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parteiprogramm

Grüne zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Migrationeher offen (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 5 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration ausbauen

Die Grünen wollen Sprachförderung und Integrationskurse ausweiten und ausländische Abschlüsse schneller anerkennen. Menschen sollen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen in Bildung, Arbeit und beim Wohnen haben.

Die Grünen wollen mehr Deutsch-Kurse anbieten. Das gilt für Kinder und Erwachsene. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten. Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben.

Das Hessische Integrations- und Teilhabegesetz soll weiter ausgestaltet werden. Hürden bei Integrationskursen, etwa fehlende Kinderbetreuung, sollen sinken. Die Programme „Wirtschaft integriert“ und „Sozialwirtschaft integriert“ laufen weiter; Nachqualifizierung und Berufssprachkurse sollen mehr Förderung bekommen. Mehrsprachigkeit soll an Schulen und in der Erwachsenenbildung gefördert werden. Gegen die Ausbeutung von Arbeitsmigrantinnen und -migranten will die Partei vorgehen, und die WIR-Vielfaltszentren in den Kommunen sollen überprüft und gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Daher wollen wir Sprachförderprogramme in Kitas, Schulen und für Erwachsene ausweiten.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Integrationsangebote und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sollen ausgebaut werden, was Zugewanderten die Teilhabe erleichtert.

Wahlrecht für dauerhaft hier Lebende, einfachere Behörden

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, dass alle Menschen wählen dürfen, die dauerhaft in Deutschland leben. In Hessen sollen Einbürgerung und politische Vertretung von Migrantinnen und Migranten gefördert und Behördengänge vereinfacht werden.

Die Grünen wollen: Wer dauerhaft hier lebt, soll wählen dürfen. Dafür wollen sie sich im Bund einsetzen. Ämter sollen einfacher werden. Wichtige Formulare soll es in mehreren Sprachen geben.

Behörden, vor allem Ausländerbehörden, sollen weniger Formulare und einfache Sprache nutzen; die gängigsten Formulare soll es mehrsprachig geben. Die Einbürgerung soll weiter gefördert werden. Ausländerbeiräte, ihr Dachverband und Selbstorganisationen von Zugewanderten sollen auch finanziell gestärkt werden. Dazu will die Partei die Hessische Gemeindeordnung auf ihre Praxistauglichkeit prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Auf Bundesebene setzen wir uns für das Wahlrecht für alle dauerhaft hier lebenden Menschen ein.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Ein Wahlrecht für alle dauerhaft hier lebenden Menschen gibt es heute nicht; es würde die politischen Rechte Zugewanderter grundlegend erweitern.

Hessen als sicheren Hafen für Geflüchtete erhalten

Die Grünen wollen, dass Hessen Geflüchtete über die bundesweite Verteilung hinaus aufnimmt und beim Aufbau einer sicheren Existenz unterstützt. Sie setzen auf gute Erstversorgung, schnelle dezentrale Unterbringung und legale Fluchtwege.

Die Grünen wollen Menschen auf der Flucht helfen. Hessen soll mehr tun als nur seine Pflicht. Geflüchtete sollen schnell in normale Wohnungen ziehen können. Sie sollen leichter zum Arzt gehen können.

Die Partei will den Weg der Aktionspläne zur Integration und des Landesaufnahmeprogramms für Menschen aus Afghanistan fortsetzen. Unabhängige Beratung und psychosoziale Zentren für Geflüchtete sollen gestärkt werden. Eine elektronische Gesundheitskarte soll den Weg zur medizinischen Behandlung vereinfachen. Die Grünen treten für sichere und legale Fluchtwege ein und wollen Initiativen zur Seenotrettung im Mittelmeer unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Hessen soll ein sicherer Hafen für Menschen sein, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Aufnahme über die Pflichtquote hinaus, bessere Versorgung und legale Fluchtwege erweitern den Schutz für Geflüchtete.

Bleibeperspektiven für gut integrierte Geflüchtete schaffen

Die Grünen wollen, dass Behörden bei lange hier lebenden, gut integrierten Geflüchteten systematisch prüfen, ob ein dauerhafter Aufenthalt möglich ist. Der Wechsel vom Asyl- ins Einwanderungsverfahren soll leichter werden, auch wegen des Fachkräftemangels.

Manche Geflüchtete leben schon lange hier und sind gut integriert. Die Grünen wollen, dass sie bleiben können. Die Ämter sollen das genau prüfen. Niemand soll aus Arbeit oder Ausbildung gerissen werden.

Das Programm verlangt einen Kulturwandel in den zuständigen Behörden: Sie sollen nicht nur Abschiebungen planen, sondern auch Möglichkeiten eines dauerhaften Aufenthalts nach geltendem Recht prüfen. Der sogenannte Spurwechsel in ein Einwanderungsverfahren soll einfacher werden. Menschen in Ausbildung und Arbeit sollen bleiben können. Die Wohnsitzauflage und ähnliche Beschränkungen sollen entfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Für Geflüchtete, die schon sehr lange bei uns leben und gut integriert sind, wollen wir systematisch Bleibemöglichkeiten prüfen und Bleibeperspektiven eröffnen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Bleiberechte sollen im Rahmen der geltenden Gesetze stärker genutzt und Auflagen gelockert werden, was den Aufenthalt erleichtert.

Schulbildung für Zugewanderte und Geflüchtete verbessern

Die Grünen wollen den Unterricht für zugewanderte Kinder und Jugendliche professioneller gestalten, um abgebrochene Bildungswege zu vermeiden. Intensivklassen sollen kleiner werden und an allen Schulformen bestehen. Abschiebungen aus Schulen lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen besseren Unterricht für zugewanderte Kinder. Die Deutsch-Klassen sollen kleiner werden. Es soll sie an allen Schulformen geben. Niemand soll aus der Schule heraus abgeschoben werden.

Die Beschulung soll durch ein Monitoring begleitet und die Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse überarbeitet werden. Deutsch als Zweitsprache (DaZ) soll in der Lehrerbildung mehr Gewicht erhalten, qualifizierte DaZ-Lehrkräfte sollen fest angestellt werden. Für Lernende ohne ausreichende Kenntnis der lateinischen Schrift sind deutlich kleinere Alphabetisierungsklassen vorgesehen. Der Zugang zur gymnasialen Oberstufe soll bei geringen Deutschkenntnissen erleichtert und bis zum Abitur sprachlich begleitet werden. Modelle der teilweisen Integration in Regelklassen mit mehr Personal sollen unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„wollen wir die vorgeschriebene Anzahl an Schüler*innen in Intensivkursen und -klassen deutlich verringern“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Förderung für zugewanderte Schülerinnen und Schüler und die Ablehnung von Abschiebungen aus Schulen stärken schrittweise Rechte und Integration.

Freiwillige Rückkehr vor Abschiebung stellen

Die Grünen sehen Abschiebungen als rechtsstaatliche Maßnahmen, die behutsam und angemessen ablaufen sollen. Die freiwillige Ausreise soll Vorrang haben. Die Rückkehrberatung soll überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden.

Nicht alle Geflüchteten können in Deutschland bleiben. Die Grünen wollen: Diese Menschen sollen möglichst freiwillig zurückgehen. Das ist besser als eine Abschiebung. Abschiebungen sollen vorsichtig ablaufen. Auf Kinder und Familien soll man besonders achten.

Nach dem Programm kann nicht jeder Geflüchtete dauerhaft bleiben. Betroffene sollen in dieser Lage bestmöglich unterstützt werden, wobei die Belange von Kindern und Familien besonders zählen. Die Beratung zur Rückkehr für Menschen ohne Bleibeperspektive soll evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Die freiwillige Rückkehr hat für uns Vorrang vor einer Abschiebung.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Abschiebungen werden nicht abgelehnt, sollen aber zurückhaltend erfolgen und hinter der freiwilligen Rückkehr zurückstehen, was eine eher offene Linie ist.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Hessen im Vergleich