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Grüne zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Klima- und Transformationsfonds mit 6 Milliarden auflegen

Die Grünen wollen in der nächsten Wahlperiode einen Klima- und Transformationsfonds mit mindestens 6 Milliarden Euro einrichten. Er soll bestehende Landesprogramme bündeln und weiterentwickeln. Gefördert werden sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen beim Klimaschutz.

Die Grünen wollen einen großen Geld-Topf für den Klimaschutz. Darin sollen mindestens 6 Milliarden Euro sein. Das Geld hilft kleinen Firmen und Städten beim Klimaschutz. So sollen Arbeitsplätze in Hessen bleiben.

Der Fonds baut auf den vorhandenen Haushaltsprogrammen für Klimaschutz und Transformation auf, für die derzeit im Schnitt 900 Millionen Euro jährlich eingeplant sind. Besonders im Blick stehen die Chemieindustrie und die Autobranche samt Zulieferern, damit deren Arbeitsplätze in Hessen bleiben. Die Servicestelle Wirtschaftswandel Hessen soll Anlaufstelle für alle Beteiligten werden. In einem regelmäßigen Dialog mit Verbänden und Gewerkschaften soll beraten werden, wie das Geld gezielt eingesetzt wird. Soziale und ökologische Kriterien sollen bei der Förderung maßgeblich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„werden wir einen Klima- und Transformationsfonds in Höhe von mindestens 6 Milliarden Euro in der nächsten Wahlperiode auflegen“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Wandel der Wirtschaft mit einem aufgestockten staatlichen Förderfonds aktiv steuern.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Fördergeld soll Unternehmen und Kommunen beim Klimaschutz voranbringen, ohne neue Verbote.

Industrie und Mittelstand beim Klimaumbau unterstützen

Die Grünen wollen Hessen als Industriestandort sichern und Unternehmen beim Umstieg auf klimaneutrales Wirtschaften unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Grünen wollen die Industrie in Hessen erhalten. Firmen sollen Hilfe bekommen, damit sie klimafreundlich arbeiten. Kleine und mittlere Firmen sollen besondere Beratung bekommen. Die Verwaltung soll digital und einfacher werden.

Die Industrie soll gezielt bei Transformationstechnologien gefördert werden. Eine digitale Verwaltung soll bürokratische Abläufe vereinfachen. Die Wasserstoffstrategie des Landes wird fortgeschrieben, damit energieintensive Prozesse mit grünem Wasserstoff laufen können. Der Digi-Check soll ausgebaut und mit Mitteln des Klima- und Transformationsfonds um Energieberatung, Umstellungshilfen und Workshops ergänzt werden. Unternehmensnachfolgen sollen attraktiver werden, und Firmen sollen Hilfe bei EU-Programmen wie Horizon Europe und dem Green Deal erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Die hessische Industrie wollen wir gezielt im Bereich der Transformationstechnologien unterstützen und Investitionen ermöglichen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Wandel der Wirtschaft soll mit staatlicher Förderung, Beratung und Fondsmitteln begleitet werden.

  • Europaeher mehr EU

    Hessische Unternehmen sollen stärker an EU-Programmen und am Green Deal teilnehmen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung wird am Ziel einer klimaneutralen Wirtschaftsweise ausgerichtet.

Kostenfreien Meisterbrief einführen, Handwerk stärken

Die Grünen wollen den Meisterbrief kostenfrei machen, um finanzielle Hürden zu senken und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Prämien sollen Gründungen und Betriebsübernahmen im Handwerk fördern.

Die Grünen wollen das Handwerk stärken. Der Meisterbrief soll nichts mehr kosten. Wer einen Betrieb gründet oder übernimmt, soll Geld bekommen. Für Solar-Anlagen soll es eine kurze Ausbildung geben.

Meistergründungsprämien sollen die erste Gründung eines Handwerksbetriebs unterstützen, Förderprämien die Nachfolge in bestehenden Betrieben. Dabei stehen Gründerinnen und Nachfolgerinnen besonders im Blick. Öffentliche Auftraggeber sollen bei Vergaben stärker auf Klimaschutz achten, damit klimafreundliche Betriebe profitieren. Geplant sind eine Kurzausbildung etwa für Solateurinnen und Solateure sowie Umschulungs- und Qualifizierungsprogramme. Begründet wird dies mit langen Wartezeiten und dem Bedarf an Fachkräften für erneuerbare Energien.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„wollen wir den nächsten Schritt gehen und den kostenfreien Meisterbrief einführen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll die Kosten der Meisterausbildung übernehmen und Gründungen mit Prämien fördern.

Nachhaltige Start-ups und Gründerinnen gezielt fördern

Die Grünen wollen Gründungen fördern, die zu den Stärken des Standorts und zur Nachhaltigkeit beitragen. Start-ups mit messbarer sozialer oder ökologischer Wirkung sollen höhere Fördersätze erhalten, und Frauen sollen leichter an Gründungskapital kommen.

Die Grünen wollen neue Firmen fördern. Besonders viel Geld sollen Firmen bekommen, die der Umwelt oder den Menschen nützen. Frauen sollen leichter eine Firma gründen können. Hessen soll ein gutes Land für Gründer sein.

Genannt werden Fintechs für den Finanzplatz Frankfurt sowie Start-ups in Energie, Life Sciences und Digital Health, künstlicher Intelligenz und Mobilität. Das hessenweite Innovationscluster soll mit Wirtschaft, Hochschulen und Gründungszentren ausgebaut werden. Die Finanzierung für Gründung und Wachstum soll insgesamt steigen. Aus dem Fundraising Readiness Programm soll ein Investment Readiness Programm werden, das sich an kleinere Unternehmen ebenso richtet wie an Start-ups. Für Gründerinnen sind branchenspezifische Formate vorgesehen, etwa im Fintech-Bereich.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Impact Start-ups erhalten breitere Förderchancen und erhöhte Fördersätze.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet die Stärkung privater Unternehmensgründungen mit mehr staatlicher Förderung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Frauen sollen beim Gründen gezielt gefördert werden, was auf mehr Gleichstellung zielt.

Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und Kreislaufwirtschaft fördern

Die Grünen wollen Unternehmen stärken, die sich dem Gemeinwohl verpflichten, etwa Genossenschaften und Sozialunternehmen. Eine Impact-Strategie soll zeigen, wie soziale Innovationen in Hessen vorankommen.

Manche Firmen wollen vor allem der Gesellschaft nützen. Die Grünen wollen solche Firmen unterstützen. Sie wollen auch Firmen fördern, die Müll vermeiden. Firmen sollen Beratung für neue Berichts-Pflichten bekommen.

Die Beratung für Sozialunternehmerinnen und Sozialunternehmer soll künftig Teil der üblichen Gründungsberatung werden. Besonders gefördert werden Konzepte für Kreislaufwirtschaft und Müllvermeidung. Gemeinwohl- und Ökobilanzen nennt das Programm als Mittel, um Folgen für Umwelt und Gemeinwohl zu untersuchen. Unternehmen, die durch die EU-Nachhaltigkeitsberichtspflicht (CSRD) neu berichten müssen, sollen geförderte Beratung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Mittels einer Impact-Strategie wollen wir erarbeiten, wie soziale Innovationen und Social Entrepreneurship in Hessen vorangebracht werden können.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gemeinwohlorientierte Unternehmensformen sollen mit staatlicher Beratung und Förderung gestärkt werden.

Innenstädte beleben, regionale Wirtschaftskreisläufe fördern

Die Grünen wollen Kommunen mit dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ helfen, Innenstädte zu stärken und Leerstand zu verringern. Auf dem Land soll die Versorgung nahe am Wohnort gesichert und regionale Wertschöpfung gefördert werden.

Die Grünen wollen lebendige Innenstädte. Städte und Gemeinden sollen dafür Geld bekommen. Leere Läden sollen wieder genutzt werden. Auf dem Land soll es Läden in der Nähe geben.

Innenstädte sollen Wohnen, Kultur, soziale Angebote, kleine inhabergeführte Läden und Investoren zusammenbringen. Der Investitionskredit der WIBank für Kommunen soll auch den Zwischenerwerb von Immobilien für stadtplanerische Vorhaben abdecken. Im ländlichen Raum soll der tägliche Bedarf wohnortnah gedeckt werden. Projekte mit kurzen Wegen zwischen Herstellung, Verarbeitung und Verkauf werden weiter gefördert.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir wollen lebenswerte und lebendige Innenstädte mit einer vielfältigen Mischung von Angeboten erhalten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Innenstädte und regionale Kreisläufe sollen mit öffentlichen Förderprogrammen und Krediten gestützt werden.

Naturverträglichen Tourismus in Hessen ausbauen

Die Grünen wollen den Tourismus nach dem Einbruch durch Corona wieder stärken und die Regionen bekannter machen. Die Förderung soll sich besonders an Naturverträglichkeit orientieren.

Die Grünen wollen mehr Urlauber nach Hessen holen. Der Tourismus soll die Natur schonen. Es soll mehr Werbung für Hessen geben. Wege zum Wandern und Radfahren sollen besser werden.

Die hessischen Tourismusregionen sollen sichtbarer werden und ein klareres Profil erhalten. Die Aktivitäten der Landesregierung sollen in einem neuen Rahmen gebündelt werden. Für Thementourismus ist mehr Marketing vorgesehen. Die Infrastruktur für Wander-, Rad- und Wellnessurlaub soll ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Unsere Tourismusförderung wird auch weiter die Naturverträglichkeit besonders ins Zentrum stellen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalisierung der Wirtschaft und Games-Branche fördern

Die Grünen wollen Unternehmen beim digitalen Wandel mit Förderprogrammen und Weiterbildung unterstützen. Bestehende Programme für Handwerk und Mittelstand sollen weiterentwickelt, ein neues für IT-Sicherheit aufgelegt werden. Auch die Förderung der Games-Branche soll wachsen.

Firmen sollen digitaler werden. Die Grünen wollen dafür Geld vom Land geben. Kleine Firmen und Handwerker sollen Hilfe bekommen. Es soll ein neues Programm für sichere Computer geben. Auch Firmen, die Computer-Spiele machen, sollen mehr Förderung bekommen.

Der DIGI-Zuschuss soll passgenau fortgeführt, das Programm Distr@l überprüft und angepasst werden. Ein zusätzliches Förderprogramm soll die IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen, im Handwerk und in Kommunen verbessern. Junge, digitale und ökologisch nachhaltige Geschäftsideen sollen Hilfe bei Präsentation und Vermarktung erhalten. Das vom Bund geförderte Dateninstitut soll nach Möglichkeit seinen Sitz in Hessen bekommen. Zur Fachkräftesicherung setzt die Partei auf digitale Schulungen für Lernende sowie Weiterbildung für Beschäftigte und Arbeitssuchende.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Erfolgreiche Programme wie den DIGI-Zuschuss in der Förderung von Handwerksbetrieben sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wollen wir passgenau weiterentwickeln.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderprogramme für Unternehmen sollen ausgebaut und ergänzt werden, was eine aktivere Rolle des Staates in der Wirtschaft bedeutet.

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Alle Programme in Hessen im Vergleich