieht die AfD kritisch. Besitzer von kleinen Wäldern sollen mehr Hilfe bekommen.

Holz darf nach dem Programm energetisch genutzt werden, solange den Waldböden nicht zu viele Nährstoffe verloren gehen. Die vorbildliche Bewirtschaftung des Landeswalds, die das Waldgesetz verlangt, soll alle Waldfunktionen ausgewogen berücksichtigen und nicht nur den Artenschutz. Leitbild sind gemischte, strukturreiche Bestände unterschiedlichen Alters ohne Kahlschlag. Für kleine Privatwälder will die AfD die Forstbetriebsgemeinschaften stärken, Förderanträge vereinfachen und die Betreuung durch Förster finanziell absichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir bekennen uns ausdrücklich zur energetischen Nutzung von Rest-, Schad- und Kronenholz als Bestandteil eines gesunden Energiemixes“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesforst personell stärken, in Waldumbau investieren

Die AfD will beim Landesbetrieb Forst Brandenburg 30 zusätzliche Projektstellen für zehn Jahre schaffen, weil mehr als die Hälfte des Personals bald in Rente geht. Außerdem soll mehr Geld in den Waldumbau und in hochwertiges Saat- und Pflanzgut fließen.

Viele Förster in Brandenburg gehen bald in Rente. Die AfD will deshalb 30 neue Stellen für zehn Jahre schaffen. Das Land soll mehr Geld für den Umbau der Wälder ausgeben. Es soll auch mehr gutes Saatgut für Bäume geben.

Die Projektstellen sollen sich mit Waldumbau und der Digitalisierung der Logistik zwischen Forst und Holzwirtschaft befassen und die Stellenzahl der Forstreform nur vorübergehend ergänzen. So soll das Wissen erfahrener Förster an die nächste Generation übergehen. Die AfD will weitere Saatgutplantagen für die Hauptbaumarten anlegen und länderübergreifende Versuche mit alternativen Baumarten unterstützen. Dazu zählt das Programm trockenheitsverträgliche Arten wie Roteiche, Esskastanie, Elsbeere, Schwarzkiefer und Große Küstentanne.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Zur Bewältigung des demografischen Wandels wollen wir daher als weiteren Ansatz 30 zusätzliche Projektstellen mit einer Laufzeit von zehn Jahren schaffen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Stellen und höhere Investitionen in den Waldumbau bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, Jagdrecht bewahren

Die AfD will den Wolfsbestand aktiv regulieren und den Wolf dafür ins Jagdrecht aufnehmen. Sie begründet das mit der stark gewachsenen Population und Konflikten mit der Weidetierhaltung. Änderungen des Jagdrechts, die sie als jagdfeindlich ansieht, lehnt sie ab.

In Brandenburg gibt es immer mehr Wölfe. Die AfD will, dass Jäger Wölfe jagen dürfen. Sie will so Schafe und andere Weide-Tiere schützen. Das Jagd-Recht soll ansonsten so bleiben.

Für den Wolf sollen Managementpläne über Reviergrenzen hinweg entstehen, die auf wildbiologischen Erkenntnissen beruhen und die Rudelstruktur aus Tierschutzgründen beachten. Schutzmaßnahmen für Weidetiere und der Abschuss einzelner auffälliger Wölfe reichen aus Sicht des Programms nicht aus. Allgemein strebt die AfD einen Ausgleich zwischen Forstwirtschaft und Jagd an. Wildruhezonen, Äsungsflächen und gezielte Bejagung auf Aufforstungsflächen sollen Schäden durch Reh-, Rot- und Damwild verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir plädieren diesbezüglich für die Aufnahme des Wolfes in die Jagdgesetzgebung.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich