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CDU zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Agenda der Zuversicht. Unser Land in guten Händen.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 57 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+0,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 1 ausgewogen, 4 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zuwanderung von Fachkräften beschleunigen

Die CDU will die Landesagentur für Fachkräftezuwanderung stärken und Zuständigkeiten bündeln. Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden, sofern sie gleichwertig sind. Die Wirtschaft profitiere nach Darstellung des Programms von Fachkräften aus aller Welt.

Firmen brauchen Fachleute aus anderen Ländern. Die CDU will, dass diese Menschen schneller kommen können. Ämter sollen ihre Abschlüsse schneller prüfen. Die Abschlüsse müssen aber gut genug sein.

Die bestehende Landesagentur soll qualitativ besser werden, damit Verfahren zügig laufen und weniger Bürokratie anfällt. Durch gebündelte Zuständigkeiten sollen die Verfahren schneller und einheitlicher werden. Bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse soll die Qualität im Mittelpunkt stehen. Auch für Tourismus und Gastgewerbe setzt die CDU auf internationale Fachkräfteinitiativen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften wollen wir qualitativ stärken, um zügige Verfahren zu gewährleisten und bürokratische Hürden abzubauen“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Schnellere Verfahren und eine zügigere Anerkennung von Abschlüssen erleichtern die Zuwanderung von Fachkräften im bestehenden System.

Integration über Sprache und Arbeit fördern

Die CDU will Integration vor allem über Deutschkenntnisse und Erwerbsarbeit erreichen und die Sprachförderung in Betriebe und Vereine verlagern. Wer sich anstrengt und sich zur Leitkultur bekennt, soll nach dem Programm alle Aufstiegschancen haben.

Die CDU will, dass Zugewanderte Deutsch lernen und arbeiten. Sprach-Kurse soll es direkt in Betrieben und Vereinen geben. Zugewanderte sollen leichter eine Firma gründen können. Sie sollen die Werte und die Sprache des Landes annehmen.

Geplant ist eine Offensive namens „Betriebssprache Deutsch“. Ein Mentoring-Programm mit dem Titel „Vom Gastarbeiter zum Arbeitgeber“ soll Familienunternehmer aus dem Mittelstand mit Gründern mit Migrationsgeschichte zusammenbringen. Betriebe, Vereine und Einzelpersonen mit Vorbildcharakter sollen ausgezeichnet werden, um Erfolgsgeschichten der Integration sichtbar zu machen. Das Programm beschreibt qualifizierte Zuwanderung als Chance und verlangt zugleich, dass Zugewanderte Werte, Sprache und Leitkultur des Landes annehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe, Arbeit der Motor der Integration.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das Bekenntnis zu einer Leitkultur als Maßstab für Zugehörigkeit betont überlieferte Werte stärker als die heutige Integrationspolitik.

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet neue Förderangebote für Zugewanderte mit der Erwartung, Sprache und Leitkultur anzunehmen, und nimmt damit keine Seite ein.

Zuwanderung begrenzen und Grenzen kontrollieren

Die CDU will Zuwanderung gemeinsam mit dem Bund ordnen, steuern und begrenzen. Sie unterstützt die Zurückweisungen an den Grenzen und stärkere Kontrollen gegen Schleuser.

Die CDU will, dass weniger Menschen ungeregelt ins Land kommen. Sie unterstützt Zurück-Weisungen an der Grenze. Mehr Kontrollen sollen Schleuser stoppen. Pendler an der Grenze sollen dabei nicht leiden.

Das Programm stellt sich hinter die Politik der Bundesregierung, Asylsuchende an der Grenze zurückzuweisen, wenn die Dublin-Regeln umgangen werden; diese Regeln legen fest, welcher EU-Staat für ein Asylverfahren zuständig ist. Nach Ansicht der CDU erlaubt das Asylrecht nicht, sich das Aufnahmeland in Europa frei zu wählen. Die Partei erwartet davon eine Entlastung der Kommunen und weniger Konflikte um neue Unterkünfte. Bei den Kontrollen sollen die Interessen der Grenzpendler berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„In enger Zusammenarbeit mit dem Bund werden wir Zuwanderung verlässlich ordnen, steuern und begrenzen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die CDU verteidigt die bestehenden Zurückweisungen und Grenzkontrollen des Bundes ausdrücklich und will Zuwanderung weiter begrenzen.

Arbeitspflicht und Bezahlkarte für Asylbewerber durchsetzen

Die CDU will Asylbewerber ohne Erwerbsarbeit zu gemeinnützigen Tätigkeiten heranziehen und Leistungen bargeldlos über die Bezahlkarte auszahlen. Organisationen, die beim Umgehen der Karte helfen, sollen ihre Gemeinnützigkeit verlieren können.

Die CDU will, dass Asyl-Bewerber ohne Job gemeinnützig arbeiten. Sie sollen ihr Geld auf einer Bezahl-Karte bekommen, nicht bar. Niemand soll die Karte umgehen. Vereine, die dabei helfen, sollen Nachteile bei der Steuer bekommen.

Menschen mit Bleibeperspektive sollen schnell eine Arbeit aufnehmen. Die im Bundesrecht vorgesehene Arbeitspflicht soll in Abstimmung mit den Kommunen angewandt werden; die CDU sieht darin mehr Teilhabe und eine Entlastung der Kommunen. Die Bezahlkarte soll sicherstellen, dass Leistungen wie gesetzlich gedacht verwendet werden, und Erpressung durch Schlepper erschweren. Gegen Missbrauch setzt das Programm auf einheitliche Standards und Kontrollen und will den Bund bei neuen Rechtsgrundlagen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dies soll auch den Verlust der Gemeinnützigkeit von Organisationen einschließen, die beispielsweise den Umtausch der Bezahlkarte unterstützen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die strikte Anwendung von Arbeitspflicht und Bezahlkarte samt neuer Sanktionen verschärft die Bedingungen für Leistungen schrittweise.

Asylverfahren in Erstaufnahmestellen abschließen

Die CDU will Asylverfahren bereits in den Landeserstaufnahmestellen abschließen und nur noch Menschen mit Bleibeperspektive auf die Kreise verteilen. Neue Landesaufnahmeprogramme lehnt sie ab.

Die CDU will Asyl-Verfahren schon in den ersten Unterkünften des Landes beenden. Nur wer bleiben darf, soll in die Kreise kommen. Die anderen sollen direkt zurück in ihr Heimatland. Das Land soll keine neuen Aufnahme-Programme starten.

Das Programm begründet das mit der Belastung der Kommunen und einer aus Sicht der CDU sinkenden Akzeptanz für die Unterbringung. Bei der Verteilung sollen Städte und Gemeinden zuerst berücksichtigt werden, die sich freiwillig zu „Sicheren Häfen“ erklärt haben. Menschen ohne Bleibeperspektive sollen unmittelbar aus den Einrichtungen des Landes zurückgeführt werden. Die geltenden Standards für die Unterbringung will die CDU überprüfen und anpassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Menschen ohne Bleibeperspektive wollen wir hingegen direkt aus den Landeserstaufnahmestellen in ihre Heimatländer zurückzuführen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Rückführungen direkt aus der Erstaufnahme und der Verzicht auf Landesaufnahmeprogramme begrenzen Aufnahme und Verteilung stärker als heute.

Abschiebungen durchsetzen und Duldungen einschränken

Die CDU will Duldungen nur noch erteilen, wenn das Recht es zwingend verlangt, und mehr Plätze für Abschiebehaft schaffen. Der Sonderstab „Gefährliche Ausländer“ soll personell und organisatorisch wachsen.

Die CDU will mehr Menschen abschieben, die ausreisen müssen. Eine Duldung soll es nur noch in Pflicht-Fällen geben. Eine Duldung heißt: Die Abschiebung wird vorerst ausgesetzt. Es soll mehr Plätze für Abschiebe-Haft geben.

Gegen das Untertauchen will die CDU Leistungen streichen und die gesetzlichen Haftgründe umfassend anwenden. Beim Bund will sie sich dafür einsetzen, Anreize abzubauen, die aus ihrer Sicht gegen eine freiwillige Ausreise wirken. Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems soll umgesetzt werden, einschließlich schneller Verfahren an Flughäfen und an der Landesgrenze. Der Sonderstab, der kriminelle Ausländer identifiziert und ihre Rückführung betreibt, soll ausgebaut werden und Kooperationsvereinbarungen schließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Die Erteilung von Duldungen an vollziehbar Ausreisepflichtige wollen wir deshalb auf rechtlich zwingende Fälle beschränken.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Haftplätze und die umfassende Nutzung von Haftgründen weiten staatliche Zwangsmittel schrittweise aus.

  • Migrationeher restriktiv

    Weniger Duldungen, gestrichene Leistungen und mehr Abschiebehaft verschärfen die Rückführungspraxis innerhalb des geltenden Rechts.

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