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AfD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 93 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 3 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,6), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 5 eher restriktiv, 8 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräftezuwanderung nur bei nachgewiesenem Bedarf

Die AfD will Arbeitsmigration nur zulassen, wenn inländische Möglichkeiten ausgeschöpft sind und ein konkreter Bedarf belegt ist. Vorrang haben für sie heimische Arbeitskräfte und die Rückkehr abgewanderter Fachleute.

Die AfD will zuerst Arbeitskräfte im eigenen Land gewinnen. Weggezogene Fachleute sollen zurückkommen. Fachkräfte aus dem Ausland sollen nur kommen, wenn sie wirklich gebraucht werden. Sie sollen keine Sozialleistungen bekommen.

Mit Rückgewinnungsprogrammen will die AfD Fachleute ansprechen, die das Land nach ihrer Darstellung wegen Steuern, Bürokratie und fehlender Perspektiven verlassen haben. Ausländische Abschlüsse sollen dem deutschen nachweislich voll entsprechen. Zugewanderte Arbeitskräfte sollen nicht in die Sozialsysteme geraten und Einheimische nicht durch billigere Konkurrenz verdrängen. Als Vorbilder für eine Steuerung nach Bedarf nennt das Programm Kanada und Australien.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Fachkräfteeinwanderung kann dort ein sinnvolles Instrument sein, wo alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind und ein konkreter Bedarf nachgewiesen wird.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Arbeitsmigration soll an strengere Bedingungen wie Bedarfsnachweis, volle Gleichwertigkeit der Abschlüsse und Ausschluss von Sozialleistungen geknüpft werden.

Vorschaltklassen für Kinder ohne Deutschkenntnisse einrichten

Die AfD will Kinder mit Migrationshintergrund bei Bedarf zunächst in eigenen Vorschaltklassen unterrichten. Dort sollen sie Deutsch und grundlegendes Sozialverhalten lernen. Erst wer dem Unterricht sprachlich und sozial folgen kann, soll in eine reguläre Klasse wechseln.

Manche Kinder können noch nicht genug Deutsch. Die AfD will für sie eigene Klassen einrichten. Dort lernen sie Deutsch und Regeln für das Miteinander. Erst danach sollen sie in eine normale Klasse gehen.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Schulen und Lehrkräfte durch Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse stark belastet seien. Der normale Unterricht sei nicht der geeignete Ort für den Spracherwerb. Der Übergang in Regelklassen oder Berufsschulen soll erst erfolgen, wenn die Kinder sprachlich und sozial mitkommen. Ein verfrühter Wechsel überfordere die Kinder und störe aus Sicht der AfD das Lernklima der ganzen Klasse.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir setzen uns deshalb konsequent für Vorschaltklassen ein, in denen Kindern mit Migrationshintergrund bei Bedarf gezielt Sprachkompetenz und grundlegendes Sozialverhalten vermittelt werden.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Kinder mit Migrationshintergrund sollen bei Bedarf getrennt unterrichtet werden und erst unter strengeren Bedingungen in Regelklassen wechseln, was eher restriktiv ist.

Aufenthaltsrecht von Straftätern per Strafurteil beenden

Die AfD will, dass straffällige Ausländer ihr Aufenthaltsrecht bereits durch das Strafurteil verlieren. Bei bestimmten schweren Taten und mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe soll automatisch die Abschiebung mit dauerhaftem Einreiseverbot folgen.

Ausländer mit schweren Straftaten sollen ihr Aufenthalts-Recht verlieren. Das soll schon das Straf-Gericht im Urteil entscheiden. Das gilt ab einem Jahr Gefängnis. Die Person muss dann das Land verlassen. Sie darf nie wieder einreisen.

Das Programm verweist auf Dänemark als Vorbild. Es begründet den Vorschlag mit langen Verwaltungsverfahren vor einer Abschiebung und damit, dass sich das Strafgericht ohnehin mit der Person des Täters befasst. Gelten soll die Regel für einen Katalog erheblicher Straftaten. Aus Sicht der AfD nützt das auch gut integrierten, straffreien Migranten, deren Ruf unter Intensivtätern leide.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Nach dänischem Vorbild sollte bei erheblichen katalogisierten Straftaten und einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr der Aufenthaltstitel automatisch entfallen und die Abschiebung angeordnet und durchgeführt werden“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Ein automatischer Verlust des Aufenthaltstitels durch Strafurteil mit Abschiebung und dauerhaftem Einreiseverbot ersetzt die heutige Einzelfallprüfung im Verwaltungsverfahren.

Landesweiten Aufnahmestopp als letztes Mittel ermöglichen

Die AfD will den Bund mit allen rechtlichen und politischen Mitteln zu wirksamem Grenzschutz drängen. Als letztes Mittel behält sie sich vor, für Mecklenburg-Vorpommern einen landesweiten Aufnahmestopp auszurufen.

Die AfD will, dass der Bund die Grenzen besser schützt. Sie will dafür Druck auf den Bund machen. Als letztes Mittel soll das Land keine Asyl-Bewerber mehr aufnehmen. Das nennt die AfD Aufnahme-Stopp.

Nach Darstellung des Programms hat die Bundesregierung die irreguläre Zuwanderung nicht gestoppt. Die AfD will Hilfe an individueller Not ausrichten und bevorzugt humanitäre Unterstützung nahe den Konfliktregionen, die aus ihrer Sicht um ein Vielfaches wirksamer ist als Ausgaben im Inland. Leistungen für Straftäter, Integrationsverweigerer und Wirtschaftsmigranten bezeichnet sie als Fehlanreize. Als Ziel nennt sie den Erhalt der nationalen und regionalen Identität.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Hierzu gehört explizit die Option, einen landesweiten Aufnahmestopp zum Schutze unserer Bürger auszurufen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Ein landesweiter Aufnahmestopp würde die heute geltende Pflicht des Landes zur Aufnahme zugewiesener Asylbewerber aussetzen.

Grenz- und Rückführungspolizei sowie Taskforce aufbauen

Die AfD will innerhalb der Landespolizei eine eigene Einheit für Grenzschutz und Rückführungen schaffen. Zusätzlich soll eine polizeiliche Taskforce gegen ausländische Straftäter gegründet werden.

Die AfD will eine neue Polizei-Einheit im Land. Sie soll die Grenze schützen und bei Abschiebungen helfen. Dazu soll eine zweite Gruppe kommen. Diese Gruppe kümmert sich um ausländische Straftäter.

Die neue Einheit soll gegen irreguläre Einreisen, Schleuser sowie grenzüberschreitende Eigentums- und Drogendelikte vorgehen. Als Grundlage dienen die Streifen, die deutsche und polnische Beamte gemeinsam fahren, sowie die bestehenden gemeinsamen Einheiten von Zoll, Bundes- und Landespolizei. Die Taskforce soll zusammen mit anderen Behörden rasch strafrechtliche, vorbeugende und ausländerrechtliche Schritte einleiten. Das Programm begründet sie mit einem starken Anstieg schwerer Straftaten nichtdeutscher Täter.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Ziel ist eine eigene Grenz- und Rückführungspolizei innerhalb der Landespolizei mit entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Neue Polizeieinheiten mit zusätzlichen Kompetenzen und Ressourcen bauen die Sicherheitsbehörden aus.

  • Migrationeher restriktiv

    Eine eigene Landeseinheit für Grenzschutz und Rückführungen verstärkt die Durchsetzung von Einreisekontrollen und Abschiebungen innerhalb des bestehenden Rechts.

Kommunale Mitsprache und weniger Asylunterkünfte

Die AfD will Änderungen am Flüchtlingsaufnahmegesetz prüfen, damit Kommunen bei der Unterbringung von Asylbewerbern mitentscheiden können. Die bestehenden kommunalen Unterkünfte sollen zurückgebaut und Asylbewerber in wenigen großen Einrichtungen untergebracht werden.

Gemeinden sollen bei Unterkünften für Asyl-Bewerber mitreden dürfen. Die AfD will dafür ein Gesetz ändern. Viele Unterkünfte in den Gemeinden sollen schließen. Asyl-Bewerber sollen in wenigen großen Unterkünften wohnen. Das soll Geld sparen.

Das Programm verweist auf Orte wie Upahl, Dabel und Ziesendorf, wo Bürger und Kommunalpolitiker aus Sicht der AfD übergangen wurden. Die Kosten der Unterbringung fehlen nach ihrer Darstellung bei kommunaler Infrastruktur und Investitionen. Der Rückbau soll möglichst schnell erfolgen und Geld sparen. Große Unterkünfte sollen Betreuung, Sicherheit und den Zugriff der Ausländerbehörden erleichtern.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir wollen den Kommunen in unserem Land zukünftig echte Mitsprache bei der Unterbringung von Asylbewerbern ermöglichen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Ein kommunales Mitspracherecht, der Rückbau dezentraler Unterkünfte und die Bündelung in großen Einrichtungen verschärfen die Bedingungen der Aufnahme gegenüber der heutigen Verteilung.

Ausreiseeinrichtungen und Abschiebungshaft des Landes aufbauen

Die AfD will Ausreisepflichtige in eigenen Ausreiseeinrichtungen des Landes unterbringen und eine landeseigene Abschiebungshaft schaffen. Sie begründet das mit vielen gescheiterten Abschiebungen in den vergangenen Jahren.

Manche Menschen müssen Deutschland verlassen. Die AfD will für sie eigene Unterkünfte bauen. Das Land soll auch ein eigenes Gefängnis für Abschiebungen bekommen. Gefährliche Personen sollen eine elektronische Fußfessel tragen.

Straffällige und gewaltauffällige Asylbewerber und Ausreisepflichtige sollen bis zur Abschiebung außerhalb von Ortschaften wohnen. In den Ausreiseeinrichtungen sollen Anreize zur freiwilligen Rückkehr entstehen, weil diese nach Darstellung des Programms günstiger ist als eine erzwungene Abschiebung. Solange die Abschiebungshaft nicht in Betrieb ist, sollen Ausreisepflichtige getrennt in Justizvollzugsanstalten untergebracht werden. Für gefährliche Ausreisepflichtige plant die AfD die elektronische Fußfessel.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Ausreisepflichtige werden wir in gesonderten Ausreiseeinrichtungen unterbringen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Haft, abgesonderte Unterbringung und Fußfessel erweitern die Zwangsmittel des Staates gegenüber einer Personengruppe.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Neue Ausreiseeinrichtungen und eine eigene Abschiebungshaft, die es im Land heute nicht gibt, sollen Abschiebungen durchsetzen.

Sachleistungen statt Geld und Arbeitspflicht für Asylbewerber

Die AfD will Asylbewerbern und Ausreisepflichtigen so weit wie möglich nur noch Sachleistungen geben und in den Ausreiseeinrichtungen kein Geld mehr auszahlen. Asylsuchende sollen in kommunalen Unterkünften unentgeltlich arbeiten. Das soll aus Sicht der Partei finanzielle Anreize für Migration beseitigen und die freiwillige Ausreise fördern.

Die AfD will Asylbewerbern kein Geld mehr geben. Sie sollen nur Dinge wie Bett, Essen und Seife bekommen. Asylbewerber sollen in ihren Unterkünften ohne Lohn arbeiten. Die AfD meint: Dann kommen weniger Menschen und mehr reisen aus.

Das Programm nennt dies das „Bett-Brot-Seife-Prinzip“. Über eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes im Bund sollen Asylsuchende einen Teil der Kosten ihrer Versorgung selbst tragen. Was die AfD als Missbrauch der Bezahlkarte bezeichnet, soll enden: Im Bund fordert sie, solche Betrugshandlungen strafbar zu machen, und im Land will sie die Gemeinnützigkeit von Vereinen wie „Greifswald hilft“ prüfen lassen. Unbegleitete Minderjährige sollen möglichst in sicheren Drittstaaten mit ihren Familien zusammengeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„In den zu schaffenden Ausreiseeinrichtungen des Landes sollen zukünftig keinerlei Geldleistungen mehr ausgegeben werden.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Geldleistungen sollen ganz entfallen und eine unbezahlte Arbeitspflicht kommt hinzu, was die Bedingungen für Asylbewerber grundlegend verschärft.

Schutzstatus syrischer Flüchtlinge widerrufen und Rückkehr vorbereiten

Die AfD will den Schutzstatus syrischer Flüchtlinge im Land in großem Umfang überprüfen und aufheben lassen und deren Rückkehr aktiv vorbereiten. Sie verweist auf die veränderte Lage in Syrien und darauf, dass Flüchtlingsschutz nur auf Zeit gewährt werde.

Die AfD will, dass syrische Flüchtlinge zurück nach Syrien gehen. Dafür soll ihr Schutz in Deutschland enden. Die AfD sagt: Die Lage in Syrien ist jetzt anders. Straftäter aus Syrien sollen besonders schnell gehen.

Nach Darstellung des Programms ermöglicht die neue Regierung in Damaskus Rückkehrvereinbarungen. Straftäter und Gefährder aus Syrien sollen unabhängig von den Widerrufsverfahren so schnell wie möglich abgeschoben werden. Allgemein soll ein Flüchtlingsstatus nicht von selbst zu einem dauerhaften Aufenthalt führen. Flüchtlinge sollen während ihres Aufenthalts berufliche Fähigkeiten für den Wiederaufbau ihrer Heimat erwerben und mehr gemeinnützige Arbeitsmöglichkeiten erhalten; zudem soll das Land weitere Anreize zur freiwilligen Rückkehr setzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„fordern wir umfassende Widerrufs- und Rücknahmeverfahren gegen die erteilten Schutztitel von syrischen Flüchtlingen in Mecklenburg-Vorpommern“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Der Schutzstatus einer ganzen Gruppe soll umfassend aufgehoben und ihre Rückführung vorbereitet werden.

Unbegleitete Minderjährige ab 16 in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen

Die AfD will männliche unbegleitete minderjährige Asylbewerber ab 16 Jahren in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften statt in der Jugendhilfe unterbringen. Außerdem soll das Alter bei allen unbegleiteten Ausländern, die sich als minderjährig ausgeben, festgestellt werden.

Manche Jugendliche kommen ohne Eltern nach Deutschland. Heute wohnen sie meist in Heimen der Jugendhilfe. Die AfD will Jungen ab 16 Jahren in Sammel-Unterkünften unterbringen. Außerdem soll ihr Alter immer geprüft werden.

In den Gemeinschaftsunterkünften sollen die Jugendlichen in abgetrennten Bereichen wohnen und betreut werden. Das Programm begründet den Schritt mit einer Entlastung der Jugendhilfeeinrichtungen. Die Altersfeststellung soll generell und mit zugelassenen Verfahren erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir streben die regelmäßige Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen männlichen Asylbewerbern ab 16 Jahren in Gemeinschaftsunterkünften an.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die Unterbringung jugendlicher Asylbewerber wird abgesenkt und die Altersprüfung verschärft, was die Bedingungen strenger macht.

Familiennachzug aussetzen und Sozialleistungen für Zugewanderte begrenzen

Die AfD will den Familiennachzug grundsätzlich aussetzen, ukrainische Leistungsbezieher überprüfen und Flüchtlinge ohne Schutzanspruch zurückführen. Kindergeld für im Ausland lebende Kinder soll nur noch in der dort üblichen Höhe fließen. Die Partei begründet das damit, dass Zugewanderte überproportional häufig Sozialleistungen bezögen.

Die AfD will, dass Flüchtlinge ihre Familien nicht mehr nachholen dürfen. Menschen aus der Ukraine mit Sozialleistungen sollen überprüft werden. Für Kinder im Ausland soll es weniger Kindergeld geben. Die AfD sagt: Zu viele Zugewanderte bekommen Geld vom Staat.

Nach Darstellung des Programms beziehen Menschen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern und der Ukraine im Land deutlich häufiger Sozialleistungen als Deutsche. Beim Kindergeld kritisiert die AfD, dass EU-Bürger in Deutschland für Kinder in einem anderen EU-Land denselben Betrag erhalten wie für hier lebende Kinder, und sieht darin einen Anreiz zur Einwanderung. Sie will im Bund eine Initiative anstoßen, die Zahlung an das Niveau des Wohnlandes anzupassen. Den Sozialstaat sieht das Programm an den Nationalstaat gebunden.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Hierzu fordern wir die grundsätzliche Aussetzung des Familiennachzugs, konsequente Überprüfungen von ukrainischen Leistungsbeziehern sowie die Rückführung aller Flüchtlinge, deren Schutzanspruch erlischt.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die Anpassung des Kindergelds an das Wohnland weicht von der EU-weit gleichen Behandlung von Familienleistungen ab.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Der Familiennachzug soll grundsätzlich ausgesetzt werden, was ein bestehendes Recht für Zugewanderte weitgehend aufhebt.

Integrations- und Teilhabegesetz durch Migrationsordnungsgesetz ersetzen

Die AfD will das Integrations- und Teilhabegesetz des Landes abschaffen und durch ein Migrationsordnungsgesetz ersetzen. Die Landesförderung für Gruppen wie den Flüchtlingsrat MV soll enden. Die Partei wirft der Landesregierung vor, die deutsch geprägte Gesellschaft durch eine multikulturelle ersetzen zu wollen.

Das Land hat ein Gesetz für Integration und Teilhabe. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Ein neues Gesetz soll die Interessen der Deutschen voranstellen. Gruppen wie der Flüchtlingsrat sollen kein Geld vom Land mehr bekommen.

Das Programm wendet sich gegen Regelungen, die es als faktische Migrantenquoten in Verwaltung und Gremien beschreibt, gegen Migrantenbeiräte und gegen Schulungen zu interkultureller Kompetenz in der Verwaltung. Die AfD beruft sich auf den gleichen Zugang aller Deutschen zu öffentlichen Ämtern nach Eignung, Befähigung und Leistung. Einwanderer, die legal kommen, selbst für ihren Unterhalt sorgen und sich an die deutschen Lebensverhältnisse anpassen, will sie dabei unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Das einseitig migrationsbegeisterte Integrations- und Teilhabegesetz des Landes ersetzen wir durch ein Migrationsordnungsgesetz, das die Interessen der Deutschen in den Mittelpunkt stellt.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt stellt die Bewahrung einer deutsch geprägten Gesellschaft gegen staatliche Förderung kultureller Vielfalt.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Ein bestehendes Gesetz zur Teilhabe Zugewanderter soll abgeschafft und die Förderung von Flüchtlingsorganisationen beendet werden.

Muslimische Migration begrenzen und Islamverbände verpflichten

Die AfD will die Zuwanderung von Muslimen nach Mecklenburg-Vorpommern strikt begrenzen und verringern. Islamverbände sollen verpflichtet werden, extremistische Tendenzen und Personen in ihrem Umfeld zu erfassen und zu melden. Die Partei begründet das damit, dass der Islam aus ihrer Sicht keine säkular verfasste Religionsgemeinschaft sei.

Die AfD will, dass weniger Muslime ins Land kommen. Islamische Verbände sollen eigene Melde-Stellen einrichten. Dort sollen sie radikale Personen aus ihrem Umfeld melden. Die AfD sagt: Die Verbände müssen bei der Sicherheit mithelfen.

Das Programm erkennt die Religionsfreiheit muslimischer Staatsbürger nach Artikel 4 des Grundgesetzes an, verweist aber auf gesellschaftliche Folgen einer langjährigen muslimischen Einwanderung. Von den im Land tätigen Islamverbänden erwartet die AfD Mitverantwortung für öffentliche Sicherheit und Zusammenhalt. Sie sollen Meldestellen oder andere aus ihrer Sicht geeignete Einrichtungen betreiben, die radikale Tendenzen und entsprechende Personen erfassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„dass umfassende Maßnahmen zur strikten Begrenzung und Reduzierung muslimischer Migration in Mecklenburg-Vorpommern notwendig sind“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Religionsverbänden wird eine neue Pflicht auferlegt, Personen zu erfassen und zu melden.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt behandelt den Islam als Gegensatz zur gewachsenen gesellschaftlichen Ordnung und will seinen Einfluss begrenzen.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Zuwanderung soll nach Religionszugehörigkeit strikt begrenzt und verringert werden, was es heute nicht gibt.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich