Sonderstellung der Kirchen beenden
Die AfD spricht den großen Kirchen den Anspruch auf eine Sonderstellung ab. Das betrifft den staatlichen Einzug der Kirchensteuer und die Staatsleistungen. Die Partei begründet dies damit, dass die Kirchen sich vom christlichen Auftrag entfernt hätten und vor allem gesellschaftspolitisch tätig seien.
Der Staat zieht heute die Kirchen-Steuer für die Kirchen ein. Die Kirchen bekommen außerdem Geld vom Staat. Die AfD findet: Die Kirchen haben darauf keinen Anspruch mehr. Sie sagt, die Kirchen machen heute vor allem Politik.
Gemeint sind die Kirchen, die sich über die Kirchensteuer finanzieren. Staatsleistungen sind regelmäßige Zahlungen der Länder an die Kirchen, die auf historische Enteignungen zurückgehen. Aus Sicht der AfD vermitteln diese Kirchen keine klaren Normen und Vorbilder mehr, etwa das Leitbild der Ehe von Mann und Frau. Weil sie sich nach Darstellung der Partei vorwiegend gesellschaftspolitisch betätigen, sollen sie beide Vorteile nicht länger geltend machen können.
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„können sie keine Sonderstellung durch Kirchensteuereinzug und Staatsleistungen beanspruchen“Einordnung
- Gesellschaftausgewogen
Der Abbau kirchlicher Vorrechte schwächt die Stellung der Religion, wird aber mit dem Verlust traditioneller Werte in den Kirchen begründet.