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Grüne zur Bildung

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausbildung mit Start-Bonus und Wohnraum attraktiver machen

Die Grünen wollen die Bedingungen für Auszubildende verbessern, unter anderem mit besser ausgestatteten Berufsschulen und bezahlbarem Wohnraum. Neu eingeführt werden soll ein zinsloses Darlehen von 1.500 Euro zum Ausbildungsbeginn. Das Programm begründet das mit dem künftigen Bedarf an Fachkräften.

Die Grünen wollen die Ausbildung in MV besser machen. Berufs-Schulen sollen mehr Personal und Technik bekommen. Azubis sollen günstige Wohnungen finden. Zum Start gibt es 1.500 Euro als Darlehen ohne Zinsen.

Wer nach der Ausbildung zusammengerechnet ein Jahr als Fachkraft im Land tätig war, muss den Azubi-Start-Bonus nicht tilgen. Berufsschulen sollen personell und technisch besser ausgestattet werden. Unterricht über Ländergrenzen hinweg soll die Qualität und passende Klassengrößen sichern. Kostenfreie schulische Ausbildungen bei freien Trägern sollen auf Mangelberufe ausgedehnt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„die Einführung eines Azubi-Start-Bonus. Hier erhalten Azubis zum Start der ersten Ausbildung ein Darlehen von zinsfreien 1.500,00 €.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesdarlehen mit Erlassmöglichkeit, mehr Geld für Berufsschulen und geförderter Wohnraum bauen öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Hochschulen verlässlich finanzieren und sanieren

Die Grünen wollen die Grundfinanzierung der Hochschulen an steigende Kosten koppeln und ein Investitionsprogramm über mehrere Jahre für Gebäude und Infrastruktur auflegen. Das Programm begründet dies mit einem Sanierungsstau und der Sorge, das Land verliere sonst an Innovationskraft und Attraktivität.

Die Grünen wollen den Hochschulen mehr Geld geben. Das Geld soll mitwachsen, wenn die Kosten steigen. Alte Gebäude sollen saniert werden. So sollen die Hochschulen besser planen können.

Vorgesehen ist eine Grundfinanzierung, die sich mit den Kosten mitentwickelt. Ein mehrjähriges Programm für Hochschulbau soll den Sanierungsstau verringern und zeitgemäße Räume für Lehre und Forschung schaffen. Land und Hochschulen sollen langfristige Zielvereinbarungen schließen. Die Studierendenwerke sollen ausreichend Geld bekommen, damit Wohnen, Beratung und Mensen gesichert sind und mehr bezahlbare Wohnplätze entstehen. Die Wohnsitzprämie soll bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„eine dynamische Grundfinanzierung der Hochschulen, die Kostensteigerungen berücksichtigt und langfristige Planungssicherheit schafft.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Finanzierung der Hochschulen soll wachsen und um ein Investitionsprogramm ergänzt werden, was höhere staatliche Ausgaben bedeutet.

Mehr Dauerstellen in der Wissenschaft schaffen

Die Grünen wollen an den Hochschulen mehr unbefristete Stellen einrichten und die Arbeitsbedingungen für Promovierende verbessern. Laut Programm sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so verlässlich planen können und im Land bleiben.

Viele Forschende haben nur Verträge auf Zeit. Die Grünen wollen mehr feste Stellen an den Hochschulen. Auch Doktoranden sollen bessere Bedingungen bekommen. So sollen Forschende im Land bleiben.

Für dauerhaft anfallende Aufgaben im wissenschaftlichen Mittelbau soll es unbefristete Stellen geben. Promovierende sollen Verträge mit angemessenem Stundenumfang und eine zuverlässige Betreuung erhalten. Professorinnen, Professoren und andere Lehrverantwortliche sollen verpflichtend geschult werden, etwa in Personalführung, Konfliktmanagement und Studierendenbetreuung. Im Landeshochschulgesetz sollen kollegiale Departmentstrukturen gestärkt werden, um die Zusammenarbeit in der Lehre zu fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„mehr unbefristete Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau nach dem Grundsatz „Dauerstellen für Daueraufgaben“.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Befristete Beschäftigung im öffentlichen Hochschulbereich soll zugunsten fester Stellen zurückgedrängt werden, was Arbeitnehmerschutz und öffentliche Ausgaben ausweitet.

Psychische Gesundheit von Studierenden fördern

Die Grünen wollen eine Strategie für das ganze Land entwickeln, die die psychische Gesundheit von Studierenden stärkt. An jedem Hochschulstandort sollen die psychosozialen Beratungsangebote ausgebaut werden, damit Studierende bei hohem Druck Unterstützung finden.

Viele Studierende haben seelische Belastungen. Die Grünen wollen dafür einen Plan für das ganze Land machen. An jeder Hochschule soll es mehr Beratung geben. Studierende sollen mit ihrem Druck nicht allein bleiben.

Das Programm stellt fest, dass viele Studierende mit psychischen Belastungen ohne Hilfe bleiben. Geplant ist eine landesweite Strategie zur Förderung ihrer seelischen Gesundheit. Dazu kommt ein Ausbau der psychosozialen Beratung an sämtlichen Hochschulstandorten.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„eine landesweite Strategie zur Förderung der psychischen Gesundheit von Studierenden sowie den Ausbau psychosozialer Beratungsangebote an allen Hochschulstandorten.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Beratungsangebote an den Hochschulen sollen ausgebaut werden, also mehr staatliche Leistungen.

Hochschulen internationaler ausrichten

Die Grünen wollen Mecklenburg-Vorpommern als internationalen Studienstandort stärken und dafür internationale sowie englischsprachige Studiengänge mit einem Landesprogramm fördern. Das Programm verweist auf sinkende Zahlen bei Studienanfängern und den Bedarf an Fachkräften.

Die Grünen wollen mehr Studierende aus anderen Ländern gewinnen. Dafür soll es mehr Studiengänge auf Englisch geben. Das Land soll weltweit für seine Hochschulen werben. So sollen auch mehr Fachkräfte ins Land kommen.

Das Landesprogramm soll vor allem Studiengänge zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Klimaschutz unterstützen. Gezielt gefördert werden sollen binationale Studiengänge, die gemeinsam mit Partnerhochschulen in Nordeuropa und rund um die Ostsee angeboten werden. Die International Offices und Willkommensstrukturen an den Hochschulen sollen gestärkt werden. Eine aktive Marketingstrategie des Landes soll den Studienstandort weltweit bekannter machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„ein Landesprogramm zur Förderung internationaler und englischsprachiger Studiengänge, insbesondere in Zukunftsfeldern wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Klimaschutz.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Das Land soll aktiv um internationale Studierende und Fachkräfte werben und Willkommensstrukturen ausbauen, was Zuwanderung erleichtert.

Lehrkräfte entlasten und Teams an Schulen aufbauen

Die Grünen wollen die Pflichtstunden der Lehrkräfte senken und an allen Schulen multiprofessionelle Teams ermöglichen. Das Programm begründet dies damit, dass die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern zu den höchsten in Deutschland gehöre.

Lehrerinnen und Lehrer sollen weniger Stunden unterrichten müssen. Andere Fachleute sollen an den Schulen mithelfen. Zum Beispiel aus Sozialarbeit und Psychologie. So haben Lehrkräfte mehr Zeit für guten Unterricht.

Die geringere Zahl an Schülerinnen und Schülern soll genutzt werden, um die Unterrichtsverpflichtung zu senken; zudem sollen Abordnungen und Verwaltungsaufgaben abnehmen. In den Teams sollen Fachkräfte aus Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Sonderpädagogik und Inklusionshilfe sowie Verwaltungsassistenzen mit den Lehrkräften zusammenarbeiten. Freie Stellen sollen wieder stärker mit voll ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden, wofür die Zahl der Lehramtsabschlüsse steigen soll. Das Lehramtsstudium soll praxisnäher werden und die Betreuung im Vorbereitungsdienst besser, um Abbrüche zu verringern. Für Studierende in Mangelfächern wie Mathematik und Physik ist ein Stipendienprogramm geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir werden die sinkenden Schüler*innenzahlen nutzen, um endlich die Pflichtstundenzahl abzusenken“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Pflichtstunden und zusätzliches Fachpersonal an Schulen bedeuten mehr öffentliche Mittel je Schülerin und Schüler.

Schulen mehr Eigenständigkeit geben

Die Grünen wollen, dass Schulen stärker selbst über Schwerpunkte, Angebote und Bewertungsformen entscheiden. Rahmenpläne und Stundentafel sollen schlanker werden. Das Programm begründet dies damit, dass Schulen oft selbst am besten wüssten, was guten Unterricht ausmacht.

Die Grünen wollen den Schulen mehr Freiheit geben. Schulen sollen eigene Schwerpunkte wählen können. Die Lehrpläne sollen kürzer werden. Es soll weniger einzelne Fächer geben.

Schulen sollen ihr fachliches und pädagogisches Profil ausbauen können, ausdrücklich auch Regionalschulen. Geplant sind weniger Fächer, mehr Verbundfächer, fächerübergreifender Unterricht und mehr Auswahl bei den Methoden der Leistungsbewertung. Eine Landesstrategie soll die MINT-Bildung ausbauen, und die Digitalisierung soll mit zuverlässigem technischem Support an den Schulen weitergehen. Gedenkstätten, Museen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sollen als Lernorte fest einbezogen werden. Staatliche und freie Schulen sollen sich stärker über gelungene Beispiele austauschen. Als Anlass nennt das Programm eine Schulabbruchquote von mehr als 10 Prozent.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Darum wollen wir den Schulen wieder mehr Eigenständigkeit ermöglichen und dafür sorgen, dass sie dafür bessere Rahmenbedingungen haben.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gemeinsames Lernen bis Klasse 6, Abitur wahlweise

Die Grünen wollen, dass Kinder bis zur sechsten Klasse gemeinsam und möglichst an derselben Schule lernen. Das Abitur soll nach 12 oder nach 13 Jahren möglich sein. Das Programm verweist auf Studien, nach denen häufige Schulwechsel dem Bildungserfolg schaden.

Kinder sollen bis zur 6. Klasse zusammen lernen. Das soll möglichst an einer Schule sein. Das Abitur soll nach 12 oder 13 Jahren möglich sein. Die Schüler sollen wählen können.

Das längere gemeinsame Lernen soll bis zum Ende der sechsten Klasse reichen und nach Möglichkeit ohne Wechsel des Standorts stattfinden. Für die letzten Schuljahre sieht das Programm flexible Abschlussphasen vor. Schülerinnen und Schüler sollen dabei zwischen einem Abitur nach zwölf und einem nach dreizehn Jahren wählen können. Begründet wird das mit Studien zu den Nachteilen häufiger Schulwechsel.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Das gemeinsame Lernen bis Klasse 6 soll künftig möglichst an einem Schulstandort erfolgen. Das Abitur soll wahlweise in 12 oder 13 Jahren absolviert werden.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusion an Schulen besser ausstatten

Die Grünen halten am gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf fest. Dafür sollen Schulen mehr Personal und eine passende Ausstattung bekommen.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Dafür sollen Schulen mehr Personal bekommen. Auch Gebäude und Technik sollen dazu passen.

Das Programm nennt mehr Personal sowie eine geeignete bauliche und technische Ausstattung als Voraussetzungen für Inklusion. Die Grünen wenden sich gegen Kampagnen anderer Parteien, die sie als gegen die Inklusion gerichtet beschreiben. Kinder mit und ohne Förderbedarf sollen weiterhin dieselbe Schule besuchen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„bessere Rahmenbedingungen für Inklusion durch mehr Personal sowie eine angemessene bauliche und technische Ausstattung schaffen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der gemeinsame Unterricht wird gegen Kritik verteidigt und mit mehr Personal und Ausstattung ausgebaut, was Gleichstellung schrittweise stärkt.

Mitbestimmung und mentale Gesundheit an Schulen stärken

Die Grünen wollen Schülerinnen und Schüler verbindlich an Entscheidungen beteiligen und ihnen ein eigenes Budget geben. Zugleich sollen Beratung und Programme für die seelische Gesundheit ausgebaut werden. Aus Sicht des Programms lernt nur Verantwortung, wer Demokratie in der Schule erlebt.

Schüler sollen an ihrer Schule mehr mitreden. Jede Schule soll Geld bekommen, über das die Schüler selbst entscheiden. Es soll Beratung bei seelischen Problemen geben. Lehrer sollen mehr über digitale Medien lernen.

Je nach Größe soll jede Schule 1.000 bis 4.000 Euro erhalten, über die die Schülerschaft demokratisch entscheidet. Schulkonferenzen sollen zu transparenten Gremien mit verbindlichen Beschlüssen werden. Demokratiebildung und Medienkompetenz sollen fest in Lehrplänen und in der Ausbildung der Lehrkräfte stehen, vor allem zu Desinformation und Cybermobbing. An den Schulen soll es psychosoziale Beratung geben, und Programme zur mentalen Gesundheit sollen zusammen mit den Jugendlichen entstehen. Außerdem sollen Bildungs- und Klassenfahrten wieder regelmäßig stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„eigene Schulbudgets (1.000-4.000 € je nach Schulgröße) einführen, über deren Verwendung die Schüler*innen in demokratischen Prozessen selbst bestimmen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Land an Kita- und Schulessen beteiligen

Die Grünen wollen, dass das Land einen Teil der Kosten für das Essen in Kitas und Schulen übernimmt, wenn es nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zertifiziert ist. Das soll Familien entlasten. Zudem sollen Schulküchen gefördert werden.

Das Land soll für das Essen in Kitas und Schulen mitbezahlen. So sollen Familien weniger zahlen. Schulen sollen eigene Küchen bekommen. Kinder sollen frisches, warmes Essen erhalten.

Die Beteiligung des Landes ist an eine Zertifizierung der Verpflegung durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geknüpft. Der Ausbau von Schulküchen soll gefördert werden, damit das Essen vor Ort frisch gekocht wird. Ernährungsbildung soll in Kitas und Schulen als fester Bestandteil weiter wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Den Ausbau von Schulküchen fördern wir, damit Kinder frisch zubereitete, warme Mahlzeiten erhalten.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Verpflegungskosten mittragen und Schulküchen fördern, also öffentliche Leistungen ausbauen und Familien entlasten.

Jura-Studium an der Uni Rostock wieder einführen

Die Grünen wollen an der Universität Rostock erneut einen Jura-Studiengang anbieten, der mit dem Ersten Staatsexamen abschließt. Begründet wird das mit dem Bedarf an mehr Richterinnen, Richtern und Anwälten im Land, damit Gerichtsverfahren schneller ablaufen.

Die Grünen wollen wieder ein Jura-Studium in Rostock. Jura ist das Fach für Recht und Gesetze. Das Land braucht mehr Richter und Anwälte. Dann sollen Verfahren vor Gericht schneller gehen.

Der Studiengang soll zum Ersten Staatsexamen führen, also zum klassischen Abschluss für juristische Berufe. Die Partei verweist darauf, dass Gerichten Personal fehle und Menschen lange auf Entscheidungen warten müssten. Mit mehr juristischem Nachwuchs soll der Rechtsstaat nach Ansicht der Grünen wieder verlässlich funktionieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„führen wir an der Universität Rostock wieder einen Jura-Studiengang mit dem Abschluss des Ersten Staatsexamens ein“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlicher staatlicher Studiengang erweitert das öffentliche Bildungsangebot innerhalb des bestehenden Systems.

Altersgerechte Aufklärung in Kita und Schule ausbauen

Die Grünen wollen altersgerechte Aufklärung schon in Kitas verankern und sexualpädagogische Angebote stärken. Das Programm sieht Aufklärung als Teil von Bildung und Kinderschutz: Wer gut informiert sei, könne Grenzen erkennen und sich besser vor Übergriffen schützen.

Kinder und Jugendliche haben Fragen zu Körper und Beziehungen. Die Grünen wollen dazu mehr Aufklärung in Kitas und Schulen. Die Aufklärung soll zum Alter der Kinder passen. Die Grünen sagen: Wissen schützt Kinder vor Übergriffen.

Sexualpädagogische Angebote sollen in Schulen, in der Jugendarbeit und in Behinderteneinrichtungen gestärkt werden, orientiert an der Bildungskonzeption des Landes. Fachkräfte sollen gezielte Fortbildungen erhalten, um junge Menschen sicher und mit Blick auf deren Schutz zu begleiten. Das Programm kritisiert, dass Aufklärung bisher zu sehr vom Elternhaus abhänge.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Wir stärken altersgerechte, fachlich fundierte Aufklärung und verlässliche Strukturen in Bildung und Jugendarbeit.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Aufklärung soll stärker von öffentlichen Einrichtungen statt vom Elternhaus getragen und schon in Kitas angeboten werden, was einen Ausbau im progressiven Sinn bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich