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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 93 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 5 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Duale Ausbildung stärken, Meisterausbildung zu 90 Prozent fördern

Die AfD will die duale Ausbildung stärken und vorhandene Arbeitskräfte gezielt weiterqualifizieren. Bei der Meisterausbildung soll die Förderung 90 Prozent der Kosten decken.

Die AfD will die Berufs-Ausbildung stärken. Schule und Betrieb sollen enger zusammenarbeiten. Wer Meister werden will, soll 90 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Auch Kurse zur Weiterbildung soll es geben.

Schule, Berufsausbildung und Betriebe sollen enger verzahnt werden. Für Geringqualifizierte sind Angebote zur Nachqualifizierung vorgesehen, damit sie in Engpassberufen arbeiten können; Weiterbildung und Sprachkurse kommen hinzu. Die AfD will außerdem prüfen, ob die Höhe der Meisterförderung sich künftig stärker nach dem Fachkräftebedarf im jeweiligen Beruf richten kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir stellen sicher, dass die Gesamtförderung 90 % der Kosten abdeckt.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Förderung von Meisterausbildung und Qualifizierung soll ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Lehrermangel und Unterrichtsausfall bekämpfen

Die AfD will Lehrkräfte von Verwaltungsarbeit entlasten und abgeordnete Lehrer aus Behörden zurück in die Schulen holen. Für die Lehrerausbildung soll eine Pädagogische Hochschule im Land entstehen. Kurzfristig sollen geeignete Seiteneinsteiger helfen.

Es gibt zu wenige Lehrer im Land. Die AfD will Lehrern Büro-Arbeit abnehmen. Etwa 400 Lehrer arbeiten heute in Behörden. Sie sollen zurück in die Schulen. Das Land soll eine eigene Hochschule für Lehrer aufbauen.

Schulverwaltungsassistenten sollen administrative Aufgaben übernehmen. Etwa 400 Lehrerstellen, die derzeit an das Bildungsministerium, die Schulämter und das Landesinstitut IQ-MV abgeordnet sind, sollen wieder dem Unterricht dienen. Schulsozialarbeit soll Aufgabe des Landes werden, die Zahl der Schulpsychologen steigen; gegen Gewalt und Drogen will die AfD konsequent vorgehen und setzt auf homogenere Klassen. Langfristig sollen alle Lehrkräfte den regulären Vorbereitungsdienst samt Zweiter Staatsprüfung durchlaufen. An der geplanten Pädagogischen Hochschule soll die Ausbildung praxisnah und bezahlt sein und eine Übernahme in Aussicht stellen, ähnlich wie an der Fachhochschule des Landes für Verwaltung, Polizei und Rechtspflege.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir werden die Last administrativer Aufgaben durch Schulverwaltungsassistenten und klarere Prozesse spürbar senken.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Hochschule, bezahlte Ausbildung, Schulsozialarbeit als Landesaufgabe und mehr Schulpsychologen bedeuten zusätzliche öffentliche Leistungen und Ausgaben.

Fachunterricht stärken, Sozialkunde erst ab Klasse 8

Die AfD will den Unterricht stärker auf Mathematik, Naturwissenschaften und Praxis ausrichten. Sozialkunde soll erst wieder in der achten Klasse beginnen. Die Partei kritisiert, politische Bildung werde zu früh und zu stark betont und gehe zulasten des Fachwissens.

Die AfD will mehr Mathe und Natur-Wissenschaften in der Schule. Der Unterricht soll näher an der Praxis sein. Das Fach Sozialkunde soll erst in Klasse 8 anfangen. Die AfD findet: Es gibt zu viel politische Bildung in der Schule.

Das Programm verweist darauf, dass über 80 Prozent der Ausbildungsbetriebe bei Schulabgängern große Lücken im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie bei Belastbarkeit und Arbeitshaltung melden. Aus Sicht der AfD drängt das Schulgesetz Lehrer dazu, für eine bestimmte politische Meinung einzutreten. Die Partei beklagt außerdem, dass Fachunterricht häufig ausfalle und Prüfungen immer leichter würden. Unterschiede in Begabung und Eignung der Schüler sollen anerkannt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir werden den Fokus wieder klarer auf Mathematik, Naturwissenschaften und praxisorientierten Unterricht legen. Der Sozialkundeunterricht wird wieder mit der achten Klasse beginnen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Politische Bildung später beginnen zu lassen und den Schwerpunkt auf klassische Fächer und Leistung zu legen, entspricht einer Rückkehr zu einem überlieferten Bildungsverständnis.

Sexualkunde und Gender-Themen an Schulen einschränken

Die AfD lehnt Vorgaben ab, nach denen schon Zehnjährige mit sexuellen Themen, Familienvielfalt oder wechselnden Rollenbildern befasst werden. Lehrinhalte sollen sich vor allem an der Lebenswirklichkeit der Mehrheit ausrichten. Programme unter dem Stichwort Gender Mainstreaming sollen aus den Schulen verschwinden.

Die AfD will den Sexualkunde-Unterricht ändern. Zehnjährige sollen dort nicht über sexuelle Themen und Familien-Vielfalt sprechen. Der Unterricht soll sich nach der Mehrheit der Familien richten. Programme zu Gender-Themen soll es an Schulen nicht mehr geben.

Der Sexualkundeunterricht soll sich nach dem körperlichen und seelischen Entwicklungsstand der Kinder richten. Das Programm begründet die Ablehnung der bisherigen Vorgaben damit, dass sie oft den Vorstellungen der Eltern widersprächen. Die AfD erklärt, verschiedene Formen des Zusammenlebens zu akzeptieren, will aber ein aus ihrer Sicht lebensbejahendes und verantwortungsvolles Familienbild im Unterricht vermittelt sehen. Schüler sollen nach dem Programm Orientierung bekommen und nicht früh in Debatten über Rollen und Identität geraten.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Gesellschaftspolitische Umerziehungsprogramme unter dem Etikett „Gender Mainstreaming“ haben an Schulen nichts verloren.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Vielfalts- und Gender-Inhalte sollen aus dem Unterricht zurückgedrängt und ein an der Mehrheit orientiertes Familienbild vermittelt werden, was zum konservativen Pol passt.

Verpflichtende Vorschule einführen, Handschrift und Wortschatz stärken

Die AfD will im letzten Kindergartenjahr eine Vorschule mit verbindlichem Lehrplan und einheitlichen Standards einführen. Sie verweist darauf, dass jedes vierte Kind bei der Einschulung große Sprachdefizite habe. In der Grundschule sollen außerdem der Grundwortschatz wachsen und die verbundene Handschrift verbindlich gelernt werden.

Die AfD will eine Vorschule im letzten Kindergarten-Jahr. Dort gilt ein fester Lehrplan für alle. Viele Kinder sprechen bei der Einschulung schlecht Deutsch. In der Grundschule sollen Kinder mehr Wörter lernen. Sie sollen auch wieder mehr mit der Hand schreiben.

Die Schulpflicht soll durch die Vorschule nicht ausgeweitet werden. Der bis zum Ende der vierten Klasse zu vermittelnde Grundwortschatz soll von 800 auf mindestens 900 Wörter steigen. Für das Erlernen einer flüssigen verbundenen Handschrift sieht das Programm verbindliche Zeitrichtwerte bis Klasse 4 vor, vergleichbar mit dem Leseband. Die Schulausgangsschrift soll ab der ersten Klasse verpflichtend eingeführt werden. Handgeschriebene Diktate und mehr Schreibübungen sollen wieder größeres Gewicht bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Im letzten Kindergartenjahr werden wir daher eine Vorschule mit allgemeinverbindlichem Lehrplan einschließlich einheitlicher Bildungsstandards einführen“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehrgliedriges Schulsystem erhalten, Zugang nach Leistung

Die AfD will das nach Begabung gegliederte Schulsystem beibehalten. Der Wechsel zwischen Gymnasium, Regionalschule und Förderschule soll sich nach Noten und Leistungsnachweisen richten und nicht allein nach dem Wunsch der Eltern. Die gemeinsame Orientierungsstufe in Klasse 5 und 6 stellt die Partei infrage.

Die AfD will verschiedene Schul-Arten behalten. Kinder sollen nach ihrer Leistung auf eine Schule kommen. Der Wunsch der Eltern allein soll nicht reichen. Für das Gymnasium soll es bei schwächeren Noten einen Test geben. Hochbegabte Kinder sollen mehr Geld für Förderung bekommen.

Wer einen Notenschnitt schlechter als 2,5 hat, soll für das Gymnasium einen zusätzlichen Eignungstest ablegen, den man mehrfach wiederholen kann. Die Orientierungsstufe hat sich nach Ansicht der AfD nicht bewährt, weil sie vielen Kindern zwei Schulwechsel abverlange. Geprüft werden soll, ob die weiterführende Schule wieder mit Klasse 5 beginnt. Gemeinsame Schulstandorte verschiedener Schulformen begrüßt das Programm, und die bestehenden Gesamtschulen im Land gelten ihm als erhaltenswert. Die Haushaltsmittel für Hochbegabte sollen deutlich steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir bekennen uns ausdrücklich zu einem nach Begabungen ausgerichtetem mehrgliedrigen Schulsystem, das dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schüler gerecht wird.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das gegliederte Schulsystem soll bewahrt und der Zugang stärker an Leistung statt Elternwillen gebunden werden, was ein überliefertes Bildungsmodell stärkt.

Abitur-Niveau sichern, Regionalschulen und Berufsbildung stärken

Die AfD will, dass das Abitur wieder zuverlässig die Fähigkeit zum Studium belegt. Regionalschulen sollen mit mehr Praxisbezug gezielt auf eine Berufsausbildung vorbereiten. Die Landesförderung der Volkshochschulen soll deutlich steigen.

Die AfD will ein anspruchsvolleres Abitur. Wer Abitur hat, soll wirklich studieren können. Regional-Schulen sollen besser auf eine Ausbildung vorbereiten. Volkshochschulen sollen mehr Geld vom Land bekommen. Schulen sollen auch Wissen über Wirtschaft vermitteln.

Das Programm verweist auf Klagen von Unternehmern und Hochschullehrern über sinkende Ausbildungs- und Studierfähigkeit und sieht das Gymnasium auf dem Weg zur Masseneinrichtung. Die Berufsreife an Regionalschulen soll über passende Rahmenpläne zu einer tragfähigen Basis für Handwerk und Ausbildungsberufe werden. Bei der dualen Ausbildung nennt die AfD 10,4 Prozent Schulabgänger ohne Abschluss und fast jeden fünften Berufsschüler, der die Prüfungen nicht besteht. Der Unterrichtsausfall soll offengelegt und beseitigt werden. Volkshochschulen gelten dem Programm als wichtig, weil dort Schulabschlüsse nachgeholt werden können. Zudem soll der Unterricht lebensnah wirtschaftliche Zusammenhänge erklären.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden dafür sorgen, dass das Abitur wieder verlässlicher Ausweis realer Studierfähigkeit ist und nicht nur ein aufgewerteter Schulabschluss, der formal zum Studium berechtigt.“
Seite 28 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wohnortnahe Grundschulen erhalten, freie Schulen fair finanzieren

Die AfD will Grundschulen in der Nähe des Wohnorts sichern, vor allem auf dem Land. Schulen in freier Trägerschaft sollen eine faire und verlässliche Finanzierung erhalten. Die Partei sieht sie als Teil einer vielfältigen Schullandschaft mit Wettbewerb.

Die AfD will Grundschulen in der Nähe der Kinder erhalten. Das soll vor allem Dörfern helfen. Kinder sollen kurze Schulwege haben. Freie Schulen sollen verlässlich Geld bekommen. Freie Schulen sind Schulen, die nicht der Staat betreibt.

Kleine Grundschulen können nach dem Programm ähnlich einer Dorfschule als Abteilung eines größeren Schulverbunds geführt werden. Kurze Wege und ein vertrautes Umfeld hält die AfD für Kinder für besonders wichtig; lange Fahrten in vollen Bussen sollen enden. Schulgebäude sollen gepflegt und zeitgemäß ausgestattet sein. Freie Schulen sollen laut Überschrift des Kapitels finanziell gleichgestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden uns weiter für ein wohnortnahes Grundschulangebot einsetzen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Förderschulen dauerhaft erhalten

Die AfD will Förderschulen auf Dauer erhalten und weiterentwickeln. Sie lehnt eine aus ihrer Sicht pauschale Inklusion ab, die auf das Ende dieser Schulen hinauslaufe. Regelschulen sollen so ausgestattet werden, dass körperlich behinderte Kinder dort lernen können.

Förderschulen sind Schulen für Kinder mit besonderem Förder-Bedarf. Die AfD will diese Schulen behalten. Sie ist dagegen, alle Kinder gemeinsam zu unterrichten. Kinder mit körperlicher Behinderung sollen aber normale Schulen besuchen können.

Nach dem Programm darf Inklusion weder förderbedürftigen noch leistungsstarken Schülern schaden. Die bisherige Inklusionspolitik habe die Chancen beider Gruppen oft verschlechtert und die Kosten der Kommunen stark erhöht. Sonderpädagogisches Fachpersonal, kleine Klassen und berufsorientierter Unterricht seien an Förderschulen bereits vorhanden. Jedes Kind mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten soll eine Förderung bekommen, die zu seinem Bedarf passt.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Diese Schulen wollen und werden wir deshalb dauerhaft erhalten und weiterentwickeln.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die getrennte Beschulung an Förderschulen wird gegen den laufenden Ausbau der Inklusion verteidigt, was das hergebrachte Modell bewahrt.

Politische Neutralität an Schulen durchsetzen

Die AfD will die politische und weltanschauliche Neutralität der Schulen sichern und beruft sich auf den Beutelsbacher Konsens. Lehrer sollen weder zur Wahl bestimmter Parteien noch zu Demonstrationen aufrufen. Programme, die sich einseitig gegen bestimmte Ansichten oder Parteien richten, lehnt sie ab.

Die AfD will neutrale Schulen. Lehrer sollen nicht für Parteien werben. Sie sollen auch nicht zu Demos aufrufen. Projekte von außen will die AfD kritisch prüfen. Der Lehrer soll wieder im Mittelpunkt stehen.

Der Beutelsbacher Konsens ist ein Grundsatz der politischen Bildung: Schüler dürfen nicht überwältigt werden, strittige Themen sind auch als strittig darzustellen, und die eigene Urteilsbildung soll gestärkt werden. Die AfD wendet sich gegen eine Beeinflussung der Schüler über das Autoritätsverhältnis zum Lehrer. Nach ihrer Darstellung fließt zu viel Geld in Projekte externer Kooperationspartner an Schulen. Eine AfD-geführte Landesregierung will stattdessen die Lehrkraft in sanierten Schulen mit moderner Technik ins Zentrum stellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Schule ist kein Ort für politische Propaganda, Lehrer dürfen daher nicht zur Wahl einzelner Parteien oder zur Teilnahme an Demonstrationen aufrufen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

MINT-Fächer und duale Studiengänge fördern

Die AfD will Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik von der Grundschule an stärken. Vorgesehen sind mehr MINT-freundliche Schulen, Praktika ab der Sekundarstufe I und regionale MINT-Cluster. Duale Studiengänge sollen als gleichwertiger Bildungsweg gestärkt werden.

MINT heißt: Mathe, Informatik, Natur-Wissenschaft und Technik. Die AfD will diese Fächer stärker fördern. Schulen sollen dafür bessere Ausstattung und gute Lehrer bekommen. Schüler sollen früh Praktika in Betrieben machen. Schulen, Firmen und Hochschulen sollen zusammenarbeiten.

Schulen sollen moderne Ausstattung und qualifizierte Lehrkräfte erhalten, und in naturwissenschaftlichen Fächern soll weniger Unterricht ausfallen. Wettbewerbe wie „Jugend forscht“ will die AfD fördern. Praktika in Unternehmen, Werften, Forschungseinrichtungen und Handwerksbetrieben sollen fest verankert werden, aber nicht als Pflicht. Zusammen mit IHK, HWK und Hochschulen sollen regionale Cluster entstehen, ausgerichtet etwa auf maritime Wirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Agrartechnik, Gesundheitswirtschaft und Lebensmittelindustrie. Mit den Hochschulen will das Land genügend Studienplätze und moderne Institute vereinbaren.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„In den Schulen wollen wir das Zertifizierungsmodell der MINT-freundlichen Schule ausbauen und mit konkreten Ressourcen hinterlegen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Handys bis Klasse 7 verbieten, Digitales maßvoll nutzen

Die AfD will die private Handynutzung in der Schule bis einschließlich Klasse 7 per Verordnung untersagen. Digitale Lernplattformen sollen ab Klasse 5 ausgebaut werden, dürfen den Präsenzunterricht aber nicht ersetzen. Künstliche Intelligenz sieht die Partei als Hilfsmittel.

Die AfD will Handys in der Schule bis zur 7. Klasse verbieten. Ausnahmen gibt es nur im Notfall oder wenn der Lehrer es erlaubt. Ab Klasse 8 entscheidet jede Schule selbst. Digitales Lernen soll den Unterricht vor Ort nicht ersetzen.

Ab Klasse 8 sollen die Schulkonferenzen eigene verbindliche Regeln für Handys auf dem Schulgelände aufstellen. Die Digitale Landesschule darf nach dem Programm den Unterricht vor Ort nicht verdrängen, weil Bildung vor allem Beziehungsarbeit sei. Leistungsfähige Lernplattformen sollen digitale Inhalte mit klassischen Materialien verbinden. Schuleigene oder kommunale IT-Dienstleister sollen Lehrkräfte bei Bereitstellung und Wartung der Geräte entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Die private Handynutzung im Schulalltag werden wir auf dem Verordnungswege bis einschließlich der 7. Klasse konsequent unterbinden“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sanktionen gegen Gewalt und Drogen an Schulen verschärfen

Die AfD will Lehrkräften per Gesetz mehr Sanktionsmöglichkeiten geben. Bei Gewalt- und Drogendelikten sollen Schüler deutlich schneller der Schule verwiesen werden. Ziel sind laut Programm Schulen, die ohne Polizeieinsätze auskommen.

Die AfD will Lehrern mehr Möglichkeiten für Strafen geben. Bei Gewalt oder Drogen sollen Schüler schneller von der Schule fliegen. Lehrer sollen wieder mehr Autorität haben. Dann braucht es nach Ansicht der AfD weniger Polizei an Schulen.

Das Programm führt an, die Zahl der Polizeieinsätze an Schulen habe sich in fünf Jahren fast vervierfacht. Gemeldete Gewaltvorfälle von Schülern gegen Lehrer seien im selben Zeitraum von 138 auf 321 gestiegen. Die AfD macht dafür eine Schul- und Gesellschaftspolitik verantwortlich, die die Autorität der Lehrer schwäche und Sanktionen nach dem Schulgesetz einschränke. Mehr Polizei auf Schulhöfen strebt sie ausdrücklich nicht an.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Dafür werden wir die Sanktionsmöglichkeiten der Lehrkräfte gesetzlich stärken und bei Gewalt- und Drogendelikten deutlich schneller von Schulverweisen Gebrauch machen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Schulische Sanktionen sollen gesetzlich ausgeweitet und Schulverweise schneller verhängt werden, was Ordnung und Durchgreifen stärker gewichtet.

Berufliche Bildung und Berufsschulen stärken

Die AfD will die berufliche Bildung ausbauen und wieder mehr Berufsschulstandorte schaffen, vor allem im Osten des Landes. Dafür sollen kleinere Klassen erlaubt werden. Handwerks- und Industriemeister sollen verstärkt an Berufsschulen unterrichten, um Unterrichtsausfall und Lehrermangel zu verringern.

Die AfD will mehr Berufsschulen im Land. Dafür dürfen Klassen kleiner sein als heute. Meister aus Handwerk und Industrie sollen an Berufsschulen unterrichten. Schüler sollen mehr Praktika machen.

Naturwissenschaftliche und praktische Inhalte im Unterricht sowie Praktika zur Berufsvorbereitung sollen ausgeweitet werden. Die Praktikumsprämie im Handwerk bleibt, eine Ausdehnung auf weitere Berufe wird geprüft. Förderprogramme sollen die Ausbildung in Mangelberufen stützen, darunter traditionelle Handwerke wie Segelmacher, Reetdachdecker oder Kirchenmaler. Vorgesehen sind außerdem ein landesweites Azubi-Ticket und niedrigere Mindestschülerzahlen für Berufsschulklassen. Digitale Unterrichtseinheiten sollen den Präsenzunterricht ergänzen, besonders in Landesfachklassen. Für Lehrkräfte im fachpraktischen Unterricht sollen die Wochenstunden sinken, damit der Beruf für Meister attraktiver wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Deshalb werden wir die Mindestschülerzahlen für Berufsschulklassen deutlich absenken, um die Anzahl der Berufsschulstandorte insbesondere im Osten des Landes wieder zu erhöhen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Förderprogramme, ein Azubi-Ticket und zusätzliche Berufsschulstandorte bedeuten einen Ausbau öffentlicher Leistungen im bestehenden System.

Hochschulen an Qualität ausrichten, Grundfinanzierung verbessern

Die AfD will die Hochschulen stärker an Qualitätsmaßstäben statt an Absolventenzahlen ausrichten und ihre Grundfinanzierung erhöhen. Sie bevorzugt ein klassisches, ganzheitliches Bildungsverständnis gegenüber dem Bologna-System. In Rostock soll das Jurastudium mit Staatsexamen wieder angeboten werden.

Die AfD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Wichtig soll die Qualität sein, nicht die Zahl der Abschlüsse. In Rostock soll man wieder Jura mit Staats-Examen studieren können. BAföG-Anträge sollen schneller digital bearbeitet werden.

Das Programm kritisiert, dass die Mittel der Hochschulen an die Zahl der Absolventen gebunden wurden, und lehnt das in Module gegliederte Bologna-System als zu verschult ab. Eignungsprüfungen in allen Fächern sollen erwogen werden, damit Hochschulen ihre Studierenden gezielter auswählen können. Drittmittel sollen Spitzenleistungen zusätzlich fördern und keine Finanzlücken des Landes ausgleichen. An der Universität Rostock gibt es seit 2008 kein Jurastudium mit Staatsexamen mehr; die AfD will es wegen des Nachwuchsmangels in Justiz und Anwaltschaft zurückbringen. Die Studentenwerke sollen zudem mit Arbeitsgruppen unterstützt werden, damit die elektronische Akte für BAföG-Anträge bis zum Sommersemester 2027 statt erst Ende 2029 kommt.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Damit die Hochschulen ihren Auftrag erfüllen können, wollen wir ihre Grundfinanzierung verbessern.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine höhere staatliche Grundfinanzierung der Hochschulen bedeutet mehr öffentliche Ausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Abkehr vom Bologna-Modell zugunsten eines klassischen Bildungsideals zielt auf die Bewahrung eines überlieferten Bildungsverständnisses.

Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer einführen

Die AfD will von Studierenden aus Staaten außerhalb der EU Studiengebühren verlangen. Sie begründet das mit einer höheren Abbruchquote dieser Gruppe und damit, dass viele nach dem Abschluss in ihr Heimatland zurückkehren.

Studenten aus Ländern außerhalb der EU sollen für das Studium zahlen. Es geht um mindestens 1.500 Euro pro Halbjahr. Die AfD sagt: Viele brechen das Studium ab oder gehen danach wieder weg. Wer zahlt, strengt sich mehr an.

Bisher studieren Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern in Mecklenburg-Vorpommern kostenlos. Künftig sollen sie je nach Fach mindestens 1.500 Euro pro Semester zahlen. Nach Darstellung des Programms sorgt ein eigener finanzieller Beitrag für mehr Verbindlichkeit und steigert die Motivation, das Studium abzuschließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir werden fachabhängige Studiengebühren ab 1.500 Euro pro Semester einführen.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Statt eines kostenfreien, staatlich finanzierten Studiums soll eine Gruppe künftig selbst zahlen, was mehr Eigenbeteiligung bedeutet.

  • Migrationeher restriktiv

    Die Gebühr gilt nur für Nicht-EU-Ausländer und verschärft damit die Bedingungen für deren Studienaufenthalt.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich