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parteiprogramm

SPD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Weil es um dich geht.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Staatshilfen an Standort- und Jobgarantien knüpfen

Die SPD will staatliche Unterstützung für Unternehmen nur noch gewähren, wenn diese im Gegenzug Standorte und Arbeitsplätze zusichern. Aus Sicht des Programms wird der Wandel der Wirtschaft bisher einseitig zulasten der Beschäftigten ausgetragen.

Firmen bekommen manchmal Geld vom Staat. Die SPD will dafür eine Bedingung. Die Firmen müssen ihre Standorte behalten. Sie müssen auch die Arbeitsplätze sichern.

Die Bedingung soll für Investitionen, Förderungen, Hilfen und Ausbauten zugunsten von Unternehmen gelten. Das Programm begründet dies damit, dass Land und Wirtschaft in schwierigen Zeiten gemeinsam Verantwortung tragen müssten. Ein bloßes Bekenntnis zur Attraktivität des Standorts reiche nicht aus, wenn Betriebe schließen. Die SPD kündigt an, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Investitionen, Förderungen und Hilfen für Unternehmen gibt es nur, wenn zugleich Standorte und Arbeitsplätze gesichert werden.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung soll an verbindliche Zusagen der Unternehmen gebunden werden, was dem Staat mehr Einfluss auf Unternehmensentscheidungen gibt.

Aktive Industriepolitik mit Transformationsmilliarde betreiben

Die SPD will eine aktive Industrie- und Strukturpolitik, die Wachstum, Zukunftstechnologien und Arbeitsplätze fördert. Dafür plant sie eine Transformationsmilliarde, regionale Beiräte, Modellregionen und eine Innovations-Offensive. Das Land soll so beim Wirtschaftswachstum wieder an die Spitze kommen.

Die SPD will die Industrie im Land stärker unterstützen. Dafür soll es eine Milliarde Euro geben. Das Geld ist für Straßen, Netze und neue Ideen. In den Regionen sollen Gewerkschaften und Firmen gemeinsam planen.

Die bestehenden Wachstums- und Stärkungsinitiativen des Landes sollen auf weitere Branchen wie den Maschinen- und Anlagenbau ausgedehnt werden. Regionale Transformationsbeiräte mit Gewerkschaften, Kammern, Verbänden und Arbeitsagenturen sollen gemeinsame Maßnahmenpakete vereinbaren. In Modellregionen will die SPD Maßnahmen erproben, gesetzliche Öffnungsklauseln nutzen und Genehmigungen bei einer einzigen Anlaufstelle bündeln. Die Innovations-Offensive soll Forschung etwa zu Batteriezellen und KI stärker in die Produktion bringen und tarifgebundene Facharbeitsplätze sichern. Die Institute der Innovationsallianz sollen mehr Geld erhalten, das Programm InvestBW soll deutlich wachsen und nachhaltige Geschäftsmodelle bevorzugen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Mit einer Transformationsmilliarde bauen wir die Infrastruktur im Land aus, fördern Innovationen und richten Transformations-Modellregionen ein.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln und gezielter Industriepolitik stärker in den wirtschaftlichen Wandel eingreifen.

Zweijähriges Bürokratiemoratorium für Unternehmen verhängen

Die SPD will zwei Jahre lang keine neuen Landesregeln zulassen, die Unternehmen zusätzliche Bürokratie bringen. Zugleich sollen Genehmigungsverfahren gestrafft und beschleunigt werden. Ausgenommen bleiben Regeln zu Arbeitnehmerrechten und zu fairem Wettbewerb im Wandel.

Die SPD will einen Bürokratie-Stopp. Zwei Jahre lang soll das Land keine neuen Regeln machen, die Firmen mehr Papier-Arbeit bringen. Genehmigungen sollen schneller gehen. Für die Rechte von Beschäftigten gilt der Stopp nicht.

Das Moratorium betrifft Regelungen des Landes, die in Betrieben zu mehr Verwaltungsaufwand führen würden. Daneben will die SPD als unnötig eingestufte Bürokratie abbauen und Genehmigungen schneller erteilen. Eine ausdrückliche Ausnahme gilt für Arbeitnehmerrechte und für faire Wettbewerbsbedingungen in der Transformation. Das Programm begründet den Schritt damit, dass Unternehmen im Wandel verlässlichere Rahmenbedingungen brauchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Zwei Jahre lang dürfen von Landesseite keine neuen Regelungen beschlossen werden, die in Unternehmen zu zusätzlicher Bürokratie führen.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein befristeter Stopp neuer belastender Regeln und schnellere Genehmigungen verringern Regulierung für Unternehmen, mit Ausnahmen für Arbeitnehmerrechte.

Staatsfonds BW für Unternehmensbeteiligungen schaffen

Die SPD will einen Landesfonds einrichten, der sich zeitlich befristet an Unternehmen und Start-ups mit nachhaltig ausgerichteten Produkten beteiligt. Geförderte Firmen sollen im Land investieren und Arbeitsplätze sichern. Erträge sollen weitere Landesinvestitionen ermöglichen.

Die SPD will einen Staats-Fonds gründen. Das Land gibt damit Firmen für eine bestimmte Zeit Geld und wird Mit-Eigentümer. Die Firmen müssen im Land investieren und Arbeitsplätze sichern. Gewinne nutzt das Land für neue Investitionen.

Der Fonds soll sich an Firmen beteiligen, deren Produkte oder Geschäftsmodelle vor allem auf Nachhaltigkeit, auch technologische, zielen. Wer dieses Kapital aus Steuermitteln erhält, muss Investitionen im Land und den Erhalt der Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zusichern. Unternehmen, die sich an Tarifverträgen orientieren, sollen Vorrang bekommen. Der Fonds soll außerdem Belastungen der Transformation abfedern.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir bringen einen „Staatsfonds BW“ auf den Weg, der sich mit Kapital befristet und unbürokratisch an Unternehmen und Start-ups beteiligt“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Mit einem neuen Staatsfonds würde das Land als Anteilseigner in Unternehmen einsteigen, ein Instrument, das es so bisher nicht gibt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Beteiligungen sollen vorrangig an Firmen mit nachhaltig ausgerichteten Geschäftsmodellen gehen.

Lieferketten für Rohstoffe und Chips absichern

Die SPD will die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen und Halbleitern zur Aufgabe der Regierungsspitze machen. Die Abhängigkeit von einzelnen, geopolitisch riskanten Lieferanten gilt im Programm als größte Gefahr für die Zukunftsfähigkeit des Landes.

Die Industrie braucht Rohstoffe und Computer-Chips. Viele kommen aus wenigen, unsicheren Ländern. Die SPD will das ändern. Firmen sollen mehr in der Region herstellen und gemeinsam einkaufen.

Unternehmen sollen beim Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten unterstützt werden. Das Land soll Einkaufskonsortien fördern, in denen Firmen ihre Marktmacht bündeln. Kreislaufwirtschaft und Forschung zu Ersatzstoffen sollen Abhängigkeiten etwa bei seltenen Erden verringern. Ziel ist eine Industrie, die auch in Krisen liefern kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Deshalb machen wir die Sicherung strategischer Versorgungsketten zur Chefsache.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Lieferketten aktiv mitgestalten und regionale Wertschöpfung sowie Einkaufsbündnisse fördern.

Start-up-Förderung ausweiten und Gründungszentren stärken

Die SPD will Gründungen stärker finanzieren, in der Start- wie in der Wachstumsphase, und regionale Gründungszentren ausbauen. Die Förderung soll an faire Arbeitsbedingungen gebunden sein. Das Programm begründet dies damit, dass das Land bei Gründungen hinter Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen liege.

Die SPD will neuen Firmen mehr helfen. Es soll mehr Geld für Gründungen geben. Dafür müssen die Firmen ihre Beschäftigten fair behandeln. Auch Frauen und nicht-binäre Menschen sollen als Gründer sichtbarer werden.

Vorgesehen sind Zuschüsse, Darlehen und Beteiligungen. Zudem soll mehr öffentliches Geld in Wagniskapitalfonds fließen, damit auch private Geldgeber investieren. Inkubatoren, Acceleratoren und ähnliche Förderprogramme will die SPD straffen. Start-ups sollen bei Bewerbungen um öffentliche Aufträge besser unterstützt werden. Kampagnen, Veranstaltungen wie der Female Founders Cup und Mentoringprogramme sollen weibliche und nicht-binäre Gründende sichtbarer machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir machen verschiedene Förderungen wie Zuschüsse, Darlehen und Beteiligungen möglich. Gleichzeitig knüpfen wir diese Förderungen an faire Arbeitsbedingungen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Gründungen und Wagniskapital sowie Auflagen zu Arbeitsbedingungen erweitern die staatliche Förderung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Förderung weiblicher und nicht-binärer Gründender soll Vielfalt in der Gründungskultur stärken.

Tourismus fördern und Schwarzwald stärken

Die SPD will die touristische Infrastruktur gemeinsam mit den Kommunen unterstützen und einen Fonds für Kongresse und Messen einrichten. Besonders der Schwarzwald soll als Reiseregion gestärkt werden, unter anderem durch die Modernisierung historischer Gasthöfe und Hütten.

Die SPD will mehr für den Tourismus tun. Es soll einen Fonds für Messen und Kongresse geben. Alte Gasthöfe und Wander-Hütten im Schwarzwald sollen modernisiert werden. Die Arbeitsplätze im Tourismus sollen gut sein.

Der Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger, regionaler Vermarktung. Vom Fonds sollen auch Einzelhandel, Hotels und Gastronomie vor Ort profitieren. Förderprogramme sollen traditionelle Gasthöfe, Kurhäuser und Wanderhütten energetisch sanieren, barrierefrei machen und digital ausstatten. Ausbildungen in der Gastronomie sollen nach dem Programm qualifiziertes Personal hervorbringen und nicht der Gewinnung billiger Arbeitskräfte dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir wollen einen Kongress- und Messefonds einrichten. So fördert das Land direkt nachhaltige und innovative Veranstaltungsformate.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Landesfonds und Förderprogramme für touristische Betriebe erhöhen die öffentliche Förderung der Branche.

Kommunale Unternehmen stärken, Privatvorrang streichen

Die SPD will es Kommunen erleichtern, Aufgaben wie Energie, Wasser, Verkehr oder Wohnungsbau selbst zu übernehmen. Der bisherige Vorrang privater Anbieter soll wegfallen. Das Programm begründet dies damit, dass Gewinne so im Ort bleiben und Entscheidungen demokratisch kontrollierbar sind.

Die SPD will Stadtwerke und andere Firmen der Gemeinden stärken. Bisher haben private Firmen oft Vorrang. Das will die SPD ändern. Gemeinden sollen wichtige Netze nicht verkaufen dürfen. Das Land hilft mit Geld und Bürgschaften.

Landesrecht und Verwaltungsvorschriften sollen entsprechend geändert werden. Verkaufsverbote und Rückkaufoptionen sollen kritische Infrastruktur dauerhaft in öffentlicher Hand halten. Unternehmen mehrerer Kommunen sollen leichter gegründet werden können, und Stadtwerke sollen Netze gemeinsam planen dürfen. Ein Beteiligungsfonds der L-Bank soll kommunalen Unternehmen Eigenkapital bereitstellen; Landesbürgschaften und Zweckzuschüsse sollen Investitionen verbilligen. Außerdem will die SPD Glasfaser und Mobilfunk im ganzen Land sicherstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Der Vorrang privater Anbieter entfällt, stattdessen gilt das Gemeinwohlprinzip.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Abschaffung des Vorrangs privater Anbieter und Verkaufsverbote für Infrastruktur verschieben die Daseinsvorsorge grundlegend zur öffentlichen Hand.

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