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Grüne zu Europa

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Europaeher mehr EU (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU zur Föderalen Europäischen Republik weiterentwickeln

Die Grünen wollen die Europäische Union in Richtung einer Föderalen Europäischen Republik reformieren. Nationale Vetos sollen entfallen, und das Europaparlament soll selbst Gesetze vorschlagen dürfen.

Die Grünen wollen die EU stärker machen. Einzelne Länder sollen Entscheidungen nicht mehr allein blockieren können. Das Europa-Parlament soll selbst Gesetze vorschlagen dürfen. Die EU soll mehr Geld für Klimaschutz und Soziales ausgeben.

Das Programm begründet die Reformen mit dem russischen Angriff auf die Ukraine, den es verurteilt, und stellt sich gegen nationale Alleingänge. Es knüpft an die Vorschläge der Konferenz zur Zukunft der EU an. Neben dem Ende nationaler Vetos und einem Initiativrecht für das Parlament fordern die Grünen mehr EU-Investitionen in Klimaschutz und Soziales. Die EU-Agrarpolitik soll ökologischer werden und sich stärker an Gemeinwohl und Nachhaltigkeit ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir setzen uns dafür ein, Reformen auf dem Weg zu einer Föderalen Europäischen Republik voranzubringen, insbesondere für die Abschaffung nationaler Vetos, die Einführung eines Initiativrechts für das Europaparlament“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich mehr EU

    Das Ende nationaler Vetos und das Ziel einer föderalen Republik würden die EU-Institutionen grundlegend zugunsten gemeinsamer Entscheidungen umbauen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr EU-Investitionen in Klimaschutz und eine ökologischere Agrarpolitik stärken den Klimaschutz schrittweise.

Landtagswahlrecht für EU-Bürger einführen

Die Grünen wollen, dass Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten bei hessischen Landtagswahlen wählen dürfen. Sie sehen darin einen Schritt hin zu einer europäischen Staatsbürgerschaft.

Menschen aus anderen EU-Ländern sollen in Hessen den Landtag mitwählen dürfen. Das wollen die Grünen. Sie wollen, dass es eines Tages eine europäische Staats-Bürgerschaft gibt. Auch Info-Stellen über Europa sollen Unterstützung bekommen.

Das Programm unterstützt das Ziel einer Europäischen Staatsbürgerschaft und nennt das Landtagswahlrecht als Schritt dorthin. Europa soll den Menschen in Hessen nähergebracht werden. Dazu wollen die Grünen die vier Europe-Direct-Informationszentren im Land sowie überparteiliche und zivilgesellschaftliche Europa-Netzwerke unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Als Schritt in diese Richtung wollen wir das Wahlrecht für EU-Bürger*innen bei Landtagswahlen ermöglichen.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Das Wahlrecht auf Landesebene für EU-Bürger erweitert die Unionsbürgerschaft über den heutigen Stand hinaus.

  • Migrationeher offen

    In Hessen lebende Menschen ohne deutschen Pass aus EU-Staaten würden mehr politische Rechte erhalten.

Europäischen Austausch für Jugend und Verwaltung ausbauen

Die Grünen wollen mehr europäischen Austausch ermöglichen, vor allem für junge Menschen. Alle Schüler und Auszubildenden sollen unabhängig vom Einkommen der Eltern an einem Projekt im europäischen Ausland teilnehmen können; auch Verwaltungsbeschäftigte sollen Austausche machen können.

Junge Menschen sollen Europa selbst erleben. Jeder Schüler und jeder Azubi soll ein Projekt im Ausland machen können. Das Geld der Eltern soll dabei keine Rolle spielen. Auch Mitarbeiter von Ämtern sollen ins Ausland gehen können. Hessen soll enger mit Partner-Regionen zusammenarbeiten.

Die Verlosung von Interrail-Tickets soll wachsen, das Jugend-Europa-Festival weiterlaufen und der digitale Austausch zwischen Schulen ausgebaut werden. Die 34 Europaschulen werden unterstützt, und mehr Lehrkräfte und Erzieher sollen an Erasmus+ teilnehmen. Ein eigenes Programm „Hessen ERASMUS“ soll Beschäftigten von Land und Kommunen Auslandsaufenthalte ermöglichen. Mit Partnerregionen soll die Zusammenarbeit bei Klimaschutz und Bildung wachsen, mit besonderem Blick auf die Ukraine, Moldau, Georgien und den Westbalkan. Ein EU-Back-Office soll Regionalmanager bei der Fördermittelberatung unterstützen; an Hochschulen befürworten die Grünen European Universities und „European Degrees“.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir setzen uns für den Ausbau von EU-Jugend- und Austauschprogrammen ein, damit jede*r Schüler*in und jede*r Auszubildende unabhängig vom Geldbeutel der Eltern ein Kultur- oder Bildungsprojekt im europäischen Ausland erleben kann.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Mehr EU-Austauschprogramme, europäische Abschlüsse und Partnerschaften mit Beitrittsländern vertiefen die europäische Zusammenarbeit schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zu Europa?

Alle Programme in Hessen im Vergleich