Rentenversicherung für alle Erwerbstätigen öffnen
Die Linke will, dass alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige. Eine stärkere Bindung der Altersvorsorge an die Kapitalmärkte lehnt sie ab. Auch Kranken- und Pflegeversicherung sollen von allen nach Einkommen getragen werden.
Alle, die arbeiten, sollen in die gesetzliche Renten-Kasse einzahlen. Das gilt auch für Beamte, Politiker und Selbstständige. Die Rente soll nicht von der Börse abhängen. Auch in die Kranken-Kasse und Pflege-Kasse sollen alle nach ihrem Einkommen einzahlen.
Die Forderungen richten sich an den Bund, bei dem sich die Linke für eine solidarische Reform des Sozialstaats einsetzen will. Renten und Mindestlohn sollen so hoch sein, dass sie vor Armut schützen. Die schrittweise Verlagerung der Alterssicherung auf die Kapitalmärkte soll gestoppt werden. Für Gesundheit und Pflege strebt die Partei eine solidarische Versicherung an, an deren Finanzierung sich alle entsprechend ihrem Einkommen beteiligen.
Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Die gesetzliche Rentenversicherung auf alle Erwerbstätigen, einschließlich Beamt:innen, Politiker:innen und Selbstständige ausweiten“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung und die Abkehr von kapitalgedeckter Vorsorge bauen das heutige System grundlegend um.