Lobbyregister einführen, Open Data und Datenschutz ausbauen
Die Grünen wollen das Landestransparenzgesetz weiterentwickeln und ein Lobbyregister mit Veröffentlichungspflicht für Treffen von Interessengruppen mit der Regierung schaffen. Öffentliche Daten sollen kostenlos nutzbar sein, und Datenschutz sowie Cybersicherheit sollen gestärkt werden.
Die Grünen wollen ein Lobby-Register. Darin steht, welche Gruppen sich mit der Regierung treffen. Daten vom Staat sollen kostenlos für alle sein. Der Staat soll die Daten der Menschen besser schützen.
Ein Lobbyregistergesetz soll einen legislativen Fußabdruck schaffen, also sichtbar machen, wer an Gesetzen mitgewirkt hat; für die Veröffentlichung der Treffen nennt das Programm eine Karenzzeit von drei Jahren. Das Transparenzportal soll um kommunale Datenbanken erweitert und barrierefrei werden, Kommunen sollen etwa bei Ratsinformationssystemen und Livestreams aus Ratssitzungen Hilfe bekommen. Open-Data-Strategie und Open-Data-Gesetz sollen überprüft und ihr Anwendungsbereich ausgeweitet werden. Die Datenschutzaufsicht soll gestärkt und kritische Infrastruktur streng geschützt werden. Unternehmen sollen durch bessere Cyberabwehr und Strafverfolgung bei Polizei und Staatsanwaltschaften unterstützt werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Treffen von Interessengruppen mit der Landesregierung oder Spitzenbeamt:innen mit einer Karenzzeit von drei Jahren in einem Lobbyregister verpflichtend veröffentlichen“Einordnung
- Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen
Eine stärkere Datenschutzaufsicht und mehr Datensouveränität stehen neben einer verstärkten Strafverfolgung von Cyberkriminalität, sodass beide Anliegen verbunden werden.