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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Berufliche Bildung stärken

Die AfD will die duale Berufsausbildung stärken, weil Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Jeder Schulabschluss soll zu einer Ausbildung befähigen, Berufsschulen sollen besser ausgestattet werden. Zudem sollen Technische Gymnasien entstehen.

Die AfD will die Berufs-Ausbildung stärken. Jeder Schul-Abschluss soll für eine Ausbildung reichen. Schüler sollen besser rechnen und Texte verstehen. Berufs-Schulen sollen bessere Ausstattung bekommen.

Das Programm nennt vier Schritte. Schulen sollen vor allem Mathematik und Textverständnis fördern, damit Absolventen ausbildungsreif sind. Berufsschulen erhalten eine bessere Ausstattung, und Technische Gymnasien werden geschaffen. Geförderte Studentenwohnheime im Land sollen auch Auszubildende aufnehmen. Gesellen sollen auf ihrem Weg zum Meistertitel Förderung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Zweitens werden die Berufsschulen besser ausgestattet; es werden Technische Gymnasien eingerichtet.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bessere Ausstattung der Berufsschulen und neue Schulen bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen in Bildung.

Dreigliedriges Schulsystem mit höheren Standards einführen

Die AfD will ein Schulsystem mit drei getrennten Schulformen, darunter eine neue mit technisch-praktischem Schwerpunkt, und lehnt eine Einheitsschule ab. Die Anforderungen sollen an allen Schulformen steigen, damit Abschlüsse ohne Zusatzhilfe für Ausbildung oder Studium reichen.

Die AfD will drei verschiedene Schul-Arten. Eine neue Schul-Art soll Technik und Praxis lehren. Die Schulen sollen mehr verlangen. Für die Mittlere Reife soll es eine einheitliche Prüfung geben.

Für die Mittlere Reife plant die AfD eine standardisierte Abschlussprüfung. Die Standards sollen nicht an sinkende Leistungen angepasst werden. Nach Ansicht des Programms befähigen Mittlere Reife und Abitur heute oft nicht mehr zu Ausbildung und Studium. Schulen sollen Wissen vermitteln; Themen wie Transgender, Klima und den Einsatz gegen Rechts sieht die AfD als Ideologie, die dort nicht verbreitet werden soll. Als Nutzen nennt das Programm Nachwuchs für Handwerk und technische Berufe.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Die AfD will ein differenziertes, dreigliedriges Schulsystem mit einer neuen technisch-praktisch ausgerichteten Schulform einführen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Rückkehr zu einem gegliederten, leistungsbetonten Schulwesen und die Ablehnung von Gender- und Klimathemen im Unterricht folgen einem traditionellen Bildungsverständnis.

Deutsch vor Regelunterricht, mehr Schulkindergärten

Die AfD will Kinder erst dann in reguläre Klassen lassen, wenn sie genug Deutsch können. Dafür sollen mehr Schulkindergärten mit Sprachförderung entstehen. Das Programm verknüpft bessere Bildung zudem mit weniger Zuwanderung.

Kinder sollen erst Deutsch lernen. Erst danach gehen sie in die normale Klasse. Dafür will die AfD mehr Schul-Kindergärten. Die AfD will auch weniger Zuwanderung, damit Klassen kleiner werden.

In Schulkindergärten sollen schulpflichtige, aber noch nicht schulfähige Kinder gezielt Deutsch lernen. Das Programm begründet dies damit, dass deutschsprachige Schüler im Unterricht nicht beeinträchtigt werden sollen. Es hält das Bildungssystem durch Zuwanderung für überfordert und kündigt eine „Migrationswende“ an: Zuwanderung soll gestoppt, Menschen ohne Aufenthaltsrecht sollen abgeschoben werden. Davon erwartet die AfD kleinere Klassen, entlastete Lehrkräfte und weniger Gewalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse dürfen erst dann den Regelunterricht besuchen, wenn sie ausreichend die deutsche Sprache beherrschen“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Zugewanderte Kinder sollen bis zum Nachweis von Deutschkenntnissen vom Regelunterricht getrennt werden, verbunden mit der Forderung nach weniger Zuwanderung.

Förderschulen erhalten, Inklusion flexibel handhaben

Die AfD will Förderschulen für Kinder mit Behinderung beibehalten und ausbauen. Regelschulen mit behinderten Schülern sollen selbst entscheiden, in welchen Fächern gemeinsam und in welchen getrennt unterrichtet wird.

Die AfD will Förder-Schulen behalten und stärken. Das sind Schulen für Kinder mit Behinderung. Normale Schulen sollen selbst entscheiden können. Sie dürfen Kinder gemeinsam oder getrennt unterrichten.

Das Programm nennt Teilhabe behinderter Menschen ein wichtiges Ziel, hält die heutige Inklusionspolitik aber für verfehlt. Über die Form des Unterrichts soll im Einzelfall die Schule vor Ort befinden, je nach Stärken und Schwächen des Kindes. Die AfD beruft sich auf den früheren Lehrerverbandspräsidenten Josef Kraus. Demnach sei der Unterricht an einer spezialisierten Förderschule dem inklusiven Weg häufig überlegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Daher wird die AfD spezialisierte Förderschulen erhalten und stärken.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Statt gemeinsamen Unterricht weiter auszubauen, soll die getrennte Beschulung an Förderschulen gestärkt werden.

Null Toleranz bei Gewalt an Schulen

Die AfD will gegen Gewalt an Schulen hart vorgehen. Straftaten sollen stets gemeldet, Lehrkräfte rechtlich geschützt und in ihrer Autorität gestärkt werden.

Die AfD will Gewalt an Schulen nicht dulden. Schulen sollen jede Straftat melden. Lehrer sollen mehr Schutz bekommen. Opfer sollen wichtiger sein als Täter.

Das Programm verweist auf einen Anstieg der erfassten Körperverletzungen an Schulen im Land von 646 im Jahr 2014 auf 1.000 im Jahr 2023. Es spricht auch von mehr Mobbing und Respektlosigkeit. Der Schutz der Opfer soll dem der Täter vorgehen. So sollen Schulen nach Darstellung der AfD wieder sicher werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die AfD fordert eine Null-Toleranz-Politik gegen Gewalt an Schulen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Konsequentes Melden von Straftaten und mehr Autorität für Lehrkräfte verschieben den Umgang mit Schulgewalt in Richtung Ordnung und Durchsetzung.

Schulen nur gezielt digitalisieren

Die AfD will digitale Geräte im Unterricht nur dort nutzen, wo sie einen Nutzen bringen. Grundschulen sollen ohne Tablets auskommen.

Die AfD will Computer in Schulen nur nutzen, wenn sie helfen. In Grund-Schulen soll es keine Tablets geben. Lehrer sollen nicht durch Computer ersetzt werden. Die Daten der Kinder sollen geschützt sein.

Das Programm verweist auf Schweden, Dänemark und die Niederlande, die ihre Schuldigitalisierung wieder zurücknehmen. Zu viel Zeit am Bildschirm schade Konzentration und Lernleistung. Künstliche Intelligenz darf Lehrkräfte unterstützen, soll sie aber nicht ablösen. Datenschutz wird als verpflichtend bezeichnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die AfD fordert, digitale Technik dort einzusetzen, wo sie den Unterricht verbessert.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sexualerziehung überprüfen, Schulrituale fördern

Die AfD will die bestehenden Programme zur Sexualerziehung überprüfen und Eltern über die Inhalte mitentscheiden lassen. Zugleich sollen Schulen Rituale wie Flaggenhissen und gemeinsames Singen pflegen dürfen.

Die AfD will den Unterricht über Sexualität prüfen. Eltern sollen die Inhalte kennen und mitreden. Schulen sollen gemeinsame Bräuche pflegen dürfen. Zum Beispiel Fahnen hissen und deutsche Lieder singen.

Sexualerziehung soll altersgerecht sein und das Wohl der Kinder nicht gefährden. Eltern sollen informiert werden und mitbestimmen. Als Rituale nennt das Programm feierliche Schulversammlungen, das Hissen von Landes- und Bundesflagge sowie das Singen deutscher Volks- und Kinderlieder. Die Schulen sollen darüber selbst entscheiden. Nach Auffassung der AfD stiften solche Rituale Identität und wirken integrierend.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Sexualerziehung darf keine Ideologie vermitteln, daher wird die AfD bestehende Programme auf ihre pädagogische Eignung prüfen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Überprüfung der Sexualerziehung, mehr Elternmitsprache und nationale Symbole im Schulalltag stärken überlieferte Werte gegenüber dem heutigen Stand.

Start-up-Ausgründungen an Hochschulen fördern

Die AfD will den Hochschulen im Land Geld geben, damit sie Firmengründungen aus dem Hochschulbetrieb unterstützen können. Aus Sicht des Programms werden Innovation und Unternehmergeist dort bisher zu wenig gefördert, sodass Potenzial ungenutzt bleibt.

Die AfD will Start-ups an Hochschulen fördern. Ein Start-up ist eine neue Firma, die schnell wachsen kann. Die Hochschulen sollen dafür Geld und Personal bekommen. Die AfD sagt: Bisher passiert hier zu wenig.

Die Hochschulen sollen Personal und Budgets erhalten, um Produkte und Dienstleistungen entwickeln zu können. Geplant sind eigene Professuren, die gründungswillige Studenten begleiten oder ihnen helfen, eine Idee marktreif zu machen. Der Erwerb von Patenten soll gefördert werden, damit Entwicklungen der Hochschulen nicht von Dritten verwertet werden. Das Programm erwartet davon neue Berufschancen, Geschäftspartner für Unternehmen und Einnahmen für Staat und Hochschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die AfD wird allen rheinland-pfälzischen Hochschulen finanziell ermöglichen, Ausgründungen von Start-Ups in angemessener Weise zu fördern.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliche Mittel, Personal und Professuren für Gründungsförderung bereitstellen, was die öffentliche Förderung schrittweise ausweitet.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen, Forschungsfreiheit sichern

Die AfD will den Hochschulen mehr feste Grundmittel geben und ihre Abhängigkeit von Drittmitteln verringern. Aus Sicht des Programms gefährdet diese Abhängigkeit die Freiheit von Forschung und Lehre. Zudem wendet sich die Partei gegen das, was sie Cancel Culture an Hochschulen nennt.

Die AfD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Forscher sollen weniger Förder-Anträge schreiben müssen. Sie sollen selbst entscheiden, was sie erforschen. Die AfD will auch, dass an Hochschulen jeder frei seine Meinung sagen kann.

Das Programm beschreibt Drittmittel als überwiegend von Bund und EU stammende Steuergelder, die meist über die Deutsche Forschungsgemeinschaft nach wenig transparenten Kriterien vergeben würden. Die Bandbreite der Forschungsgebiete soll nicht von Geldgebern eingeengt werden; die AfD fordert Technologieoffenheit. Wissenschaftler sollen mehr Zeit für Forschung und Lehre statt für Anträge haben. Forscher, Dozenten und Studentengruppen mit Positionen abseits des Mainstreams sollen ohne Druck arbeiten und diskutieren können.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die AfD setzt sich für eine höhere Grundfinanzierung der Hochschulen ein, statt dass diese über bürokratische Drittmittel-Programme staatliche Forschungsgelder eintreiben müssen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Hochschulen sollen mehr feste Landesmittel erhalten, was die öffentlichen Ausgaben für Wissenschaft schrittweise erhöht.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die AfD betont Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit an Hochschulen gegenüber Einschränkungen, ohne konkrete Rechtsänderung zu nennen.

Medizinstudienplätze auf 750 ausbauen

Die AfD will die Zahl der Medizinstudienplätze im Land binnen fünf Jahren von 500 auf 750 erhöhen und langfristig auf 1000 bringen. Damit soll der Ärztemangel behoben werden, den das Programm auf die Altersstruktur der Ärzteschaft zurückführt.

Die AfD will mehr Studien-Plätze für Medizin. In fünf Jahren sollen es 750 statt 500 sein. Später sollen es 1000 sein. So soll es wieder genug Ärzte geben.

Die zusätzlichen Plätze sollen an der Universitätsmedizin Mainz mit ihren Standorten in Trier und Koblenz entstehen. Außerdem soll eine zweite medizinische Fakultät an einer anderen Universität des Landes gegründet werden. Das Programm verweist darauf, dass über 40 Prozent der niedergelassenen Ärzte 60 Jahre oder älter sind und knapp 3.000 Haus- und Fachärzte ersetzt werden müssten. 2024 habe bundesweit nur ein Drittel von mehr als 30.000 Bewerbern einen Platz erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„In den nächsten fünf Jahren soll die Zahl an Medizinstudienplätzen um 250 auf insgesamt 750 erhöht werden.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll ein bestehendes öffentliches Studienangebot ausbauen und eine weitere Fakultät finanzieren, also mehr öffentliche Leistungen bereitstellen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Rheinland-Pfalz im Vergleich