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Grüne zur Bildung

Aus dem Programm „Machen ist hier Programm: Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 110 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung fest verankern

Die Grünen wollen Bildung für nachhaltige Entwicklung von der Kita bis zur Erwachsenenbildung dauerhaft verankern. Engagierte im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sollen langfristig gefördert werden. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung soll zur landesweiten Vernetzungsstelle werden.

Die Grünen wollen, dass alle etwas über Nachhaltigkeit lernen. Nachhaltigkeit heißt: So leben, dass die Natur keinen Schaden nimmt. Das soll in Kitas, Schulen und Kursen für Erwachsene vorkommen. Wer sich für Umwelt einsetzt, soll lange Zeit Geld bekommen.

Das Programm versteht Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Querschnittsthema für alle Bildungsstufen. Fachleute und Ehrenamtliche im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sollen eine langfristige Förderung, verlässliche Strukturen und Vernetzung vor Ort erhalten. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung soll gestärkt und zu einer Vernetzungsstelle für das ganze Land ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir wollen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) strukturell verankern.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulen solide finanzieren, klimafreundlich und demokratischer machen

Die Grünen wollen die Hochschulen des Landes mit einer verlässlichen Grundfinanzierung ausstatten und die Grundlagenforschung stärken. Zugleich sollen die Hochschulen beim Klimaschutz vorangehen und Studierende mehr mitentscheiden können.

Die Grünen wollen den Hochschulen genug Geld geben. Die Hochschulen sollen das Klima schützen. Dafür kommen Solar-Anlagen auf die Dächer. Studierende sollen mehr mitbestimmen.

Das Programm nennt eine solide Grundfinanzierung und die Stärkung der Grundlagenforschung, deren Nutzen sich oft erst spät zeige. Universitäten, die sich um Förderung aus der Exzellenzstrategie bewerben, sollen unterstützt werden. Für den Klimaschutz sind Solaranlagen auf sämtlichen Dächern, begrünte Außenflächen, ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement und ein Sanierungsplan für Gebäude vorgesehen, den Hochschulen auch selbst umsetzen können. Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager sollen das vor Ort begleiten. Außerdem sollen studentische Hilfskräfte Tarifverträge erhalten und der Senat gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir stärken die Demokratie an den Hochschulen – durch mehr Mitbestimmung für Studierende, Tarifverträge für studentische Hilfskräfte und transparente Strukturen mit einem starken Senat.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Grundfinanzierung und Tarifverträge für studentische Hilfskräfte bauen staatliche Leistungen und Arbeitnehmerschutz schrittweise aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Solaranlagen auf allen Hochschuldächern und ein Sanierungsplan verstärken den Klimaschutz im öffentlichen Gebäudebestand schrittweise.

Studierendenwerke stärken und BAföG reformieren

Die Grünen wollen den Studierendenwerken mehr Geld geben und sich für eine Reform des BAföG einsetzen. Die Förderung soll gestiegene Kosten, vor allem für das Wohnen, ausgleichen und mehr Studierende erreichen.

Die Grünen wollen den Studierenden-Werken mehr Geld geben. Diese kümmern sich um Wohnheime und Mensen. Das BAföG soll besser werden. BAföG ist Geld vom Staat für das Studium. Mehr Studierende sollen es bekommen.

Als gute Bedingungen nennt das Programm das Semesterticket, bezahlbare Wohnheimplätze und gesundes, nachhaltiges Mensaessen. Beratungsangebote sollen ausgebaut werden, um Hürden zu senken. Gezielte Unterstützung ist für Studierende vorgesehen, die eine Behinderung haben, in schwierigen Lebenslagen sind oder deren Eltern nicht studiert haben. Mentale Gesundheit soll fester Teil der Studieneingangsphase werden, und die Partei befürwortet längere Regelstudienzeiten, um Druck zu verringern. Zudem soll partizipative Forschung gefördert werden, an der Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mitarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Dafür stärken wir die Studierendenwerke finanziell und setzen uns für eine BAföG-Reform ein, die die steigenden Kosten insbesondere beim Wohnen wirklich abfedert und den Berechtigtenkreis erweitert.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Geld für Studierendenwerke und ein BAföG mit größerem Empfängerkreis weiten öffentliche Leistungen innerhalb des bestehenden Systems aus.

Mehr feste Stellen in der Wissenschaft schaffen

Die Grünen wollen Beschäftigung in der Wissenschaft sicherer und planbarer machen. Dazu sollen nach dem Vorbild Bremens mehr Dauerstellen im akademischen Mittelbau entstehen, und auf Bundesebene soll das Wissenschaftszeitvertragsgesetz grundlegend reformiert werden.

Viele Forschende haben nur befristete Verträge. Die Grünen wollen mehr feste Stellen an Hochschulen. Die Bezahlung soll fair sein. Frauen sollen auf allen Stufen gleich vertreten sein.

Das Programm orientiert sich am Bremer Modell und sieht mehr unbefristete Stellen im Mittelbau, faire Bezahlung und verlässliche Laufbahnen vor. Die Strukturen sollen so gestaltet werden, dass Frauen in der Wissenschaft sichtbar und auf jeder Karrierestufe gleich stark vertreten sind. Im Bund will sich die Partei für eine grundlegende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes einsetzen, das befristete Verträge in der Wissenschaft regelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„in Anlehnung an das Bremer Modell mit mehr festen Stellen im Mittelbau, fairer Bezahlung und verlässlichen Karrierewegen für Wissenschaftler:innen“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Dauerstellen und strengere Regeln für Befristungen stärken den Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Wissenschaftsbetrieb.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gleiche Vertretung von Frauen auf allen Karrierestufen ist ein Schritt zu mehr Gleichstellung.

Wissenstransfer ausbauen und Innovation Hubs einrichten

Die Grünen wollen, dass Erkenntnisse aus den Hochschulen stärker in Gesellschaft und Wirtschaft ankommen. An jeder Hochschule sollen Innovation Hubs entstehen, und der Transfer soll sich an den Zielen der nachhaltigen Entwicklung ausrichten.

Wissen aus den Hochschulen soll allen nützen. Die Grünen wollen an jeder Hochschule einen Innovation Hub. Das ist ein Ort, wo Forschende und Firmen zusammenkommen. Dort gibt es Hilfe beim Gründen von Firmen.

Die Hubs sollen Forschende und Unternehmen zusammenbringen und bei Gründungen sowie Patentanmeldungen helfen. Die Wissenschaftskommunikation soll ausgebaut, die Internationalisierung vorangetrieben und die Freiheit von Forschung und Lehre verteidigt werden. Die Promotionscluster der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften will die Partei bei der weiteren Ausgestaltung begleiten. KI-Forschung soll stärker auf Umweltfragen ausgerichtet werden. Geistes- und Sozialwissenschaften gelten dem Programm als nötig für Demokratie, Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„an jeder Hochschule Innovation Hubs ansiedeln, die Forscher:innen mit Unternehmer:innen vernetzen und beim Gründen und Anmelden von Patenten unterstützen“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Staatlich getragene Hubs sollen Gründungen und Patente fördern und verbinden so öffentliche Förderung mit unternehmerischer Tätigkeit.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Transfer und KI-Forschung sollen stärker auf Nachhaltigkeit und Umweltforschung ausgerichtet werden, was Umweltzielen in der Forschungsförderung mehr Gewicht gibt.

Mehr Medizinstudienplätze an weiteren Standorten schaffen

Die Grünen wollen die Zahl der Studienplätze in der Medizin erhöhen und dafür Modelle wie die Medizincampus in Trier und Koblenz auf andere Orte ausdehnen. Das Programm begründet dies damit, dass gute Versorgung mit guter Ausbildung anfange.

Die Grünen wollen mehr Studien-Plätze für Medizin. In Trier und Koblenz gibt es schon solche Angebote. Weitere Orte sollen dazukommen. Auch die Ausbildung für Pflege soll wichtiger werden.

Die Partei will den Umbau der einzigen Universitätsmedizin des Landes begleiten. Die Medizincampus in Trier und Koblenz dienen als Vorbild für zusätzliche Standorte. Daneben sollen Pflegewissenschaften und Gesundheitsberufe einen besonderen Schwerpunkt bilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Modelle für mehr Medizinstudienplätze wie die Medizincampus Trier und Koblenz möchten wir auf weitere Standorte übertragen und die Zahl der medizinischen Studienplätze weiter ausbauen.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche staatlich finanzierte Studienplätze bauen ein öffentliches Angebot schrittweise aus.

Kita-Plätze, Personal und Sprachförderung ausbauen

Die Grünen wollen genügend Kita-Plätze schaffen und mehr Fachkräfte gewinnen, unter anderem durch eine bezahlte berufsbegleitende Ausbildung. Hinzu kommen ein Inklusionsbudget für Kitas, bessere Arbeitsbedingungen und ein verpflichtender Sprachtest vor der Einschulung.

Die Grünen wollen mehr Kita-Plätze schaffen. Es soll mehr Erzieherinnen und Erzieher geben. Die Ausbildung soll gut bezahlt sein. Alle Kinder sollen vor der Schule einen Sprach-Test machen. Kinder mit Behinderung sollen in der Kita dabei sein können.

Personal soll auch durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und durch Fortbildungen gewonnen werden. Vorgesehen sind faire Bezahlung, mehr Zeit für Kita-Leitung und Ausbilden sowie ein besserer Personalschlüssel; Zusammenschlüsse von Trägern werden unterstützt. Ein Inklusionsbudget soll die Teilhabe von Kindern mit Behinderung sichern. Familienzentren und Kita-Sozialarbeit sollen wachsen, und Natur als Lernort soll in jeder Kita und Schule vorkommen. Für den Übergang in die Grundschule will die Partei den Sprachstand aller Vorschulkinder verbindlich erheben und Sprachbeauftragte sowie Angebote aus dem Sozialraumbudget ausweiten. Für alle Kinder strebt sie ein Mittagessen ohne Kosten an, das gesund ist und aus der Region kommt.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Dafür schaffen wir ausreichend Kita-Plätze und gewinnen mehr qualifiziertes Personal durch eine flächendeckend berufsbegleitende, entsprechend gut bezahlte Ausbildung“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Plätze, mehr Personal und ein zusätzliches Budget erweitern die öffentliche Kinderbetreuung gegenüber heute schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Inklusion von Anfang an und ein Budget dafür stärken die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit Behinderung.

Ganztagsschulen flächendeckend ausbauen

Die Grünen wollen Ganztagsschulen finanziell und personell stärken und an Grundschulen im ganzen Land ausbauen. Ganztagsklassen sollen zum Normalfall werden, damit Unterricht, Bewegung und freie Zeit über den Tag verteilt werden können.

Die Grünen wollen mehr Ganztags-Schulen. Dort sind Kinder auch am Nachmittag. Es soll Musik, Sport, Natur und Kunst geben. Ganze Klassen sollen gemeinsam den Tag in der Schule verbringen. Die Schulen bekommen dafür mehr Geld und Personal.

Der Ganztag soll Angebote mit Musik, Bewegung, Natur, Sport und Kunst umfassen und auf Kooperationen sowie die Mitsprache der Kinder bauen. Vorgesehen sind gut ausgebildete und gut bezahlte Fachkräfte, außerschulische Lernorte und mehr Förderung von Sprache und sozialen Fähigkeiten. An Grundschulen soll das Angebot nah am Wohnort und nach Bedarf wachsen. Langfristig soll es in jedem Schulbezirk eine Ganztagsschule als freiwilliges Angebot geben. Schulen mit Ganztagsklassen sollen den Tagesrhythmus selbst festlegen dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir wollen den Ganztag im Klassenverband durch die Einrichtung von Ganztagsklassen zum Standard machen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau und die bessere Ausstattung der Ganztagsschulen erweitern ein bestehendes öffentliches Angebot.

Landesweites Sanierungsprogramm für Schulgebäude auflegen

Die Grünen fordern ein Programm des Landes, mit dem belastete Klassenräume und Sanitäranlagen an Schulen saniert werden. Schulgebäude sollen dabei barrierefrei werden und besser vor Hitze geschützt sein.

Viele Schul-Gebäude sind in schlechtem Zustand. Die Grünen wollen ein Programm für die Sanierung. Räume mit Schadstoffen und Toiletten sollen erneuert werden. Schulen sollen Schutz vor Hitze bekommen. Alle sollen ohne Hindernisse hineinkommen.

Wegen häufigerer Hitzeperioden sollen alle Lernräume Maßnahmen zur Temperaturregelung erhalten, etwa Verschattung. Bei der Sanierung sollen Rückzugsorte und begrünte Schulhöfe entstehen. Sämtliche Schulgebäude sollen barrierefrei werden. Auf Schultoiletten sollen Hygiene- und Menstruationsartikel gratis bereitliegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir setzen uns für ein landesweites Sanierungsprogramm ein, um schadstoffbelastete Lernräume und auch die Toiletten- und Duschanlagen zu sanieren.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesprogramm für Schulsanierung bedeutet zusätzliche öffentliche Investitionen.

Lehrkräfte entlasten und einheitlich nach A13 bezahlen

Die Grünen wollen, dass alle Lehrkräfte im Land mit der Besoldungsstufe A13 beziehungsweise E13 einsteigen, auch an Grundschulen. Lehrkräfte sollen weniger Verwaltungsarbeit haben, die Ausbildung soll praxisnäher werden und die Lehrpläne sollen schlanker ausfallen.

Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen sollen so viel verdienen wie an anderen Schulen. Lehrkräfte sollen weniger Büro-Arbeit haben. Mehr Sozial-Arbeiter und Psychologen sollen an Schulen helfen. Die Lehrpläne sollen kürzer werden. Schulen sollen mehr selbst entscheiden.

Multiprofessionelle Teams, Schulsozialarbeit und der schulpsychologische Dienst sollen wachsen, ausgerichtet an sozialen Kennzahlen des Umfelds. Ein Stufenlehramt soll Studium und Schulpraxis enger verbinden. Lehrpläne sollen auf zukunftsrelevante Inhalte konzentriert werden; statt Hausaufgaben und 45-Minuten-Takt sind Lernzeiten und regelmäßige Rückmeldungen zum Kompetenzerwerb vorgesehen. Schulen erhalten mehr Eigenständigkeit bei Organisation, Personal und Finanzen. Das Privatschulgesetz soll überarbeitet werden, wobei die Schulgeldfreiheit bestehen bleibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„A/E13 als Einstiegsgehalt für alle Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz ist längst überfällig.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Einstiegsgehälter für Grundschullehrkräfte und mehr Personal an Schulen erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Bildung.

Inklusive Schulen und längeres gemeinsames Lernen fördern

Die Grünen wollen, dass Kinder unabhängig von Behinderung oder Migrationshintergrund in der Regel gemeinsam unterrichtet werden. Sie setzen auf längeres gemeinsames Lernen statt früher Aufteilung, deutlich mehr Integrierte Gesamtschulen und ein Gratis-Mittagessen an Schulen.

Alle Kinder sollen zusammen lernen. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Die Grünen wollen kein Sitzenbleiben mehr. Es soll viel mehr Gesamtschulen geben. Kein Kind soll die Schule ohne Abschluss verlassen. Das Mittagessen in der Schule soll nichts kosten.

Inklusive Schulen sollen bessere Rahmenbedingungen und Mittel bekommen, darunter Lernassistenzen, die ganze Klassen und einzelne Kinder unterstützen; auf lange Sicht sollen alle Schulen inklusiv arbeiten. Budgets nach sozialer Lage des Umfelds und sozial gemischte Klassen sollen verhindern, dass Herkunft über Bildungschancen entscheidet. Für Schülerinnen und Schüler strebt die Partei ein Mittagessen ohne Kosten an, das gesund ist und aus der Region stammt. Ist ein Abschluss gefährdet, sollen zusätzliche Förderstunden früh helfen. Bildungsverläufe sollen besser erfasst und junge Menschen auch nach der Schulpflicht bis in den Arbeitsmarkt begleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Statt Sitzenbleiben und frühe Trennung in verschiedene Schulformen, setzen wir auf längeres gemeinsames Lernen, gute Übergänge und Durchlässigkeit zwischen den Schulformen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Gratis-Mittagessen, Lernassistenzen und zusätzliche Budgets erweitern die öffentlichen Leistungen an Schulen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Gesamtschulen, Inklusion als Regel und weniger frühe Aufteilung verschieben das gegliederte Schulsystem in Richtung Gleichstellung und Vielfalt.

Politische Bildung und Mitbestimmung an Schulen stärken

Die Grünen wollen Demokratiebildung und politische Bildung von der Kita bis zur Erwachsenenbildung ausbauen und Schülerinnen und Schülern mehr Mitsprache geben. Werbung der Bundeswehr um Nachwuchs an Schulen lehnt die Partei ab, gegen rechtsextreme Vorfälle will sie hart vorgehen.

Kinder und Jugendliche sollen mehr über Demokratie lernen. Das soll schon in der Kita beginnen. Schülerinnen und Schüler sollen in der Schule mehr mitbestimmen. Jede Klasse soll eine Gedenkstätte besuchen. Die Bundeswehr soll an Schulen nicht um Nachwuchs werben.

Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt dem Programm als Thema für alle Bildungsbereiche. Das Lehramtsstudium soll Elemente politischer Bildung erhalten, Fortbildungen dazu sollen zunehmen. Außerschulische Träger und die Landeszentrale für Politische Bildung sollen gestärkt werden und mehr mit Schulen und Hochschulen kooperieren. Schülervertretungen und ihre Vernetzung auf allen Ebenen sollen gefördert, schulische Entscheidungen demokratischer werden. Alle sollen in ihrer Schulzeit mindestens einmal eine Gedenkstätte und einen Demokratie-Ort besuchen. Lehrkräfte, die von Rechtsradikalen angegriffen werden, will die Partei unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Demokratiebildung und politische Bildung wollen wir GRÜNE deshalb bereits ab der Kita stärken und über alle Altersgruppen hinweg ausbauen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern und demokratischere Entscheidungen an Schulen stärken die Selbstbestimmung junger Menschen.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Ablehnung von Nachwuchswerbung der Bundeswehr an Schulen steht für Zurückhaltung gegenüber dem Militär.

Duale Ausbildung stärken und flexible Bildungswege öffnen

Die Grünen wollen Berufsschulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten gut ausstatten und Praxistage an allen Schulen ermöglichen. Dazu kommen Modellversuche für eine duale Oberstufe, ein Freiwilligendienst nach der neunten Klasse mit Rückkehrrecht und ein Recht auf Schulbesuch bis 25.

Die Grünen wollen die Berufs-Ausbildung stärken. Schüler sollen feste Praxis-Tage haben. In Versuchen sollen Jugendliche Abitur und Berufs-Abschluss zusammen machen. Jugendliche sollen nach Klasse 9 ein freiwilliges Jahr machen können. Danach dürfen sie zurück in die Schule. Bis 25 soll jeder zur Schule gehen dürfen.

Mit Betrieben und Kammern sollen moderne Ausbildungsrahmenpläne entstehen; die überbetriebliche Ausbildung wird gesichert und Ausbildungsbetriebe erhalten Unterstützung. Praxistage sollen Berufsorientierung im Schulalltag verankern. Pilotprojekte zur dualen Oberstufe orientieren sich an Vorbildern anderer Länder. Nach neun Schuljahren soll ein Freiwilligendienst in verschiedenen gemeinnützigen Feldern möglich sein, mit anschließender Rückkehr in die Schule. Das Recht auf Schule bis 25 soll auch jungen Geflüchteten und Menschen mit krankheitsbedingten Verzögerungen eine Perspektive geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Auch die Möglichkeit einer dualen Oberstufe wollen wir modellhaft erproben und so jungen Menschen die Chance geben, gleichzeitig Abitur und Gesellenbrief zu erwerben.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Besser ausgestattete Berufsschulen, geförderte Pilotprojekte und ein längeres Recht auf Schulbesuch erweitern öffentliche Bildungsangebote.

  • Migrationeher offen

    Das Recht auf Schule bis 25 soll ausdrücklich auch jungen Geflüchteten zugutekommen und gibt ihnen mehr Bildungsrechte als heute.

Neues Weiterbildungsgesetz für besseren Zugang schaffen

Die Grünen verstehen gemeinwohlorientierte Weiterbildung als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge und planen dafür ein neues Landesgesetz. Es soll Weiterbildung in Stadt und Land, digital und vor Ort zugänglich machen, unabhängig vom Einkommen.

Erwachsene sollen ihr Leben lang lernen können. Die Grünen planen dafür ein neues Gesetz. Kurse soll es in der Stadt und auf dem Land geben. Auch im Internet. Wenig Geld soll kein Hindernis sein.

Als Grundlage nennt das Programm eine verlässliche Finanzierung, qualifizierte Lehrende mit laufender Fortbildung und faire Honorare. Weiterbildung soll nicht allein am beruflichen Nutzen gemessen werden; sie umfasst etwa Lesenlernen, das Nachholen von Schulabschlüssen und berufliche Entwicklung. Begründet wird das Vorhaben auch mit dem Fachkräftemangel. Die Angebote sollen weiterhin keine Umsatzsteuer kosten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Dafür planen wir ein neues Weiterbildungsgesetz, das den aktuellen Herausforderungen auch gerecht wird.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weiterbildung als öffentliche Aufgabe mit verlässlicher staatlicher Finanzierung stärkt die Rolle des Staates in diesem Bereich.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich