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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Aus Liebe zum Land. Regierungsprogramm 2026 – 2031“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 123 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bezahlte Erzieherausbildung zur Regel machen

Die SPD will die vergütete Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher zum Normalfall machen und die Ausbildung verkürzen, wo das ohne Qualitätsverlust geht. So sollen die Kommunen leichter Fachkräfte für die Kitas finden.

Kitas brauchen mehr Fachkräfte. Die SPD will, dass angehende Erzieherinnen und Erzieher in der Ausbildung Geld bekommen. Das soll der normale Weg werden. Die Ausbildung soll auch kürzer werden, wo das möglich ist. Die Qualität soll dabei gleich bleiben.

Die Kommunen sollen bei der Gewinnung von Fachkräften weiter vom Land unterstützt werden. Die Verkürzung der Ausbildungszeit soll dazu führen, dass neue Fachkräfte früher in den Kitas arbeiten können. Außerdem will die SPD an die bisherige Werbekampagne für den Erzieherberuf anknüpfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Die bezahlte Ausbildung zum Erzieher und zur Erzieherin haben wir eingeführt und machen sie zur Regel.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die vergütete Ausbildung soll vom Angebot zum Regelfall werden, was öffentlich finanzierte Leistungen im bestehenden System ausweitet.

Sprachförderung und Sozialraumbudget in Kitas ausbauen

Die SPD will das Sprachnetzwerk der Kitas von 350 auf 1.000 Einrichtungen vergrößern und die sprachliche Entwicklung jedes Kindes beobachten. Kitas mit besonderem Bedarf sollen über das Sozialraumbudget mehr Personal und mehr Kita-Sozialarbeit bekommen.

Kinder sollen früh gut sprechen lernen. Heute fördert das Land in 350 Kitas besondere Sprach-Fachkräfte. Die SPD will das auf 1.000 Kitas ausweiten. Kitas mit vielen Kindern in schwieriger Lage sollen mehr Geld und Personal bekommen. Auch Sozialarbeit in Kitas soll wachsen.

Das Sozialraumbudget, mit dem das Land Kitas, Kinder und Familien mit besonderem Bedarf unterstützt, soll weiterentwickelt werden. Dazu kommen Mittel für zusätzliche Kita-Kräfte und ein Ausbau der Kita-Sozialarbeit. Seit 2025 melden Eltern ihre Kinder verpflichtend mit viereinhalb Jahren zur Schule an, dabei wird der Sprachstand erhoben. Darauf aufbauend will die SPD die Sprachentwicklung jedes Kindes mit wissenschaftlich gestützten und in der Praxis getesteten Verfahren verfolgen und die Förderung individuell anpassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Aus den 350 Kitas, in denen das Land gezielt Sprachbeauftragte fördert, werden wir ein 1.000 Kitas starkes Netzwerk bilden.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Sprachförderung, Personal und Sozialarbeit in Kitas bauen staatliche Leistungen gezielt aus.

Schulstart und Startchancen-Schulen stärken

Die SPD will, dass Kitas und Grundschulen enger kooperieren, damit Kinder im letzten Kita-Jahr gut vorbereitet in die Schule wechseln. Das Startchancen-Programm für Schulen in schwieriger Lage soll stärker unterstützt und ausgeweitet werden.

Der Wechsel von der Kita in die Grundschule ist ein großer Schritt. Die SPD will, dass Kitas und Grundschulen dabei enger zusammen arbeiten. Kinder sollen von Anfang an gut lesen, schreiben und rechnen lernen. Schulen mit besonderen Problemen sollen mehr Hilfe bekommen.

Im Mittelpunkt des Schulanfangs sollen Lesen, Schreiben, Rechnen und gezielte Sprachförderung stehen. Programme wie „First Class“ will die SPD weiterführen, um mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern zu schaffen. Das Startchancen-Programm richtet sich an Schulen mit besonderen Herausforderungen; die SPD will die Umsetzung stark begleiten und das Programm in die umgebende Bildungslandschaft ausdehnen. Als Ziel nennt das Programm mehr Bildungsgerechtigkeit im Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Deshalb setzen wir uns für eine noch engere Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen ein.“
Seite 16 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulbücher und Arbeitshefte kostenfrei machen

Die SPD will sämtliche Schulbücher und Arbeitshefte für alle Kinder kostenlos stellen. Familien sollen dadurch um bis zu 2.500 Euro entlastet werden, damit das Einkommen der Eltern die Bildungschancen nicht beeinflusst.

Schulbücher und Arbeitshefte kosten Familien Geld. Die SPD will, dass alle Kinder sie kostenlos bekommen. Familien sollen so bis zu 2.500 Euro sparen. Kein Kind soll schlechtere Chancen haben, weil die Eltern wenig Geld haben.

Die Kostenfreiheit soll für alle Schulbücher und Arbeitshefte gelten und nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Das Programm beziffert die Entlastung für Familien auf bis zu 2.500 Euro. Begründet wird das Vorhaben damit, dass kein Talent an finanziellen Hindernissen scheitern soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„mit gleichen Chancen lernen kann, indem wir alle Schulbücher und Arbeitshefte kostenfrei“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Lernmittel sollen für alle Familien aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden, was die bestehende Lernmittelförderung zu einer allgemeinen Leistung ausweitet.

Multiprofessionelle Teams und Familiengrundschulzentren ausbauen

Die SPD will an Schulen Teams aus Lehrkräften, Sozialarbeit, Psychologie und Förderkräften stärken und mehr Familiengrundschulzentren schaffen. Schulen sollen enger mit ihrem Ort vernetzt werden; außerdem soll jedes Kind schwimmen lernen können.

An Schulen sollen verschiedene Fachleute zusammen arbeiten. Dazu gehören Lehrkräfte, Sozialarbeiter und Psychologen. Die SPD will mehr Familien-Grundschul-Zentren. Dort bekommen Familien Beratung und Hilfe an einem Ort. Jedes Kind soll auch schwimmen lernen können.

Familiengrundschulzentren bündeln Beratung, Förderung und Unterstützung für Eltern und arbeiten mit Vereinen und außerschulischen Angeboten zusammen. Die SPD will Schulen stärker mit Dorf oder Stadt verbinden, etwa über Breitensport sowie Nachmittags- und Ferienangebote, und versteht Schulentwicklung als Teil der Sozialraumplanung. Lehrkräfte sollen so Rückhalt durch andere Fachkräfte bekommen. Für den Schwimmunterricht sollen weitere Schulschwimm-Netzwerke nach dem Vorbild von Ludwigshafen und Trier entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir stärken multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und Förderkräften an den Schulen“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Sozialarbeit, Schulpsychologie und Familienzentren an Schulen erweitern öffentlich finanzierte Unterstützungsangebote.

Ganztagsschulen ausbauen und besser ausstatten

Die SPD will, dass hochwertige Ganztagsangebote landesweit zum Standard werden, und plant mehr rhythmisierte Ganztagsschulen. Dafür sollen die Schulen mehr Geld, qualifiziertes pädagogisches Personal über den ganzen Tag und entlastete Leitungen bekommen.

Die SPD will mehr und bessere Ganztags-Schulen. Dort lernen Kinder auch am Nachmittag. Die Schulen sollen dafür mehr Geld bekommen. Den ganzen Tag soll gut ausgebildetes Personal da sein. Schul-Leitungen sollen weniger Arbeit mit der Verwaltung haben.

In rhythmisierten Ganztagsschulen wechseln sich Unterricht und andere Angebote über den Tag verteilt ab. Die SPD verweist dabei auf den bundesweiten Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder. Das zusätzliche Geld soll Angebote zum Wiederholen, für leistungsstarke Kinder sowie in Musik, Sport und Mathematik und mit außerschulischen Partnern ermöglichen. Ganztagsschulen sollen zudem mehr Hilfe bei Verwaltungsaufgaben erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir stellen den Ganztagsschulen mehr Geld zur Verfügung und bieten den Schulen so mehr Möglichkeiten für vielfältige Bildungsangebote.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ganztagsschulen sollen mehr öffentliche Mittel und Personal erhalten, was das staatliche Bildungs- und Betreuungsangebot schrittweise ausbaut.

Informatik als Pflichtfach und digitale Bildung stärken

Die SPD setzt auf Informatik als Pflichtfach, eine kostenlose KI-Plattform für alle Schulen und fortgebildete Lehrkräfte. Zugleich will sie Kinder und Jugendliche besser vor Risiken im Netz schützen und eine Landesstrategie für Medienkompetenz in jedem Alter entwickeln.

Alle Schüler sollen das Fach Informatik haben. Schulen sollen eine kostenlose Plattform für Künstliche Intelligenz nutzen können. Lehrkräfte sollen lernen, damit zu arbeiten. Kinder sollen im Internet sicher sein. Die SPD will auch einen Plan für Medien-Wissen für alle Altersgruppen.

Das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ soll weiterentwickelt werden. Künstliche Intelligenz soll das Lernen individueller machen, sowohl beim Aufholen als auch bei der Förderung besonders Begabter. Schülerinnen und Schüler sollen den verantwortlichen Umgang mit Geräten lernen, auch mit dem Smartphone. Die SPD will stärker über Falschinformationen, Online-Radikalisierung sowie Mobbing und sexuelle Anbahnung im Internet (Cybermobbing, Cybergrooming) aufklären und dem vorbeugen; Schulen, Eltern und Fachkräfte sollen dafür Leitlinien bekommen. Das Bildungsportal und die digitale Ausstattung von Lernenden und Lehrkräften sollen weiter wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Mit der Einführung des Pflichtfachs Informatik stärken wir unsere Schülerinnen und Schüler dabei.“
Seite 17 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulentwicklung vorantreiben und Lehrkräfte entlasten

Die SPD will Schulen aller Arten über die Initiative „Schule der Zukunft“ bei neuen Lern- und Lehrformen unterstützen und Schulleitungen mehr Spielraum geben. Lehrkräfte sollen durch weniger Bürokratie und digitale Hilfen entlastet werden, kleine Grundschulen durch regionale Netzwerke.

Schulen sollen neue Arten des Lernens ausprobieren können. Schul-Leitungen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Lehrkräfte sollen weniger Papier-Arbeit haben. So bleibt mehr Zeit für die Kinder. Kleine Grundschulen sollen sich Personal für Verwaltung und Sozialarbeit teilen.

In „Schulfamilien-Netzwerken“ sollen vor allem kleine Grundschulen Verwaltungskräfte, Sozialarbeit und pädagogische Mittel gemeinsam nutzen. Die Schulaufsicht soll gestärkt werden und den Wissenstransfer zwischen Schulen fördern. Unterricht und Schulentwicklung sollen sich stärker und verbindlicher auf erhobene Daten stützen, bei individueller Förderung schwächerer wie stärkerer Kinder und gezielter Spitzenförderung. Das Land will moderne Lernräume und zeitgemäße Ausstattung fördern. Für Lehrkräfte sind zudem mehr Programme zur Gesundheitsförderung sowie zusätzliche Fortbildungs- und Hilfsangebote geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Damit Lehrkräfte mehr Zeit für die Kinder und Jugendlichen haben, wollen wir sie durch weniger Bürokratie sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz von anderen Aufgaben entlasten.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

MINT-Förderung früher beginnen

Die SPD will Kinder schon in Kita und Grundschule stärker an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranführen. Das soll Berufswege eröffnen, Fachkräfte sichern und die Innovationskraft des Landes stärken.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Natur-Wissenschaften und Technik. Die SPD will Kinder früh dafür begeistern. Das soll schon in Kita und Grundschule beginnen. Fachkräfte und Lehrkräfte bekommen passende Fortbildungen. Mädchen und Jungen sollen gleiche Chancen haben.

Die MINT-Strategie des Landes soll zusammen mit Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und außerschulischen Partnern umgesetzt werden. Kita-Fachkräfte und Lehrkräfte erhalten zugeschnittene Fortbildungen. Unterschiede und Rollenbilder zwischen den Geschlechtern in diesen Fächern will die SPD weiter verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„MINT-Förderung setzt künftig noch stärker in Kita und Grundschule an, Fach- und Lehrkräfte erhalten passgenaue Fortbildungen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusion mit Elternwahlrecht und Schutz vor Ausgrenzung

Die SPD hält am uneingeschränkten Wahlrecht der Eltern fest und sieht Regel-, Schwerpunkt- und Förderschulen gemeinsam als Grundlage inklusiver Bildung. Schulen und Kitas sollen zudem Schutzräume sein, in denen Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt keinen Platz haben.

Eltern sollen weiter frei wählen, auf welche Schule ihr Kind mit Förder-Bedarf geht. Es gibt dafür drei Arten von Schulen. Auch Förder-Schulen bleiben. Schulen und Kitas sollen ohne Hindernisse zugänglich sein. Niemand soll dort ausgegrenzt oder gemobbt werden.

Förder- und Beratungszentren sollen gestärkt und multiprofessionelle Teams erweitert werden. Barrierefreiheit versteht die SPD strukturell, pädagogisch und baulich, und zwar schon ab der Kita. Vielfalt nach Sprache, Herkunft, Geschlecht, körperlichen Voraussetzungen sowie sexueller und geschlechtlicher Identität gilt dem Programm als Gewinn. Schulen und Kitas sollen Bildungs- und Beratungsangebote zur Aufklärung und Vorbeugung sowie Hilfe bei Schutzkonzepten erhalten, getragen von Schulaufsicht, Landesjugendamt, Pädagogischem Landesinstitut und Schulpsychologie.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Die Regel-, Schwerpunkt- und Förderschulen sind die drei Säulen eines inklusiven Bildungsangebotes.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet das Bekenntnis zu Inklusion und Vielfalt mit dem Erhalt des gegliederten Angebots samt Förderschulen und bewahrt damit im Kern den heutigen Stand.

Demokratiebildung in Kitas und Schulen ausbauen

Die SPD will einen Demokratiepakt für Kitas und Schulen schließen und an weiterführenden Schulen eine Demokratiezeit einführen. Schülerinnen und Schüler sollen mehr Mitwirkungsrechte bekommen, und für politische Bildung soll mehr Geld fließen.

Kinder und Jugendliche sollen Demokratie in Kita und Schule lernen. Die SPD will dafür einen Demokratie-Pakt schließen. An weiterführenden Schulen soll es eine feste Demokratie-Zeit geben. Schüler sollen mehr mitbestimmen dürfen. Für politische Bildung soll es mehr Geld geben.

Geplant sind Demokratietage in jedem Jahr und eine verpflichtende Gedenkarbeit. Das Netzwerk der Europaschulen soll weiterentwickelt werden, und Begegnungen mit europäischen Nachbarländern sollen den Austausch stärken. Der Demokratiepakt soll Medienbildung, Demokratiebildung und Beteiligung voranbringen. Von der Kita bis zur Oberstufe sollen Kinder und Jugendliche politische Bildung erhalten und dabei demokratische Werte sowie nachhaltiges Handeln kennenlernen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir schließen einen Demokratiepakt für Kitas und Schulen, der Medienbildung, Demokratiebildung und Partizipation stärkt.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Übergang von der Schule in den Beruf sichern

Die SPD will, dass alle Jugendlichen nach der Schule einen Anschluss in Ausbildung oder Qualifizierung finden. Dazu sollen Hilfsprogramme, die Berufsorientierung und die berufsbildenden Schulen gestärkt werden; Integrierte Gesamtschulen sollen bei Bedarf sechs Parallelklassen führen dürfen.

Nach der Schule soll jeder junge Mensch wissen, wie es weitergeht. Die SPD will Programme ausbauen, die beim Schul-Abschluss helfen. Schulen sollen früh über Berufe informieren. Berufs-Schulen sollen gestärkt werden. Gesamtschulen sollen bei Bedarf größer werden dürfen.

Das Programm „Keiner ohne Abschluss“ und der Übergangscoach sollen ausgebaut werden und Jugendliche zum Schulabschluss, in eine Lehre oder eine Qualifizierung begleiten. Frühe und individuelle Berufsorientierung soll es in allen Schularten geben, ergänzt um politische und ökonomische Bildung. Die SPD bekennt sich zur Gleichwertigkeit aller Schularten sowie von Studium und Ausbildung. Die Sechszügigkeit an Integrierten Gesamtschulen soll möglich sein, wenn der Bedarf länger anhält und der Schulentwicklungsplan es erlaubt. Digitale Lernformate sollen den Zugang zu Berufen weniger vom Wohnort abhängig machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Niemand darf nach der Schule ohne Anschlussperspektive bleiben.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundschullehrkräfte nach A13 bezahlen, mehr Lehrkräfte gewinnen

Die SPD will Lehrkräfte an Grundschulen künftig nach der Besoldungsgruppe A13 bezahlen. Außerdem will sie weiter jedes Jahr viele neue Lehrkräfte einstellen und die Ausbildung an neue Unterrichtsformen anpassen.

Die SPD will Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen mehr Geld zahlen. Sie sollen in die Gehalts-Stufe A13 kommen. Das Land soll weiter viele neue Lehrkräfte einstellen. Auch die Ausbildung für Lehrkräfte soll moderner werden.

Das Programm verweist darauf, dass zuletzt jährlich über 1.000 Lehrkräfte neu eingestellt wurden, und will diesen Kurs fortsetzen. Ausbildungsplätze sollen nach Bedarf wachsen, der Wechsel zwischen Schularten soll einfacher werden, und die Werbekampagne für den Beruf läuft weiter. Lehrkräfte sollen digitale Vertretungsmodule mit fertigen Unterrichtsentwürfen sowie Blended-Learning-Angebote erhalten. Die Lehramtsausbildung soll stärker auf digitale Bildung, pädagogische Begleitung und selbstständiges Lernen ausgerichtet werden. Fort- und Weiterbildung will die SPD praxisnah ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir stärken das Grundschullehramt und heben die Besoldung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer auf A13 an.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Besoldung und mehr Stellen im öffentlichen Schuldienst bedeuten zusätzliche staatliche Ausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

Schulaufsicht neu organisieren

Die SPD will die Schulaufsicht enger an das Bildungsministerium binden und zugleich stärker regional ausrichten. Schulen sollen so schneller und passender unterstützt werden.

Die Schul-Aufsicht kontrolliert und berät die Schulen. Die SPD will sie neu ordnen. Sie soll enger mit dem Bildungs-Ministerium arbeiten. Und sie soll näher an den Schulen vor Ort sein.

Das Programm begründet den Umbau mit gesellschaftlichen Veränderungen, die sich in den Schulen zeigen. Die Beschäftigten der Schulbehörde sollen künftig in festen regionalen Netzwerken arbeiten, mit klaren Zuständigkeiten und gemeinsamen Zielen. Im Mittelpunkt der Aufsicht sollen Beratung, Entlastung und Entwicklung der Schulen stehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Hierzu soll es eine engere institutionelle und direkte Anbindung an das Bildungsministerium geben, die für schnellere und effizientere Abläufe sorgt.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Auszubildende besser unterstützen und Eingliederungszuschuss einführen

Die SPD will die Ausbildung attraktiver machen und junge Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf enger begleiten. Im Bund setzt sie sich für einen dauerhaften Eingliederungszuschuss ein, der Betriebe dazu bewegen soll, benachteiligte Jugendliche auszubilden.

Die SPD will, dass mehr junge Menschen eine Ausbildung schaffen. Wer Hilfe braucht, soll Beratung und Begleitung bekommen. Betriebe sollen Geld bekommen, wenn sie benachteiligte Jugendliche ausbilden. Dafür will sich die SPD im Bund einsetzen.

Als gute Rahmenbedingungen nennt das Programm bezahlbaren Wohnraum und verlässliche Mobilität für Auszubildende. Schulsozialarbeit, Beratung und Coaching sollen beim Start und bis zum Abschluss helfen, die Jugendberufsagenturen werden unterstützt. Es soll mehr begleitete Ausbildungen und Ausbildungen in eigenem Tempo geben. Zudem setzt die SPD auf frühe Berufsorientierung in allen Schularten, durchlässige Wege zwischen Ausbildung und Studium und digital ausgestattete berufsbildende Schulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Auf Bundesebene setzen wir uns deshalb für die Einführung eines Eingliederungszuschusses für benachteiligte Jugendliche als dauerhaftes Regelinstrument ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer dauerhafter Zuschuss an Betriebe und mehr öffentliche Begleitung für Auszubildende erweitern die staatliche Förderung schrittweise.

Volkshochschulen und allgemeine Weiterbildung verlässlich finanzieren

Die SPD will Volkshochschulen und anerkannte Weiterbildungsträger weiter verlässlich finanzieren und ihre Digitalisierung fördern. Binnen fünf Jahren soll die Zahl der Weiterbildungsstunden auf eine Million steigen, und Angebote zur Grundbildung sollen wachsen.

Volkshochschulen bieten Kurse für alle an. Die SPD will ihnen weiter genug Geld geben. Es soll mehr digitale Kurse geben, aber auch Kurse in der Nähe. Menschen sollen Lesen, Schreiben oder einen Schul-Abschluss nachholen können.

2023 wurden laut Programm über 764.000 Weiterbildungsstunden geleistet. Die Bildungszeit nach dem Gesetz von 2025, die auch Freistellungen für Ehrenamtliche erlaubt, soll bekannter werden. Digitale Lernformate werden ausgebaut, wohnortnahe Kurse bleiben erhalten, auch um Einsamkeit zu begegnen. Politische Erwachsenenbildung und Demokratiebildung sollen gestärkt werden. Alphabetisierung, nachgeholte Schulabschlüsse, Sprachkurse und digitale Kompetenzen werden ausgeweitet, mit stärkerem Blick auf Menschen mit anderer Muttersprache als Deutsch.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Für ein breites, flächendeckendes und bezahlbares Angebot der allgemeinen Weiterbildung sorgen wir auch künftig für eine verlässliche finanzielle Ausstattung“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Finanzierung der Weiterbildung soll gesichert und das Angebot ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen schrittweise stärkt.

Wissenschaftsfreiheit schützen und Forschende unterstützen

Die SPD will die Freiheit von Forschung und Lehre sichern, die sie zunehmend unter Druck sieht. Forschende, die angefeindet oder bedroht werden, sollen mehr Hilfe erhalten, und die Wissenschaftskommunikation soll gestärkt werden.

Forschung und Lehre sind in Deutschland frei. Die SPD sagt: Forschende werden öfter angegriffen. Sie sollen deshalb mehr Hilfe bekommen. Die Wissenschaft soll ihre Arbeit besser erklären. So sollen die Menschen ihr mehr vertrauen.

Das Programm beruft sich auf Artikel 5 des Grundgesetzes. Es beschreibt, dass Forschende angefeindet und ihre Ergebnisse angezweifelt würden. Die SPD will Hilfsangebote für Betroffene ausbauen und die demokratischen Strukturen an den Hochschulen stärken. Eine offene Wissenschaftskommunikation soll Wissen nachvollziehbar machen und das Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir bauen Unterstützungsangebote für Forschende aus, die Anfeindungen und Bedrohungen erfahren, und stärken die demokratischen Strukturen in unseren Hochschulen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulen mehr Autonomie geben und modernisieren

Die SPD will den Hochschulen mehr Eigenverantwortung über ihre Finanzen geben und zugleich in Gebäude, Lehrräume und digitale Infrastruktur investieren. Das Geld dafür soll aus dem Sondervermögen kommen.

Die Hochschulen sollen mehr selbst über ihr Geld entscheiden. Die SPD will außerdem in neue Gebäude investieren. Die Gebäude sollen gut für das Klima sein. Auch Lehr-Räume und Rechen-Zentren sollen moderner werden. Das Geld kommt aus einem besonderen Topf des Staates.

Aufbauend auf einer verlässlichen Grundfinanzierung sollen Globalhaushalte und neue Finanzierungsstrukturen den Hochschulen Spielräume verschaffen. Mittel des Sondervermögens sollen in klimagerechte Gebäude fließen, Bauverfahren sollen schneller werden. Lehrräume sollen modellhaft mit moderner Technik ausgestattet, Rechenzentren und digitale Netze erneuert werden. Digitale Lehrformate, Qualitätsprogramme, Lehrpreise und Austauschplattformen will die SPD fördern. Die Studierendenwerke sollen finanziell und organisatorisch gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Mit modernen Finanzierungsstrukturen, Globalhaushalten und größerer Eigenverantwortung schaffen wir Freiräume für Innovation, Profilbildung und regionale Leuchttürme.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Investitionen aus dem Sondervermögen in Hochschulbauten und Infrastruktur erweitern die staatlichen Ausgaben.

Gebührenfreies Studium und offenen Hochschulzugang sichern

Die SPD will, dass das Studium in Rheinland-Pfalz gebührenfrei bleibt und nicht von Einkommen oder Lebensumständen abhängt. Duale, berufsbegleitende und digitale Studienangebote sollen ausgebaut werden, und das BAföG soll weiterentwickelt werden.

Studieren soll in Rheinland-Pfalz kein Geld kosten. Das soll so bleiben. Es soll mehr Studien-Angebote neben dem Beruf geben. Auch Studieren über das Internet soll leichter werden. Studierende mit Behinderung sollen weniger Hindernisse haben. Die SPD will ein besseres BAföG.

Das Programm verweist auf die bereits erfolgte Abschaffung der Gebühren für ein Zweitstudium und bezeichnet Bildung als Recht. Rund 18 Prozent der Studiengänge im Land sind zulassungsbeschränkt, auch ohne Abitur ist ein Studium möglich. Die Barrierefreiheit soll für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit verbessert werden. Beim BAföG, das Bundesrecht ist, will sich die SPD für eine Reform einsetzen, die sich stärker am Bedarf der Studierenden orientiert.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Rheinland-Pfalz steht für einen offenen Hochschulzugang – gebührenfrei, chancengerecht und flexibel.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Gebührenfreiheit des Studiums soll ausdrücklich bewahrt und die staatliche Studienförderung verbessert werden.

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbessern

Die SPD will Laufbahnen in der Wissenschaft planbarer machen und neben der Professur weitere Dauerstellen schaffen. Frauen in der Wissenschaft sollen weiterhin besonders gefördert werden.

Wer in der Wissenschaft arbeitet, hat oft nur einen Vertrag auf Zeit. Die SPD will mehr feste Stellen schaffen. Der Berufs-Weg soll besser planbar sein. Frauen sollen besonders gefördert werden. Familie und Beruf sollen besser zusammen passen.

Vorgesehen sind klare Entwicklungspfade und unterschiedliche Arten unbefristeter Stellen als Ergänzung zur Professur. Für Gute Arbeit in der Wissenschaft gibt es Zielvereinbarungen; diese sollen vereinheitlicht werden. Gleichstellungsprogramme, familienfreundliche Strukturen und moderne Arbeitsmodelle sollen es erleichtern, Beruf und Familie zu verbinden. Auch für die Anliegen studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte will sich die SPD einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir gestalten Karrierewege transparenter, planbarer und fairer mit klaren Entwicklungspfaden, differenzierten Dauerstellen ergänzend zur Professur und besseren Perspektiven.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Dauerstellen und einheitliche Vorgaben für gute Arbeit stärken den Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Wissenschaftsbetrieb.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gleichstellungsprogramme und die gezielte Förderung von Frauen in der Wissenschaft sollen fortgeführt werden.

Forschung in Biotechnologie und KI gezielt fördern

Die SPD will Forschungsschwerpunkte in Biotechnologie, Lebenswissenschaften, Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing mit eigenen Programmen aus dem Sondervermögen fördern. Ergebnisse sollen über Innovationsplattformen, Start-ups und Ausgründungen schneller in die Anwendung gelangen.

Die SPD will bestimmte Forschung besonders fördern. Dazu gehören Biotechnologie und Künstliche Intelligenz. Das Geld kommt aus einem besonderen Topf des Staates. Aus Ideen der Forschung sollen schneller neue Firmen und Produkte werden. Ein großes Forschungs-Zentrum soll ins Land kommen.

Forschungsverbünde sollen Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen vernetzen. Die SPD unterstützt die Ansiedlung eines Großforschungszentrums für Alterns- und Gesundheitsforschung. Regionale Innovationsplattformen, neue Innovationszentren und der Zugang zu Wagniskapital sollen Gründungen erleichtern. Über die Biotechnologie-Roadmap sollen Forschung, Gründung und Transfer gefördert und die Biotechnologie-Akademie für die Fachkräftegewinnung weiterentwickelt werden. In der KI will die SPD Spitzenforschung in Zentren fördern und ethische Leitlinien setzen; auch die Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sollen weiter unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Aus den Geldern des Sondervermögens legen wir Programme auf, die diese Zukunftsbereiche gezielt fördern.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderprogramme mit der Stärkung von Start-ups, Ausgründungen und privatem Wagniskapital.

Islamischen Religionsunterricht als Schulfach einführen

Die SPD will islamischen Religionsunterricht als ordentliches Schulfach einführen. Unterrichten sollen Lehrkräfte im Landesdienst, und der Staat soll die Aufsicht führen.

Die SPD will islamischen Religions-Unterricht an Schulen. Er soll ein normales Schulfach werden. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten für das Land. Der Staat kontrolliert den Unterricht.

Grundlage sind die Verträge des Landes mit vier islamischen Religionsgemeinschaften und die Erfahrungen aus einem Modellversuch. Der Unterricht soll bekenntnisorientiert sein, also aus der Sicht der Religion erteilt werden. Für die Ausbildung der Lehrkräfte verweist das Programm auf den Lehrstuhl für Islamische Theologie an der Universität Koblenz. Die SPD will außerdem die gleichberechtigte Teilhabe islamischer Religionsgemeinschaften fördern und den Dialog mit ihnen vertiefen.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„einen bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterricht als reguläres Schulfach mit beim Land angestellten Lehrkräften unter staatlicher Schulaufsicht einzuführen“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Islam soll im Schulunterricht den etablierten Konfessionen gleichgestellt werden, was religiöse Vielfalt stärker anerkennt.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich