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Grüne zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ökolandbau auf 30 Prozent ausbauen

Die Grünen wollen den Anteil des Ökolandbaus in Hessen bis 2030 auf 30 Prozent bringen. Zugleich soll die gesamte Landwirtschaft nachhaltiger werden, unter anderem mit weniger Pestiziden und geringeren Nährstoffeinträgen.

Die Grünen wollen mehr Öko-Landbau in Hessen. Bis 2030 soll er 30 Prozent ausmachen. Auch die übrige Landwirtschaft soll die Umwelt mehr schonen. Bauern sollen weniger chemische Spritzmittel einsetzen.

Forschung, Förderung und Beratung sollen auf das 30-Prozent-Ziel ausgerichtet werden, ebenso landeseigene Domänen und Flächen sowie Strukturen für Verarbeitung und Vermarktung. Gefördert werden sollen etwa die klassische Züchtung von klimarobustem Saatgut, regenerative Anbaumethoden und Agroforst. Der hessische Pestizidreduktionsplan soll weiterentwickelt werden, und Einträge von Stickstoff und Phosphat sollen sinken. Die gemeinsame Agrarpolitik der EU soll stärker an Klimaschutz, Ökologie und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Ökolandbau und Klimaanpassung sollen in Lehrpläne einfließen, und ein Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation soll entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Bis 2030 wollen wir 30 Prozent Ökolandbau erreichen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll die Landwirtschaft mit Förderung, Beratung und Reduktionsvorgaben stärker in Richtung Ökolandbau lenken.

Agrarstrukturgesetz und regionale Wertschöpfung stärken

Die Grünen wollen die vielfältige Besitzstruktur in der Landwirtschaft mit einem Agrarstrukturgesetz sichern und Existenzgründungen fördern. Regionale Wertschöpfungsketten sollen gestärkt werden, um dem Höfesterben entgegenzuwirken.

Die Grünen wollen kleine und verschiedene Bauernhöfe erhalten. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Wer einen Hof gründet, soll Hilfe und Land bekommen. Kantinen des Staates sollen mehr Essen aus der Region kaufen.

Neben dem Agrarstrukturgesetz sind Förderung und Beratung für Gründungen sowie für soziale, solidarische und gemeinwohlorientierte Formen der Landwirtschaft vorgesehen. Die Hessische Landgesellschaft soll mehr Land für Gründerinnen und Gründer vorhalten und vergeben. Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung in der Region sollen unter anderem durch Gründungs- und Investitionsförderung gestärkt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen mehr regionale und ökologische Produkte verwenden, auch Umstellungsware; Kantinen sollen dabei Beratung erhalten. Nach Darstellung des Programms entstehen so Nachfrage und faire Preise.

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„Die vielfältige Besitzstruktur sichern wir durch ein Agrarstrukturgesetz sowie Förderungs- und Beratungsangebote bei landwirtschaftlichen Existenzgründungen“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Gesetz zum Bodenmarkt, staatliche Landvergabe und öffentliche Beschaffung greifen stärker in den Agrarmarkt ein.

Hessen gentechnikfrei halten

Die Grünen wollen, dass in Hessen weiterhin keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut und keine solchen Tiere gezüchtet oder gehalten werden. Das soll auch für Verfahren der neuen Gentechnik im Anbau gelten. Produkte mit Gentechnik sollen gekennzeichnet sein.

Die Grünen wollen keine Gentechnik auf hessischen Feldern. Das gilt auch für neue Verfahren der Gentechnik. Auch Tiere mit veränderten Genen soll es in Hessen nicht geben. Auf Produkten soll stehen, wenn Gentechnik enthalten ist.

Das Programm begründet die Ablehnung damit, dass auch neue Gentechnikverfahren im Agrarbereich bisher neue Probleme gebracht hätten. Forschung an Hochschulen soll im Sinne der Wissenschaftsfreiheit möglich bleiben, begleitet von einem Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft und einer Abwägung von Chancen und Risiken. Für die Kennzeichnungspflicht wollen sich die Grünen auf Bundesebene einsetzen. Auf Landesebene sind etwa Initiativen für gentechnikfreie heimische Eiweißfuttermittel geplant.

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„Wir werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Anbau genveränderter Pflanzen sowie Zucht und Haltung gentechnisch veränderter Tiere in Hessen nicht stattfinden.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die bestehende Beschränkung wird ausdrücklich auch gegen eine Zulassung neuer Gentechnikverfahren verteidigt, also Regulierung vor Marktöffnung.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Hessen im Vergleich