Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Grüne zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wohnortnahe Versorgung mit Gesundheitszentren ausbauen

Die Grünen wollen in jeder mittelgroßen Stadt ein regionales Gesundheitszentrum mit fachübergreifenden Teams aufbauen. Mobile Praxen, Telemedizin, Gesundheitskioske und Gemeindeschwestern sollen unterversorgte Gebiete stärken. Ziel ist, dass die Versorgung nicht vom Wohnort abhängt.

Die Grünen wollen Gesundheits-Zentren in jeder mittelgroßen Stadt. Dort arbeiten Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten zusammen. Auf dem Land soll es fahrende Praxen und Video-Sprechstunden geben. Gemeinde-Schwestern sollen Menschen vor Ort helfen.

Auf regionalen Gesundheitskonferenzen soll die wohnortnahe Versorgung weiterentwickelt werden. In den Gesundheitszentren sollen Haus- und Fachärzte, Pflegekräfte sowie Therapeutinnen und Therapeuten zusammenarbeiten. Gefördert werden sollen außerdem Telemedizin, Gesundheitskioske und mobile Praxen; auch das medizinische Personal soll mobiler werden. „Community Health Nurses“, im Programm auch Gemeindeschwestern genannt, sollen im ganzen Land etabliert werden und Unterstützung nah am Wohnort leisten. Ambulante und stationäre Versorgung will die Partei zusammen denken.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes von regionalen Gesundheitszentren mit interdisziplinären Teams aus (Fach-)Ärzt*innen, Pflegekräften und Therapeut*innen in jeder mittelgroßen Stadt“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll neue Versorgungsstrukturen aufbauen und fördern, was öffentliche Leistungen im Gesundheitswesen ausweitet.

Krankenhausreform vorantreiben, Kliniken ambulant öffnen

Die Grünen wollen die Krankenhausreform voranbringen und Kliniken auf dem Land für ambulante Behandlungen öffnen. Das Land soll die Investitionen der Krankenhäuser angemessen finanzieren. So soll die Versorgung im ganzen Land gesichert werden.

Die Grünen wollen die Krankenhäuser im Land verändern. Krankenhäuser auf dem Land sollen auch Patienten ohne Übernachtung behandeln. Die Krankenhäuser sollen genug Geld für Gebäude und Geräte bekommen. So soll es überall Hilfe geben.

Vorgesehen ist eine sektorenübergreifende Versorgung, bei der Praxen und Krankenhäuser enger verzahnt arbeiten. Im ländlichen Raum sollen Kliniken je nach Bedarf ambulante Leistungen anbieten dürfen. Hinzu kommt eine angemessene Finanzierung der Krankenhausinvestitionen. Die Partei verbindet damit das Ziel einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„die bedarfsgerechte Öffnung der Krankenhäuser für ambulante Leistungen im ländlichen Raum sowie durch eine angemessene Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser soll gestärkt werden, was staatliche Ausgaben für die Versorgung erhöht.

Pflege- und Gesundheitsberufe aufwerten, Fachkräfte gewinnen

Die Grünen wollen die Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Pflegeberufen verbessern und die Ausbildung stärken. Mehr Menschen sollen den Beruf ergreifen und darin bleiben, auch Fachkräfte aus dem Ausland sollen schneller integriert werden. Das Programm sieht die Ursache des Fachkräftemangels in den Rahmenbedingungen.

In der Pflege und in der Medizin fehlen Fachkräfte. Die Grünen wollen die Arbeit dort besser machen. Es soll genug Personal und planbare Dienste geben. Die Ausbildung soll auch in Teilzeit möglich sein. Fachkräfte aus anderen Ländern sollen schneller arbeiten können.

Vorgesehen sind eine verlässliche Personalbemessung, planbare Dienste und Schutz der Beschäftigten vor Gewalt und Belästigung. Eine zentrale Koordinierungsstelle „Pflegeausbildung“ soll Pflegeschulen, Ausbildungsträger und Praxisanleitende vernetzen. Ausbildungsinhalte sollen stärker digital vermittelt werden; Teilzeit- und berufsbegleitende Wege sowie der Aufstieg von der Assistenz bis zum Studium sollen leichter werden. Gegen den Fachkräftemangel nennt das Programm bessere Ausbildungs- und Studienbedingungen, faire Bezahlung, multiprofessionelle Teams und digitale Unterstützung. Internationale Fachkräfte sollen schneller integriert werden, da Anerkennungsverfahren laut Programm zu lange dauern.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir verbessern die Arbeitsbedingungen durch verlässliche Personalbemessung, planbare Dienste und spürbare Entlastung im Alltag.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindlichere Personalbemessung, bessere Bezahlung und neue staatliche Koordinierungsstellen erhöhen Vorgaben und öffentliche Leistungen im Gesundheitswesen.

  • Migrationeher offen

    Fachkräfte aus dem Ausland sollen schneller integriert werden, was Zuwanderung in Gesundheitsberufe erleichtert.

Mehr Fachkräfte für Medizin und Pflege gewinnen

Die Grünen wollen mehr Fachkräfte für das Gesundheitswesen gewinnen. Dazu sollen mehr Medizinstudienplätze entstehen, das Praktische Jahr soll einheitlich bezahlt und ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden.

Die Grünen wollen mehr Fachleute für Medizin und Pflege. Es soll mehr Studienplätze für Medizin geben. Angehende Ärzte sollen im Praktischen Jahr Geld bekommen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten.

Das Programm sieht vor, an den zwei Universitäten des Landes mehr Plätze im Medizinstudium anzubieten. Das Praktische Jahr soll überall gleich vergütet werden, orientiert am jeweils geltenden höchsten BAföG-Satz. Verfahren zur Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland sollen schneller und besser werden. Außerdem wollen die Grünen die Digitalisierung der Pflege fördern, etwa mit Telemedizin, digitaler Dokumentation und Assistenzsystemen für die Pflege zu Hause.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„die Zahl der Medizinstudienplätze an beiden Landesuniversitäten erhöhen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich finanzierte Studienplätze und eine einheitliche Vergütung im Praktischen Jahr erweitern staatliche Leistungen schrittweise.

  • Migrationeher offen

    Eine schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtert Zugewanderten den Zugang zum Beruf.

Psychische Versorgung ausbauen, Wartezeiten verkürzen

Die Grünen wollen psychiatrische und psychotherapeutische Angebote ausbauen, damit Menschen schneller Hilfe bekommen. Dazu kommen Krisendienste im ganzen Land, mehr Prävention und Suchthilfe sowie Aufklärung über mentale Gesundheit an Schulen.

Viele Menschen warten lange auf eine Therapie. Die Grünen wollen mehr Angebote schaffen. Dann sollen die Wartezeiten kürzer werden. Es soll überall Krisen-Dienste für schnelle Hilfe geben. Auch Schulen sollen sich um seelische Gesundheit kümmern.

Der Ausbau soll sich am Bedarf richten und allen Altersgruppen dienen, vor allem Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, auch auf dem Land. Ambulante und stationäre Versorgung, Beratung und Eingliederungshilfe sollen regional enger zusammenarbeiten. Für schwer psychisch Erkrankte plant das Programm mehr Wohn- und Betreuungsplätze; niemand soll aus einer Klinik in die Obdachlosigkeit entlassen werden. Die Suchtberatung soll gesichert werden, ergänzt um leicht zugängliche Hilfen einschließlich Drugchecking, also der Analyse von Drogen auf gefährliche Inhaltsstoffe. Für neurodivergente Menschen sollen Diagnostik, Beratung und Behandlung mehr Kapazität bekommen, und Schulen sollen genug Schulsozialarbeit erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir bauen psychotherapeutische und psychiatrische Angebote aus und verkürzen so Wartezeiten.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Therapieangeboten, Krisendiensten und Beratung erweitert öffentliche Gesundheitsleistungen innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher progressiv

    Drugchecking und der Abbau von Stigmatisierung stehen für einen akzeptierenden, auf Selbstbestimmung setzenden Umgang mit Sucht und psychischer Erkrankung.

Wohnortnahes Netz für Gesundheitsberatung aufbauen

Die Grünen wollen ein landesweit dichtes Netz an Beratungsstellen in Wohnortnähe schaffen, damit Menschen leichter Zugang zum Gesundheitssystem finden. Vorgesehen sind Gesundheitslotsinnen und -lotsen sowie unabhängige Patientenbeauftragte in allen Kreisen.

Viele Menschen finden im Gesundheits-System nicht die richtige Stelle. Die Grünen wollen mehr Beratung in der Nähe. Gesundheits-Lotsen sollen den Weg zeigen. Jeder Kreis soll eine unabhängige Ansprechperson für Patienten bekommen.

Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen sollen im ganzen Land unterstützt werden. Gesundheitslotsinnen und -lotsen sollen für sozial benachteiligte Stadtteile und ländliche Gemeinden ausgebildet werden und Menschen durch das Gesundheitssystem begleiten. Die Patientenbeauftragten sollen bei den Gesundheitsämtern angesiedelt sein. Ausgebaut werden sollen außerdem die Beratung zu Sucht und sexueller Gesundheit sowie zu geschlechtsspezifischen Gesundheitsangeboten.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„unabhängige Patient*innenbeauftragte in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt etablieren, angebunden an die Gesundheitsämter.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue öffentlich getragene Beratungsstellen, Lotsen und Patientenbeauftragte bauen staatliche Angebote aus.

Pflege vor Ort stärken und entbürokratisieren

Die Grünen wollen die Pflege mit mehr Fachkräften, besserer Ausbildung und weniger Bürokratie verlässlicher machen. Die Pflegestützpunkte sollen zu einem Netzwerk mit mobilen Teams werden, das auch ländliche Regionen erreicht. Zudem soll der Friedhofszwang fallen.

Die Grünen wollen die Pflege besser machen. Es soll mehr Fachkräfte und weniger Papier-Arbeit geben. Mobile Teams sollen Menschen auf dem Land zu Hause beraten. Die Grünen wollen auch den Friedhofs-Zwang abschaffen. Das heißt: Urnen müssen dann nicht mehr auf den Friedhof.

Die 19 Pflegestützpunkte sollen vorbeugende Hausbesuche, Beratung und die Koordination von Pflegeleistungen übernehmen. In der Langzeitpflege sollen doppelte Prüfungen entfallen, Informationen zusammengeführt und Qualitätsprüfungen nach klaren Standards ablaufen. Die Pflegeausbildung an Schulen und Hochschulen soll weiterentwickelt werden, mit mehr Studienkapazität und mehr Praxis. Angebote in unterversorgten Regionen sollen gefördert und mit Nachbarschaftshilfe, Pflege-WGs, Servicewohnen und Tagespflege verknüpft werden. Hinzu kommen mehr Barrierefreiheit in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie ein reformiertes Bestattungsrecht ohne Friedhofszwang.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„die bestehenden 19 Pflegestützpunkte in MV zu einem Pflege-Netzwerk mit mobilen Teams ausbauen“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau öffentlicher Pflegeberatung und die Förderung von Angeboten in unterversorgten Regionen erweitern staatliche Leistungen, auch wenn zugleich Bürokratie sinken soll.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Aufhebung des Friedhofszwangs löst eine überlieferte Bestattungsregel zugunsten individueller Wünsche.

Geburtshilfe und Frauengesundheit landesweit stärken

Die Grünen wollen eine Geburtshilfe in Wohnortnähe sichern und den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessern. Außerdem soll die Medizin stärker auf Frauen ausgerichtet werden. Das Programm begründet das mit einer strukturellen Ungleichbehandlung von Frauen im Gesundheitswesen.

Die Grünen wollen Geburts-Hilfe in der Nähe des Wohnorts. Hebammen sollen mehr Unterstützung bekommen. Frauen sollen schneller einen Termin für einen Schwangerschafts-Abbruch bekommen. Die Medizin soll mehr auf Frauen achten.

Vorgesehen sind Kreißsäle unter Hebammenleitung, mehr Geburtshäuser und mobile Hebammenangebote. Ein Landeskonzept soll ein flächendeckendes Versorgungsnetz rund um die Geburt schaffen, das Qualität sichert und über Sektorengrenzen hinweg arbeitet. Für Endometriose planen die Grünen eine landesweite Strategie zu Versorgung, Aufklärung und Teilhabe. An den Unikliniken sollen Fachzentren für frauenspezifische Erkrankungen entstehen, und Gendermedizin soll an den Universitäten des Landes fest verankert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„eine wohnortnahe, ausreichende Versorgung der Geburtshilfe sowie zeitnahe Termine und Erreichbarkeit für Schwangerschaftsabbrüche ermöglichen.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll öffentliche Gesundheitsangebote wie Geburtshilfe und Fachzentren ausbauen, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

  • Gesellschafteher progressiv

    Besserer Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und eine auf Frauen ausgerichtete Medizin bauen Selbstbestimmung und Gleichstellung schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich