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Grüne zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 15 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 5 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Baden-Württemberg zum Zentrum einer neuen Gründerzeit machen

Die Grünen wollen Baden-Württemberg zum führenden deutschen Standort für Gründungen und neue Technologien machen. Spitzenkandidat Cem Özdemir kündigt an, Unternehmertum zur Chefsache zu erklären, damit sich die hohen Ausgaben für Innovation stärker auszahlen.

Die Grünen wollen mehr neue Firmen im Land. Baden-Württemberg soll dafür der wichtigste Ort in Deutschland werden. Cem Özdemir will sich als Regierungs-Chef selbst darum kümmern. Neue Ideen sollen im Land auch Geld bringen.

Das Programm nennt als Zukunftsfelder Künstliche Intelligenz, Robotik, Umwelttechnik, Wasserstoff, Quantentechnologie sowie Luft- und Raumfahrt. Ziel ist die Technologieführerschaft in diesen Bereichen. Nach Darstellung des Programms investiert keine andere Region Europas so viel in Innovation, den Gewinn machten aber oft andere. Erfolg soll künftig stärker an der Zahl der Gründungen, Start-ups und Scale-ups gemessen werden. Eine Wachstumsagenda soll Mittelstand, Handwerk und Einzelhandel als Grundlage der Wirtschaft stützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Ich will, dass Baden-Württemberg das deutsche Zentrum einer neuen Gründerzeit wird, in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Punkt stellt Unternehmertum, Wettbewerb und Gründungen in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik, was schrittweise in Richtung Markt weist.

Infrastruktur-Booster für Verkehr, Netze und Energie

Die Grünen wollen die Infrastruktur des Landes erhalten und erneuern. Geplant sind die weitere Sanierung von Verkehrswegen, ein schnellerer Breitbandausbau und Investitionen in das Stromsystem, weil eine starke Wirtschaft laut Programm darauf angewiesen ist.

Die Grünen wollen Straßen, Brücken und Schienen reparieren. Das schnelle Internet soll schneller ausgebaut werden. Es soll auch mehr Strom-Leitungen und Speicher geben. Die Partei sagt: Die Wirtschaft braucht das.

Im Mittelpunkt stehen Mobilität und Transport, Digitalisierung und Energie. Der Breitbandausbau soll deutlich an Tempo gewinnen. Für eine zuverlässige, saubere und günstige Energieversorgung will die Partei in Leitungen, Speichertechnik und intelligente Steuerung investieren. Als Leitsatz nennt das Programm, dass der Staat Infrastruktur ausbauen soll und nicht Bürokratie.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Deshalb wollen wir einen Infrastruktur-Booster: Straßen, Brücken und Schienen müssen weiter saniert werden.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt sieht mehr öffentliche Investitionen in Verkehrswege, Netze und Energie vor, also einen schrittweisen Ausbau staatlicher Leistungen.

Gemeinwohl-Ökonomie und Genossenschaften fördern

Die Grünen wollen auf Landesebene Ansätze wie die Gemeinwohl-Ökonomie unterstützen und Genossenschaften fördern. Mehr Unternehmen sollen so für ein nachhaltiges und soziales Wirtschaften gewonnen werden.

Die Grünen wollen Firmen unterstützen, die an Umwelt und Gesellschaft denken. Auch Genossenschaften sollen Hilfe bekommen. In einer Genossenschaft entscheiden die Mitglieder gemeinsam. Dort zählt laut der Partei nicht nur der Gewinn.

Laut Programm wollen immer mehr Betriebe neben dem wirtschaftlichen Erfolg Verantwortung für Umwelt, Belegschaft und Gesellschaft tragen. Genossenschaften sollen vor allem im Handwerk, in der Landwirtschaft und Lebensmittelbranche sowie bei Pflege und Gesundheit gefördert werden. Das Programm begründet dies damit, dass die demokratische Entscheidungsfindung dort Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit über den reinen Gewinn stellt.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Darüber hinaus wollen wir genossenschaftliche Unternehmen unterstützen, insbesondere in den Bereichen Handwerk, Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie in der Pflege und der Gesundheitsversorgung.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt fördert gemeinwohlorientierte und genossenschaftliche Wirtschaftsformen, die nicht vorrangig auf Gewinn zielen.

Technologiestrategie 2035 und Deep-Tech-Fonds auflegen

Die Grünen wollen eine Technologiestrategie bis 2035 entwickeln und ein Forschungsprogramm für Deep-Tech mit eigenem Fonds starten. Forschungsergebnisse sollen schneller zu Produkten werden und Arbeitsplätze sichern.

Die Grünen wollen einen Plan für neue Technik bis zum Jahr 2035. Dazu soll es ein Forschungs-Programm mit eigenem Geld geben. Ideen aus dem Labor sollen schneller zu Produkten werden. So sollen gute Arbeitsplätze bleiben.

Als Schlüsselbereiche nennt das Programm unter anderem Biotechnologie, Robotik, Quantencomputer, Wasserstoff und Künstliche Intelligenz. Deep-Tech-Entwicklungen brauchen nach Darstellung des Programms viel Forschung und lange Entwicklungszeiten, weshalb ein Fonds das Forschungsprogramm absichern soll. Der Transfer aus der Wissenschaft in die Anwendung soll schneller werden. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sollen dabei zusammenarbeiten, damit neue Technik zusätzliche Beschäftigung schafft statt Stellen zu kosten.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Deshalb legen wir ein Deep-Tech-Forschungsprogramm auf und untermauern es mit einem Fonds.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatliches Forschungsprogramm mit Fonds und eine aktive Technologiestrategie bedeuten mehr öffentliche Förderung und Lenkung.

Reallabore und Innovationsräume schaffen

Die Grünen wollen Räume einrichten, in denen neue Ideen mit weniger Hürden erprobt werden können. Dabei sollen die von der EU geförderten geschützten Testumgebungen genutzt werden, um Innovationen schneller marktreif zu machen.

Die Grünen wollen Orte zum Ausprobieren schaffen. Dort können Firmen und Forscher neue Ideen testen. Es soll dabei weniger Hindernisse geben. Die EU unterstützt solche Test-Orte.

Nach Darstellung des Programms entstehen Innovationen häufig dort, wo verschiedene Fachrichtungen und Branchen zusammenkommen. Reallabore sollen Platz für unkonventionelle Lösungen bieten. Die Partei verweist auf die sogenannten Regulatory Sandboxes der EU, in denen Neuerungen zeitlich begrenzt unter realitätsnahen Bedingungen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir schaffen Innovationsräume und Reallabore, in denen neue Ideen ohne schwerfällige Hürden ausprobiert werden können.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Testräume mit gelockerten Vorgaben verringern schrittweise regulatorische Hürden für Unternehmen.

Gesundheitswirtschaft und Life Sciences ausbauen

Die Grünen wollen die Gesundheitswirtschaft als tragende Säule der Landeswirtschaft weiter stärken. Dazu soll die Landesagentur BIOPRO ausgebaut und die Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim sollen zusammengeschlossen werden.

Die Grünen wollen die Gesundheits-Wirtschaft stärken. Eine Agentur des Landes mit dem Namen BIOPRO soll mehr Aufgaben bekommen. Die Uni-Kliniken in Heidelberg und Mannheim sollen sich zusammenschließen. Das soll Forschung und Versorgung besser machen.

BIOPRO soll zur treibenden Kraft für den gesamten Bereich der Lebenswissenschaften werden. Der Innovationscampus Health and Life Science Alliance soll gestärkt werden. Durch den Zusammenschluss der beiden Universitätskliniken soll die Region ein Zentrum für Forschung, vernetzte Daten und Gesundheitsversorgung werden. Zudem sieht das Programm im wachsenden Dienstleistungssektor, besonders in aufgewerteten Pflegeberufen, neue Arbeitsplätze.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Um neue Impulse für die Gesundheitswirtschaft zu setzen, bauen wir unsere Innovationsagentur „BIOPRO“ zur Schrittmacherin des gesamten Life-Sciences-Bereichs aus.“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ansiedlungsstrategie und Gewerbeflächen weiterentwickeln

Die Grünen wollen die Strategie des Landes zur Ansiedlung von Unternehmen weiterentwickeln. Es sollen genügend Flächen für Betriebe bereitstehen, bei sparsamem Umgang mit Boden.

Die Grünen wollen, dass Firmen im Land genug Platz finden. Das gilt für neue Firmen, Handwerk und Industrie. Dabei soll das Land sparsam mit Flächen umgehen.

Die Ansiedlungsstrategie des Landes soll fortgeschrieben werden. Flächen sollen gezielter und mit geringem Verbrauch bereitgestellt werden. Das Programm nennt Gründerinnen und Gründer, Handwerk und Industrie als diejenigen, die Platz zum Wachsen brauchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir wollen noch gezielter und flächeneffizient dafür sorgen, dass ausreichend Flächen für Firmen bereitstehen“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Außenwirtschaft strategisch ausrichten, Förderspielraum in der EU

Die Grünen wollen die Außenwirtschaftspolitik des Landes stärken, Partnerschaften ausbauen und einseitige Abhängigkeiten verringern. In Brüssel will sich die Partei dafür einsetzen, dass das Land den wirtschaftlichen Umbau gezielter fördern darf.

Die Grünen wollen mehr Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Das Land soll nicht von einzelnen Partnern abhängig sein. So sollen Firmen neue Kunden finden. Bei der EU will die Partei erreichen, dass das Land Firmen besser fördern darf.

Bestehende Partnerschaften sollen ausgebaut und neue geschlossen werden, vor allem bei Technologie und Energie. Ziel sind neue Absatzmärkte und der Erhalt von Wertschöpfung im Land. Über die Landesvertretung in Brüssel will die Partei mehr Handlungsfreiheit für die Förderung der Transformation erreichen. Unternehmen sollen dadurch weiter in neue Technologien investieren können.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Innovation endet nicht an Landesgrenzen – deshalb stärken wir unsere Außenwirtschaftspolitik und richten sie strategischer aus.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Spielraum für staatliche Förderung der Transformation bedeutet schrittweise mehr öffentliche Unterstützung für Unternehmen.

  • Europaeher weniger EU

    Das Land soll gegenüber den EU-Vorgaben mehr eigenen Spielraum bei der Wirtschaftsförderung erhalten.

Rohstoffabhängigkeit durch Kreislaufwirtschaft verringern

Die Grünen wollen das Land bei Rohstoffen unabhängiger machen. Dafür setzen sie auf Gewinnung im eigenen Land, Wiederverwertung von Materialien und die Fortsetzung der Landesstrategie für nachhaltige Bioökonomie.

Die Grünen wollen, dass das Land weniger Rohstoffe aus dem Ausland braucht. Rohstoffe sollen auch im Land gewonnen werden. Wertvolle Stoffe sollen immer wieder verwendet werden. Das nennt man Kreislauf-Wirtschaft.

Das Programm sieht in Abhängigkeiten, etwa bei Seltenen Erden, ein Risiko für das exportorientierte Land. Die Bioökonomie soll regionale Wertschöpfungsketten verbinden und biologische Verfahren sowie Umwelttechnik nutzen. Materialien sollen in mehreren Stufen nacheinander verwendet werden. Die bestehende Landesstrategie zur nachhaltigen Bioökonomie wird fortgeführt.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Wir machen Baden-Württemberg unabhängiger bei Rohstoffen – durch heimische Gewinnung und eine starke Kreislaufwirtschaft, die wertvolle Materialien immer wieder nutzbar macht.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Faire und widerstandsfähige Lieferketten sichern

Die Grünen setzen sich für Lieferketten ein, die transparent und krisenfest sind und Menschenrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Das europäische Lieferkettengesetz soll praxistauglich und mit wenig Bürokratie umgesetzt werden.

Die Grünen wollen sichere Liefer-Ketten. Eine Liefer-Kette ist der Weg einer Ware vom Rohstoff bis zum Kunden. Dabei sollen Menschen-Rechte und Umwelt-Regeln gelten. Das Gesetz der EU dazu soll einfach umzusetzen sein.

Das Programm warnt, dass Lieferketten das exportstarke Land erpressbar machen können, weil Rohstoff- und Produktionsketten zunehmend Schauplatz von Machtkämpfen seien. Die Partei setzt auf funktionierende internationale Institutionen, Zusammenarbeit und faire Handelspartnerschaften. Das EU-Lieferkettengesetz soll rechtssicher und unbürokratisch angewendet werden, damit nachhaltiges Wirtschaften zum Vorteil im Wettbewerb wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Darum setzen wir uns für transparente und resiliente Lieferketten ein, die Menschenrechte, Umwelt- und soziale Mindeststandards achten.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt hält an Pflichten für Unternehmen in der Lieferkette fest und verbindet dies mit einer bürokratiearmen Umsetzung.

Autoindustrie mit Zukunftspakt auf E-Mobilität ausrichten

Die Grünen wollen, dass das Auto der Zukunft in Baden-Württemberg entwickelt und gebaut wird, und setzen dabei auf den Elektroantrieb. Ein Zukunftspakt mit Industrie, Gewerkschaften und Forschung soll Ziele und Förderung festlegen und Arbeitsplätze sichern.

Die Grünen wollen die Auto-Industrie im Land erhalten. Das Auto der Zukunft soll hier gebaut werden. Die Partei setzt auf Elektro-Autos. Es soll mehr Lade-Säulen und günstigen Lade-Strom geben. Politik, Firmen und Gewerkschaften sollen dafür einen Pakt schließen.

Der Pakt soll Innovation, Beschäftigung und Nachhaltigkeit fördern. Die Ladeinfrastruktur soll wachsen, Ladestrom günstig sein und bidirektionales Laden möglich werden, bei dem das Auto auch Strom abgeben kann. Statt Debatten über Jahreszahlen verlangt das Programm verlässliche Vorgaben für Hersteller, Zulieferer und Handwerk beim Abschied vom fossilen Verbrenner. Arbeitsplätze sollen durch Weiterbildung, den Umbau der Zulieferer und Zusammenarbeit mit den Tarifpartnern erhalten bleiben. Außerdem will die Partei für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten und unfaire Vorteile ausländischer Konkurrenten ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Wir wollen Baden-Württemberg zum Spitzenreiter der Elektromobilität machen. Die Zukunft des Automobils ist elektrisch, vernetzt und intelligent.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Pakt mit staatlicher Förderung und Ausgleichsmaßnahmen gegen ausländische Wettbewerber bedeutet aktive Industriepolitik.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Punkt hält am Umstieg vom fossilen Verbrenner auf den Elektroantrieb fest und will ihn durch Ladeinfrastruktur beschleunigen.

Batterie- und Chipproduktion in Europa aufbauen

Die Grünen wollen die Batterieherstellung im Land und in Europa ausbauen und unterstützen dafür ein gemeinsames europäisches Industrieprojekt. Außerdem setzt sich die Partei für neue Halbleiter- und Chipfabriken in Deutschland und der EU ein.

Die Grünen wollen, dass Batterien für Autos in Europa gebaut werden. Dafür unterstützen sie einen Plan der EU. Auch Computer-Chips sollen in Deutschland und Europa entstehen. So soll Europa weniger abhängig von anderen Ländern sein.

Das Programm bezeichnet die Batterie als Kernstück des künftigen Autos und verweist auf staatlich gestützte Konkurrenz aus China. Für das europäische Projekt seien Finanzierungszusagen, Rohstoffabkommen und verlässliche Regeln nötig. Im Land soll die Produktion gezielt angereizt werden, von der Forschung über die Fertigung bis zum Recycling. Ein gemeinsamer Datenraum soll Firmen den sicheren Austausch von Daten ermöglichen, und der Innovationscampus Mobilität der Zukunft wird ausgebaut.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Wir unterstützen die Initiative der EU-Kommission für einen europäischen Batterie-Booster: ein gemeinsames europäisches Industrieprojekt, um sich von Abhängigkeiten zu lösen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gezielte Produktionsanreize und öffentliche Finanzierungszusagen für Batterie- und Chipfabriken sind staatliche Industriepolitik.

  • Europaeher mehr EU

    Der Punkt unterstützt ein gemeinsames europäisches Industrieprojekt mit gemeinsamer Finanzierung und Rohstoffabkommen.

GreenTech-Allianz und Dachmarke aufbauen

Die Grünen wollen Umwelt- und Klimatechnik zu einer der wachstumsstärksten Branchen des Landes machen. Dazu planen sie eine GreenTech-Allianz, die junge und mittelständische Firmen vor allem bei Wasserstofftechnik unterstützt, sowie eine gemeinsame Dachmarke.

Die Grünen wollen Firmen für Umwelt-Technik stärker fördern. Dafür soll es ein neues Bündnis geben. Es hilft jungen Firmen und dem Mittelstand. Eine gemeinsame Marke soll die Firmen im Ausland bekannt machen.

Die geplante Allianz soll Start-ups und Mittelstand bei Entwicklung und Markthochlauf von Wasserstofftechnologien begleiten. Außerdem will die Partei die Bioökonomie in Stadt und Industrie stärken und Bioraffinerien beim Markteintritt fördern. Ein Netzwerk für Forschungskooperationen soll nachhaltige Unternehmen unterstützen. Die Dachmarke „GreenTech BW“ soll die Branche international sichtbar machen. Die GreenTech-Plattform der Landesagentur Umwelttechnik BW soll zur zentralen Anlaufstelle werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir werden eine GreenTech-Allianz aufbauen, mit der wir Start-ups und Mittelstand bei der Entwicklung und dem Hochlauf innovativer Wasserstofftechnologien unterstützen“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll eine Branche mit neuen Förderstrukturen gezielt aufbauen, was die staatliche Industriepolitik schrittweise ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung von Klimaschutz- und Wasserstofftechnik stärkt den Klimaschutz innerhalb bestehender Programme.

Gründungen in 24 Stunden ermöglichen

Die Grünen wollen die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Eine zentrale Anlaufstelle soll Beratung, Förderung und Anmeldung bündeln, sodass eine Gründung innerhalb eines Tages möglich wird.

Die Grünen wollen das Gründen von Firmen leichter machen. Es soll eine einzige Stelle für alles geben. Dort gibt es Beratung, Geld und die Anmeldung. Eine Gründung soll in 24 Stunden möglich sein.

Die Anlaufstelle soll gemeinsam mit Bund, anderen Ländern und Kommunen entstehen und zunächst als Pilot in zwei Regionen starten. Besondere Unterstützung sollen Menschen mit Behinderung, Frauen sowie Gründende mit Migrationsgeschichte erhalten. In den Pilotregionen will die Partei ein Startbudget für Gründerinnen und zeitlich begrenzte Zuschüsse zur Betreuung testen. Zudem soll in ausgewählten Regionen die Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen mit Firmen gefördert werden, um Unternehmertum als Berufsbild zu verankern.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Dafür wollen wir mit Bund, Ländern und Kommunen einen landesweiten OneStop-Shop einrichten, der Beratung, Förderung und Anmeldung aus einer Hand ermöglicht“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Abbau von Gründungshürden erleichtert unternehmerische Tätigkeit schrittweise.

Start-up-Finanzierung und Scale-up-Fonds ausbauen

Die Grünen wollen junge Unternehmen in der Früh- und in der Wachstumsphase stärker mit Landesmitteln unterstützen. Das Frühphasenprogramm soll wachsen, ein neues Programm samt Fonds soll Expansion und Internationalisierung fördern.

Die Grünen wollen jungen Firmen mehr Geld geben. Ein bestehendes Programm für den Start soll größer werden. Ein neues Programm hilft Firmen beim Wachsen. Das Land soll auch selbst bei jungen Firmen einkaufen.

Das Programm „Start-up BW PreSeed“ soll erweitert werden, damit Gründende weniger Risiko tragen und auch technologielastige Vorhaben mit langer Anlaufzeit entstehen können. Förderbedingungen und Anträge sollen schlank und flexibel sein. Neu geplant ist „Scale-up BW“ mit einem Master-Class-Programm und einem Fonds für zusätzliches Risikokapital. Bei öffentlichen Aufträgen soll der Staat stärker als Ankerkunde innovativer Start-ups auftreten. Ein Partnerschaftsprogramm soll Start-ups und Mittelstand zusammenbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Um die Start-up-Finanzierung weiter zu verbessern, wollen wir das erfolgreiche Programm „Start-up BW PreSeed“ fortführen und ausbauen“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Risikokapital und der Staat als Ankerkunde weiten die staatliche Rolle bei der Unternehmensfinanzierung schrittweise aus.

Bürokratie abbauen und Förderung vereinfachen

Die Grünen wollen kleine und mittlere Unternehmen von Verwaltungsaufwand entlasten und die Förderprogramme des Landes neu ordnen. Betriebe sollen ihre Kraft nach Darstellung des Programms in Produkte und Arbeitsplätze stecken können statt in Formulare.

Die Grünen wollen weniger Papierkram für Firmen. Unnötige Pflichten sollen wegfallen. Genehmigungen sollen schneller kommen. Förder-Geld soll leichter zu finden und zu beantragen sein.

Berichts- und Dokumentationspflichten sollen zusammengefasst werden, soweit das Recht es zulässt. Genehmigungen sollen durch transparente Abläufe und verbindliche Standards für die Bearbeitung schneller werden. Eine einheitliche digitale Förderdatenbank und eine gemeinsame Plattform für staatliche Angebote sollen den Zugang zu Programmen erleichtern. Fördermittel will die Partei stärker an Wirkung ausrichten, etwa an Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz. Kleine Firmen sollen zudem bei der Einführung von künstlicher Intelligenz unterstützt werden, unter Beteiligung der Belegschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir streichen überflüssige Pflichten und machen notwendige Verfahren einfach, digital und schnell.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Pflichten und schnellere Genehmigungen verringern die Regulierungslast für Unternehmen schrittweise.

Meisterausbildung kostenlos machen, Nachfolge erleichtern

Die Grünen wollen, dass die Meisterausbildung nichts mehr kostet, und die Meisterprämie anheben. Zugleich sollen Gründungen und Betriebsübernahmen im Handwerk attraktiver werden, weil dem Programm zufolge durch den demografischen Wandel viele Betriebe wegzubrechen drohen.

Die Grünen wollen das Handwerk stärken. Die Ausbildung zum Meister soll kostenlos sein. Die Prämie für Meister soll steigen. Wer einen Betrieb gründet oder übernimmt, soll länger Hilfe bekommen.

Die Meistergründungsprämie soll auf 48 Monate verlängert werden und auch Betriebsübernahmen erleichtern. Günstige Kredite für Gründung und Nachfolge will die Partei sichern. Das Matching-Programm, das Betriebe und mögliche Nachfolger zusammenbringt, soll fortgeführt und weiterentwickelt werden, mit besonderer Unterstützung für Frauen. Der Zugang zu Beteiligungskapital soll leichter werden. Die Initiative „Horizont Handwerk“ soll weiter Fachkräftesicherung, Digitalisierung, ökologischen Umbau und Ausbildung fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir setzen uns deshalb für den kostenlosen Meister mit einer Erhöhung der Meisterprämie ein.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreie Meisterausbildung und längere Prämien erweitern öffentliche Leistungen für das Handwerk schrittweise.

Einzelhandel in den Ortskernen stärken

Die Grünen wollen dem Einzelhandel vor Ort helfen, sich gegen den wachsenden Online-Handel zu behaupten. Dazu sollen Ortskerne attraktiver werden und Geschäfte Hilfe beim digitalen Vertrieb bekommen.

Die Grünen wollen den Läden in Städten und Dörfern helfen. Die Ortsmitte soll schöner und grüner werden. Läden sollen Hilfe für den Verkauf im Internet bekommen. Online-Händler sollen auch vor Ort verkaufen können.

Die Partei will die Aufenthaltsqualität in Ortskernen mit mehr Grün und gut erreichbaren öffentlichen Räumen verbessern. Ladengeschäfte sollen gezielt beim Auf- und Ausbau digitaler Verkaufswege gefördert werden. Reine Online-Händler sollen ihre Waren über Pop-up-Stores oder zeitweise Verkaufsflächen auch im Ort anbieten können. Das Programm begründet dies mit steigenden Kosten, Online-Konkurrenz und weniger Laufkundschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Stationäre Geschäfte sollen gezielt Unterstützung erhalten, um digitale Vertriebskanäle aufzubauen oder auszubauen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Nachhaltigen und digitalen Tourismus fördern

Die Grünen wollen den Tourismus im Land nachhaltiger und digitaler machen. Sie begründen das mit der Klimakrise und hohen Besucherzahlen an beliebten Orten und sehen im Gastgewerbe das Herzstück eines nachhaltigen Tourismus.

Die Grünen wollen den Tourismus im Land stärken. Er soll gut für Umwelt und Klima sein. Digitale Angebote sollen Besuche spannender machen. Gasthäuser sollen Hilfe bekommen, besonders auf dem Land.

Die Partei will regionale Zusammenarbeit von Tourismusbetrieben, Erzeugern und Kultureinrichtungen sowie nachhaltige Verkehrskonzepte ausbauen. Digitale Formate wie Stadtführungen oder Augmented Reality sollen gefördert werden, auch um Besucherströme zu entzerren. Kommunen sollen Unterstützung bei der Vernetzung ihrer touristischen Daten erhalten. Gaststätten sollen weiter bei klimafreundlichen Konzepten mit regionalen und Bio-Produkten sowie fairen Arbeitsbedingungen begleitet werden. Barrierefreie Angebote und die Großschutzgebiete als naturnahe Reiseziele will die Partei stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Regionale Kooperationen zwischen Tourismusbetrieben, lokalen Produzent*innen und kulturellen Einrichtungen wollen wir weiter ausbauen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung bringen

Die Grünen wollen Ideen aus der Forschung schneller auf den Markt bringen. Für besonders wichtige Produkte wie Medikamente soll es ein Eilverfahren geben, und die Forschungsförderung für Schlüsseltechnologien soll wachsen.

Die Grünen wollen: Neue Ideen aus der Forschung sollen schneller bei den Menschen ankommen. Für wichtige Produkte wie Medikamente soll es ein schnelles Verfahren geben. Das Land soll Forschung zu wichtigen Techniken stärker fördern.

Das Eilverfahren soll über Experimentierklauseln möglich werden, also über Ausnahmeregeln zum Erproben. Die Förderung für Schlüsseltechnologien soll Projekte früh auf Programme von Bund und EU wie SPRIND vorbereiten. Die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Einrichtungen wie Fraunhofer- und Max-Planck-Instituten soll enger werden. Der Innovationscampus Nachhaltigkeit soll zum Zentrum der Klimaforschung werden, und die Allianz in Heidelberg und Mannheim erhält einen Cluster für Biotechnologie.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Damit besonders wichtige Produkte wie Medikamente schnell auf dem Markt landen und angewendet werden können, schaffen wir ein Eilverfahren und nutzen hierfür Spielräume über Experimentierklauseln.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gründungen aus der Wissenschaft erleichtern

Die Grünen wollen Ausgründungen und Start-ups stärker fördern und das Gründen vereinfachen. Bei technologieorientierten Gründungen sollen gezielt Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen aus Familien ohne Hochschulerfahrung unterstützt werden.

Die Grünen wollen, dass mehr Menschen Firmen gründen. Das Gründen soll einfacher werden. Besonders Frauen und Menschen mit Migrations-Geschichte sollen Hilfe bekommen. Auch Menschen, deren Eltern nicht studiert haben, sollen Hilfe bekommen.

Die Plattform NXTGN soll zu einer leistungsfähigen Start-up Factory werden. Die INSPIRE BW Hubs sollen zu regionalen Zentren für Start-ups wachsen. Der Wissenstransfer in die Praxis soll im Landeshochschulgesetz als Dienstaufgabe festgeschrieben werden. Start-ups sollen zudem leichter auf Ergebnisse öffentlicher Forschung zugreifen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Bei der Förderung technologieorientierter Gründungen setzen wir gezielt auf die Unterstützung von Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen aus hochschulfernen Familien.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Gründungsförderung soll gezielt auf Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Bildungsaufsteiger ausgerichtet werden, was Gleichstellung schrittweise fördert.

Fahrradwirtschaft als Standortfaktor stärken

Die Grünen wollen die Stellung des Landes als Standort der Fahrradwirtschaft halten und ausbauen. Dazu sollen die Ausbildung in Fahrradberufen verbessert und ein Lehrstuhl für Fahrradtechnik gegründet werden.

In Baden-Württemberg gibt es viele Fahrrad-Firmen. Die Grünen wollen diese Branche stärken. Es soll bessere Ausbildung für Fahrrad-Berufe geben. An einer Hochschule soll man Fahrrad-Technik erforschen. Auch E-Bikes sollen mehr Förderung bekommen.

Für die Ausbildung in Fahrradberufen soll unter anderem ein zweiter Standort entstehen. Der geplante Lehrstuhl für Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Fahrradtechnik wäre nach Angaben des Programms der erste in Deutschland. Die Fahrradbranche und das E-Bike sollen in die Cluster zur Förderung der Elektromobilität aufgenommen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Und wir gründen den deutschlandweit ersten Lehrstuhl für Ingenieurswissenschaften im Bereich Fahrradtechnik.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Nahversorgung und Digitalisierung auf dem Land stärken

Die Grünen wollen das Ladenöffnungsgesetz ändern, damit automatisierte Mini-Supermärkte ohne Personal auch sonntags öffnen dürfen. Außerdem sollen Kommunen bei der Digitalisierung unterstützt und telemedizinische Angebote gefördert werden.

Kleine Läden ohne Personal sollen auch am Sonntag öffnen dürfen. Dafür wollen die Grünen ein Gesetz ändern. So können Menschen auf dem Land besser einkaufen. Ärzte sollen auch per Video helfen können.

Das Programm sieht in der Digitalisierung große Chancen für ländliche Räume, etwa für den örtlichen Einzelhandel und um Wege zu sparen. Eine gute digitale Infrastruktur gilt als Voraussetzung, damit ländliche Regionen attraktive Standorte für Unternehmen bleiben. Start-ups und Mittelstand sollen stärker vernetzt werden. Der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien aus Biomasse, Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme soll Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ganzen Land bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Wir streben eine Änderung des Ladenöffnungsgesetzes an, um automatisierten Mini-Supermärkten ohne Personal auch am Sonntag die Öffnung zu ermöglichen“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Sonntagsöffnung für personallose Läden lockert eine bestehende Regulierung des Einzelhandels schrittweise.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien im ländlichen Raum soll fortgesetzt werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

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