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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesprogramm für Dorffeste auflegen

Die Grünen wollen ein Förderprogramm des Landes für Dorffeste und andere örtliche Begegnungen einführen. Veranstaltungen in Dörfern sollen pro Jahr bis zu 5.000 Euro erhalten können. Nach Ansicht der Partei halten solche Feste die Gemeinschaft auf dem Land zusammen.

Die Grünen wollen Dorffeste mit Geld unterstützen. Das Land soll dafür ein eigenes Programm bekommen. Ein Dorf kann dann bis zu 5.000 Euro im Jahr erhalten. Die Feste sollen die Menschen im Dorf zusammenbringen.

Das Programm nennt eine jährliche Förderung von bis zu 5.000 Euro für dörfliche Veranstaltungen. Die Förderung soll unkompliziert und leicht zugänglich sein. Die Grünen begründen das damit, dass vielerorts das Geld fehle, um gemeinschaftliches Leben zu organisieren. Dorffeste sieht die Partei als Träger von Tradition und sozialem Zusammenhalt im ländlichen Raum.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Dorffeste und lokale Begegnungsformate durch ein eigenes, niedrigschwelliges Förderprogramm unterstützen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues, begrenztes Förderprogramm des Landes erweitert öffentliche Leistungen in kleinem Umfang.

Aufarbeitung der SED-Diktatur dauerhaft sichern

Die Grünen wollen die Aufarbeitung der SED-Diktatur stärken und langfristig finanzieren, statt Mittel zu kürzen. Die Beschäftigung mit SED-Diktatur, Nationalsozialismus und Holocaust soll an Schulen verbindlich sein. Die Partei argumentiert, dass Demokratie angreifbar werde, wenn Erinnerung verblasst.

Die Grünen wollen an das Unrecht in der DDR erinnern. Gedenk-Stätten und Archive sollen dauerhaft Geld bekommen. In der Schule sollen alle über die DDR-Diktatur und die Nazi-Zeit lernen. So sollen Menschen die Demokratie besser schützen können.

Gedenkstätten, Archive und Initiativen sollen eine verlässliche, langfristige Finanzierung erhalten. Zusammen mit regionalen Erinnerungsorten sollen zeitgemäße Bildungsangebote für junge Menschen entstehen. Gefördert werden sollen auch Projekte, die persönliche Erlebnisse von Unrecht und Widerstand analog und digital weitergeben. Das Programm betont, die NS-Verbrechen und der Holocaust seien singulär, zugleich gehöre die SED-Aufarbeitung zu einer vollständigen Erinnerungskultur.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Gedenkstätten, Archive und Initiativen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sichern und durch langfristige Finanzierung stützen.“
Seite 71 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kultur als Pflichtaufgabe gesetzlich verankern

Die Grünen wollen Kultur per Gesetz zur Pflichtaufgabe machen und so eine kulturelle Grundversorgung in allen Regionen sichern. Kulturorte sollen vor allem auf dem Land erhalten und die Landesförderung für Kulturschaffende verbessert werden.

Die Grünen wollen ein Kultur-Gesetz. Das Land soll Kultur dann fest fördern müssen. Kinos, Bibliotheken und Musik-Schulen sollen auch auf dem Land bleiben. Künstlerinnen und Künstler sollen mehr Förder-Geld bekommen.

Auf Grundlage der kulturpolitischen Leitlinien des Landes soll zusammen mit Kulturschaffenden ein Kulturgesetz entstehen, das verlässliche Förderung und einen Ausgleich für steigende Kosten vorsieht. Fördermittel sollen über längere Zeiträume Planungssicherheit geben. Soziokulturelle Begegnungs- und Bildungsorte sollen eine institutionelle Förderung erhalten, ergänzt um einen Eigenmittel- und Liquiditätsfonds, der das Einwerben weiterer Fördermittel erleichtert. Spartenübergreifende Veranstaltungen wie Festivals, Konzerte oder Workshops sollen über geförderte Personalstellen unterstützt werden. Bibliotheken, Kinos, Kunstvereine sowie Musik- und Kunstschulen sollen besonders im ländlichen Raum gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Dafür verankern wir Kultur als Pflichtaufgabe und sichern eine stabile Grundversorgung in allen Regionen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gesetzliche Pflichtaufgabe mit institutioneller Förderung und Kostenausgleich weitet die öffentliche Finanzierung von Kultur aus.

Musik- und Kunstschulen mit Landesgeld absichern

Die Grünen wollen Musik- und Kunstschulen mit Zuschüssen des Landes helfen, die höheren Kosten für fest angestellte Lehrkräfte zu tragen. Hintergrund ist das Herrenberg-Urteil, nach dem viele Honorarkräfte als scheinselbstständig gelten können. Kulturschaffende sollen laut Programm ohne Existenzsorgen arbeiten können.

Viele Lehrer an Musik-Schulen und Kunst-Schulen arbeiten auf Honorar. Ein Gericht hat entschieden: Das ist oft nicht erlaubt. Die Schulen müssen die Lehrer deshalb fest anstellen. Das kostet mehr Geld. Die Grünen wollen, dass das Land den Schulen dieses Geld gibt.

Die Landeszuschüsse sollen kurzfristig fließen und die zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge sowie Mobilitätspauschalen der angestellten Lehrkräfte decken. Unsichere Beschäftigungsverhältnisse sollen beendet werden. Zusammen mit Trägern und Verbänden soll ein verbindlicher Leitfaden entstehen, der beschreibt, wann eine Tätigkeit wirklich selbstständig ist und wie Honorarverträge aussehen müssen. Außerdem sollen bei der Stadtentwicklung kulturelle Begegnungsorte von Beginn an eingeplant werden, etwa beim Neubau einer Schule.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„unterstützen die Musik- und Kunstschulen kurzfristig mit Landeszuschüssen zur Abdeckung der steigenden Sozialversicherungskosten und Mobilitätspauschalen“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliche Zuschüsse zahlen, damit Lehrkräfte sozialversichert angestellt werden, was öffentliche Ausgaben und Arbeitnehmerschutz ausweitet.

Bibliotheken ausbauen und Kulturmobil starten

Die Grünen wollen Bibliotheken zu offenen Treffpunkten weiterentwickeln, vor allem für Kinder und Jugendliche, und sie länger öffnen. Für ländliche Gegenden mit wenigen Angeboten soll ein Kulturmobil als Pilotprojekt unterwegs sein. Das Programm begründet dies damit, dass Kultureinrichtungen durch steigende Kosten und unsichere Finanzierung unter Druck stehen.

Die Grünen wollen Bibliotheken stärken. Sie sollen länger offen sein. Dort soll es mehr Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Auf dem Land soll ein Kultur-Mobil fahren. Das ist ein Fahrzeug, das Kultur in die Dörfer bringt.

Bibliotheken sollen ihr Angebot um interaktive und soziokulturelle Formate erweitern, die Lesen, Medienkompetenz und kulturelle Bildung fördern. Vorgesehen ist außerdem eine engere Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Kultureinrichtungen. Das Kulturmobil soll zunächst als Pilotprojekt starten, und aufsuchende Kulturarbeit soll gezielt gefördert werden. In öffentlich geförderten Häusern sollen Mitbestimmung und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gesichert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„Bibliotheken als Kultur- und Begegnungsorte insbesondere für Kinder und Jugendliche stärken und länger öffnen.“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Kulturangebote sollen mit Landesförderung erweitert werden, was die öffentlichen Leistungen schrittweise ausbaut.

Theaterpakt fortschreiben und dynamisieren

Die Grünen wollen den Theaterpakt des Landes verlängern und so ändern, dass die Förderung mit Inflation und Tariflöhnen mitwächst. Das soll den Häusern und ihren Beschäftigten Planungssicherheit geben. Zwei weitere Bühnen sollen in den Pakt aufgenommen werden.

Das Land gibt Theatern Geld. Die Regeln dafür stehen im Theater-Pakt. Die Grünen wollen diesen Pakt verlängern. Das Geld soll steigen, wenn Preise und Löhne steigen. Zwei weitere Bühnen sollen Geld aus dem Pakt bekommen.

Die Förderung soll über eine Dynamisierung laufend an Preissteigerungen und Tarifabschlüsse angepasst werden. Neu in den Pakt kommen sollen zwei Häuser: die Vorpommersche Landesbühne in Anklam und die Deutsche Tanzkompanie aus Neustrelitz. Der angepasste Pakt soll zudem faire Arbeitsbedingungen an den Häusern sichern. Ziel ist laut Programm eine verlässliche Perspektive für Künstlerinnen, Künstler und Angestellte.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„den Theaterpakt fortschreiben und updaten. Darin wird über eine echte Dynamisierung die Förderung an Inflation und Tarifsteigerungen angepasst“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Theaterförderung soll automatisch mit Inflation und Tarifen steigen und auf weitere Häuser ausgedehnt werden, also mehr staatliche Finanzierung.

Kulturwirtschaft mit Games-Programm und Clubförderung stärken

Die Grünen wollen die Kulturwirtschaft im Land gezielt fördern und sichtbarer machen. Geplant sind ein Förderprogramm für Computerspiele, eine dauerhafte Förderung für Festivals und Clubs sowie eine Neuaufstellung der Filmförderung. Aus Sicht des Programms sind die bisherigen Förderstrukturen lückenhaft.

Die Grünen wollen kreative Berufe im Land unterstützen. Es soll Geld für die Entwicklung von Computer-Spielen geben. Festivals und Clubs sollen dauerhaft mehr Geld vom Land bekommen. Die Film-Förderung soll neu geordnet werden. Eine Internet-Seite soll alle Kultur-Angebote zeigen.

Für Games ist ein Programm von 1 Million Euro vorgesehen, das Spielentwicklung, Qualifizierung und Netzwerkaufbau fördert. Dazu soll es eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Games als zentrale Ansprechperson geben. Die Landesförderung für kulturelle Festivals und Clubs soll verbessert und verstetigt werden, vor allem bei den Personalkosten. Die FILMLAND MV gGmbH soll auf eine tragfähige Grundlage gestellt und das Kulturportal kultur-mv.de modernisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„Dafür setzen wir ein eigenes Förderprogramm für Games auf, stärken Festivals und Clubs verlässlich in ihrer Arbeit und stellen FILMLAND MV neu auf.“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue und verstetigte Landesförderung für einzelne Branchen erweitert die staatliche Rolle in der Wirtschaftsförderung schrittweise.

Landesweite Denkmalstrategie entwickeln

Die Grünen wollen eine Denkmalstrategie für das Land erarbeiten, die mit Personal und Geld ausgestattet ist und wissenschaftlich begleitet wird. Historische Gebäude und Orte sollen erhalten, zugänglich gemacht und dauerhaft genutzt werden. Das Programm begründet dies mit teuren Sanierungen und schwer erreichbarer Unterstützung für Kommunen und private Eigentümer.

Im Land gibt es viele alte Gebäude, zum Beispiel Gutshäuser und Kirchen. Viele davon sind in Gefahr. Die Grünen wollen einen Plan für den Schutz dieser Denkmäler machen. Gemeinden und Bauherren sollen leichter Hilfe und Geld bekommen. Ein alter Reaktor in Lubmin soll erhalten bleiben.

Die Strategie soll auch die Industriegeschichte einbeziehen und Pflege- und Nutzungskonzepte mit digitalen und musealen Angeboten verbinden. Bauherrinnen und Bauherren, besonders Kommunen, sollen ortsbildprägende Gebäude leichter erhalten und sanieren können, unter anderem durch finanzielle Hilfe und schnelle Entscheidungen. Der Reaktorblock 6 des früheren Kernkraftwerks Lubmin soll bestehen bleiben. Dort sollen sich spätere Generationen über Technik und Geschichte der Kernenergie in der DDR informieren können.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„eine umfassende, wissenschaftlich begleitete und personell sowie finanziell untersetzte Denkmalstrategie des Landes entwickeln.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliches Personal und Geld für den Denkmalschutz bereitstellen und Sanierungen finanziell unterstützen, was öffentliche Ausgaben ausweitet.

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Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich