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Linke zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Sozial. Gerecht. Antifaschistisch. Unser Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 30 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesfonds für die Pflege schaffen

Die Linke will die Vorschläge des „Pakts für Pflege“ mit Landesgeld aus einem neuen Fonds umsetzen. Häusliche Pflege, Beratung und Prävention sollen gestärkt werden, vor allem in dünn besiedelten Regionen. Im Bund will sie erreichen, dass Pflege nicht mehr Anlageobjekt privater Fonds ist.

Die Linke will einen Geld-Topf des Landes für die Pflege. Pflege zu Hause soll mehr Hilfe bekommen. Auch auf dem Land soll es genug Pflege geben. Private Geld-Anleger sollen mit Pflege keinen Gewinn mehr machen.

Nachbarschaftshilfe, Alltagsunterstützung und lokale Netzwerke sollen ausgebaut und kofinanzierungspflichtige Mittel der Pflegeversicherung voll abgerufen werden. Pflegestützpunkte sollen zusätzlich Wohnberatung und Angebote zu Demenz erhalten. Ein Investitionsprogramm soll die Sanierung von Pflegeheimen fördern, damit die Eigenanteile der Bewohner nicht schneller steigen. Das Landespflegegesetz soll überarbeitet und die Pflegeplanung der Kommunen gestärkt werden. Geplant sind zudem eine Landesstrategie Demenz, ein Präventionsprogramm und ein Netzwerk „Gewaltfreie Pflege“ nach Berliner Vorbild.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Den „Pakt für Pflege“ auch durch Landesmittel unterstützen. Hierzu wollen wir einen Landesfonds schaffen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Landesfonds, ein Investitionsprogramm und die Zurückdrängung privater Fonds stärken die öffentliche Rolle in der Pflege.

Prävention und Gesundheitswissen ausbauen

Die Linke will Vorbeugung und Gesundheitswissen stärken, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Erste-Hilfe-Kurse an Schulen sollen ausgebaut und Präventionsangebote im ganzen Land verfügbar werden.

Die Linke will, dass Menschen gesund bleiben. Kinder und Jugendliche sollen mehr über Gesundheit lernen. An Schulen soll es mehr Erste-Hilfe-Kurse geben. Angebote zur Vorbeugung soll es überall im Land geben.

Das Programm will Erste-Hilfe-Kurse an Schulen ausweiten und ein bereits erprobtes Ersthelfenden-Programm landesweit einführen. Aufklärung soll zu gesunder Ernährung und zu weniger Zucker anregen. Präventionsangebote sollen besser werden und überall im Land erreichbar sein, mit einem Schwerpunkt auf jungen Menschen. Schulen, Vereine, Gemeinden und Gesundheitseinrichtungen sollen dabei enger zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„So wollen wir die Erste-Hilfe-Kurse an Schulen ausbauen und das bereits erfolgreich erprobte „Ersthelfende-Programm“ auf das gesamte Land ausweiten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fachkräfte für das Gesundheitswesen gewinnen

Die Linke will mehr medizinisches Personal im Land halten und gewinnen, weil viele Ärztinnen und Ärzte bald in den Ruhestand gehen. Dazu sollen ausländische Abschlüsse schneller anerkannt und der Nachwuchs gezielt gefördert werden.

Viele Ärztinnen und Ärzte gehen bald in Rente. Die Linke will deshalb mehr Fachkräfte gewinnen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten. Junge Leute im Medizin-Studium sollen mehr Hilfe bekommen.

Abschlüsse ausländischer Fachkräfte in ärztlichen und anderen Gesundheitsberufen sollen zügiger anerkannt werden, begleitet von einer Willkommenskultur. Gezielte Abwerbung aus Ländern mit eigenem Personalmangel lehnt das Programm ab. Landarztquoten sollen voll genutzt, Assistenz-Studiengänge und Stipendien für im Ausland Studierende geschaffen werden. Studierende im Praktischen Jahr sollen eine Vergütung erhalten, von der sie leben können. Auf dem Land soll das Modell „Schwester Agnes“ zur Entlastung von Ärzten zurückkehren, und Gesundheitslotsen sollen Patienten begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Anerkennungsverfahren für ausländische Fachkräfte im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich beschleunigen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Stipendien, höhere Vergütung im Praktischen Jahr und neue Dienste bedeuten mehr öffentliche Leistungen.

  • Migrationeher offen

    Schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse und eine Willkommenskultur erleichtern die Zuwanderung von Fachkräften.

Flächendeckende Versorgungsnetze und Klinikstandorte sichern

Die Linke will die medizinische Versorgung im ganzen Land als zusammenhängende Kette organisieren, vor allem auf dem Land. Krankenhausstandorte sollen bei der Krankenhausreform erhalten bleiben, ergänzt durch Gesundheitszentren und Telemedizin.

Die Linke will gute Versorgung überall im Land. Das gilt besonders für Dörfer und kleine Orte. Die Krankenhäuser sollen bleiben. Dazu sollen Gesundheits-Zentren und Behandlung per Video kommen.

Modellregionen sollen erproben, wie Praxen und Kliniken über die bisherigen Sektorengrenzen hinweg zusammenarbeiten und vergütet werden; Erfahrungen aus Netzwerken wie dem „Haff-Net“ sollen einfließen. Kranken- und Patiententransporte sollen nach Bedarf organisiert und ohne viel Bürokratie bezahlt werden. Regionale Gesundheits- und Hebammenzentren sollen gefördert und Telemedizin landesweit genutzt werden. Der Zugang zu Psychotherapie soll schneller und einfacher werden. Menschen mit Long Covid und ME/CFS sollen besser versorgt, Apotheken und Beratungsangebote erhalten und Patientenrechte gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Das Netz der Krankenhausstandorte im Zuge der Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform als Ankerpunkte der medizinischen Versorgung erhalten und weiterentwickeln.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt aller Standorte und neue geförderte Zentren bauen die öffentliche Gesundheitsversorgung aus.

Gewinne mit Krankenhäusern unterbinden

Die Linke will, dass mit dem Betrieb von Krankenhäusern keine Gewinne mehr erzielt werden und öffentliches Geld nur in die Versorgung fließt. Aus Sicht des Programms darf Gesundheit keine Ware sein; das System soll solidarisch finanziert und am Gemeinwohl ausgerichtet werden.

Die Linke will keine Gewinne mit Krankenhäusern. Steuer-Geld soll nur für die Behandlung da sein. Die Partei sagt: Gesundheit ist keine Ware. Alle sollen gemeinsam für Gesundheit und Pflege zahlen.

Nach dem Programm soll sich die Finanzierung der Kliniken am Gemeinwohl ausrichten statt an möglichst hohen Erträgen. Gesundheit und Pflege sollen solidarisch bezahlt werden. Grundsätzlich will die Linke das Gesundheitswesen dem Profitprinzip entziehen und dafür langfristige Perspektiven schaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Gewinne aus dem Betrieb von Krankenhäusern verhindern und Steuergelder ausschließlich für die Versorgung einsetzen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Heute dürfen Klinikträger Gewinne erzielen; ein Ausschluss würde das System grundlegend vom Markt wegführen.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich