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parteiprogramm

Grüne zum Verkehr

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kommunen über Tempo 30 entscheiden lassen

Die Grünen wollen, dass Kommunen selbst über Tempolimits innerorts entscheiden und mehr Geschwindigkeit kontrollieren können. Ziel ist die „Vision Zero“, also ein Straßenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte. Alle Verkehrsmittel sollen gleichberechtigt vernetzt werden.

Städte und Gemeinden sollen selbst über Tempo 30 entscheiden dürfen. Sie sollen auch öfter die Geschwindigkeit messen. Die Grünen wollen, dass niemand mehr im Verkehr stirbt. Bus, Bahn, Rad und Auto sollen gut zusammenpassen.

Öffentlicher Verkehr, Sharing- und On-Demand-Angebote sollen zu einem Umweltverbund verknüpft werden, mit Umstiegspunkten von Park-and-ride bis zu Fahrradboxen. Auf Landesstraßen innerorts sollen die Spielräume des Bundesrechts für Lärmschutz und Sicherheit ausgenutzt werden. Einrichtungen wie die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität und das House of Logistics & Mobility sollen gestärkt, Fachplanerinnen und Fachplaner ausgebildet werden. Das Land will als Arbeitgeber das Mobilitätsmanagement für seine Beschäftigten ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Kommunen brauchen die Freiheit, selbst über innerörtliche Tempolimits entscheiden zu können und Geschwindigkeitsmessungen zu verstärken, um mehr Tempo 30 umzusetzen“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Tempo 30 und ein gestärkter Umweltverbund sollen unter anderem dem Klimaschutz dienen und schränken den Autoverkehr schrittweise ein.

Radwege und Fußverkehr ausbauen

Die Grünen wollen in der nächsten Wahlperiode mindestens 250 Kilometer abgetrennte Radwege bauen und mindestens zehn Radschnellverbindungen anstoßen. Dazu sollen 250 neue Überwege für Fuß- und Radverkehr kommen. Orte sollen kurze, sichere und barrierefreie Wege zum Gehen bieten.

Die Grünen wollen mehr Radwege bauen. Es sollen mindestens 250 Kilometer neue Radwege werden. Dazu kommen zehn schnelle Rad-Strecken. Es soll 250 neue Übergänge über Straßen geben. Auch Fußwege und Schulwege sollen sicherer werden.

Die Radwege sollen von der Fahrbahn baulich getrennt entlang von Bundes- und Landesstraßen verlaufen. Ziel ist, dass alle Gemeinden und ÖPNV-Haltestellen gut per Rad verbunden sind. Weil das Radnetz großteils und das Fußwegenetz fast ganz bei den Kommunen liegt, sollen diese über die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität, Koordinatorinnen und Koordinatoren in den Landkreisen und Landesförderung unterstützt werden. Für den Fußverkehr nennt das Programm barrierefreie Überwege, Querungshilfen und angstfreie Räume. Ein ausgebautes schulisches Mobilitätsmanagement soll Schulwege sicherer machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode mindestens 250 Kilometer baulich getrennte Radwege an Bundes- und Landesstraßen realisieren sowie die Umsetzung von mindestens zehn Radschnellverbindungen auf den Weg bringen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr soll klimafreundliche Mobilität fördern.

Mobilitätsgarantie mit stündlichem Bus- und Bahnangebot

Die Grünen wollen eine hessenweite Mobilitätsgarantie: Busse und Bahnen sollen überall täglich zwischen 5 und 23 Uhr mindestens einmal pro Stunde fahren. Günstige Flatrate-Tickets sollen weiterentwickelt, das Schienennetz ausgebaut werden. Kommunen sollen Abgaben für den ÖPNV erheben dürfen.

Die Grünen wollen mehr Busse und Bahnen. In jedem Ort soll jede Stunde ein Bus oder Zug fahren. Das gilt von 5 Uhr früh bis 23 Uhr. Tickets sollen günstig bleiben. Es sollen neue Schienen gebaut werden.

Als Vision nennt das Programm ein „NachtNetz Hessen“ für die Zeit von 23 bis 5 Uhr. Im Bund setzt sich die Partei für ein vergünstigtes Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende ein. Der Schienenring um Frankfurt soll geschlossen, Strecken sollen reaktiviert und elektrifiziert werden. Güterverkehr soll auf die Schiene, wofür Gleisanschlüsse für Unternehmen gefördert werden. Bürgerbusse werden weiter unterstützt. Barrierefreie Bahnhöfe sowie die Mitnahme von Kinderwagen und Fahrrädern sollen Standard werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Unser Ziel ist, die Anbindungen vor allem in ländlichen Räumen so auszubauen, dass Busse und Bahnen landesweit an allen Tagen von 5.00 bis 23.00 Uhr mindestens stündlich fahren.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Verkehrsangebot soll ausgebaut werden, auch mit neuen kommunalen Abgaben zur Finanzierung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein dichteres Angebot und der Schienenausbau sollen den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn fördern.

Autoverkehr um ein Drittel senken, E-Mobilität ausbauen

Die Grünen wollen den Autoverkehr in Hessen bis 2030 um ein Drittel verringern. Zugleich soll ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen entstehen, damit Fahrzeuge elektrisch fahren können. Das Programm folgt dem Grundsatz, Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und zu verbessern.

Die Grünen wollen weniger Autoverkehr in Hessen. Bis 2030 soll es ein Drittel weniger sein. Autos sollen mit Strom fahren. Dafür soll es überall Lade-Säulen geben. Auch Carsharing soll helfen. Beim Carsharing teilen sich Menschen ein Auto.

Eine Ladeinfrastruktur-Offensive soll ein leicht zugängliches Ladenetz fördern und künftige Speicher mitdenken. Auch Nutz- und Sonderfahrzeuge wie Müllwagen sollen auf klimaschonende Antriebe umgestellt werden. Um den Autoverkehr zu senken, soll der Umweltverbund gestärkt werden; Kommunen erhalten Unterstützung bei Verkehrsentwicklungsplänen. Kommunales Carsharing gilt dem Programm als günstige Alternative zum eigenen Auto. Lieferverkehr soll auf Bahn und Schiff verlagert und auf der letzten Meile neu organisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Mit neuen Mobilitätskonzepten wollen wir bis 2030 landesweit den Autoverkehr um ein Drittel senken.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein Drittel weniger Autoverkehr bis 2030 ist ein weitreichendes Reduktionsziel, das den heutigen Stand deutlich verändern würde.

Straßen sanieren statt Autobahnen ausbauen

Die Grünen wollen vorrangig Straßen und vor allem Brücken sanieren. Den geplanten Neu- und Ausbau von Autobahnen im Bundesverkehrswegeplan lehnen sie als verfehlt ab. Im Bund setzen sie sich für einen neuen Plan ein, der sich an den Pariser Klimazielen ausrichtet.

Die Grünen wollen zuerst alte Straßen und Brücken reparieren. Neue oder breitere Autobahnen finden sie falsch. Der Bund hat einen Plan für Straßen und Schienen. Die Grünen wollen einen neuen Plan. Er soll zum Klimaschutz passen.

Das Programm bezeichnet die Autobahnvorhaben des geltenden Bundesverkehrswegeplans als Verkehrspolitik des vergangenen Jahrhunderts. Auf Bundesebene will die Partei einen neuen Infrastrukturkonsens für die Bundesverkehrswege erreichen. Dazu gehört der vereinbarte Dialog mit Verbänden aus Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherschutz über den bestehenden Plan.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Unser Ziel ist ein neuer Bundesnetzwege- und Mobilitätsplan, der den Klimaschutzzielen von Paris Rechnung trägt.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau von Autobahnen soll zugunsten von Sanierung und einer am Klimaschutz ausgerichteten Planung zurückgestellt werden.

Flugverkehr reduzieren und Lärmschutz stärken

Die Grünen wollen Flugreisen möglichst durch umweltfreundlichere Verkehrsmittel ersetzen und den übrigen Flugverkehr klimaneutral gestalten. Im Bund fordern sie den Abbau von Subventionen für den Flugverkehr und strengere Lärmschutzgesetze. Rund um den Frankfurter Flughafen sollen die Belastungen sinken.

Fliegen schadet dem Klima. Die Grünen wollen deshalb weniger Flüge. Die Menschen sollen öfter die Bahn nehmen. Der Staat soll Fliegen nicht mehr mit Geld fördern. Rund um den Flughafen Frankfurt soll es leiser werden.

Der Frankfurter Flughafen soll als Knoten für Flüge, Fernbahn, Fernbus, Fracht und Regionalverkehr dienen. In einem Dialog mit dem Betreiber soll ein Plan für eine klimaneutrale Flughafeninfrastruktur entstehen, der die Belastung der Region berücksichtigt. Forschung zu emissionsarmem Fliegen und zur Ultrafeinstaubbelastung soll weitergehen. Flugverfahren, Routen und Entgelte sollen so gestaltet werden, dass der Lärm weiter abnimmt, auch über finanzielle Anreize.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Auf Bundesebene setzen wir uns dafür ein, dass Subventionierungen des Flugverkehrs abgebaut werden und das Luftverkehrsgesetz sowie das Fluglärmschutzgesetz einen besseren Lärmschutz für die Bevölkerung bieten.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Weniger Flüge, der Abbau von Subventionen und strengerer Lärmschutz stellen Klima- und Gesundheitsschutz vor das Wachstum des Flugverkehrs.

Nachtflugverbot ausweiten, Flugplatz-Subventionen abbauen

Die Grünen wollen am Frankfurter Flughafen ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr erreichen, um Anwohnerinnen und Anwohner zu entlasten. Die übrigen hessischen Flugplätze sollen klimaneutral werden und weniger öffentliches Geld erhalten.

Die Grünen wollen nachts weniger Fluglärm. Von 22 Uhr bis 6 Uhr sollen keine Flugzeuge fliegen. Dafür muss der Bund ein Gesetz ändern. Kleine Flugplätze sollen weniger Geld vom Staat bekommen.

Für das Nachtflugverbot muss laut Programm das Luftverkehrsgesetz des Bundes geändert werden. Technisch möglicher Lärmschutz an den Flugzeugen soll tatsächlich eingesetzt werden. Zusammen mit der Fluglärmkommission sollen die Belastungen im gesamten Rhein-Main-Gebiet sinken. Die anderen Flugplätze in Hessen sollen auf Klimaneutralität verpflichtet werden, öffentliche Subventionen sollen sinken. Für Kassel-Calden wird erwogen, den Regionalflughafen zu einem Verkehrslandeplatz herabzustufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir halten an dem Ziel fest, mit einem Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr für weitere Entlastungen der Anwohner*innen zu sorgen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein längeres Nachtflugverbot, Klimaneutralitätspflichten für Flugplätze und weniger Subventionen schränken den Luftverkehr zugunsten von Lärm- und Klimaschutz ein.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

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