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Grüne zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 4 eher offen, 2 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Muttersprachlichen Unterricht in staatliche Verantwortung überführen

Die Grünen wollen den Unterricht in Herkunftssprachen, den bisher Konsulate organisieren, künftig unter staatlicher Verantwortung anbieten. Das gehört zu ihrem Ziel, Kinder mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung an Schulen besser zu integrieren.

Manche Kinder lernen in der Schule auch die Sprache ihrer Familie. Bisher organisieren das die Konsulate anderer Länder. Die Grünen wollen: Künftig ist das Land dafür zuständig. So sollen Kinder aus zugewanderten Familien besser dazugehören.

Der muttersprachliche Unterricht liegt derzeit in der Hand der Konsulate der Herkunftsländer. Die Grünen wollen daraus ein Angebot machen, für das der Staat die Verantwortung trägt. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit der Stärkung der Integration von Kindern mit Migrations- und Fluchterfahrung an den Schulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir werden den muttersprachlichen Unterricht, der derzeit von Konsulaten organisiert wird, in ein staatlich verantwortetes Angebot überführen.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Herkunftssprachen werden als Teil des staatlichen Bildungsangebots anerkannt, was sprachliche Vielfalt stärkt.

  • Migrationausgewogen

    Der Herkunftssprachenunterricht bleibt erhalten und wird als Integrationsangebot verstanden, zugleich übernimmt der Staat die Kontrolle von ausländischen Konsulaten.

Sprachkurse und Arbeitsmarktzugang für Zugewanderte ausbauen

Die Grünen sehen Sprache und Arbeit als Schlüssel zur Integration. Sie wollen Sprachkurse auf allen Niveaustufen von Anfang an zugänglich machen und die Teilhabe Zugewanderter am Arbeitsmarkt gezielter fördern, besonders für Frauen.

Zugewanderte sollen schnell Deutsch lernen können. Dafür soll es mehr Sprach-Kurse geben. Sie sollen auch schnell arbeiten dürfen. Frauen sollen dabei besondere Hilfe bekommen.

Das Landesprogramm „VwV Deutsch“ soll weiter Menschen erreichen, die keinen Zugang zu Kursen des BAMF haben. Modellprojekte zum Spracherwerb am Arbeitsplatz sollen deutlich mehr Geld erhalten, zivilgesellschaftliche Angebote unterstützt werden; vom Bund erwartet das Programm mehr Unterstützung. In den Landeserstaufnahmeeinrichtungen sollen Demokratiebildung, Extremismusprävention und Traumarehabilitation verankert und gestärkt werden. Ein Kooperationsgebot soll die Zusammenarbeit von Integrationsmanagern mit Ausländerbehörde, Jobcenter und Sozialamt regeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Wir wollen Sprachkursangebote unter Berücksichtigung besonderer Bedarfe von Alleinerziehenden oder im ländlichen Raum ausbauen.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliche Mittel für Sprach- und Integrationsangebote einsetzen.

  • Migrationeher offen

    Mehr Sprachkurse und schnellerer Arbeitsmarktzugang bauen Integrationsangebote für Zugewanderte schrittweise aus.

Fachkräfteeinwanderung erleichtern, Ausländerbehörden neu aufstellen

Die Grünen wollen Arbeitsmigration ordnen und Hürden für ausländische Fachkräfte abbauen, um den Arbeits- und Fachkräftemangel zu mindern. Ausländerbehörden sollen effizienter werden und ausländische Abschlüsse schneller anerkannt werden.

Fachkräfte aus dem Ausland sollen leichter kommen können. Das soll gegen den Mangel an Arbeitskräften helfen. Die Ausländer-Behörden sollen schneller arbeiten. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten.

Die Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften soll ihre Arbeit fortsetzen. Vorintegration, etwa Deutschlernen im Herkunftsland, wird unterstützt, und der Staat soll Betriebe und ausländische Arbeitskräfte gezielter zusammenbringen. Die Ausländerbehörden in Großen Kreisstädten und Landkreisen sollen neu organisiert werden, unter anderem mit KI-gestützten Musterverfahren. Behörden sollen interkulturelle Kompetenz aufbauen und wichtige Informationen mehrsprachig anbieten, etwa über Apps.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Für die Fachkräfteeinwanderung bauen wir Hürden ab und erleichtern den Zugang zum Arbeitsmarkt.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Der Abbau von Hürden für Fachkräfte und schnellere Verfahren erleichtern die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt schrittweise.

Asylrecht verteidigen, Bleiberecht für Beschäftigte nutzen

Die Grünen bekennen sich zum Grundrecht auf Asyl und zu den internationalen Flüchtlingsabkommen. Auszubildende und Beschäftigte ohne schwere Straftaten sollen nicht abgeschoben werden; rechtliche Spielräume sollen landesweit einheitlich für ein Bleiberecht genutzt werden.

Die Grünen wollen das Recht auf Asyl schützen. Wer hier arbeitet oder eine Ausbildung macht, soll bleiben dürfen. Das gilt nicht bei schweren Straftaten. Die Bezahl-Karte soll einfach funktionieren.

Das Programm will das Sterben im Mittelmeer beenden und lehnt es ab, humanitäre Hilfe zu kriminalisieren. In Aufnahmestellen soll es psychologische Beratung geben. Die Bezahlkarte soll ohne zusätzlichen Aufwand für Behörden und ohne unnötige Hürden für Geflüchtete umgesetzt werden, mit Spielraum für die Kommunen. Beratungsstellen sollen Betroffene und Arbeitgeber über Bleiberechtsoptionen informieren. Empfehlungen der Härtefallkommission sollen weiter umgesetzt werden, außer bei nachweislichen Gefahren für die innere Sicherheit.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Abschiebungen von Auszubildenden und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die keine schweren Straftaten begangen haben, lehnen wir ab.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Der Verzicht auf Abschiebungen Beschäftigter und die Auslegung des Aufenthaltsrechts zugunsten des Bleibens erweitern Rechte Geflüchteter innerhalb des bestehenden Rechts.

Rückkehr: Freiwilligkeit vor Zwang, Fokus auf Straftäter

Nach dem Programm muss ausreisen, wer weder Aufenthaltsrecht noch Bleibeperspektive hat und nicht durch Abschiebehindernisse geschützt ist. Die freiwillige Rückkehr soll Vorrang haben; Abschiebungen sollen sich auf schwere Straftäter und Gefährder konzentrieren.

Wer nicht bleiben darf, muss ausreisen. Am besten gehen die Menschen freiwillig. Abschiebungen sollen vor allem schwere Straftäter treffen. Die Behörden sollen schneller klären, wer jemand ist.

Die Klärung der Identität gilt dem Programm als wichtig für verlässliche Register und die innere Sicherheit; fehlende Dokumente seien der häufigste Grund für gescheiterte Rückführungen. Verfahren zur Identitätsklärung und Dokumentenbeschaffung sollen beschleunigt und erleichtert werden. Der Runde Tisch Abschiebehaft mit Kirchen, Verbänden, Ehrenamtlichen und Behörden soll weiterarbeiten, und unabhängige Rechtsberatung soll in der Abschiebehaft möglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Die freiwillige Rückkehr hat für uns Vorrang. Dort, wo zwangsweise Rückführungen notwendig sind, legen wir den Fokus auf diejenigen, die schwere Straftaten begangen haben und die Innere Sicherheit unseres Landes gefährden.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet die Ausreisepflicht und Abschiebungen von Straftätern mit dem Vorrang freiwilliger Rückkehr und Schutzrechten in der Abschiebehaft.

Sonderprogramm und Abschiebeschutz für Jesiden

Die Grünen wollen ein neues Aufnahmeprogramm für Jesidinnen und Jesiden starten und den noch offenen Familiennachzug ermöglichen. Überlebende des Völkermords sollen nicht abgeschoben werden; zudem soll die Hilfe im Nordirak wachsen.

Jesiden sind eine religiöse Gruppe. Sie haben im Irak einen Völkermord erlebt. Die Grünen wollen ein neues Hilfs-Programm für sie. Familien sollen nachkommen dürfen. Überlebende sollen nicht abgeschoben werden.

Im Nordirak kooperiert Baden-Württemberg mit der Region Dohuk. Ziel ist, dass es vertriebenen Jesiden dort besser geht. Psychosoziale Hilfen, vor allem für Frauen, sollen ausgebaut und lokale Akteure gestärkt werden. Für Überlebende des Völkermords wollen die Grünen beim Bund einen Schutz vor Abschiebung durchsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Wir wollen ein neues Sonderprogramm für Jesid*innen auflegen und den noch ausstehenden Familiennachzug ermöglichen.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ein neues Aufnahmeprogramm, Familiennachzug und Abschiebeschutz für eine bestimmte Gruppe erweitern den Schutz für Geflüchtete begrenzt.

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Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich