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Linke zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Gemeinsam für die Vielen – erreichbar durch linke Politik! Unser Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 35 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationdeutlich offen (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD-Verbotsverfahren einleiten, neofaschistische Organisationen verbieten

Die Linke will ein Verbotsverfahren gegen die AfD anstoßen und sämtliche neofaschistischen Organisationen verbieten lassen. Nazis und Reichsbürger sollen ihre Waffen abgeben müssen, antifaschistische Initiativen sollen gestärkt werden.

Die Linke will ein Verfahren für ein Verbot der AfD. Auch neofaschistische Gruppen sollen verboten werden. Nazis und Reichsbürger sollen keine Waffen haben dürfen. Gruppen gegen Rechts sollen mehr Unterstützung bekommen.

Das Programm stuft die AfD als extrem rechte Partei mit völkisch-nationalistischem Weltbild ein, das dem Grundgesetz widerspreche. Der Staat soll Verbote prüfen und gegebenenfalls umsetzen. Zivilgesellschaftliche antifaschistische Gruppen und deren Recherchen bezeichnet die Partei als Rückgrat des Kampfes gegen rechts. Sie lehnt es ab, solchen Vereinen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Den Rechtsruck will sie außerdem mit Wirtschafts- und Sozialpolitik aufhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir wollen die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Partei- und Organisationsverbote sowie die Entwaffnung bestimmter Gruppen setzen auf mehr staatliche Eingriffe zum Schutz der Ordnung.

Wahlrecht auf Menschen ohne deutschen Pass ausweiten

Die Linke will, dass Zugewanderte, die dauerhaft in Hamburg wohnen, auch ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen dürfen. Das soll für Bezirkswahlen und für die Bürgerschaftswahl gelten.

Viele Menschen leben lange in Hamburg, haben aber keinen deutschen Pass. Sie dürfen bisher nicht wählen. Die Linke will das ändern. Sie sollen in den Bezirken und für die Bürgerschaft wählen dürfen.

Das Wahlrecht soll nicht mehr an die Staatsbürgerschaft, sondern an den langfristigen Wohnsitz in der Stadt geknüpft sein. Daneben will die Partei das Verhältnis zwischen der Stadt als Einheitsgemeinde und den Bezirken neu ordnen, um mehr demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Die Interessen von Migrantinnen und Migranten sollen bei politischen Entscheidungen stärker zählen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Alle langfristig in Hamburg lebenden Migrant*innen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft, sollten das Wahlrecht auf kommunaler Ebene und für die Bürgerschaft erhalten.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Ein Wahlrecht für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit auf Landesebene gibt es heute nicht und würde die Rechte Zugewanderter grundlegend erweitern.

Versammlungsfreiheitsgesetz für Hamburg schaffen

Die Linke will ein eigenes Versammlungsfreiheitsgesetz, das Demonstrierenden umfassende Rechte zusichert. Vermummung und Spontanversammlungen sollen nicht mehr strafbar sein, und ziviler Ungehorsam soll nicht kriminalisiert werden.

Die Linke will ein neues Gesetz für Demonstrationen. Es soll den Teilnehmern viele Rechte geben. Wer sich bei einer Demo vermummt, soll nicht mehr bestraft werden. Auch spontane Demos sollen straffrei sein.

Das Programm spricht von sogenannten Versammlungsstraftaten und will diese entkriminalisieren. Zivilen Ungehorsam sieht die Linke als legitimes Mittel demokratischen Protests. Sie kündigt an, Aufmärsche von Neonazis weiterhin zu blockieren, und versteht sich als Partnerin antifaschistischer Gruppen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Schaffung eines Versammlungsfreiheitsgesetzes, das weitreichende Rechte für Versammlungsteilnehmer*innen garantiert“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst

    Straftatbestände des Versammlungsrechts wie das Vermummungsverbot sollen wegfallen, was die Versammlungsfreiheit gegenüber staatlicher Ordnung deutlich ausweitet.

Projekte gegen rechts dauerhaft finanzieren

Die Linke will Hamburger Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagieren, auf Dauer aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Eine Zusammenarbeit mit der AfD oder anderen Parteien der extremen Rechten schließt sie aus.

Viele Projekte in Hamburg arbeiten gegen Rechtsextremismus. Die Linke will, dass die Stadt diese Projekte dauerhaft bezahlt. Mit der AfD will die Linke nicht zusammenarbeiten. Das gilt im Parlament und überall sonst.

Gemeint sind Projekte der politischen Bildung, der Prävention und der Beratung von Betroffenen. Ihre Finanzierung soll am Bedarf ausgerichtet und verlässlich fortgeführt werden. Die Sicht von Migrantinnen und Migranten und anderen Betroffenen soll einbezogen, ihre Selbstorganisationen sollen gestärkt werden. Die oder der Hamburger Opferbeauftragte soll auch für Opfer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zuständig werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Diese Projekte müssen dauerhaft staatlich finanziert werden!“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau dauerhaft geförderter Bildungs- und Beratungsarbeit gegen Menschenfeindlichkeit stärkt Vielfalt und Antidiskriminierung schrittweise.

Strafvollzug reformieren und Gerichte besser ausstatten

Die Linke will Gefangenen für ihre Arbeit mindestens den Mindestlohn zahlen und sie in die Sozialversicherung aufnehmen. Resozialisierung soll stark ausgebaut werden, und die Gerichte sollen so viel Geld und Personal bekommen, wie sie brauchen.

Gefangene sollen für ihre Arbeit mindestens den Mindestlohn bekommen. Sie sollen auch in die Renten-Versicherung einzahlen können. Es soll mehr Hilfe für das Leben nach der Haft geben. Die Gerichte sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen.

Gefangene sollen insbesondere in die Rentenversicherung einbezogen werden und sich gewerkschaftlich organisieren dürfen. Der Vollzug soll humaner gestaltet, der Maßregelvollzug für psychisch kranke Menschen nach Bedarf ausgebaut werden. Überlange Gerichtsverfahren sieht das Programm als Gefahr für den Rechtsstaat und als Gerechtigkeitsproblem. Gegen den Personalmangel in den Geschäftsstellen sollen mehr Ausbildung, Quereinstieg und attraktivere Arbeitsbedingungen helfen. Die juristische Ausbildung soll reformiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Anhebung der Arbeitsentgelte im Strafvollzug auf mindestens Mindestlohnniveau und die Einbeziehung der Gefangenen in die Sozialversicherungssysteme“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mindestlohn und Sozialversicherung für Gefangene sowie mehr Mittel für Gerichte erhöhen öffentliche Ausgaben und weiten soziale Absicherung aus.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Ein humanerer Vollzug mit mehr Resozialisierung verschiebt den Schwerpunkt schrittweise von Strafe zu Wiedereingliederung.

Bezirke mit mehr Rechten und Geld ausstatten

Die Linke will den Hamburger Bezirken mehr Rechte geben und die Bezirksversammlungen als kommunale Parlamente anerkennen. Der Senat soll Entscheidungen der Bezirke nicht mehr an sich ziehen oder durch Anweisungen ersetzen dürfen.

Hamburg hat sieben Bezirke. Die Linke will, dass die Bezirke mehr selbst entscheiden. Sie sollen auch mehr Geld frei verwenden können. Der Senat soll ihnen nicht mehr hineinreden.

Die Einheitsgemeinde, in der Land und Kommune zusammenfallen, soll überprüft werden. Zweckgebundene Zuweisungen will die Linke kürzen, damit die Bezirke mehr Mittel frei einsetzen können. Vorgesehen sind außerdem ein Bürgerhaushalt, Mitsprache der Bezirksversammlungen beim Personal, die Rückgabe zentralisierter Aufgaben und Sitzungsgelder für Quartiersbeiräte. Bürgerhäuser sollen ausreichend finanziert werden. Für den Tourismus sollen die Bezirksämter eigene Manager erhalten, und besonders belastete Stadtteile sollen einen Teil der Einnahmen aus der Kultur- und Tourismustaxe bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Bezirksverwaltungsgesetz ändern: Bezirksversammlungen als Kommunalparlamente anerkennen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mitwirkungsrechte von Seniorinnen und Senioren stärken

Die Linke will das Hamburger Seniorenmitwirkungsgesetz deutlich verbessern und Ältere an allen öffentlichen Planungen beteiligen, die sie betreffen. Die Seniorenbeiräte der Bezirke sollen mehr Antragsrechte bekommen.

Ältere Menschen sollen in Hamburg mehr mitreden. Die Linke will dafür ein Gesetz ändern. Die Senioren-Beiräte in den Bezirken sollen mehr Anträge stellen dürfen. Die Stadt soll dafür genug Geld geben.

Die bezirklichen Seniorenbeiräte sollen Anträge künftig nicht nur im Hauptausschuss, sondern in sämtlichen Fachausschüssen der Bezirksversammlung einbringen können. Für die Teilhabe Älterer sollen ausreichend Mittel bereitstehen. Geprüft werden soll, wie die Interessen älterer LSBTIQ* und Migrantinnen und Migranten in den Beiräten vertreten sind. Barrierefreiheit im Nahverkehr und beim Wohnen sowie die Pflegequalität sollen durch mehr Kontrollpersonal gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir wollen insbesondere eine Änderung dieses Gesetzes, die den Senior*innen auf Bezirksebene eine machtvollere Stimme verleiht.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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Alle Programme in Hamburg im Vergleich