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parteiprogramm

SPD zum Wohnen

Aus dem Programm „Aus Liebe zum Land. Regierungsprogramm 2026 – 2031“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 123 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

„Housing First“ dauerhaft und landesweit fördern

Die SPD will das bisher an fünf Orten erprobte Modell „Housing First“ dauerhaft fördern und auf alle größeren und mittleren Zentren des Landes ausdehnen. Wohnungslose erhalten dabei zuerst eine Wohnung, weitere Hilfen folgen danach.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die SPD will ihnen zuerst eine Wohnung geben. Danach kommt die weitere Hilfe. Das nennt man „Housing First“. Bisher gibt es das an fünf Orten. Künftig soll es das in allen größeren Städten geben.

Aus dem Modellversuch soll eine Regelförderung werden. Acht Fachberatungsstellen zur Wohnraumsicherung sollen Wohnungslosigkeit schon im Vorfeld verhindern. Als zentrales Problem nennt das Programm den Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Die SPD kündigt deshalb eine soziale Wohnraumpolitik an, die Mietbelastungen begrenzen und Verdrängung entgegenwirken soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir überführen diesen Ansatz in die Regelförderung mit dem Ziel, diesen in allen Ober- und Mittelzentren zu etablieren.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Modellprojekt der Wohnungslosenhilfe soll zur dauerhaften, landesweiten öffentlichen Leistung ausgebaut werden.

Soziale Wohnraumförderung fortführen und Sozialquoten sichern

Die SPD will die Soziale Wohnraumförderung als Kern ihrer Wohnungspolitik beibehalten und regelmäßig an den Bedarf anpassen. Verbindliche Sozialquoten sollen günstige Wohnungen für Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen sichern. Kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsbau sowie gemeinschaftliche Wohnprojekte sollen gestärkt werden.

Die SPD will weiter Geld für günstige Wohnungen geben. Ein fester Teil neuer Wohnungen soll günstig sein. Das nennt man Sozial-Quote. Auch Städte und Genossenschaften sollen mehr bauen können. Wer gemeinsam mit anderen wohnen will, soll mehr Hilfe bekommen.

Laut Programm stellen Land und Bund zusammen jährlich 350 Millionen Euro für die Förderung bereit, fast doppelt so viel wie 2024. Die Förderung soll in allen Regionen bezahlbare, klimagerechte, barrierefreie und gemeinschaftliche Wohnungen ermöglichen und Bauherren Planungssicherheit geben. Der Kauf von Genossenschaftsanteilen soll besser gefördert werden, ebenso innovative Wohnprojekte und das Programm „besser gemeinsam“. Die Eigenheimförderung bleibt Teil der Sozialen Wohnraumförderung, weil die SPD die hohe Eigentumsquote im Land erhalten will. Wohnraumförderung, Städtebauförderung, Dorferneuerung und Sozialraumentwicklung sollen enger verknüpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Mit verbindlichen Sozialquoten sorgen wir für bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen und für lebendige Quartiere.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die bestehende öffentliche Wohnraumförderung soll fortgeführt und mit verbindlichen Quoten ausgebaut werden, was mehr staatliche Steuerung des Wohnungsmarkts bedeutet.

Mehr Wohnheimplätze für Studierende und Azubis schaffen

Die SPD will das Angebot an günstigen Unterkünften für Studierende und Auszubildende deutlich vergrößern. An Hochschulstandorten mit angespanntem Wohnungsmarkt sollen weitere Wohnheime entstehen, für Azubis Plätze dort, wo der Bedarf am größten ist.

Die SPD will mehr günstige Zimmer für junge Leute. Das gilt für Studierende und für Azubis. In Mainz, Koblenz und Trier sollen neue Wohnheime entstehen. Auch Azubis sollen Wohnheim-Plätze bekommen.

Die Förderung für das sogenannte Junge Wohnen soll besonders günstige Bedingungen bieten. Vor allem in Mainz, Koblenz und Trier sollen in der kommenden Wahlperiode weitere Studierendenwohnheime gebaut werden. Dabei sollen die Bauzeiten kürzer werden, die Gebäude barrierefrei sein und ökologische Gesichtspunkte in die Planung einfließen. Das Angebot für Auszubildende will die SPD gemeinsam mit Betrieben, Kammern und Wirtschaftsverbänden entwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Für den Bereich des Jungen Wohnens wollen wir mit besonders attraktiven Konditionen das Angebot an bezahlbaren Unterkünften für Studierende und Auszubildende deutlich erweitern.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentlich geförderte Bau von Wohnheimen soll ausgeweitet werden, also mehr staatliche Investitionen in Wohnraum.

Mieterschutz in einer Verordnung bündeln

Die SPD will die Regeln zum Schutz von Mietern in einer einzigen Mieterschutzverordnung zusammenführen. Außerdem sollen angespannte Wohnungsmärkte künftig für einzelne Regionen unabhängig von Kreisgrenzen festgestellt werden können.

Die SPD will Mieter schützen. Mehrere Regeln dazu sollen in einer einzigen Verordnung stehen. Dazu gehört die Mietpreis-Bremse. Sie begrenzt die Miete bei neuen Verträgen. Wohnungen sollen Wohnungen bleiben.

Das Programm verweist darauf, dass die Mietpreisbremse im Land bis Ende 2029 verlängert wurde und ein Zweckentfremdungsgesetz besteht. In der neuen Verordnung sollen die Begrenzung der Mieten bei Neuvermietung, die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen, Vorschriften gegen Zweckentfremdung und weitere ordnungsrechtliche Mittel zusammengefasst werden. Die SPD kündigt an, sämtliche verfügbaren Mittel zu nutzen, um Wohnraum zu schützen und zu mobilisieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Die Mietpreisbegrenzungsverordnung und die Kappungsgrenzen-Verordnung, aber auch Regelungen zur Zweckentfremdung sowie weitere ordnungsrechtliche Möglichkeiten bündeln wir in einer Mieterschutzverordnung.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende Eingriffe in den Mietmarkt sollen beibehalten, gebündelt und kleinräumiger anwendbar werden, was die Regulierung schrittweise stärkt.

Bauland aktivieren und Leerstand bekämpfen

Die SPD will gemeinsam mit den Kommunen ungenutztes Bauland aktivieren und schneller Baurecht schaffen. Kommunen sollen mehr Möglichkeiten erhalten, gegen leerstehende und verfallende Gebäude vorzugehen, unter anderem durch ein stärkeres Vorkaufsrecht.

Die SPD will mehr Bauland nutzbar machen. Städte und Gemeinden sollen schneller Bau-Recht schaffen können. Sie sollen mehr gegen leere Häuser tun können. Aus leeren Geschäfts-Gebäuden sollen leichter Wohnungen werden.

Die Möglichkeiten des neuen Bau-Turbos des Bundes sollen genutzt werden, um Kommunen bei der Aktivierung von Bauland zu unterstützen. Das Erbbaurecht sieht die SPD als geeignetes Modell, damit Kommunen günstigen Wohnraum schaffen und dauerhaft halten können. Leerstehende Gewerbeimmobilien sollen einfacher zu Wohnungen umgebaut werden dürfen. Zudem setzt sich die Partei für ein stärkeres kommunales Vorkaufsrecht ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir stärken den kommunalen Handlungsspielraum, um aktiv gegen Leerstand und Verfall vorzugehen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kommunen sollen mehr Eingriffsrechte am Immobilienmarkt erhalten, etwa durch ein stärkeres Vorkaufsrecht, was die öffentliche Hand gegenüber privaten Eigentümern stärkt.

Bauen vereinfachen und Baustandards überprüfen

Die SPD will das Bauen schneller, günstiger und klimagerecht machen. Baustandards ohne Nutzen für Klimaneutralität oder Barrierefreiheit sollen überprüft werden, und beim Klimaschutz soll der tatsächliche CO₂-Ausstoß eines Gebäudes statt komplexer Technikvorschriften zählen.

Die SPD will, dass Bauen einfacher und billiger wird. Manche Bau-Regeln sollen geprüft werden. Bau-Anträge soll man im ganzen Land digital stellen können. Beim Klima soll zählen, wie viel CO₂ ein Haus wirklich verursacht.

Das Programm verweist auf bereits geänderte Regeln in der Landesbauordnung, die Umbau sowie serielles und modulares Bauen erleichtern, und auf den Gebäudetyp E für einfaches, kostengünstiges Bauen. Der Digitale Bauantrag soll landesweit eingeführt werden, um Genehmigungen zu beschleunigen. Forschung und Einsatz innovativer Baustoffe wie Holz will die SPD weiter unterstützen. Für Bauten des Landes sollen Verfahren schnell und einfach sein; der Landesbetrieb LBB soll durch konkurrenzfähige Bezahlung als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Mittel aus dem Sondervermögen sollen in nachhaltige Landesbauten fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Baustandards, die nicht der Klimaneutralität und der Barrierefreiheit zugutekommen, kommen auf den Prüfstand.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bauvorschriften sollen überprüft und Verfahren vereinfacht werden, was die Regulierung im Bauwesen schrittweise verringert.

  • Klimaausgewogen

    Technikvorschriften sollen einfacher werden, zugleich bleibt Klimaneutralität Maßstab und der reale CO₂-Ausstoß soll entscheiden; beide Anliegen werden verbunden.

Innenstädte beleben und Gartenschauen fortführen

Die SPD will Zentren und Innenstädte mit einem fachübergreifenden Ansatz stärken und neue Konzepte zu ihrer Belebung prüfen. Die Landesgartenschauen sollen weiterentwickelt und die Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal finanziell abgesichert werden.

Die SPD will, dass Innenstädte lebendig bleiben. Dafür will sie neue Ideen ausprobieren. Die Landes-Gartenschauen sollen weitergehen. Für die Bundes-Gartenschau 2029 am Mittelrhein gibt das Land Geld.

Für die Innenstädte will die SPD Instrumente aus Kommunalentwicklung, Mobilitätsplanung, Wirtschaftsförderung, Kultur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden. Neue Konzepte sollen an das Projekt 42kaiserslautern anknüpfen. Für die Zukunft der Landesgartenschauen ist ein offener Beteiligungsprozess mit Kommunen, Verbänden und Bürgern geplant. Die Bundesgartenschau 2029 soll Impulse für Regionalentwicklung, Tourismus und Klimaschutz geben. Zusätzliche Bundesmittel der Städtebauförderung will das Land mitfinanzieren und an die Kommunen weiterreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Damit wollen wir Innenstädte ganzheitlich stärken und als lebendige Mitte unserer Stadtgesellschaft erhalten.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Stärkung der Innenstädte und der Gartenschauen erfolgt über öffentliche Förderung und Landesmittel.

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Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich