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Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Jugendarbeit mit Aktionsprogramm ausbauen

Die Grünen wollen die Jugendarbeit nach der Coronapandemie mit einem fünfjährigen Aktionsprogramm stärken. Mobile und aufsuchende Angebote sollen wachsen, und die Kinder- und Jugendhilfe soll enger mit den Schulen zusammenarbeiten.

In der Corona-Zeit sind viele Angebote für Jugendliche ausgefallen. Die Grünen wollen deshalb ein Programm für fünf Jahre starten. Es soll mehr Jugendarbeit geben. Auch Streetwork soll wachsen. Das ist Sozialarbeit direkt auf der Straße.

Das Aktionsprogramm umfasst eine Ausbildungsoffensive für die Jugendleiter-Card (Juleica) und eine Werbekampagne für Jugendarbeit. Streetwork soll in Präventionskonzepte der inneren Sicherheit einfließen. Die Partei will die körperliche und seelische Gesundheit junger Menschen stärken. Für die Kinder- und Jugendhilfe wird geprüft, ob eine Fach- und Servicestelle die Qualität verbessern kann; Wissenschaft und Beteiligte sollen am Konzept mitwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Auf ausgefallene Formate während der Coronapandemie reagieren wir mit einem 5-jährigen Aktionsprogramm inklusive Juleica-Ausbildungsoffensive sowie einer Kampagne für mehr Jugendarbeit.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Angebote der Jugendarbeit und Jugendhilfe sollen mit einem Landesprogramm ausgebaut werden.

Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen sowie die UN-Kinderrechtskonvention konsequent umsetzen. Dazu sollen Präventions- und Hilfsangebote wachsen und Kinderschutzambulanzen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen. Es soll mehr Beratung und Hilfe geben. Es soll mehr Kinderschutz-Ambulanzen geben. Dort untersuchen Ärzte Kinder, die Gewalt erlebt haben.

Schulen, Sport und Vereine sollen für das Thema sensibilisiert werden. Als Hilfsangebote nennt das Programm Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt und das Childhood-Haus. Die medizinischen Kinderschutzambulanzen sollen mehr werden und eine verlässliche Finanzierung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir wollen medizinische Kinderschutzambulanzen in Hessen ausbauen und uns für eine sichere Finanzierung einsetzen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Familien bei Vereinbarkeit und Beratung unterstützen

Die Grünen wollen Eltern helfen, Beruf und Familie zu verbinden, und alle Familienformen unterstützen, besonders Alleinerziehende und Regenbogenfamilien. Familienzentren sollen gestärkt und Kinderwunschbehandlungen stärker bezuschusst werden.

Die Grünen wollen Familien helfen. Eltern sollen Arbeit und Familie gut verbinden können. Familien-Zentren sollen mehr Unterstützung bekommen. Paare mit Kinder-Wunsch sollen mehr Geld für die Behandlung bekommen.

Als Beispiele nennt das Programm familienfreundliche Arbeitsplätze und Arbeitszeiten, Modelle für eine Viertagewoche, berufliche Qualifizierung und die Eingliederung von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt. Die Partei strebt einen gesellschaftlichen Wandel hin zu gleichberechtigt geteilter Sorgearbeit an. Auch Eltern mit Behinderungen sollen gezielt Hilfe erhalten. Bei unerfülltem Kinderwunsch soll es Beratung geben und mehr Geld vom Land, soweit die Krankenkasse die Behandlung nicht bezahlt.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Für die ganze Familie setzen wir uns für ein verlässliches Netz an Beratungs- und Unterstützungsstrukturen ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Beratungsangebote und Zuschüsse für Familien sollen ausgeweitet werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Alle Familienformen sollen gefördert und Sorgearbeit gleichberechtigt verteilt werden, was den Wandel der Lebensformen unterstützt.

Frühe Bildung vernetzen und Familienzentren ausbauen

Die Grünen legen einen Schwerpunkt auf die ersten zehn Lebensjahre, weil aus ihrer Sicht in der Bildung und Erziehung dieser Zeit die Grundlagen für den Bildungserfolg entstehen. Kitas, Tagespflege und Grundschulen sollen enger zusammenarbeiten, und innerhalb von fünf Jahren sollen 50 weitere Familienzentren entstehen.

Die ersten Lebensjahre sind für Kinder besonders wichtig. Deshalb sollen Kitas und Grundschulen enger zusammenarbeiten. Die Grünen wollen 50 neue Familien-Zentren schaffen. Dort bekommen Familien Hilfe und Beratung.

Der Bildungs- und Erziehungsplan soll weiterentwickelt werden, um Kindertagespflege, Krippen, Kitas und Grundschulen stärker zu verzahnen; Kooperationen zwischen Kita und Schule sollen verbindlich werden. In Grundschulen sollen multiprofessionelle Teams individuelle Förderung ermöglichen, und Lesen, Schreiben und Rechnen sollen weiter gestärkt werden. Eine Landesservicestelle unterstützt die Familienzentren. Schulen sollen sich mit der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtteil vernetzen. Der Landeselternbeirat für Kitas wird weiter unterstützt, und Kinder sollen stärker beteiligt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Deshalb fördern wir den Ausbau von Familienzentren und ihre Vernetzung mit Kinderbetreuungseinrichtungen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentlich geförderte Familienzentren und mehr Personal an Grundschulen bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Mehr Kita-Plätze und bessere Betreuungsqualität schaffen

Die Grünen wollen mit einem Investitionspaket den Ausbau von Kita- und Krippenplätzen in den Kommunen fördern. Ein begleitender Aktionsplan soll Qualität und Arbeitsbedingungen verbessern, unter anderem durch Alltagshelfer für nicht pädagogische Aufgaben.

Die Grünen wollen mehr Plätze in Kitas und Krippen schaffen. Dafür bekommen die Städte und Gemeinden Geld vom Land. Die Kitas sollen auch besser werden. Helfer sollen den Erziehern Arbeit abnehmen.

Das Investitionspaket trägt den Namen „Kleine Hände – Große Zukunft“, der Aktionsplan heißt „Kita von Morgen“. Ganztägige Betreuungsangebote sollen ausgebaut werden, weil Eltern zunehmend ganztags arbeiten. Bei der Kindertagespflege will die Partei Schulungen, Arbeitsbedingungen und Finanzierung verbessern. Zur Qualität zählt das Programm gesundes Essen, Bewegung, Naturerlebnisse sowie altersgerechte Demokratie- und Friedenspädagogik. Für Leitungs- und Fachkräfte in Kita und Grundschule sollen Fortbildungen zum Kinderschutz Pflicht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Dafür wollen wir ein Investitionspaket „Kleine Hände – Große Zukunft“ auflegen, das die Kommunen unterstützt, ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Landesinvestitionspaket für Betreuungsplätze erhöht die öffentlichen Ausgaben für Kinderbetreuung schrittweise.

Fachkräfteoffensive für Kitas ausweiten

Die Grünen wollen dem Personalmangel in Kitas und Krippen mit mehr geförderten Ausbildungsplätzen begegnen. Das Land soll jedes Jahr 1.000 bezahlte, praxisintegrierte Ausbildungsplätze für Erzieherinnen und Erzieher fördern.

In Kitas fehlen Erzieherinnen und Erzieher. Die Grünen wollen jedes Jahr 1.000 Ausbildungs-Plätze fördern. Die Auszubildenden bekommen dabei Geld. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen leichter einsteigen können.

Die bestehende „Fachkräfteoffensive Kita“ soll ausgeweitet werden. Kommunen sollen ermutigt und unterstützt werden, selbst weitere Ausbildungsplätze zu schaffen, und auch die Fachschulen sollen mehr Plätze anbieten. Wieder- und Quereinsteiger sollen durch gute Rahmenbedingungen und Weiterbildungen gewonnen werden. Ausländische Berufsabschlüsse sollen schneller anerkannt und die Nachqualifizierung verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Künftig sollen jährlich 1.000 praxisintegrierte und vergütete Ausbildungsplätze für Erzieher*innen vom Land gefördert werden.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land fördert dauerhaft mehr vergütete Ausbildungsplätze und baut damit öffentliche Ausgaben für Betreuung schrittweise aus.

  • Migrationeher offen

    Die schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtert Zugewanderten den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Inklusion und Sprachförderung in Kitas stärken

Die Grünen wollen Inklusion in Kitas, Krippen und Kindertagespflege voranbringen und die Sprachförderung weiterentwickeln. Das früher vom Bund bezahlte Sprach-Kita-Programm soll mit Landesgeld weiterlaufen.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen in die Kita gehen. Die Grünen wollen auch die Sprach-Förderung in Kitas stärken. Das Land soll die Sprach-Kitas weiter bezahlen. Kinder aus zugewanderten Familien sollen mehr Hilfe bekommen.

Aus- und Fortbildung zur Inklusion sollen gestärkt und barrierearme Spielplätze gefördert werden. Das Land hat die ausgelaufene Bundesförderung der Sprach-Kitas übernommen und will sie fortsetzen; im Bund setzt sich die Partei für eine langfristige Finanzierung ein. Die Koordinierungsstelle für Kinder mit Fluchthintergrund soll zu einer Stelle für „Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ werden. Beratungs-, Vernetzungs- und Serviceangebote für Kinder mit Migrationsgeschichte sollen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Außerdem wollen wir die Sprachförderung in den Kindergärten weiterentwickeln und unterstützen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Inklusion und eine Koordinierungsstelle für Vielfalt in der Kindertagesbetreuung stärken schrittweise Gleichstellung und Vielfalt.

  • Migrationeher offen

    Sprachförderung und zusätzliche Angebote für Kinder mit Migrationsgeschichte bauen die Integrationsförderung schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

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