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parteiprogramm

SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Weil es um dich geht.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 3 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Asylrecht wahren, Kommunen bei Unterbringung finanzieren

Die SPD bekennt sich zum individuellen Recht auf Asyl und zu fairen, rechtsstaatlichen Verfahren. Die Kommunen sollen die Unterbringung weiter organisieren, dafür aber dauerhaft Geld vom Land erhalten. Das Integrationsmanagement soll gesetzlich abgesichert werden.

Die SPD will das Recht auf Asyl behalten. Jeder Geflüchtete soll ein faires Verfahren bekommen. Städte und Gemeinden bringen Geflüchtete unter. Das Land soll ihnen dafür dauerhaft Geld geben.

Das Programm bezeichnet Menschenrechte als nicht verhandelbar und sichert Geflüchteten wirksamen Rechtsschutz zu. Das Land soll mit den Kommunen eine dauerhafte Finanzierung für Integration und Unterbringung vereinbaren und langfristig planen. Für die Anschlussunterbringung fordert die SPD verbindliche Mindeststandards, deren Umsetzung das Land mitfinanziert.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir stehen dafür, eine dauerhafte Finanzierung von Integrations- und Unterbringungsmaßnahmen mit den Kommunen zu vereinbaren und das Integrationsmanagement gesetzlich zu verankern.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll dauerhaft mehr Mittel für Unterbringung und Integration bereitstellen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

  • Migrationeher offen

    Das Programm verteidigt das individuelle Asylrecht ausdrücklich und will Unterbringung und Integration mit Mindeststandards und dauerhafter Finanzierung ausbauen.

Erstaufnahme ausbauen, Landeseinwanderungsamt schaffen

Die SPD will zusätzliche Landeserstaufnahmeeinrichtungen mit besserer Ausstattung schaffen und die Ausländerbehörden neu ordnen. Dafür soll ein Landeseinwanderungsamt entstehen. Menschen ohne Bleiberecht sollen bis zur Ausreise in den Erstaufnahmen bleiben können, statt auf Kommunen verteilt zu werden.

Die SPD will mehr Erstaufnahme-Einrichtungen für Geflüchtete bauen. Dort soll es Wohn-Gruppen, Beratung und Sprach-Angebote geben. Ein neues Landes-Amt soll sich um Einwanderung kümmern. Geflüchtete sollen leichter arbeiten und eine Ausbildung machen können.

Die Einrichtungen sollen Wohngruppen statt Massenunterkünften bieten, dazu psychosoziale Beratung, Rechtsberatung, Dolmetschende sowie Kultur-, Sprach- und Freizeitangebote. Sie sollen nicht abgelegen und ohne gute Nahverkehrsanbindung liegen. Wohnsitzauflagen sollen im Einzelfall gelockert werden können, um Arbeit und Ausbildung zu erleichtern. Für Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf sollen mehr Plätze entstehen, begleitet von queeren und Frauen-Beratungsstellen. Ein landesweites Gewaltschutzkonzept mit verbindlichen Regeln soll alle Unterbringungsformen erfassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Für eine langfristige Verbesserung der Situation, insbesondere in der Personal- und Entscheidungspolitik, wollen wir ein Landeseinwanderungsamt schaffen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Bessere Standards in der Erstaufnahme, gelockerte Wohnsitzauflagen und mehr Schutzangebote erweitern Rechte Geflüchteter, auch wenn Menschen ohne Bleiberecht in den Einrichtungen bleiben sollen.

Ausreisepflicht durchsetzen, Härtefallkommission folgen

Die SPD will die Ausreisepflicht konsequent durchsetzen, vor allem bei Menschen, die erhebliche Straftaten begangen haben. Gleichzeitig soll das Land wieder den meisten Empfehlungen der Härtefallkommission folgen. Gut integrierte Menschen sollen so eine Aussicht auf einen Aufenthaltstitel erhalten.

Manche Menschen müssen Deutschland verlassen. Die SPD will das durchsetzen, besonders bei schweren Straftaten. Gut integrierte Menschen sollen aber bleiben dürfen. Dafür gibt es die Härtefall-Kommission. Das Land soll ihren Empfehlungen wieder meistens folgen.

Die Durchsetzung betrifft Personen, die nicht freiwillig ausreisen. Die SPD unterstützt die Arbeit der Härtefallkommission, die sich nach Darstellung des Programms intensiv mit den Antragstellenden befasst. Das Land soll zur Praxis früherer Jahre zurückkehren, in der die meisten Empfehlungen umgesetzt wurden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Die Ausreisepflicht von Menschen, die nicht freiwillig ausreisen und in besonderer Weise bei Menschen, die erhebliche Straftaten begehen, werden wir konsequent durchsetzen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet die konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht mit mehr Bleibeperspektiven für gut Integrierte über die Härtefallkommission.

Fachkräftezuzug erleichtern und Integration stärken

Die SPD will den Zuzug ausländischer Fachkräfte erleichtern und ausländische Abschlüsse schneller anerkennen. Integrationsmanagement, Einbürgerungswerbung und die Einbindung von Vereinen sollen ausgebaut werden. Das Programm bezeichnet Baden-Württemberg als Einwanderungsland und Integration als wichtig für die Wirtschaft.

Die SPD will mehr Fachkräfte aus dem Ausland holen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Das Land soll für Einbürgerung werben. Vereine sollen Geld bekommen, wenn sie bei der Integration helfen.

Landesweite Kampagnen sollen Einbürgerungsverfahren erklären und bewerben, jährliche Einbürgerungsfeiern werden unterstützt. Die SPD will das Integrationsmanagement als Bestandteil sozialer Arbeit anerkennen und personell aufstocken. Für Geflüchtete ist perspektivisch ein einstufiges Integrationsverfahren mit Sozialberatung aus einer Hand geplant. Herkunftssprachlicher Unterricht soll vom Staat statt von Konsulaten verantwortet werden, und islamische Seelsorge in Gefängnissen soll verbindlich angeboten werden. Vereine sollen finanzielle Anreize und weniger Bürokratie erhalten, wenn sie auf Neuankommende zugehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Die Hürden für den Zuzug von ausländischen Fachkräften wollen wir abbauen. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse durch das Land beschleunigen und vereinfachen wir.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Verbindliche islamische Gefängnisseelsorge und interreligiöse Formate fördern die Anerkennung religiöser Vielfalt.

  • Migrationeher offen

    Geringere Hürden für Fachkräfte, schnellere Anerkennung von Abschlüssen und Werbung für Einbürgerung erleichtern Zuwanderung und Integration.

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