Dorfentwicklung fördern, Outlet-Center ablehnen
Die Grünen wollen ländliche Räume mit Begegnungsorten, Dorfläden, Dorfbüros und Co-Working-Angeboten stärken. Große Einzelhandelsansiedlungen außerhalb der Ortskerne und Outlet-Center an Autobahnen lehnt die Partei ab, weil sie nach ihrer Sicht Kaufkraft abziehen und Verkehr erzeugen.
Die Grünen wollen das Leben auf dem Dorf stärken. Sie wollen Dorf-Läden und Büros zum gemeinsamen Arbeiten fördern. Es soll Treffpunkte mit Angeboten für Kultur und Gesundheit geben. Große Einkaufs-Zentren außerhalb der Orte wollen die Grünen nicht.
Begegnungsorte auf dem Land sollen Nahversorgung, Kultur, Bildung und Gesundheitsdienste an einem Ort bündeln. Die Partei verweist darauf, dass digitales Arbeiten neuen Berufsgruppen das Leben auf dem Land ermöglicht, und nennt gute Verkehrs- und Internetanbindung als Voraussetzung. Gemeinwesenarbeit in Nachbarschaftsinitiativen, Dorfgemeinschaftshäusern und Stadtteiltreffs soll zusammen mit den Kommunen gestärkt werden. Innovationscluster und Modellregionen sollen die regionale Wertschöpfung erhöhen. Großflächiger Einzelhandel auf bisher unbebauten Flächen schadet nach Darstellung des Programms Innenstädten und Dorfkernen.
Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Dorfläden und -büros sowie Co-Working-Spaces als innovative Möglichkeit für mobile Arbeit fördern wir.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Öffentliche Förderung dörflicher Infrastruktur und die Ablehnung großer Handelsansiedlungen bedeuten mehr staatliche Lenkung der Standortentwicklung.