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AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 93 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Rundfunkstaatsverträge kündigen und Grundfunk einführen

Die AfD will den NDR-Staatsvertrag und den Medienstaatsvertrag kündigen und den Rundfunkbeitrag abschaffen. An die Stelle des heutigen öffentlich-rechtlichen Angebots soll ein kleiner „Grundfunk“ treten, der sich auf Information, Bildung, Kultur und Regionales beschränkt.

Die AfD will den Rundfunk-Beitrag abschaffen. Das Land soll die Verträge für den NDR kündigen. Es soll nur noch einen kleinen Grund-Funk geben. Er soll Nachrichten, Bildung, Kultur und Berichte aus der Region senden.

Das Programm nennt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu teuer und zu groß und verweist auf ein Jahresbudget von mehr als acht Milliarden Euro. Aktive Berufspolitiker sollen nicht mehr im Rundfunkrat sitzen dürfen. Vermögen, das der Grundfunk nicht braucht, soll in einen Abwicklungsfonds fließen. Dieser Fonds soll Pensionen und einen sozialverträglichen Stellenabbau bezahlen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Weg vom zwangsfinanzierten Vollprogramm, hin zu einem schlanken Grundfunk, der sich auf objektive Information, Bildung, Kultur und regionale Berichterstattung beschränkt.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Abschaffung des Rundfunkbeitrags und der Rückbau auf einen kleinen Grundfunk beseitigen eine Pflichtabgabe und verkleinern ein öffentliches Angebot grundlegend.

Landgestüt Redefin nicht privatisieren

Die AfD lehnt den Plan ab, das Landgestüt Redefin zu privatisieren, und will es in öffentlicher Hand erhalten. Das Programm begründet dies mit der Bedeutung des Gestüts als Kulturgut und Teil der Landesgeschichte. Zugleich soll es wirtschaftlich gestärkt werden.

Das Landgestüt Redefin ist ein alter Pferde-Hof des Landes. Es gibt den Plan, ihn zu verkaufen. Die AfD ist dagegen. Der Hof soll dem Land weiter gehören. Mehr Besucher sollen ihm mehr Geld bringen.

Das Programm beschreibt Redefin als eines der wichtigsten historischen Gestüte Deutschlands, das seit mehr als 200 Jahren Zucht, Pferdesport und Identität Mecklenburgs präge. Vorgesehen sind neue Marketingkonzepte, mehr touristische Vermarktung und zusätzliche Veranstaltungen. Kooperationen mit dem Tourismus, mehr Wegerechte für Pferde und die Aufnahme ins Landesmarketing sollen die Einnahmen des Gestüts verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Das Landgestüt muss ohne Wenn und Aber erhalten bleiben. Eine Privatisierung lehnen wir entschieden ab“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die AfD verteidigt das öffentliche Eigentum am Gestüt ausdrücklich gegen einen konkreten Privatisierungsplan.

  • Gesellschafteher konservativ

    Das Gestüt soll als überliefertes Kulturgut und Teil der Landesidentität bewahrt werden, was auf den Erhalt von Tradition zielt.

Denkmalschutz in die Landesverfassung aufnehmen

Die AfD will den Denkmalschutz in der Verfassung verankern, damit er vor allem gegenüber Energieprojekten mehr Gewicht bekommt. Die Fördermittel für historische Gebäude und die Ausstattung des Landesamts für Kultur und Denkmalpflege sollen steigen. Öffentliche Bauten sollen sich an einem regionalen Baustil orientieren.

Die AfD will alte Gebäude besser schützen. Der Schutz von Denkmälern soll in der Verfassung stehen. So zählt er mehr, wenn Energie-Anlagen geplant werden. Das Land soll mehr Geld für alte Häuser geben. Auch Denkmäler für tote Soldaten sollen Geld bekommen.

Kommunen sollen früh eingreifen können, bevor Schäden an alten Häusern, Höfen und Gutshäusern nicht mehr zu beheben sind, und Sanierungen sollen gezielt gefördert werden. Das zuständige Landesamt soll mehr Personal und Geld erhalten, die Mittel für das Kulturerbe sollen deutlich steigen. Für Erhalt und Sanierung von Krieger- und Gefallenendenkmälern sieht das Programm eigene Fördermittel vor, damit ihr Zustand nicht von der Kassenlage der Gemeinden abhängt. Bei Bauten der öffentlichen Hand soll künftig ein von der AfD so genannter architektonischer Heimatstil beachtet werden, weil moderne Architektur aus ihrer Sicht gesichtslos ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Weiterhin soll der Denkmalschutz Verfassungsrang erhalten, um in der Rechtsgüterabwägung, insbesondere gegenüber Energieinfrastrukturprojekten, mehr Gewicht zu erhalten.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Mehr Mittel für Baudenkmale und Kriegerdenkmale sowie ein regionaler Baustil für öffentliche Gebäude stärken die Bewahrung überlieferter Kultur.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der Verfassungsrang soll dem Denkmalschutz ausdrücklich mehr Gewicht gegenüber Energieinfrastruktur geben, was deren Ausbau erschweren kann.

Archäologisches Erbe zeigen, Landesmuseum günstiger bauen

Die AfD will archäologische Funde stärker in die Öffentlichkeit bringen und die Großsteingräber für den ländlichen Tourismus erschließen. Sie befürwortet ein landesarchäologisches Museum, lehnt den bisherigen Entwurf aber ab und verlangt eine kostengünstigere Lösung.

Im Land gibt es sehr alte Gräber aus großen Steinen. Die AfD will, dass mehr Urlauber sie besuchen. Sie will auch ein Museum für alte Funde bauen. Den bisherigen Plan für das Museum lehnt sie ab. Das Museum soll weniger kosten.

Das Programm verweist auf Funde aus der Bronzezeit und dem Mittelalter, die mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen. Die Großsteingräber der Megalithkultur sollen Teil eines touristischen Konzepts für den ländlichen Raum werden. Beim Museum soll nach dem Willen der AfD die Würdigung des Kulturerbes im Mittelpunkt stehen. Den vorliegenden Entwurf nennt sie misslungen und wirft ihm vor, der Selbstdarstellung von Architekten und Lokalpolitikern zu dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir wollen die in Vergessenheit geratenen Zeugnisse der Megalithkultur, die eindrucksvollen Großsteingräber, in ein touristisches Konzept einbetten“
Seite 92 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Deutsche und niederdeutsche Kultur bevorzugt fördern

Die AfD will die Kulturförderung auf deutsche und europäische Kultur ausrichten, besonders auf niederdeutsche Volkskunst und die plattdeutsche Sprache. Projekte, die sie als ideologisch motiviert ansieht, sollen überprüft werden. Sie bekennt sich zum Theaterpakt MV und will die Arbeit der Musikschulen sichern.

Die AfD will vor allem deutsche und europäische Kultur fördern. Besonders wichtig ist ihr Plattdeutsch. Manche Projekte hält sie für zu politisch. Diese will sie überprüfen. Theater, Orchester und Musik-Schulen sollen bleiben.

Theater, Musik und Tanz gehören für das Programm zur kulturellen Identität eines Volkes. Besonders hervorgehoben wird das Erbe des Schriftstellers Fritz Reuter. Bei der Prüfung von Projekten sollen historische Genauigkeit und die Stärkung kultureller Identität Maßstab sein. Theater und Orchester sollen im Rahmen des Landeshaushalts so ausgestattet werden, dass Qualität und Umfang des Angebots gesichert sind. Bei den Musikschulen sieht die AfD Kommunen, Land und Eltern gemeinsam in der Pflicht und will prüfen, ob das Land mehr beitragen kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir stehen für Erhalt und Förderung der deutschen und europäisch-abendländischen Kultur ein.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Kulturförderung soll stärker auf deutsche Volkskunst, Plattdeutsch und kulturelle Identität ausgerichtet und als ideologisch eingestufte Projekte überprüft werden.

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