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Linke zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Gemeinsam für die Vielen – erreichbar durch linke Politik! Unser Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 35 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Städtische Gesundheitszentren in ärmeren Stadtteilen einrichten

Die Linke will in ärmeren Stadtteilen städtische Gesundheitszentren schaffen, die ärztliche Versorgung mit sozialer und psychologischer Beratung verbinden. Alle Menschen in Hamburg sollen wohnortnah Zugang zu Haus- und Kinderarztpraxen haben, egal wie sie versichert sind. Die Partei will damit eine aus ihrer Sicht bestehende Zwei-Klassen-Medizin überwinden.

Die Linke will Gesundheits-Zentren der Stadt. Sie sollen in ärmeren Stadtteilen stehen. Dort gibt es Haus-Ärzte, Kinder-Ärzte und Beratung. Jeder soll in der Nähe einen Arzt finden. Die Art der Kranken-Versicherung soll dabei egal sein.

Die Zentren sollen unter Beteiligung der Menschen vor Ort gestaltet werden und keinen Aufnahmestopp verhängen. Der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten soll kleinräumig für einzelne Stadtteile geplant werden. Menschen ohne Krankenversicherung oder ohne gültigen Aufenthaltsstatus sollen anonyme Behandlungsscheine erhalten. Zur Barrierefreiheit nennt das Programm unter anderem Hebelifter in gynäkologischen Praxen, Treppenlifte und Informationen in Leichter Sprache und in Fremdsprachen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Einführung von städtischen Gesundheitszentren in ärmeren Stadtteilen: Haus- und Kinderärzt*innen gemeinsam mit Sozial- und psychologischer Beratung unter einem Dach“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Städtische Gesundheitszentren und kleinräumige Planung bauen öffentliche Angebote in der ambulanten Versorgung aus.

  • Migrationeher offen

    Anonyme Behandlungsscheine geben Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus zusätzlichen Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Gesundheitsvorsorge im Quartier und kostenlose Impfungen

Die Linke will die Vorsorge stärker in die Stadtteile bringen, unter anderem mit Community Health Nurses. Schutzimpfungen sollen einfach und kostenlos zugänglich sein. Für die Luft in Innenräumen wie Kitas, Schulen und medizinischen Einrichtungen sollen verbindliche Mindeststandards gelten.

Die Linke will mehr Vorsorge in den Stadtteilen. Pflege-Fachleute sollen zu den Menschen kommen. Impfungen sollen kostenlos und leicht zu bekommen sein. In Kitas, Schulen und Praxen soll die Luft sauber sein. Dafür soll es feste Regeln geben.

Community Health Nurses sind Pflegefachkräfte, die im Quartier aufsuchend arbeiten. Gesundheitsdaten sollen kleinräumig je Stadtteil erhoben werden, einschließlich der Belastung durch Lärm und Hitze, um daraus Maßnahmen abzuleiten. Als Beispiele für Impfungen nennt das Programm Masern, Mumps, Röteln und COVID-19. Die Luftstandards sollen Ansteckungen verringern und etwa Menschen mit Long COVID oder Vorerkrankungen schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Unkomplizierter und kostenloser Zugang zu regelmäßigen Schutzimpfungen wie gegen Masern, Mumps, Röteln oder COVID-19 für alle, die sich oder ihr Umfeld schützen wollen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose Impfangebote, aufsuchende Pflegekräfte und neue Luftstandards erweitern öffentliche Leistungen und Vorgaben im Gesundheitsbereich.

Krankenhäuser rekommunalisieren und Fallpauschalen abschaffen

Die Linke will die Krankenhäuser zurück in öffentliche Hand bringen und die Fallpauschalen (DRG) abschaffen. Die Krankenhausplanung soll sich am Bedarf orientieren. Die Partei begründet das damit, dass Gesundheit keine Ware sei.

Viele Kranken-Häuser in Hamburg gehören privaten Firmen. Die Linke will: Die Kranken-Häuser sollen wieder der Stadt gehören. Heute bekommen Kranken-Häuser feste Beträge pro Behandlung. Das will die Partei abschaffen. Für Geburten und kranke Kinder soll es mehr Geld geben.

Das Programm erinnert daran, dass ein früherer Senat die städtischen Krankenhäuser privatisiert hat, obwohl ein Volksentscheid sich dagegen aussprach. Geburts- und Kindermedizin sollen besser finanziert, integrierte Notfallzentren finanziell abgesichert werden. Für das Personal werden gute Arbeitsbedingungen, für Patientinnen und Patienten gute Behandlungsbedingungen gefordert. Löhne und Arbeitsbedingungen sollen so sein, dass Beschäftigte ihren Beruf gesund bis zur Rente ausüben können.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„(Re-)Kommunalisierung der Krankenhäuser.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Rückführung privater Krankenhäuser in öffentliches Eigentum und die Abschaffung der Fallpauschalen würden das heutige System grundlegend umbauen.

Pflege, pflegende Angehörige und Geburtshilfe stärken

Die Linke will Pflegekapazitäten planen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern und pflegende Angehörige finanziell absichern. In der Geburtshilfe soll es eine 1-zu-1-Betreuung und Hebammenzentren geben. Pflegebedürftigkeit und die Pflege von Angehörigen sollen nicht zu Armut oder Vereinsamung führen.

Die Linke will die Pflege besser planen. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll genug Geld haben. Es soll mehr Kurzzeit-Pflege geben. Bei der Geburt soll eine Hebamme nur für eine Frau da sein. Es soll Hebammen-Zentren geben.

Geplant werden sollen stationäre Plätze sowie Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege. Ein Online-Portal für die Bedarfsplanung soll als Modellprojekt entstehen. Das Programm kritisiert, dass Finanzinvestoren in die Langzeitpflege eingestiegen sind, der städtische Betreiber „pflegen und wohnen“ 2007 privatisiert wurde und die Eigenanteile im Schnitt bei rund 2.400 Euro monatlich liegen. Hebammenzentren begründet die Partei damit, dass Vor- und Nachsorge in der Stadt sehr ungleich verteilt seien; zudem soll die von Hebammen geleitete Geburtshilfe gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Pflegende Angehörige: Ausreichende Absicherung und Einkommen, Ausbau der Kurzzeitpflege und Einrichten eines Online-Portals für die Bedarfsplanung als Modellprojekt.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Kapazitätsplanung, mehr Absicherung für pflegende Angehörige und neue Hebammenzentren erweitern öffentliche Leistungen.

Psychiatrische Hilfen und akzeptierende Drogenhilfe ausbauen

Die Linke will den psychiatrischen Krisendienst ausbauen und die Ausbildung von Psychotherapeutinnen und -therapeuten voll finanzieren. In der Drogenpolitik setzt sie auf einen akzeptierenden Ansatz mit Drug-Checking, Konsumräumen und Orten, an denen Konsum geduldet wird. Therapie soll für alle mit Bedarf ohne Zuzahlung zugänglich sein.

Die Linke will mehr Hilfe bei seelischen Krisen. Es soll mehr Therapie-Plätze geben, vor allem für Kinder und Jugendliche. Menschen, die Drogen nehmen, sollen Hilfe statt Druck bekommen. Sie sollen ihre Drogen prüfen lassen können. Das heißt Drug-Checking.

Der Krisendienst soll aufsuchend und ambulant arbeiten, Peer-Genesungsbegleiterinnen und -begleiter sollen gestärkt werden. Bei der Aus- und Weiterbildung liegt der Schwerpunkt auf der Therapie für Kinder und Jugendliche. Drogenkonsumräume und Suchtberatungsstellen sollen nach Bedarf finanziert, die Suchtprävention für Jugendliche gestärkt werden. Für die Lage am Hauptbahnhof fordert die Partei Tagesstätten und Notschlafplätze, in denen Konsumierende sich aufhalten können. Substitutionsambulanzen und Ausstiegsangebote sollen auch dezentral entstehen, damit die Behandlung fern der Szene möglich ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„wir fordern einen akzeptierenden, aufsuchenden und unterstützenden Ansatz sowie den Auf- und Ausbau von konsumtoleranten Tagesaufenthaltsstätten und Notschlafplätzen“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Krisendienste, Therapieausbildung und Suchthilfe bauen staatlich finanzierte Leistungen aus.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Ein akzeptierender Umgang mit Drogenkonsum samt Drug-Checking und geduldeten Konsumorten setzt auf Hilfe statt auf ordnungsrechtlichen Druck.

Enquete-Kommission zur Corona-Politik einrichten

Die Linke will die Corona-Politik in Hamburg durch eine Enquete-Kommission aufarbeiten lassen. Daran soll ein breites Spektrum von Fachleuten mitwirken.

Die Linke will die Corona-Politik in Hamburg prüfen lassen. Dafür soll es eine Kommission geben. Eine Kommission ist eine Gruppe, die ein Thema genau untersucht. Viele Fachleute sollen mitmachen, zum Beispiel Ärzte und Psychologen.

Eine Enquete-Kommission ist ein Gremium des Parlaments, in dem Abgeordnete und Sachverständige ein Thema gemeinsam untersuchen. Als Beispiele für die beteiligten Fachleute nennt das Programm Ärzte, darunter Kinderärzte, und Psychologen. Gegenstand ist die Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen in Hamburg.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Die Linke setzt sich für die Einrichtung einer Enquete-Kommission unter Beteiligung eines breiten Spektrums an Fachkundigen“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Geschlechtergerechte Medizin und Frauengesundheit fördern

Die Linke will, dass die Medizin nicht länger den Mann als Maßstab nimmt, und Krankheiten, die vor allem Frauen betreffen, besser erforschen und behandeln lassen. In öffentlichen Toiletten sollen Menstruationsprodukte kostenlos ausliegen.

Die Medizin forscht oft nur an Männern. Die Linke will das ändern. Krankheiten von Frauen sollen besser erforscht werden. In öffentlichen Toiletten soll es kostenlose Binden und Tampons geben. Trans Menschen sollen leichter medizinische Hilfe bekommen.

Als Beispiele nennt das Programm Endometriose und Lipödeme; Ärztinnen und Ärzte sollen sich dazu auf den neuesten Stand bringen. Über Menstruation und ihre Beschwerden soll aufgeklärt werden, um Scham und Ausgrenzung abzubauen. Verhütungsmethoden für Männer sollen stärker erforscht und bekannter gemacht werden. Jedes Jahr soll eine Fachtagung zur Frauengesundheit stattfinden. Für trans Personen soll sich Hamburg dafür einsetzen, dass Hürden bei der medizinischen Transition sinken, vor allem bei der Übernahme der Kosten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Volkskrankheiten, die hauptsächlich Frauen treffen wie Endometriose und Lipödeme, müssen stärker erforscht und die Versorgung der Betroffenen verbessert werden“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtersensible Medizin, kostenlose Menstruationsprodukte und leichtere Transitionsversorgung bauen Gleichstellung im Gesundheitswesen schrittweise aus.

Pflegeheime besser ausstatten und kontrollieren

Die Linke will, dass alle Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen kostenloses und barrierefreies WLAN bekommen. Außerdem sollen die Heime regelmäßig kontrolliert und bei einer queer- und kultursensiblen Pflege gefördert werden.

Die Linke will kostenloses WLAN in allen Pflege-Heimen. Die Stadt soll die Heime regelmäßig prüfen. Heime sollen auf queere Menschen und Menschen aus anderen Kulturen eingehen. Dafür soll es Förderung geben.

Das WLAN in Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen soll gratis, barrierefrei und schnell genug sein. Die im Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz vorgesehenen regelmäßigen Kontrollen der Heime sollen tatsächlich stattfinden. Einrichtungen, die sich für queer- und kultursensible Pflege zertifizieren lassen, sollen dabei unterstützt werden. Gefördert werden sollen auch Wohnprojekte im Quartier mit integrierter Pflege, die sich besonders an LSBTIQ* und Menschen mit HIV richten.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Kostenlose, barrierefreie WLAN-Versorgung mit ausreichender Bandbreite in allen Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose Ausstattung, mehr Kontrollen und öffentliche Förderung erweitern staatliche Leistungen und Aufsicht in der Pflege schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung queer- und kultursensibler Pflege und entsprechender Wohnprojekte stärkt die Vielfalt der Lebensformen.

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Alle Programme in Hamburg im Vergleich