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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Machen ist hier Programm: Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 110 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Medienbildung verankern und Medienvielfalt sichern

Die Grünen wollen Medienbildung von der Kita an fest verankern und Aufklärung gegen Desinformation unterstützen. Außerdem bekennen sie sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wollen regionale Medien sowie die Kreativwirtschaft stärken.

Kinder sollen früh lernen, wie man mit Medien umgeht. Das soll schon in der Kita beginnen. Die Grünen wollen gegen falsche Nachrichten aufklären. Sie wollen viele verschiedene Medien im Land erhalten.

Einrichtungen der politischen Bildung, der Demokratieförderung und der Medienkompetenz sollen gestärkt werden; auch Menschen mit wenig digitaler Erfahrung sollen angesprochen werden. Das Programm begründet dies mit gezielter Desinformation, die Wahlen beeinflussen und Institutionen beschädigen solle. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sollen enger zusammenarbeiten und gemeinsame Plattformen aufbauen, bis hin zu einem europäischen Public Open Space. Digitale öffentlich-rechtliche Angebote sollen vor allem junge Menschen erreichen. Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft soll ausgebaut werden, mit Förderkriterien, die den Jugendschutz beachten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir GRÜNE wollen, dass Medienbildung als feste Säule schon in Kitas beginnt und in Schulen systematisch weitergeführt wird.“
Seite 38 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Erinnerungskultur ausbauen, 8. Mai als Gedenktag

Die Grünen wollen die Gedenkarbeit zum Nationalsozialismus fortführen und den 8. Mai zum Gedenktag machen. Alle Schülerinnen und Schüler sollen einmal kostenlos eine NS-Gedenkstätte besuchen. Auch die deutsche Kolonialgeschichte soll kritisch aufgearbeitet werden.

Die Grünen wollen an die Verbrechen der Nazis erinnern. Der 8. Mai soll ein Gedenk-Tag werden. Jedes Schulkind soll einmal kostenlos eine Gedenk-Stätte besuchen. Auch an die Verbrechen in den früheren Kolonien soll erinnert werden.

Die Förderung von Gedenkstättenfahrten soll weiterlaufen; jeder Schüler und jede Schülerin soll mindestens einmal kostenfrei eine NS-Gedenkstätte oder ein Konzentrationslager besuchen. Bildungsangebote in Osthofen und Hinzert sowie Aufarbeitungsprojekte am früheren Westwall werden unterstützt, die Stiftung „Grüner Wall im Westen“ soll mit mehr Geld zu einem Ort politischer Bildung werden. Das demokratische Erbe des Landes, etwa das Hambacher Fest, soll gepflegt werden. Zur Kolonialgeschichte wollen die Grünen Forschung, Bildung und Kulturprojekte fördern. Kommunen sollen Hilfe erhalten, wenn sie Straßennamen und Denkmäler überprüfen und Gedenkorte für die Opfer einrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai wollen wir als Gedenktag etablieren.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Erinnerungskultur soll um koloniale Verbrechen erweitert und Straßennamen sowie Denkmäler kritisch überprüft werden, was das überlieferte Geschichtsbild schrittweise verändert.

Kulturgesetz und RLP-Kulturpass einführen

Die Grünen wollen Kultur verlässlich fördern und dafür ein Kulturgesetz mit einem Förderplan je Wahlperiode schaffen. Förderanträge sollen einfacher und digital werden. Junge Menschen sollen einen RLP-Kulturpass erhalten, der ihnen kulturelle Teilhabe ermöglicht.

Die Grünen wollen ein Kultur-Gesetz. Darin steht ein fester Plan für die Förderung von Kultur. Anträge auf Geld sollen einfach und digital sein. Junge Menschen sollen einen Kultur-Pass bekommen. Damit können sie leichter Kultur erleben.

Der Förderrahmen soll durch eine Reform des Zuwendungsrechts und der Kulturförderrichtlinie klarer und einfacher werden. Die Konzeptionsförderung der Freien Szene soll langfristig gesichert, weitere mehrjährige Förderungen sollen geprüft werden. Kulturstiftung und Kultursommer RLP sollen ein schärferes Profil als Impulsgeber bekommen. Geprüft werden regionale Kulturförderfonds und sogenannte Kulturknoten für die Kultur vor Ort. Große Orchester, Museen und Theater sollen weiterhin verlässlich finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Deshalb setzen wir uns für ein Kulturgesetz mit einem konkreten Kulturförderplan für jede Wahlperiode ein.“
Seite 88 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gesetzlich abgesicherte Kulturförderung und ein neuer Kulturpass für junge Menschen bauen öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Mindesthonorare ausbauen und Kulturetat anheben

Die Grünen wollen, dass Kulturschaffende von ihrer Arbeit leben können. Dafür sollen Mindesthonorare bei Förderungen des Landes ausgeweitet und der Kulturhaushalt erhöht werden. Ehrenamtliche Kulturarbeit soll durch hauptamtliche Kräfte gestützt werden.

Die Grünen wollen Künstler besser bezahlen. Wer Geld vom Land bekommt, soll Mindest-Honorare zahlen. Ein Honorar ist die Bezahlung für einen Auftrag. Das Land soll mehr Geld für Kultur ausgeben. Auch Ehrenamtliche in der Kultur sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm sieht vor, Mindesthonorare bei Landesförderungen auszuweiten und Stipendien, Residenzen und Preise als Unterstützung zu nutzen. Der Kulturetat soll steigen, um höhere Kosten im Kulturbetrieb auszugleichen. Im Bund wollen sich die Grünen für eine bessere soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern einsetzen. Das Programm „Zukunft durch Kultur“ soll wachsen, damit Hauptamtliche und Ehrenamtliche Unterstützung erhalten. Fachverbände sollen beim Generationenwechsel begleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Deshalb wollen wir Mindesthonorare bei Landesförderungen weiter ausbauen.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindlichere Mindesthonorare und ein höherer Kulturetat bedeuten mehr öffentliche Ausgaben und Vorgaben innerhalb des bestehenden Fördersystems.

Kulturelle Bildung und Kulturorte stärker fördern

Die Grünen wollen, dass alle jungen Menschen Zugang zu Kunst und Kultur bekommen, von der Kita bis nach der Schule. Kulturelle Bildung soll in den Ganztag gehören, und Kultureinrichtungen sollen als Orte der Begegnung mehr Förderung erhalten. Außerdem sollen neue Räume für Kultur in Stadt und Land entstehen.

Alle Kinder und Jugendlichen sollen Kunst und Kultur erleben. Das soll auch in der Ganztags-Schule passieren. Büchereien, Musik-Schulen, Theater und Museen sollen mehr Geld bekommen. Busse sollen Schulklassen zu Kultur-Orten bringen. Menschen mit wenig Geld sollen Kultur günstig oder kostenlos nutzen können.

Kooperationen von Kultureinrichtungen mit Schulen und Kitas sowie Programme wie „Jedem Kind seine Kunst“ und Kulturwandertage sollen gefördert werden. Ein Förderprogramm für Kulturbusse soll Schulfahrten zu Kultureinrichtungen erleichtern, Kulturbusse soll es auch für Erwachsene geben. Ein Programm „Dritte Orte“ soll Begegnungsräume etwa in Bibliotheken, Museen oder leerstehenden Gebäuden schaffen, zudem ist ein Produktionshaus für die Freie Szene geplant. Kulturanbieter sollen Hilfe bei Digitalisierung, Klimaschutz und Barrierefreiheit erhalten, und ein „Grünes Kultursiegel“ soll nachhaltige Einrichtungen auszeichnen. Für Menschen mit wenig Einkommen, besonders Kinder und Jugendliche, strebt die Partei günstige oder kostenlose Angebote an, dazu eine Förderung für Filmfestivals.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Kulturelle Bildung soll fester Teil im schulischen Ganztag werden.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förderprogramme und vergünstigte Kulturangebote weiten öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Clubs als Kulturstätten anerkennen und sichern

Die Grünen wollen Clubs und Diskotheken als Kulturstätten anerkennen und fest in die kommunale Stadtplanung einbeziehen. Bestehende Standorte sollen gesichert werden. Zugleich sollen Konzepte gegen sexualisierte Gewalt im Nachtleben gestärkt werden.

Die Grünen sehen Clubs und Diskos als Teil der Kultur. Städte sollen Clubs bei ihrer Planung mitdenken. Die Partei will verhindern, dass Clubs schließen. Feiern soll für alle sicher sein. Dafür soll es mehr Schutz vor sexueller Gewalt geben.

Koordinierungsstellen für das Nachtleben sollen gefördert werden, ebenso ein besserer Lärmschutz. Nachhaltige Clubkonzepte und kreative Zwischennutzungen sollen unterstützt werden. Die Partei will Strategien entwickeln, um Schließungen von Clubs zu verhindern. Awareness-Strukturen, also Anlaufstellen und Teams für Betroffene von Übergriffen, sollen im Nachtleben und bei öffentlichen Veranstaltungen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Über gezielte Initiativen wollen wir bestehende Standorte sichern und Strategien gegen das Clubsterben entwickeln.“
Seite 90 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturerbe vermitteln und Herkunft von Sammlungen prüfen

Die Grünen wollen das kulturelle Erbe des Landes bekannter machen und Museen bei der Prüfung ihrer Sammlungen unterstützen. Eine Beratungsstelle soll helfen, Objekte aus NS-Raubgut oder kolonialen Zusammenhängen zu erkennen. Die Kultur des Landes soll außerdem sichtbarer werden, etwa durch eine Europäische Kulturhauptstadt.

Die Grünen wollen das Kultur-Erbe im Land bekannter machen. Museen sollen prüfen, woher ihre Stücke kommen. Manche Stücke wurden vielleicht in der Nazi-Zeit geraubt. Andere stammen vielleicht aus früheren Kolonien. Eine Beratungs-Stelle soll den Museen dabei helfen.

Das Hambacher Schloss und die SchUM-Stätten in Mainz, Worms und Speyer sollen mehr Aufmerksamkeit und Vermittlungsarbeit erhalten. Archive sollen als Orte der Demokratie und Erinnerungskultur gestärkt und das Landesarchivgesetz vor allem auf dem Land praktisch umgesetzt werden. Die Kulturlandschaft soll enger mit dem Tourismus verknüpft und mit einer Marketingstrategie beworben werden. Zusätzliche Stellen für Kulturberatung und regionale Kulturmanagerinnen und -manager sollen Aktive vor Ort unterstützen. Die Partei will, dass Rheinland-Pfalz Schauplatz einer Europäischen Kulturhauptstadt wird, und Kulturkooperationen mit europäischen Staaten fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Wir wollen eine Beratungsstelle für Herkunftsforschung einrichten, die die Museen im Land bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die systematische Prüfung von Sammlungen auf NS-Raubgut und koloniale Herkunft baut eine kritische Aufarbeitung der Geschichte schrittweise aus.

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