Wirtschaftsförderung an soziale Kriterien binden
Die Linke will Fördergeld für Unternehmen nur noch vergeben, wenn soziale Kriterien erfüllt sind. Belegschaften sollen Betriebe leichter übernehmen können, unterstützt durch Vorkaufsrechte und einen Beteiligungsfonds des Landes. Daneben setzt das Programm auf Handwerk, Gesundheitswirtschaft und die Spielebranche.
Firmen bekommen oft Geld vom Land. Die Linke will das an Regeln knüpfen. Firmen mit sehr niedrigen Löhnen sollen kein Geld bekommen. Beschäftigte sollen ihren Betrieb selbst übernehmen können. Das Land soll auch das Handwerk und die Gesundheits-Wirtschaft fördern.
Pilotprojekte zur Gemeinwohl-Bilanzierung sollen sozial-ökologisches Wirtschaften belohnen. Belegschaftsgenossenschaften und Nachfolgeprojekte sollen Unterstützung erhalten. Förderprogramme im Handwerk sollen zur Meisterqualifizierung anregen und Gründerinnen und Gründern bei Betriebsübernahmen helfen. Eine „Dorf-Büro-Offensive“ soll Co-Working-Räume auf dem Land schaffen. Die Gesundheitswirtschaft soll mit landeseigener Wirkstoffproduktion, Telemedizin-Start-ups und einer dauerhaften Finanzierung des Netzwerks BioCon Valley gestärkt werden. Ein „Masterplan Gaming MV“ sieht Förderung für Indie-Studios, einen dualen Studiengang und E-Sport-Häuser vor.
Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wirtschaftsförderung an soziale Kriterien koppeln, keine Förderung bei Dumpinglöhnen oder schlechten Arbeitsbedingungen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Fördergeld wird an soziale Auflagen geknüpft, und das Land soll sich über einen Fonds an Betrieben beteiligen.