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Grüne zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich offen, 4 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schulrecht für Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen

Die Grünen wollen das Schulgesetz von Mecklenburg-Vorpommern ändern. Kinder, die in Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete leben, sollen einen Anspruch auf den Besuch einer Schule bekommen.

Manche Kinder leben in einer Erstaufnahme-Einrichtung. Dort wohnen Geflüchtete nach ihrer Ankunft. Diese Kinder sollen ein Recht auf Schule bekommen. Dafür wollen die Grünen das Schulgesetz ändern.

Das Vorhaben steht unter dem Leitsatz einer Schule für alle Kinder. Umgesetzt werden soll es durch eine Änderung des Landesschulgesetzes. Der Anspruch soll für Kinder gelten, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir ändern das Schulgesetz des Landes, sodass Kinder in den Erstaufnahmeeinrichtungen endlich ein Recht auf Schulbesuch erhalten.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Kinder von Asylsuchenden in der Erstaufnahme erhalten ein zusätzliches Recht, was die Rechte Zugewanderter für eine begrenzte Gruppe erweitert.

Geflüchtete Frauen in Unterkünften besser schützen

Die Grünen wollen sichere Unterkünfte mit Rückzugsräumen und mehr Privatsphäre für geflüchtete Frauen schaffen. Das Personal soll geschult werden, und Betroffene sollen spezialisierte Beratung und rechtliche Hilfe bekommen. Im Aufenthaltsrecht soll die Istanbul-Konvention umgesetzt werden, ein Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt.

Geflüchtete Frauen sind oft in Gefahr und haben wenig Privat-Sphäre. Die Grünen wollen sichere Räume nur für Frauen in den Unterkünften. Das Personal soll dafür geschult sein. Die Frauen sollen Beratung und Hilfe beim Recht bekommen.

Für alleinreisende Frauen mit besonderem Schutzbedarf und für gefährdete Minderheiten sind geschützte Einrichtungen vorgesehen. Getrennte Schutzräume soll es sowohl in der Erstaufnahme als auch in Gemeinschaftsunterkünften der Kommunen geben. Sprach- und Integrationskurse sollen mit zuverlässiger Kinderbetreuung ausgebaut werden, Bildungsangebote sollen die Bedarfe von FLINTA*-Personen berücksichtigen. Wer wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung verfolgt wird, soll fachkundige Beratung und Rechtsbegleitung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„getrennte Schutzräume und Frauen*-sensibel geschultes Personal in Erstaufnahmeeinrichtungen und kommunalen Gemeinschaftsunterkünften.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtsspezifische Schutz- und Bildungsangebote für Frauen und queere Geflüchtete erweitern Gleichstellung und Schutz von Minderheiten.

  • Migrationeher offen

    Besserer Schutz, mehr Integrationskurse und die Anwendung der Istanbul-Konvention im Aufenthaltsrecht stärken die Rechte geflüchteter Frauen schrittweise.

Integrationsarbeit dauerhaft finanzieren und verbindlich regeln

Die Grünen wollen die Integrationsarbeit im Land verlässlich finanzieren und Kürzungen der Landesregierung zurücknehmen. Das Integrations- und Teilhabegesetz soll überarbeitet und die Landesverwaltung interkulturell geöffnet werden.

Die Grünen wollen mehr und sicheres Geld für Integration. Integration heißt: Zugewanderte Menschen werden Teil der Gesellschaft. Sprachkurse und Beratung sollen dauerhaft Geld bekommen. Auch die Ämter sollen für alle Menschen gut erreichbar sein.

In die Förderung sollen neben staatlichen Stellen und zusätzlichen Sprachkursen auch Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten, Dolmetscherpools und psychosoziale Zentren einbezogen werden. Das Integrations- und Teilhabegesetz soll überarbeitet werden, um Teilhabe und Mitbestimmung von Zugewanderten zu stärken und die Mittel für Integrationsarbeit und Begegnungsorte aufzustocken. Die Landesverwaltung soll sich interkulturell öffnen, damit ihre Leistungen allen Menschen unabhängig von der Herkunft offenstehen. Das Programm begründet dies damit, dass sonst Parallelwelten entstünden.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Wir sichern die Integrationsarbeit im Land dauerhaft und verlässlich ab – von Sprachkursen über psychosoziale Angebote bis hin zu migrantischen Selbstorganisationen.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Rücknahme von Kürzungen und die Aufstockung öffentlicher Mittel bedeuten höhere staatliche Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung soll gesellschaftliche Vielfalt stärker abbilden und verschiebt den heutigen Stand in Richtung Vielfalt.

  • Migrationeher offen

    Mehr und dauerhaft gesicherte Mittel für Integration sowie mehr Mitbestimmung für Zugewanderte bauen bestehende Angebote schrittweise aus.

Bezahlkarte für Geflüchtete abschaffen

Die Grünen wollen die Bezahlkarte für Geflüchtete abschaffen. Stattdessen sollen alle Geflüchteten ein eigenes Konto mit Debitkarte ohne Beschränkungen erhalten, um ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

Geflüchtete bekommen heute ihr Geld auf eine Bezahl-Karte. Die Grünen wollen diese Karte abschaffen. Geflüchtete sollen ein eigenes Bank-Konto bekommen. Sie sollen ohne Grenzen Bargeld abheben können.

An die Stelle der Bezahlkarte soll der Zugang zu einem eigenen Bankkonto samt Debitkarte treten. Dabei soll es keine Obergrenzen für Auszahlungen oder Bargeldabhebungen geben. Auch regionale Beschränkungen der Nutzung sollen entfallen. Das Programm begründet dies mit der Menschenwürde und einem selbstbestimmten Alltag.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir schaffen die Bezahlkarte ab und ermöglichen allen Geflüchteten einen selbstbestimmten Alltag.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Die bestehende Bezahlkarte soll vollständig abgeschafft und durch ein uneingeschränktes Konto ersetzt werden, was eine geltende Beschränkung für Geflüchtete aufhebt.

Abschiebungen begrenzen und Asylverfahren fairer gestalten

Die Grünen lehnen Abschiebungen in Gebiete ab, in denen Menschen Verfolgung droht, und fordern einen Abschiebestopp für bestimmte Gruppen. Asylverfahren sollen durch unabhängige Beratung und eine eigenständige Härtefallkommission fairer werden.

Die Grünen wollen weniger Abschiebungen. Abschiebung heißt: Der Staat schickt einen Menschen in sein Herkunftsland zurück. Menschen aus Afghanistan und dem Iran sollen bleiben dürfen. Das gilt auch für Jesiden. Geflüchtete sollen unabhängige Beratung bekommen.

Das Land soll Menschen aus Afghanistan und dem Iran sowie Jesidinnen und Jesiden nicht mehr abschieben. Unter Berufung auf die Genfer Konvention lehnt das Programm Abschiebungen dorthin ab, wo Leben oder Freiheit etwa wegen Religion, politischer Überzeugung oder sexueller Identität gefährdet sind. Abgelehnt werden auch Abschiebungen aus Schulen, Krankenhäusern und Kirchen sowie solche, die Familien trennen. Vorgesehen sind eine eigenständige Härtefallkommission, landesweite Beratung unabhängig von Behörden und transparente Entscheidungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Auf Landesebene setzen wir uns daher für einen konsequenten Abschiebestopp von Afghan*innen, Iraner*innen und Jesid*innen ein.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Ein Abschiebestopp für ganze Herkunfts- und Bevölkerungsgruppen sowie der Ausschluss von Abschiebungen aus Schutzräumen schränken die heutige Abschiebepraxis grundlegend ein.

Unterbringung von Geflüchteten dezentral und sicherer gestalten

Die Grünen wollen die Unterbringung von Geflüchteten reformieren: weniger Gemeinschaftsunterkünfte, mehr dezentrales Wohnen und verpflichtender Gewaltschutz. Die UN-Kinderrechts- und die UN-Behindertenrechtskonvention sollen auch für Geflüchtete umgesetzt werden.

Die Grünen wollen, dass Geflüchtete besser wohnen. Es soll weniger große Sammel-Unterkünfte geben. Mehr Geflüchtete sollen in normalen Wohnungen leben. Es soll feste Regeln zum Schutz vor Gewalt geben.

Die Zahl der Gemeinschaftsunterkünfte soll sinken, das Wohnen in einzelnen Wohnungen soll gestärkt werden. Besonders schutzbedürftige Menschen sollen gezielte Hilfe erhalten. Ein verbindlicher Gewaltschutz soll eingeführt und die gesetzlichen Standards für Unterbringung und Betreuung sollen angehoben werden. Geflüchtete selbst und Organisationen der Zivilgesellschaft sollen stärker beteiligt und gefördert werden. Aus Sicht des Programms schrecken heutige Unterkünfte eher ab, als dass sie ein Ankommen ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„weniger Sammelunterkünfte, mehr dezentrales Wohnen, bessere Unterstützung für besonders Schutzbedürftige und verbindlicher Gewaltschutz“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Höhere Standards und mehr dezentrales Wohnen verbessern die Bedingungen für Geflüchtete schrittweise innerhalb des bestehenden Systems.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich