Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Reindustrialisierung und kostenlose Meisterausbildung

Die AfD erklärt die Reindustrialisierung Brandenburgs zur Priorität und will bestehende Industriestandorte sichern. Eine Landesinitiative soll Handwerks- und Industrieberufe attraktiver machen, unter anderem durch eine kostenfreie Meisterausbildung.

Die AfD will wieder mehr Industrie in Brandenburg. Die Ausbildung zum Meister soll nichts kosten. Firmen-Gründungen sollen leichter werden. Stahlwerke im Land sollen bleiben.

Ein Sonderfonds soll die Meisterausbildung und vergleichbare Fortbildungen bezahlen; Prüfungsgebühren entfallen bei bestandener Prüfung. Hürden für Gründung, Führung und Übernahme kleiner und mittlerer Betriebe sollen fallen. Die Stahlwerke in Eisenhüttenstadt und in Brandenburg an der Havel sollen nach dem Willen der AfD nicht auf grünen Wasserstoff umgestellt werden. Industriepolitik soll Vorrang vor dem klimapolitischen Umbau haben, und die Wirtschaft soll weniger von Subventionen abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Hierfür sind die Ausbildung zum Meister und alle gleichwertigen Berufsausbildungen durch einen Sonderfonds kostenfrei zu ermöglichen“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet einen neuen öffentlichen Fonds für Ausbildungskosten mit dem Abbau von Gründungshürden und Subventionen.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Industriepolitik soll Vorrang vor der klimapolitischen Transformation erhalten, etwa bei der Umstellung der Stahlwerke auf Wasserstoff.

Sonderwirtschaftszonen einrichten

Die AfD will Sonderwirtschaftszonen schaffen, in denen für Investoren, Gründer und Unternehmer einfachere Verwaltungs- und Rechtsregeln gelten. Als Vorbild nennt das Programm Polen.

Die AfD will besondere Gebiete für die Wirtschaft schaffen. Dort sollen einfachere Regeln für Firmen gelten. Entscheidungen sollen schnell und mit wenig Bürokratie fallen. Polen macht das schon so.

In den Zonen sollen Entscheidungen vor Ort rasch und mit wenig Bürokratie getroffen werden. Das Programm verweist auf gute Ergebnisse im Nachbarland Polen. Den Strukturwandel etwa in der Lausitz sieht die AfD dagegen durch Bürokratie und falsche Anreize aus EU-Fördermitteln behindert.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir werden Sonderwirtschaftszonen einrichten, in denen erleichterte administrative und rechtliche Regelungen für Investoren, Gründer sowie Unternehmer gelten.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Sonderwirtschaftszonen mit gelockerten Regeln gibt es heute nicht; ihre Einführung wäre eine grundlegende Deregulierung für Unternehmen.

Tourismusinfrastruktur ausbauen

Die AfD will Wander-, Rad- und Themenwege sowie weitere touristische Angebote erhalten, erweitern und besser verbinden. Ab 2025 soll der Landeshaushalt ein eigenes Tourismusbudget für Kreise und Städte enthalten.

Die AfD will mehr für den Tourismus tun. Wander-Wege und Rad-Wege sollen besser werden. Kreise und Städte sollen ab 2025 eigenes Geld dafür bekommen. Auch Gaststätten vor Ort sollen Hilfe erhalten.

Zu den Angeboten zählt das Programm Industriedenkmäler, Parks, Heimatmuseen und das Netz der Wasserstraßen. Die örtliche Gastronomie soll gefördert werden. Geplant sind regelmäßige Treffen der Tourismusbranche und ein modernes Informations- und Leitsystem für Besucher. Ein Landespreis für deutsche Kochkunst soll hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir setzen uns dafür ein, die brandenburgische Tourismusinfrastruktur auszubauen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein eigenes Tourismusbudget im Landeshaushalt und der Infrastrukturausbau erhöhen die öffentliche Förderung einer Branche.

Verbrenner-Verbot aufheben

Die AfD will, dass Brandenburg bei der Bundesregierung auf die Aufhebung des EU-weit beschlossenen Verbrenner-Verbots drängt. Sie begründet das mit drohenden Verlusten von Arbeitsplätzen und Wohlstand und will die Forschung zu E-Fuels im Land voranbringen.

Die EU hat beschlossen: Neue Autos mit Benzin- oder Diesel-Motor sind künftig verboten. Die AfD will dieses Verbot kippen. Sie fürchtet, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen. Brandenburg soll an E-Fuels forschen. Das sind künstlich hergestellte Kraftstoffe.

Nach Darstellung des Programms trifft das Verbot die deutsche Industrie schwer und gefährdet Hunderttausende Stellen. Die Landesregierung soll deshalb auf den Bund einwirken. Mit der Erforschung synthetischer Kraftstoffe in Brandenburg soll der Verbrennungsmotor erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Eine verantwortungsvolle Landesregierung hat auf die Bundesregierung entsprechend einzuwirken, das schädliche Verbot des Verbrennermotors aufzuheben.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Eine bereits beschlossene EU-Vorgabe soll auf Druck aus Land und Bund zurückgenommen werden.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das beschlossene Aus für neue Verbrenner soll rückgängig gemacht werden, womit eine zentrale Klimavorgabe entfiele.

Games-Branche und digitale Medienwirtschaft fördern

Die AfD will die Computerspiel-Branche in Brandenburg gezielt unterstützen. Sie sieht in digitalen Spielen ein Kulturgut und einen Wirtschaftszweig mit großem Potenzial für Arbeitsplätze.

Die AfD will Firmen für Computer-Spiele fördern. Neue Firmen sollen nach Brandenburg kommen. Das soll Arbeits-Plätze schaffen. Die AfD sagt: Spiele sind auch Kultur.

Das Programm verweist auf mehr als 34 Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßig spielen, bei einem Durchschnittsalter von rund 36 Jahren. In der Hauptstadtregion gebe es etwa 1.500 Unternehmen der Branche, darunter Start-ups und internationale Konzerne. Darauf will die AfD aufbauen und Ansiedlungen, Gründungen und innovative Vorhaben unterstützen. So sollen Arbeitsplätze entstehen und erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„weitere Ansiedlungen, Neugründungen sowie innovative Projekte gezielt fördern, um den Standort Brandenburg zu stärken“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine einzelne Branche soll gezielt staatlich gefördert werden, was eine aktivere Rolle des Staates in der Wirtschaft bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich