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Linke zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Sozial. Gerecht. Antifaschistisch. Unser Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 30 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schuldenbremse abschaffen und in Soziales investieren

Die Linke will die Schuldenbremse abschaffen, weil sie nach Ansicht der Partei nötige Investitionen blockiert. Das Land soll gezielt in Bildung, Kinder und soziale Sicherheit investieren, statt dort zu sparen. Zudem soll der Haushalt künftig darauf geprüft werden, wie er sich auf die Gleichstellung der Geschlechter auswirkt.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Linke will sie abschaffen. Dann kann das Land mehr Geld ausgeben. Das Geld soll in Schulen, Kitas und Soziales gehen. Der Haushalt soll auch Frauen und Männer gerecht behandeln.

Die Partei will mehr Lehrkräfte einstellen, Schulsozialarbeit und Kindertagesförderung ausbauen, die Hochschulinfrastruktur weiterentwickeln und die Studierendenwerke stärken. Investiert werden soll auch in Digitalisierung und soziale Infrastruktur. Programme für Kinder- und Jugendarbeit, Demokratieförderung, Kultur und Gleichstellung sollen stabil finanziert sein. Mit Gender Budgeting soll bei der Aufstellung des Haushalts eine verpflichtende Genderanalyse stattfinden. Zur Finanzierung verweist das Programm auf höhere Beiträge von Vermögen, Spitzenverdiensten und Finanztransaktionen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Die Schuldenbremse abschaffen, da sie notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz verhindert.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Abschaffung der Schuldenbremse würde eine zentrale Regel der Haushaltsdisziplin streichen, um mehr öffentliche Ausgaben zu ermöglichen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine verpflichtende Genderanalyse des Haushalts würde Gleichstellung als Prüfmaßstab der Finanzpolitik einführen.

Kommunen finanziell stärken und entschulden

Die Linke will Städten und Gemeinden mehr und verlässlichere Mittel geben. Die Gewerbesteuer soll auf Bundesebene zu einer Gemeindewirtschaftssteuer werden, die weniger von der Konjunktur abhängt. Der Bund soll Kosten und Steuerausfälle, die seine Gesetze verursachen, vollständig ersetzen.

Städte und Gemeinden sollen mehr Geld bekommen. Die Gewerbe-Steuer soll verändert werden. Sie soll auch in schlechten Zeiten sicher Geld bringen. Der Bund soll zahlen, wenn seine Gesetze Kosten verursachen. Gemeinden mit alten Schulden sollen Hilfe bekommen.

Das Programm beruft sich auf das Konnexitätsprinzip: Wer Aufgaben oder Einnahmeausfälle per Gesetz verursacht, soll dafür aufkommen. Kommunen sollen bei Altschulden und beim bürokratischen Aufwand für Förderprojekte entlastet werden. Vorgesehen sind verlässliche Programme für sozialen Wohnungsbau sowie für Modernisierungen, die Gebäude klimafreundlich und barrierefrei machen. Dauerhaft gefördert werden sollen außerdem Gewaltschutz, Gleichstellung, Kultur und Einrichtungen der Zivilgesellschaft. Die Partei sieht darin ein Mittel gegen Armut, Abwanderung und soziale Spaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Die kommunale Finanzausstattung stärken und stabilisieren und uns auf Bundesebene für eine Weiterentwicklung der Gewerbesteuer hin zu einer konjunkturunabhängigeren Gemeindewirtschaftssteuer einsetzen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Kommunen und eine breiter angelegte kommunale Wirtschaftssteuer bauen die staatliche Finanzierung aus.

Vermögenssteuer wieder erheben und Erbschaftssteuer reformieren

Die Linke will die Vermögenssteuer wieder erheben, mit einem Freibetrag von einer Million Euro pro Person. Dazu kommen eine Reform der Erbschaftssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe und das Ende des Ehegattensplittings. Die Partei rechnet für das Land mit Mehreinnahmen von bis zu 1,7 Milliarden Euro im Jahr.

Sehr reiche Menschen sollen wieder eine Steuer auf ihr Vermögen zahlen. Die erste Million Euro bleibt frei. Das eigene Wohnhaus soll geschont werden. Auch große Erbschaften sollen stärker besteuert werden. Das Ehegatten-Splitting soll wegfallen. Das ist ein Steuer-Vorteil für Ehepaare.

Die Vermögenssteuer steht nach dem Grundgesetz den Ländern zu. Selbst genutzte Immobilien sollen verschont bleiben. Die Zahl von 1,7 Milliarden Euro jährlich stützt das Programm auf Angaben von Finanzökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung; damit seien die Vorhaben des Programms finanzierbar. Die Erbschaftssteuer soll so reformiert werden, dass sehr große Vermögen nicht ohne eigene Leistung weitergegeben werden. Eine einmalige Vermögensabgabe soll Krisenlasten gerecht verteilen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Eine Reaktivierung der Vermögenssteuer gemäß Grundgesetz Art. 106 Abs. 2 Nr. 1 mit persönlichem Freibetrag von 1 Mio. Euro und Schonung von Immobilien in Eigennutzung“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine wieder erhobene Vermögenssteuer und eine neue Vermögensabgabe führen Abgaben auf große Vermögen ein, die es heute nicht gibt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Ende des Ehegattensplittings nimmt der Ehe einen steuerlichen Vorteil gegenüber anderen Lebensformen.

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