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SPD zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Aus Liebe zum Land. Regierungsprogramm 2026 – 2031“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 123 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Justiz stärken, Standorte erhalten und digitalisieren

Die SPD will alle Justizstandorte erhalten, Gerichte und Staatsanwaltschaften verlässlich ausstatten und Nachwuchs gewinnen. Die Justiz soll weiter digitalisiert werden, um Verfahren zu beschleunigen, auch mit Künstlicher Intelligenz unter menschlicher Kontrolle.

Die SPD will alle Gerichte im Land erhalten. Die Justiz soll genug Personal und Ausstattung haben. Gerichte sollen mehr digital arbeiten. So sollen Verfahren schneller gehen. Über Urteile sollen weiter Menschen entscheiden, nicht Computer.

Die juristische Ausbildung soll fächerübergreifend, digital und praxisnah werden und Grundlagen aus Psychologie, Soziologie, Gesellschaft und Wirtschaft fest enthalten. Der elektronische Rechtsverkehr soll wachsen und barrierefrei zugänglich sein; Verhandlungen per Video und Ton sollen technisch leichter möglich werden. Künstliche Intelligenz soll Personal entlasten, wobei Transparenz und Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleiben sollen. Die IT-Sicherheit der Gerichte und Staatsanwaltschaften sowie der Schutz von Gebäuden und Beschäftigten sollen laufend verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir bekennen uns zur Präsenz der Justiz in der Fläche, zum Erhalt unserer Justizstandorte und zu einem bürgernahen Zugang zum Recht.“
Seite 83 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesentwicklungsprogramm für gleichwertige Lebensverhältnisse fortschreiben

Die SPD will die Regionen des Landes gezielt fördern, um Unterschiede abzubauen und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu sichern. Dafür soll das Landesentwicklungsprogramm weiterentwickelt werden, auch mit neuen großen Gewerbe- und Industrieflächen.

Die SPD will, dass man überall im Land gut leben kann. Schwächere Regionen sollen gezielt Hilfe bekommen. Dafür überarbeitet sie den Plan für die Entwicklung des Landes. Es soll auch neue große Flächen für Firmen geben.

Überall im Land sollen Bildung, Mobilität, Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätze und digitale Netze gut erreichbar sein. Die Regionen sollen je nach Bedarf unterstützt werden. Das Landesentwicklungsprogramm soll klären, wie sich weniger Flächenverbrauch mit mehr Wohnraum und Gewerbeflächen vereinbaren lässt. Als wichtiges Instrument nennt das Programm sogenannte Turboflächen, also neue Gewerbe- und Industrieflächen von landesweiter Bedeutung.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Hierfür entwickeln wir das Landesentwicklungsprogramm nachhaltig und zukunftsgewandt fort.“
Seite 87 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kommunale Förderprogramme vereinfachen und Experimentierklausel einführen

Die SPD will alle Förderprogramme für Kommunen überprüfen und die Anträge schlank und rein digital über eine zentrale Plattform abwickeln. Kommunen sollen mehr Spielraum erhalten, unter anderem durch eine Experimentierklausel und mehr Pauschalförderungen.

Gemeinden bekommen Geld vom Land über Förder-Programme. Die SPD will die Anträge dafür einfacher machen. Alles soll digital über eine Plattform laufen. Gemeinden sollen auch testen dürfen, von Regeln abzuweichen.

Eine neue Servicestelle soll Kommunen themenübergreifend beraten und auf passende Förderprogramme hinweisen. Die Experimentierklausel soll in Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden entstehen und es erlauben, Abweichungen von geltenden gesetzlichen Regeln zu erproben. Die SPD will mehr Pauschalförderungen, einfache Verfahren und eine schnelle Freigabe der Mittel. Wo es möglich ist, sollen die Eigenanteile der Kommunen weiter sinken. Als Leitlinie nennt das Programm Vertrauen statt Kontrolle und Spielräume statt Detailvorgaben.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Unser Ziel sind bürokratiearme und schlanke Antragsverfahren, die vollständig digital über eine zentrale Plattform abgewickelt werden (digital only).“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet Bürokratieabbau und weniger Vorgaben mit mehr staatlicher Förderung durch niedrigere Eigenanteile der Kommunen.

Zusammenarbeit zwischen Kommunen dauerhaft fördern

Die SPD will die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) von einem Pilotprojekt in ein dauerhaftes Angebot überführen. Kommunen sollen Ressourcen bündeln und gemeinsame Strukturen aufbauen, weil viele Aufgaben aus Sicht der Partei allein nicht mehr zu bewältigen sind.

Gemeinden sollen mehr zusammenarbeiten. Die SPD will das dauerhaft mit Geld unterstützen. Gemeinden können dann zum Beispiel Computer-Technik gemeinsam nutzen. Die SPD sagt: Allein schaffen viele Gemeinden ihre Aufgaben nicht mehr.

Als Gründe nennt das Programm wachsende Anforderungen durch Digitalisierung, Klimaanpassung und Fachkräftemangel. Beispiele für gemeinsame Strukturen sind zentrale Bußgeldstellen, gemeinsame Vergabestellen, sichere IT sowie Kooperationen im Brand- und Katastrophenschutz. Ein Solidarpakt soll dafür sorgen, dass die Energiewende vor Ort solidarisch gestaltet wird. Die SPD erklärt zudem, das Ehrenamt in den Kommunen zu stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Wir verstetigen die IKZ-Förderung – von der Pilotförderung zu dauerhaften Unterstützungsangeboten für Kommunen.“
Seite 90 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Experimentierklausel für Kommunen nutzen

Kommunen sollen in einem rechtlich abgesicherten Rahmen von Vorgaben des Landes abweichen dürfen, um einfachere Wege der Aufgabenerledigung zu testen. In Modellräumen sollen vereinfachte Verfahren erprobt und bei Erfolg allgemein übernommen werden.

Städte und Gemeinden sollen Neues ausprobieren dürfen. Dafür dürfen sie von manchen Regeln des Landes abweichen. Das nennt man Experimentier-Klausel. Was gut klappt, soll später überall gelten.

Die SPD will den Kommunen Spielräume geben, um effizientere Abläufe zu testen. Grundlage ist eine Experimentierklausel, die Abweichungen von Landesrecht erlaubt. Modellräume dienen dazu, vereinfachte Verfahren auszuprobieren; bewährte Ansätze sollen in den normalen Vollzug übergehen. Das Programm will damit die Rolle der Kommunen bei der Modernisierung der Verwaltung stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Dafür nutzen wir eine Experimentierklausel, durch die die kommunale Ebene die Möglichkeit erhält, in einem rechtlich gesicherten Rahmen von bestehenden landesrechtlichen Vorgaben abzuweichen“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kommunen sollen von bestehenden Landesvorgaben abweichen dürfen, was Regulierung im bestehenden System schrittweise lockert.

Entlastungsdialog und Bürokratiemeldestelle einrichten

Die SPD will einen Entlastungsdialog zwischen Wirtschaft und Verwaltung starten und eine zentrale Meldestelle für Bürokratie schaffen. Dort sollen Bürger und Unternehmen Hinweise auf umständliche Verfahren geben können. Ein Beteiligungsportal soll zudem die Mitwirkung an politischen Entscheidungen stärken.

Die SPD will eine Melde-Stelle für Bürokratie einrichten. Bürokratie heißt: viele Formulare und Regeln. Bürger und Firmen können dort Probleme melden. Verwaltung, Firmen und Gemeinden sollen gemeinsam über Erleichterungen sprechen. Es soll auch ein Portal zum Mitreden geben.

Den Entlastungsdialog sollen Landesverwaltung, Wirtschaft und Kommunen gemeinsam tragen. Er soll Ermessensspielräume aufzeigen, Prüf- und Genehmigungsabläufe vereinfachen und zu Änderungen an Gesetzen und Vorschriften führen. Das landesweite Meldeportal nimmt Rückmeldungen zu Formularen, Nachweispflichten und Fristen auf und leitet Vorschläge an den Dialog weiter. Eine zentrale Koordination soll die Entbürokratisierung über alle Ministerien hinweg abstimmen. Die Verwaltung soll ihre rechtlichen Spielräume stärker nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Wir richten eine zentrale Bürokratiemeldestelle ein, damit Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen schnell Hinweise geben können, wo Staat und Verwaltung noch schneller und besser werden können.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Genehmigungsroutinen sollen vereinfacht und Vorschriften gemeinsam mit der Wirtschaft geändert werden, was Regulierung schrittweise verringert.

Öffentlichen Dienst stärken, Tarifergebnisse für Beamte übernehmen

Die SPD will gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, Fortbildung und moderne Ausstattung im öffentlichen Dienst sichern. Tarifabschlüsse der Länder sollen zeitnah auch für Beamtinnen und Beamte gelten. In Aus- und Weiterbildung will die Partei weiter investieren.

Die SPD will gute Arbeit im öffentlichen Dienst. Die Beschäftigten sollen fair bezahlt werden. Lohn-Erhöhungen für Angestellte sollen auch für Beamte gelten. Das Land soll weiter Geld für Ausbildung und Fortbildung ausgeben.

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung soll als gemeinsame Ausbildungsstätte von Land und Kommunen gestärkt werden. Digitallabore, Kompetenzzentren und Fortbildungsprogramme sollen eine Innovationskultur in der Verwaltung fördern. Die Personalvertretungen will die SPD weiterhin unterstützen. Zudem soll das Land weiterhin gute Arbeitskräfte gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir wollen die auf Länderebene ausgehandelten Tarifergebnisse zeit- und systemgerecht auf den Beamtenbereich übertragen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bezahlung, Ausbildung und Ausstattung im öffentlichen Dienst sollen gesichert und ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen schrittweise stärkt.

Demokratiebildung und Kampagnen gegen Hass ausbauen

Die SPD will politische Bildung näher an den Alltag der Menschen bringen und die Landeszentrale für politische Bildung verlässlich finanzieren. Netzwerke und Kampagnen für Respekt und gegen Rassismus, Diskriminierung und Hetze sollen fortgeführt und erweitert werden.

Die SPD will mehr Bildung über Demokratie. Diese Bildung soll zu den Menschen kommen, zum Beispiel in Betriebe. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll sicher Geld bekommen. Kampagnen gegen Hass und Rassismus gehen weiter.

Die Landeszentrale soll mit aufsuchenden Formaten im ganzen Land präsenter werden und enger mit Landtag, Weiterbildungsträgern und Zivilgesellschaft kooperieren. In Betrieben, Verwaltungen und im Ehrenamt sollen Demokratiebotschafterinnen und -botschafter ausgebildet werden. Das Bündnis „Demokratie gewinnt!“ sowie die Kampagnen „Respekt. Bitte!“ und „Gemeinsam gegen Hass und Hetze“ werden fortgesetzt. Geplant ist ein digitaler Demokratie-Atlas, der historische Orte und heutige Akteure verknüpft. Das Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz erhält Unterstützung.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Wir bringen Demokratiebildung dorthin, wo die Menschen leben, arbeiten und lernen, und entwickeln dafür neue, innovative Formate der aufsuchenden Bildungsarbeit.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Kampagnen werben für Vielfalt und gegen Diskriminierung und bauen bestehende Programme schrittweise aus.

Arbeit gegen Rechtsextremismus ausbauen

Die SPD will die politische Arbeit gegen Rechtsextremismus, Präventionsangebote und die Hilfe für Initiativen erweitern. Sie beruft sich auf eine wehrhafte Demokratie, die ihre Werte mit rechtsstaatlichen Mitteln und einer aktiven Zivilgesellschaft schützt.

Die SPD will mehr gegen Rechts-Extremismus tun. Es soll mehr Vorbeugung geben. Gruppen, die sich dagegen einsetzen, bekommen mehr Hilfe. Das Amt des Beauftragten gegen Antiziganismus bleibt. Antiziganismus ist Feindlichkeit gegen Sinti und Roma.

Das Programm bezeichnet den Einsatz gegen Rechtsextremismus als Kern sozialdemokratischer Politik. Versuchen rechter Gruppen, Orte wie das Hambacher Schloss für sich zu beanspruchen, will die SPD entgegentreten. Das Schloss soll ein Ort für Freiheit, Vielfalt und Teilhabe bleiben. Die Arbeit des Antiziganismusbeauftragten des Landes wird fortgesetzt.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Deshalb bauen wir die politische Arbeit gegen Rechtsextremismus, die Prävention und die Unterstützung für engagierte Initiativen gezielt aus.“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Prävention und Förderung von Initiativen gegen Rechtsextremismus und Rassismus stärken schrittweise den Schutz von Vielfalt.

Bürgerräte erproben, Engagierte vor Gewalt schützen

Die SPD will Bürgerräte testen und die Förderung von Organisationen, die sich für Demokratie einsetzen, verlässlicher machen. Ehrenamtliche und kommunale Mandatsträger sollen besser vor Anfeindungen, Drohungen und Gewalt geschützt werden.

Die SPD will Bürger-Räte ausprobieren. Dort machen Bürger Vorschläge für die Politik. Vereine für Demokratie sollen leichter Förder-Geld bekommen. Wer ein Ehrenamt oder ein Amt im Ort hat, soll besser vor Drohungen geschützt sein.

Die Bürgerräte sollen Ideen dazu liefern, wie sich die demokratische Kultur weiterentwickeln lässt. Für demokratiefördernde Organisationen sollen die Förderbedingungen besser und die Förderinstrumente enger abgestimmt werden. Über bestehende Schutzkonzepte für das Ehrenamt will die SPD stärker informieren. Ehrenamtliche Kommunalpolitiker sollen Beratung, Handreichungen und Fortbildungen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Mit einer Erprobung von Bürgerräten schaffen wir einen Raum, in dem innovative und praxisnahe Vorschläge zur Weiterentwicklung der vielfältigen demokratischen Kultur entstehen.“
Seite 108 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ehrenamt fördern und von Bürokratie entlasten

Die SPD will ehrenamtliches Engagement weiter fördern und Vereine von Bürokratie entlasten, unter anderem mit einheitlichen Förderregeln und einem digitalen Förderportal. Die Leitstelle Ehrenamt soll zu einer Landesleitstelle für Ehrenamt und Bürgerbeteiligung werden.

Viele Menschen in Rheinland-Pfalz haben ein Ehrenamt. Die SPD will ihnen die Arbeit leichter machen. Anträge auf Förder-Geld sollen einfacher und digital werden. Eine Stelle in der Staats-Kanzlei hilft bei allen Fragen zum Ehrenamt.

Die Landesleitstelle in der Staatskanzlei soll als Servicestelle Engagierte, Initiativen und Kommunen unterstützen. Die Engagementstrategie des Landes wird im Austausch mit der Zivilgesellschaft und im Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement weiterentwickelt. „Engagierte Stadt“, „Ich bin dabei!“ und die Ehrenamtskarte bleiben bestehen. Vereine erhalten Beratung, um Auflagen für Feste und Veranstaltungen leichter zu erfüllen. Das Projekt „Digital in die Zukunft“ mit der Medienanstalt wird fortgesetzt, ergänzt um einen digitalen Werkzeugkasten und einen barrierefreien Technikverleih.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Wir bauen bürokratische Hürden im Ehrenamt konsequent ab. Dafür vereinheitlichen wir Förderkriterien, führen ein digitales Förderportal ein und entlasten so Vereine und Verwaltung.“
Seite 109 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 senken

Die SPD will, dass Jugendliche ab 16 Jahren bei Landtagswahlen wählen dürfen. Junge Menschen sollen so wirksam an der politischen Willensbildung teilhaben.

Die SPD will das Wahl-Alter senken. Jugendliche sollen ab 16 Jahren den Landtag wählen dürfen. So können junge Menschen in der Politik mitbestimmen.

Die Partei erklärt, sich seit vielen Jahren für diese Absenkung einzusetzen, und hält sie für überfällig. Nach ihrer Begründung lebt Demokratie von Beteiligung, auch bei Wahlen. Das Vorhaben betrifft die Wahlen zum Landtag von Rheinland-Pfalz.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Das Wahlalter 16 Jahre bei Landtagswahlen muss kommen.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Wahlrecht bei Landtagswahlen soll auf 16- und 17-Jährige ausgeweitet werden, was mehr Mitbestimmung für eine neue Gruppe bedeutet.

Landesverfassung modernisieren, Artikel 3 erweitern

Die SPD will die Landesverfassung modernisieren und dabei vor allem den Bezug auf das Sittengesetz überarbeiten, den sie für veraltet hält. Im Bund will sie sich dafür einsetzen, Artikel 3 des Grundgesetzes zu erweitern. Ziel ist ein klarer und zeitgemäßer Schutz der Grundrechte für alle.

Die SPD will die Verfassung des Landes erneuern. Dort steht das Wort Sitten-Gesetz. Die SPD findet das veraltet. Auch das Grundgesetz soll sich ändern. Artikel 3 soll mehr Menschen ausdrücklich schützen. Artikel 3 regelt die Gleichheit aller Menschen.

Im Mittelpunkt der Verfassungsreform steht der Verweis auf das Sittengesetz, den das Programm als überholt bezeichnet. Auf Bundesebene will die SPD für eine Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz werben. Begründet wird beides damit, dass der Grundrechtsschutz für alle Menschen eindeutig und zeitgemäß festgeschrieben sein soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„wollen wir die Landesverfassung modernisieren, insbesondere mit Blick auf den veralteten Bezug zum Sittengesetz und uns auf Bundesebene für eine Erweiterung von Artikel 3 GG einsetzen“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein überlieferter Wertebezug soll aus der Landesverfassung weichen und der Gleichheitsartikel erweitert werden, was in Richtung Gleichstellung und Wertewandel geht.

Was sagen die anderen Parteien zu Demokratie und Staat?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich