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Grüne: Wahlprogramm zur Landtagswahl Hessen 2023

Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Die Grünen stellen den Klimaschutz in den Mittelpunkt: Hessen soll spätestens 2035 klimaneutral sein, unter anderem durch mehr Windkraft, eine Solarpflicht für Neubauten und einen Klima- und Transformationsfonds von mindestens 6 Milliarden Euro. Im Verkehr sieht das Programm eine Mobilitätsgarantie mit stündlichen Bussen und Bahnen, mehr Radwege und ein Drittel weniger Autoverkehr bis 2030 vor. In der Sozial- und Bildungspolitik fordern die Grünen ein Sozialbudget von 200 Millionen Euro jährlich, 2 Milliarden Euro für den Wohnungsbau, mehr Kita-Plätze, den Ausbau von Ganztagsschulen und Tablets für Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommen 1 Milliarde Euro für die Artenvielfalt, ein Antidiskriminierungsgesetz für Hessen, das Wahlalter 16 und die Aufnahme von Geflüchteten. Die Schuldenbremse soll so geändert werden, dass Kredite für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz möglich sind.

Die Grünen wollen das Klima schützen. Hessen soll bis 2035 klimaneutral sein. Das heißt: Hessen schadet dem Klima dann nicht mehr. Busse und Bahnen sollen überall jede Stunde fahren. Die Partei will mehr Geld für Kitas, Schulen, Wohnungen und soziale Hilfen ausgeben. Sie will Natur und Tiere besser schützen und Menschen vor Benachteiligung schützen.

Einordnung des ganzen Programms

konservativ
konservativ, mehr Staatkonservativ, mehr Marktprogressiv, mehr Staatprogressiv, mehr MarktGrüne
progressiv
mehr Staatmehr Markt

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 75 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 72 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (-0,2), aus 18 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 10 eher Bürgerrechte zuerst, 2 ausgewogen, 6 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 33 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 32 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr EU, 4 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 28 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich Klimaschutz zuerst, 24 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1,1), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 13 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wirtschaft

8 Punkte

Klima- und Transformationsfonds mit 6 Milliarden auflegen

Die Grünen wollen in der nächsten Wahlperiode einen Klima- und Transformationsfonds mit mindestens 6 Milliarden Euro einrichten. Er soll bestehende Landesprogramme bündeln und weiterentwickeln. Gefördert werden sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen beim Klimaschutz.

Die Grünen wollen einen großen Geld-Topf für den Klimaschutz. Darin sollen mindestens 6 Milliarden Euro sein. Das Geld hilft kleinen Firmen und Städten beim Klimaschutz. So sollen Arbeitsplätze in Hessen bleiben.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Industrie und Mittelstand beim Klimaumbau unterstützen

Die Grünen wollen Hessen als Industriestandort sichern und Unternehmen beim Umstieg auf klimaneutrales Wirtschaften unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Grünen wollen die Industrie in Hessen erhalten. Firmen sollen Hilfe bekommen, damit sie klimafreundlich arbeiten. Kleine und mittlere Firmen sollen besondere Beratung bekommen. Die Verwaltung soll digital und einfacher werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Europaeher mehr EU
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Kostenfreien Meisterbrief einführen, Handwerk stärken

Die Grünen wollen den Meisterbrief kostenfrei machen, um finanzielle Hürden zu senken und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Prämien sollen Gründungen und Betriebsübernahmen im Handwerk fördern.

Die Grünen wollen das Handwerk stärken. Der Meisterbrief soll nichts mehr kosten. Wer einen Betrieb gründet oder übernimmt, soll Geld bekommen. Für Solar-Anlagen soll es eine kurze Ausbildung geben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Nachhaltige Start-ups und Gründerinnen gezielt fördern

Die Grünen wollen Gründungen fördern, die zu den Stärken des Standorts und zur Nachhaltigkeit beitragen. Start-ups mit messbarer sozialer oder ökologischer Wirkung sollen höhere Fördersätze erhalten, und Frauen sollen leichter an Gründungskapital kommen.

Die Grünen wollen neue Firmen fördern. Besonders viel Geld sollen Firmen bekommen, die der Umwelt oder den Menschen nützen. Frauen sollen leichter eine Firma gründen können. Hessen soll ein gutes Land für Gründer sein.

  • Wirtschaftausgewogen
  • Gesellschafteher progressiv

Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und Kreislaufwirtschaft fördern

Die Grünen wollen Unternehmen stärken, die sich dem Gemeinwohl verpflichten, etwa Genossenschaften und Sozialunternehmen. Eine Impact-Strategie soll zeigen, wie soziale Innovationen in Hessen vorankommen.

Manche Firmen wollen vor allem der Gesellschaft nützen. Die Grünen wollen solche Firmen unterstützen. Sie wollen auch Firmen fördern, die Müll vermeiden. Firmen sollen Beratung für neue Berichts-Pflichten bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Innenstädte beleben, regionale Wirtschaftskreisläufe fördern

Die Grünen wollen Kommunen mit dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ helfen, Innenstädte zu stärken und Leerstand zu verringern. Auf dem Land soll die Versorgung nahe am Wohnort gesichert und regionale Wertschöpfung gefördert werden.

Die Grünen wollen lebendige Innenstädte. Städte und Gemeinden sollen dafür Geld bekommen. Leere Läden sollen wieder genutzt werden. Auf dem Land soll es Läden in der Nähe geben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Naturverträglichen Tourismus in Hessen ausbauen

Die Grünen wollen den Tourismus nach dem Einbruch durch Corona wieder stärken und die Regionen bekannter machen. Die Förderung soll sich besonders an Naturverträglichkeit orientieren.

Die Grünen wollen mehr Urlauber nach Hessen holen. Der Tourismus soll die Natur schonen. Es soll mehr Werbung für Hessen geben. Wege zum Wandern und Radfahren sollen besser werden.

Digitalisierung der Wirtschaft und Games-Branche fördern

Die Grünen wollen Unternehmen beim digitalen Wandel mit Förderprogrammen und Weiterbildung unterstützen. Bestehende Programme für Handwerk und Mittelstand sollen weiterentwickelt, ein neues für IT-Sicherheit aufgelegt werden. Auch die Förderung der Games-Branche soll wachsen.

Firmen sollen digitaler werden. Die Grünen wollen dafür Geld vom Land geben. Kleine Firmen und Handwerker sollen Hilfe bekommen. Es soll ein neues Programm für sichere Computer geben. Auch Firmen, die Computer-Spiele machen, sollen mehr Förderung bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Arbeit und Soziales

12 Punkte

Vollbeschäftigung anstreben, Weiterbildung fördern

Die Grünen halten Vollbeschäftigung für ein erreichbares Ziel, weil Klimaschutz und Innovation neue Arbeitsplätze schaffen. Wer durch den Wandel der Wirtschaft seinen Arbeitsplatz verliert, soll eine neue Perspektive bekommen. Landesprogramme sollen dafür Unternehmen unterstützen und Weiterbildung fördern.

Die Grünen wollen, dass alle Menschen Arbeit haben. Klimaschutz soll viele neue Jobs bringen. Manche Jobs fallen aber weg. Diese Menschen sollen neue Chancen bekommen. Das Land soll Weiterbildung bezahlen helfen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Fachkräfte sichern, Willkommenszentrum einrichten

Die Grünen wollen dem Mangel an Fach- und Arbeitskräften mit Weiterbildung und Zuwanderung begegnen. Ein zentrales „Willkommenszentrum“ soll ausländischen Arbeitskräften Anerkennung, Aufenthaltsfragen und Integration aus einer Hand bieten.

In Hessen fehlen viele Arbeitskräfte. Die Grünen wollen mehr Weiterbildung anbieten. Sie wollen auch Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnen. Eine zentrale Stelle soll diesen Menschen schnell helfen.

  • Migrationeher offen

Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen stärken

Die Grünen wollen das hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz weiterentwickeln, damit öffentliche Aufträge an regeltreue Firmen gehen und die Tarifbindung steigt. Soziale und ökologische Kriterien sollen bei Vergaben mehr Gewicht bekommen.

Der Staat vergibt Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen, dass diese Firmen fair bezahlen. Auch Umwelt und Soziales sollen bei Aufträgen zählen. Die Arbeit soll außerdem gesünder werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Hessenpass mobil zum Sozialpass ausbauen

Die Grünen wollen das bestehende Sozialticket „Hessenpass mobil“ zu einem Sozialpass für Hessen weiterentwickeln. Er soll Erleichterungen bei sozialer und kultureller Teilhabe bringen.

Menschen mit wenig Geld können in Hessen günstiger Bus und Bahn fahren. Dafür gibt es den Hessenpass mobil. Die Grünen wollen daraus einen Sozial-Pass machen. Damit sollen auch Kultur und Freizeit günstiger werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Sozialbudget auf 200 Millionen Euro erhöhen

Die Grünen wollen das Hessische Sozialbudget um die Hälfte auf mindestens 200 Millionen Euro jährlich anheben. Damit sollen soziale Projekte dauerhaft finanziert, Zuschüsse an gestiegene Kosten angepasst und neue Angebote geschaffen werden.

Hessen gibt Geld für soziale Projekte. Dazu gehören Frauen-Häuser und Schuldner-Beratung. Die Grünen wollen dieses Geld stark erhöhen. Es sollen mindestens 200 Millionen Euro im Jahr sein.

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

Armut und Obdachlosigkeit bekämpfen

Die Grünen wollen einen Aktionsplan gegen Armut erarbeiten und den Landessozialbericht um Reichtum und konkrete Maßnahmen erweitern. Obdachlosigkeit soll entkriminalisiert und mit Housing First bekämpft werden, also mit einer eigenen Wohnung als erstem Schritt der Hilfe.

In Hessen leben viele Menschen in Armut. Die Grünen wollen einen Plan dagegen machen. Menschen ohne Wohnung sollen zuerst eine Wohnung bekommen. Das nennt man Housing First. Obdachlose sollen nicht bestraft werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen

Die Grünen wollen sich beim Bund für ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen einsetzen. Untersucht werden sollen dessen Folgen für Arbeitssuche, Engagement und Teilhabe.

Ein Grund-Einkommen ist Geld vom Staat für jeden, ohne Bedingung. Die Grünen wollen das in einem Versuch testen lassen. Forscher sollen die Folgen untersuchen. Der Bund soll diesen Versuch machen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Infrastruktur auf ältere Menschen ausrichten

Die Grünen wollen die öffentliche Infrastruktur stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten. Ziel ist, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben können.

Es gibt immer mehr ältere Menschen. Die Grünen wollen, dass sie lange zu Hause wohnen können. Dafür soll es Hilfe zu Hause geben. Ärzte und Läden sollen in der Nähe sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Barrierefreiheit und Arbeit für Menschen mit Behinderung

Die Grünen wollen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen selbstbestimmt und ohne Barrieren leben können und von Anfang an an Entscheidungen beteiligt sind. Barrierefreiheit soll besser kontrolliert und der Weg in den regulären Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Grünen wollen weniger Hindernisse für Menschen mit Behinderung. Gebäude und Straßen sollen für alle gut nutzbar sein. Menschen mit Behinderung sollen normale Arbeitsplätze finden können. Sie sollen bei Entscheidungen mitreden.

  • Gesellschafteher progressiv

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbessern

Die Grünen wollen den Kodex für gute Arbeit im Hochschulgesetz festschreiben und Kettenbefristungen zurückdrängen. Erstverträge für Promovierende sollen vier statt drei Jahre laufen, studentische Hilfskräfte sollen in den Tarifvertrag des Landes kommen.

Die Grünen wollen bessere Arbeit an Hochschulen. Doktorandinnen und Doktoranden sollen erste Verträge über 4 Jahre bekommen. Heute sind es 3 Jahre. Es soll weniger befristete Verträge hintereinander geben. Studentische Hilfskräfte sollen nach Tarif bezahlt werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Beamtenbesoldung anpassen, pauschale Beihilfe prüfen

Die Grünen wollen die Besoldung der Beamtinnen und Beamten weiter an die Rechtsprechung anpassen und Tarifabschlüsse auf sie übertragen. Sie wollen die Benachteiligung freiwillig gesetzlich versicherter Beamter abbauen und dafür eine pauschale Beihilfe prüfen. Personalräte sollen mehr Mitbestimmung erhalten.

Beamte arbeiten für den Staat. Die Grünen wollen, dass Beamte angemessen bezahlt werden. Lohn-Erhöhungen aus Tarif-Verträgen sollen auch für Beamte gelten. Beamte in der gesetzlichen Kranken-Kasse sollen keine Nachteile mehr haben. Personal-Räte sollen mehr mitbestimmen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Zugang für EU-Fachkräfte erleichtern, Entsandte schützen

Die Grünen wollen Fachkräften aus der EU den Weg in den hessischen Arbeitsmarkt erleichtern und ihre Berufsabschlüsse einfacher anerkennen. Entsandte Beschäftigte sollen mehr Beratung erhalten, um sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren.

Fachkräfte aus anderen EU-Ländern sollen leichter in Hessen arbeiten können. Ihre Berufs-Abschlüsse sollen einfacher anerkannt werden. Manche Firmen schicken Beschäftigte aus dem Ausland nach Hessen. Diese Menschen sollen mehr Beratung bekommen. So sollen sie vor Ausbeutung geschützt sein.

  • Migrationeher offen

Finanzen und Steuern

4 Punkte

Schuldenbremse für Investitionskredite öffnen

Die Grünen halten am Grundgedanken der Schuldenbremse fest, wollen sie aber ändern: Kredite für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz sollen mit festem Tilgungsplan erlaubt sein. Unterlassene Investitionen belasten aus ihrer Sicht künftige Generationen ebenfalls.

Die Schuldenbremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Grünen wollen diese Regel ändern. Der Staat soll Schulden machen dürfen für Straßen, Schienen, Gebäude und Klimaschutz. Dafür soll es einen festen Plan zur Rückzahlung geben. Laufende Ausgaben soll der Staat weiter aus seinen Einnahmen bezahlen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Kommunalen Finanzausgleich weiterentwickeln

Die Grünen wollen den Kommunen weiterhin das Geld für übertragene Aufgaben zusichern und den kommunalen Finanzausgleich weiterentwickeln. Steuereinnahmen sollen zwischen Land und Kommunen sowie unter den Kommunen fair verteilt werden.

Städte und Gemeinden brauchen genug Geld für ihre Aufgaben. Die Grünen wollen ihnen dieses Geld weiter zusichern. Die Steuer-Einnahmen sollen fair verteilt werden. Das gilt zwischen dem Land und den Gemeinden. Es gilt auch zwischen den Gemeinden selbst.

Landesfinanzen an Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausrichten

Die Grünen wollen Haushalt, Geldanlagen und Beteiligungen des Landes an Klima- und Nachhaltigkeitszielen ausrichten und klimaschädliche Subventionen abbauen. Frankfurt soll ein europäischer Standort für nachhaltige Finanzwirtschaft werden.

Das Land soll bei seinem Geld auf Klima und Umwelt achten. Förderungen, die dem Klima schaden, sollen weniger werden. Das Land soll sein Geld nachhaltig anlegen. Die Grünen wollen auch prüfen, wie der Haushalt auf Frauen und Männer wirkt. Frankfurt soll ein wichtiger Ort für nachhaltige Geld-Geschäfte werden.

  • Gesellschafteher progressiv
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Steuerbetrug und Geldwäsche stärker bekämpfen

Die Grünen wollen Steuerbetrug bekämpfen und Möglichkeiten zur Steuervermeidung verringern. Dazu soll die Finanzverwaltung besser ausgestattet und die Bekämpfung von Geldwäsche gestärkt werden.

Die Grünen wollen gegen Steuer-Betrug vorgehen. Es soll weniger Wege geben, Steuern zu umgehen. Die Finanz-Ämter sollen moderner und digitaler werden. Geldwäsche soll stärker bekämpft werden. Geldwäsche heißt: Verbrecher verstecken, woher ihr Geld kommt.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Europaeher mehr EU

Wohnen

6 Punkte

Zwei Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau

Die Grünen wollen mit einem Landesprogramm von 2 Milliarden Euro den Wohnungsbau fördern und die Zahl der Sozialwohnungen jedes Jahr steigern. Wohnen soll nach Ansicht der Partei nicht allein dem Markt überlassen bleiben; mehr Wohnungen sollen in öffentlicher Hand sein.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen. Dafür soll das Land 2 Milliarden Euro ausgeben. Es soll jedes Jahr mehr Sozial-Wohnungen geben. Sozial-Wohnungen sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Gesetz gegen Zweckentfremdung von Wohnraum schaffen

Die Grünen wollen ein Landesgesetz, mit dem Gemeinden gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum vorgehen können. Wohnungen sollen dauerhaft zum Wohnen dienen und nicht leer stehen oder als Büro oder Ferienwohnung genutzt werden.

Wohnungen sollen zum Wohnen da sein. Sie sollen nicht leer stehen. Sie sollen auch nicht dauerhaft Büro oder Ferien-Wohnung sein. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz machen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Mieterschutz im Bundesrecht verschärfen

Die Grünen wollen Mieterinnen und Mieter vor unverhältnismäßigen Mieterhöhungen schützen und fordern dafür Änderungen im Bundesrecht. Dazu zählen ein reformiertes Mietrecht, eine wirksamere Mietpreisbremse und niedrigere Kappungsgrenzen.

Mieten sollen nicht zu stark steigen. Die Grünen wollen dafür strengere Regeln im Bund. Die Mietpreis-Bremse soll besser wirken. Abrechnungen für Neben-Kosten sollen klar und verständlich sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen fördern

Die Grünen wollen gemeinwohlorientierte Wohnformen mit einem eigenen Förderprogramm unterstützen. Gemeinschaftliche, genossenschaftliche und altersgemischte Wohnprojekte sollen älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld erleichtern.

Die Grünen wollen neue Arten des Wohnens fördern. Dafür soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Zum Beispiel für Häuser, in denen Junge und Alte zusammen wohnen. So können ältere Menschen länger selbstständig leben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Kommunen beim Bauen und Sanieren unterstützen

Die Grünen wollen Kommunen mit Beratung, Digitalisierung und mehr Fachpersonal in den Bauämtern helfen, damit Planung, Klimaschutz und Denkmalschutz schneller bearbeitet werden. Kommunale Beratungsstellen sollen das Sanieren und Ausbauen bestehender Gebäude anregen.

Die Grünen wollen den Städten und Gemeinden beim Bauen helfen. Die Bau-Ämter sollen mehr Fachleute bekommen. Beratungs-Stellen sollen Menschen beim Sanieren helfen. Sanieren heißt: ein altes Haus erneuern.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Geförderten Wohnraum für zehn Prozent der Studierenden

Die Grünen wollen für mindestens jeden zehnten Studierenden in Hessen geförderten Wohnraum schaffen und damit über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf Bundesebene will die Partei mehr BAföG-Berechtigte und einen Wohnkostenzuschlag je nach Studienort erreichen.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen für Studierende. Für mindestens 10 von 100 Studierenden soll es geförderten Wohnraum geben. Mehr Studierende sollen BAföG bekommen. In teuren Städten soll es einen Zuschlag für die Miete geben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Familie

7 Punkte

Jugendarbeit mit Aktionsprogramm ausbauen

Die Grünen wollen die Jugendarbeit nach der Coronapandemie mit einem fünfjährigen Aktionsprogramm stärken. Mobile und aufsuchende Angebote sollen wachsen, und die Kinder- und Jugendhilfe soll enger mit den Schulen zusammenarbeiten.

In der Corona-Zeit sind viele Angebote für Jugendliche ausgefallen. Die Grünen wollen deshalb ein Programm für fünf Jahre starten. Es soll mehr Jugendarbeit geben. Auch Streetwork soll wachsen. Das ist Sozialarbeit direkt auf der Straße.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen sowie die UN-Kinderrechtskonvention konsequent umsetzen. Dazu sollen Präventions- und Hilfsangebote wachsen und Kinderschutzambulanzen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen. Es soll mehr Beratung und Hilfe geben. Es soll mehr Kinderschutz-Ambulanzen geben. Dort untersuchen Ärzte Kinder, die Gewalt erlebt haben.

Familien bei Vereinbarkeit und Beratung unterstützen

Die Grünen wollen Eltern helfen, Beruf und Familie zu verbinden, und alle Familienformen unterstützen, besonders Alleinerziehende und Regenbogenfamilien. Familienzentren sollen gestärkt und Kinderwunschbehandlungen stärker bezuschusst werden.

Die Grünen wollen Familien helfen. Eltern sollen Arbeit und Familie gut verbinden können. Familien-Zentren sollen mehr Unterstützung bekommen. Paare mit Kinder-Wunsch sollen mehr Geld für die Behandlung bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Frühe Bildung vernetzen und Familienzentren ausbauen

Die Grünen legen einen Schwerpunkt auf die ersten zehn Lebensjahre, weil aus ihrer Sicht in der Bildung und Erziehung dieser Zeit die Grundlagen für den Bildungserfolg entstehen. Kitas, Tagespflege und Grundschulen sollen enger zusammenarbeiten, und innerhalb von fünf Jahren sollen 50 weitere Familienzentren entstehen.

Die ersten Lebensjahre sind für Kinder besonders wichtig. Deshalb sollen Kitas und Grundschulen enger zusammenarbeiten. Die Grünen wollen 50 neue Familien-Zentren schaffen. Dort bekommen Familien Hilfe und Beratung.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Mehr Kita-Plätze und bessere Betreuungsqualität schaffen

Die Grünen wollen mit einem Investitionspaket den Ausbau von Kita- und Krippenplätzen in den Kommunen fördern. Ein begleitender Aktionsplan soll Qualität und Arbeitsbedingungen verbessern, unter anderem durch Alltagshelfer für nicht pädagogische Aufgaben.

Die Grünen wollen mehr Plätze in Kitas und Krippen schaffen. Dafür bekommen die Städte und Gemeinden Geld vom Land. Die Kitas sollen auch besser werden. Helfer sollen den Erziehern Arbeit abnehmen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Fachkräfteoffensive für Kitas ausweiten

Die Grünen wollen dem Personalmangel in Kitas und Krippen mit mehr geförderten Ausbildungsplätzen begegnen. Das Land soll jedes Jahr 1.000 bezahlte, praxisintegrierte Ausbildungsplätze für Erzieherinnen und Erzieher fördern.

In Kitas fehlen Erzieherinnen und Erzieher. Die Grünen wollen jedes Jahr 1.000 Ausbildungs-Plätze fördern. Die Auszubildenden bekommen dabei Geld. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen leichter einsteigen können.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Migrationeher offen

Inklusion und Sprachförderung in Kitas stärken

Die Grünen wollen Inklusion in Kitas, Krippen und Kindertagespflege voranbringen und die Sprachförderung weiterentwickeln. Das früher vom Bund bezahlte Sprach-Kita-Programm soll mit Landesgeld weiterlaufen.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen in die Kita gehen. Die Grünen wollen auch die Sprach-Förderung in Kitas stärken. Das Land soll die Sprach-Kitas weiter bezahlen. Kinder aus zugewanderten Familien sollen mehr Hilfe bekommen.

  • Gesellschafteher progressiv
  • Migrationeher offen

Bildung

26 Punkte

In Bildung investieren, Ganztagsanspruch umsetzen

Die Grünen wollen stark in Kitas, Schulen, Ausbildung und Hochschulen investieren. Der Rechtsanspruch auf Bildung und Betreuung für Grundschulkinder soll so schnell wie möglich gelten. Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein Tablet mit Lernsoftware erhalten.

Die Grünen wollen viel Geld für Bildung ausgeben. Das Geld ist für Kitas, Schulen, Ausbildung und Hochschulen. Grundschulkinder sollen ein Recht auf Betreuung bekommen. Jedes Schulkind soll ein Tablet mit Lern-Programmen bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Duale Ausbildung aufwerten, Ausbildungswerke schaffen

Die Grünen wollen die duale Ausbildung attraktiver machen, weil die Zahl der Auszubildenden sinkt. Ausbildungswerke sollen Auszubildende ähnlich wie Studierendenwerke unterstützen, etwa mit Wohnraum.

Immer weniger junge Menschen machen eine Ausbildung. Die Grünen wollen die Ausbildung attraktiver machen. Neue Ausbildungs-Werke sollen helfen, zum Beispiel bei der Wohnung. Schüler sollen mehr über Berufe erfahren.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Berufliche Ausbildung stärken, Schulgeld abschaffen

Die Grünen wollen die berufliche Ausbildung stärken und verbliebenes Schulgeld vor allem in sozialen Berufen streichen. Zusätzliche Anreize für Mangelberufe, mehr Ausbildungsplätze und ein Landesprogramm für Quereinstiege sollen dem Fachkräftemangel begegnen.

In Hessen fehlen Fach-Kräfte. Die Grünen wollen deshalb die Ausbildung stärken. Für manche Ausbildungen muss man Schul-Geld zahlen. Das soll wegfallen. Auch Menschen ohne Arbeit sollen wieder eine Stelle finden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Inklusiven Schulbesuch für jedes Kind ermöglichen

Die Grünen wollen, dass jedes Kind eine inklusive Schule besuchen kann, und zugleich die Wahl zwischen inklusiver Schule und Förderschule erhalten. Inklusion soll von der Krippe bis zur Hochschule und in der Freizeit gelten.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen können. Das wollen die Grünen für jedes Kind möglich machen. Eltern sollen aber auch eine Förder-Schule wählen können. Helfer in der Schule sollen die Kinder unterstützen.

  • Gesellschafteher progressiv

Schulen in schwierigen Lagen gezielt besser ausstatten

Die Grünen wollen Schulen mit besonderen Herausforderungen zusätzliche Mittel geben. Die Zuweisung von Lehrkräften nach Sozialindex und die Schulsozialarbeit des Landes sollen ausgebaut werden, ebenso Schulpsychologie und Schulgesundheitspflege.

Manche Schulen haben es besonders schwer. Diese Schulen sollen mehr Lehrer und mehr Hilfe bekommen. Die Grünen wollen auch mehr Schul-Psychologen. Jede Schule soll ein festes Angebot dafür haben.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Schülerticket unabhängig vom Wohnort bezahlen

Die Grünen wollen die Schülerbeförderung für alle Schuljahrgänge neu und aus ihrer Sicht gerechter regeln. Ob die Kosten für das Schülerticket Hessen übernommen werden, soll nicht mehr vom Wohnort abhängen.

Viele Kinder fahren mit Bus und Bahn zur Schule. Bisher hängt vom Wohnort ab, wer das Ticket bezahlt bekommt. Die Grünen wollen das ändern. Fahrt-Kosten sollen keine Rolle bei der Schul-Wahl spielen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Ganztagsschulen ausbauen und Chancenbudget einführen

Die Grünen wollen den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder so schnell wie möglich umsetzen und auch weiterführende Schulen zu Ganztagsschulen ausbauen. Jedes Jahr sollen 50 weitere Schulen gebundene Ganztagsschulen werden können; ein dauerhaftes „Chancenbudget“ soll Zusatzangebote finanzieren.

Die Grünen wollen mehr Ganztags-Schulen. Dort lernen und spielen Kinder auch am Nachmittag. Jedes Jahr sollen 50 Schulen dazukommen. Schulen sollen außerdem eigenes Geld für Zusatz-Angebote bekommen, zum Beispiel für Sport und Kultur.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Tablets für alle und digitale Bildung ausbauen

Die Grünen wollen allen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I ein Tablet oder ähnliches Gerät bereitstellen, das über Mietkauf in ihr Eigentum übergeht. Zugleich sollen Medienschutz, Prävention und Informatikkenntnisse an Schulen gestärkt werden.

Alle Schüler ab Klasse 5 sollen ein Tablet bekommen. Wer wenig Geld hat, bekommt ein Gerät kostenlos geliehen. Schüler sollen auch lernen, sicher mit dem Internet umzugehen. In der Grundschule bleiben Lesen und Schreiben auf Papier am wichtigsten.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Innovationsprogramm für modernen Schulbau auflegen

Die Grünen wollen gemeinsam mit den Schulträgern ein Programm für zeitgemäße Schulgebäude entwickeln. Schulen sollen aus Sicht der Partei als Lebensraum gestaltet werden, weil Kinder im Ganztag dort viele Stunden verbringen.

Kinder verbringen viel Zeit in der Schule. Deshalb sollen Schul-Gebäude moderner werden. Die Grünen wollen dafür ein Programm mit den Schul-Trägern entwickeln. Es soll größere Klassen-Räume und mehr Platz für Bewegung geben.

Noten vor Klasse 3 abschaffen, Prüfungen reformieren

Die Grünen wollen eine Lern- und Prüfungskultur mit weniger Prüfungsdruck und mehr individueller Begleitung. Ziffernnoten sollen vor der dritten Klasse entfallen, Klassenarbeiten seltener werden, und beim Abitur soll es mehr Wahlfreiheit geben.

Die Grünen wollen weniger Druck durch Prüfungen. In Klasse 1 und 2 soll es keine Noten mehr geben. Stattdessen gibt es Berichte über die Entwicklung des Kindes. Es soll weniger Klassen-Arbeiten geben. Beim Abitur sollen Schüler freier wählen können.

  • Gesellschafteher progressiv

Mehrsprachigkeit und Vielfalt im Unterricht fördern

Die Grünen sehen Mehrsprachigkeit als Gewinn und wollen sie gezielter fördern. Türkisch soll als Fremdsprache Regelangebot werden, Lehrinhalte sollen verschiedene Perspektiven abbilden, und trans, inter und nicht binäre Schülerinnen und Schüler sollen einen selbst gewählten Rufnamen nutzen können.

Viele Kinder sprechen mehrere Sprachen. Die Grünen wollen das stärker fördern. Türkisch soll ein normales Schul-Fach an allen Schulen werden können. Trans-Schüler sollen in der Schule den Namen benutzen dürfen, den sie selbst wählen.

  • Gesellschafteher progressiv
  • Migrationeher offen

Verpflichtenden gemeinsamen Ethikunterricht einführen

Die Grünen wollen das Fach Ethik zu einem gemeinsamen Pflichtunterricht für alle ausbauen, der verschiedene Weltanschauungen behandelt. Sie begründen das mit zunehmender Säkularisierung und religiöser Vielfalt; der bekenntnisorientierte Religionsunterricht soll daneben bestehen bleiben.

Alle Schüler sollen gemeinsam Ethik-Unterricht haben. Dort lernen sie verschiedene Religionen und Welt-Bilder kennen. Den Religions-Unterricht soll es weiter geben. Auch der islamische Religions-Unterricht soll wachsen.

  • Gesellschafteher progressiv

Berufliche und akademische Bildung gleichstellen

Die Grünen wollen berufliche und akademische Bildungswege als gleichwertig anerkennen und Übergänge zwischen ihnen erleichtern. Sie begründen das mit der Wertschätzung individueller Stärken und dem hohen Fachkräftebedarf in Ausbildungsberufen.

Eine Ausbildung soll genauso viel zählen wie ein Studium. Auch an Gymnasien sollen Schüler mehr über Berufe lernen. Es soll mehr Praktika geben. Die Grünen wollen dazu ein großes Treffen zur Bildung, einen Bildungs-Gipfel.

Mehr Politikunterricht und Mitbestimmung an Schulen

Die Grünen wollen das Fach Politik und Wirtschaft in allen Schulformen um eine Stunde aufstocken. Außerdem sollen Schülervertretungen und Eltern mehr Mitsprache bekommen, in der Schule, in den Kommunen und auf Landesebene.

Die Grünen wollen eine Stunde mehr Politik und Wirtschaft im Stundenplan. Das soll für alle Schulformen gelten. Schülerinnen und Schüler sollen mehr mitentscheiden können. Auch Eltern sollen mehr mitreden.

Lehrkräfte gewinnen und Schulleitungen entlasten

Die Grünen wollen dem Lehrkräftemangel mit besseren Arbeitsbedingungen, mehr Fortbildung und neuen Wegen für den Quereinstieg begegnen. Schulen sollen zusätzlich eine Verwaltungsleitung bekommen können, die die pädagogische Leitung von Bürokratie entlastet.

Die Grünen wollen mehr Lehrerinnen und Lehrer gewinnen. Dafür sollen die Arbeitsbedingungen besser werden. Menschen aus anderen Berufen sollen neben der Arbeit studieren können. Schulen sollen eine zweite Leitung für die Verwaltung bekommen können.

Alle Berufsschulstandorte erhalten und weiterentwickeln

Die Grünen wollen sämtliche Berufsschulstandorte in Hessen erhalten und sie zu Kompetenzzentren ausbauen. Digitaler und hybrider Unterricht soll lange Anfahrten verringern, und das Land soll bei weiteren Mangelberufen das Schulgeld an Privatschulen tragen.

Die Grünen wollen alle Berufsschulen in Hessen behalten. Die Schulen sollen sich zu Fach-Zentren entwickeln. Unterricht soll öfter auch digital stattfinden. So werden lange Fahrten seltener. Für manche Berufe soll das Land das Schulgeld bezahlen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Erwachsenen- und Weiterbildung ausbauen

Die Grünen wollen leicht zugängliche Bildungsangebote für Erwachsene erhalten und ausweiten. Volkshochschulen und andere anerkannte Träger sollen mehr Geld bekommen, der zweite Bildungsweg soll gestärkt werden.

Die Grünen wollen mehr Bildung für Erwachsene. Volkshochschulen sollen mehr Geld bekommen. Erwachsene sollen Schulabschlüsse leichter nachholen können. Auch eine erste Ausbildung soll später noch möglich sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Hochschullehre der Forschung gleichstellen

Die Grünen betrachten Lehre und Forschung als gleichwertige Aufgaben der Hochschulen. Unterstützungsprogramme für Studierende sollen dauerhaft bestehen, die Hochschuldozentur soll ausgebaut und digitale Lehre hochschulübergreifend verfügbar werden.

Die Grünen finden: Lehre ist so wichtig wie Forschung. Hilfen für Studierende sollen dauerhaft bleiben. Es soll mehr Stellen für gute Lehre geben. Digitale Kurse sollen an allen Hochschulen abrufbar sein.

Pakt gegen Bildungssackgassen schließen

Die Grünen wollen Wechsel zwischen Studium und Ausbildung erleichtern und die Beratung für Studienzweifelnde ausbauen. Der Bildungsweg soll nach dem Programm von Interessen und Fähigkeiten abhängen, nicht vom Elternhaus.

Die Grünen wollen, dass niemand in der Ausbildung feststeckt. Wer am Studium zweifelt, soll gute Beratung bekommen. Ein Wechsel soll leichter werden. Die Herkunft soll nicht über den Bildungsweg entscheiden.

Forschungsförderung flexibler machen, Transfer stärken

Die Grünen wollen die Hochschulen in ihrer Grundfinanzierung stärken und zugleich die Spitzenforschung fördern. Das Förderprogramm LOEWE soll flexibler und schneller werden, ein neuer Fonds soll Ausgründungen und den Transfer von Wissen in die Gesellschaft erleichtern.

Die Grünen wollen die Forschung in Hessen stärken. Das Förder-Programm LOEWE soll schneller entscheiden. Ein neuer Fonds soll Firmen-Gründungen an Hochschulen helfen. Wissen soll leichter in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen.

Open Science, Zivilklauseln und neue Forschungsschwerpunkte

Die Grünen wollen Ergebnisse und Daten aus landesfinanzierter Forschung grundsätzlich frei zugänglich machen. Hochschulen sollen per Gesetz Zivilklauseln beschließen können, also Selbstverpflichtungen auf zivile Forschung. Klima-, KI- sowie Friedens- und Konfliktforschung sollen Schwerpunkte sein.

Forschung mit Landes-Geld soll für alle frei lesbar sein. Hochschulen sollen Zivil-Klauseln beschließen dürfen. Das heißt: Sie forschen nur für zivile Zwecke. Forschung zu Klima, künstlicher Intelligenz und Frieden soll wachsen.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

Hochschulräte auf Beratung beschränken, Mitbestimmung stärken

Die Grünen wollen die Hochschulautonomie fortführen und die internen Entscheidungswege transparenter machen. Hochschulräte sollen künftig nur noch beraten, Fachbereiche und Senate sollen stärker eingebunden werden.

Hochschulen sollen weiter viel selbst entscheiden. Die Wege der Entscheidung sollen klar sein. Hochschul-Räte sollen nur noch beraten. Fachbereiche und Senate sollen mehr mitreden.

Studierendenwerke mit Hochschulsozialpakt absichern

Die Grünen wollen die Studierendenwerke über einen Hochschulsozialpakt nach ihren Aufgaben finanzieren. Der Zuschuss des Landes soll im Gleichgewicht mit den Beiträgen der Studierenden stehen, um Preissteigerungen bei Mensa und Wohnheim zu dämpfen.

Studierenden-Werke bieten Mensa, Wohnheime und Beratung. Die Grünen wollen ihnen verlässlich Geld geben. Das Land soll so viel zahlen wie die Studierenden. So sollen die Preise stabil bleiben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Hochschuletat jährlich erhöhen, Verwaltungskostenbeiträge abschaffen

Die Grünen wollen die Mittel des Hochschulpakts weiter um vier Prozent pro Jahr steigern. Studiengebühren lehnt die Partei ab, die Verwaltungskostenbeiträge der Studierenden sollen zügig wegfallen.

Die Hochschulen sollen jedes Jahr 4 Prozent mehr Geld bekommen. Studien-Gebühren soll es nicht geben. Studierende zahlen heute einen Beitrag für die Verwaltung. Dieser Beitrag soll bald wegfallen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Zentrum für Weiterbildung an Hochschulen schaffen

Die Grünen wollen die Weiterbildungsangebote der Hochschulen in einem gemeinsamen Zentrum zusammenführen. Begründet wird dies mit dem hohen Fachkräftebedarf durch den Wandel der Wirtschaft.

Die Wirtschaft braucht viele Fachkräfte. Hochschulen sollen deshalb mehr Weiterbildung anbieten. Ein gemeinsames Zentrum soll die Angebote sammeln. Der Einstieg in Technik und Naturwissenschaft soll leichter werden.

Kulturelle Bildung für alle Kinder ausbauen

Die Grünen wollen, dass jedes Kind in Hessen Zugang zu kultureller Bildung hat. An den Schulen soll ein Pakt für kulturelle Bildung kreative Angebote verankern, Musikschulen sollen mehr öffentliches Geld erhalten und Bibliotheken zu Treffpunkten werden.

Jedes Kind soll Kunst und Musik kennenlernen können. Schulen sollen dafür feste Angebote bekommen. Musik-Schulen sollen mehr Geld vom Staat erhalten. Ihre Lehrer sollen besser bezahlt werden. Büchereien sollen Orte zum Treffen und Lernen werden.

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Gesundheit und Pflege

10 Punkte

Wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit Gesundheitszentren sichern

Die Grünen wollen die medizinische Grundversorgung in Stadt und Land sichern, unter anderem durch Gesundheitszentren, mobile Praxen und Gemeindepflegerinnen und -pfleger. Die hausärztliche Versorgung soll gestärkt werden, besonders in unterversorgten Gebieten.

Alle Menschen in Hessen sollen einen Arzt in der Nähe haben. Die Grünen wollen dafür Gesundheits-Zentren fördern. Dort arbeiten verschiedene Fach-Leute zusammen. Es soll auch mehr Haus-Ärzte auf dem Land geben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Krankenhausplan überarbeiten und Notfallversorgung verzahnen

Die Grünen wollen den Landeskrankenhausplan neu fassen und die Investitionsmittel für Kliniken weiter anheben. Rettungsdienst, Notaufnahmen und ärztlicher Bereitschaftsdienst sollen enger zusammenarbeiten.

Die Grünen wollen die Planung für Kranken-Häuser erneuern. Kliniken sollen mehr Geld für Investitionen bekommen. Nicht jede Klinik muss alles anbieten. Aber im Notfall muss schnell eine Klinik erreichbar sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Pflegeangebote ausbauen und Fachkräfte gewinnen

Die Grünen wollen stationäre und ambulante Pflegeangebote ausbauen, vor allem Tages- und Kurzzeitpflege sowie Hilfen für pflegende Angehörige. Eine erweiterte Fachkräfteoffensive soll mehr Personal für Gesundheit und Pflege gewinnen.

Die Grünen wollen mehr Angebote für die Pflege. Wer Angehörige pflegt, soll mehr Hilfe bekommen. Es sollen mehr Menschen in der Pflege arbeiten. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Migrationeher offen

Anonymen Krankenschein und mehr Prävention einführen

Die Grünen wollen Menschen ohne Krankenversicherung über Clearingstellen in eine Versicherung vermitteln und für die übrigen einen anonymen Krankenschein einführen. Zudem sollen Gesundheitsförderung und Prävention ausgebaut werden.

Manche Menschen haben keine Kranken-Versicherung. Beratungs-Stellen sollen ihnen helfen, eine zu bekommen. Wenn das nicht geht, soll es einen anonymen Kranken-Schein geben. Damit können sie trotzdem zum Arzt gehen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Gesundheitsämter stärken, Hitzeschutz ausbauen

Die Grünen wollen die Gesundheitsämter über das Landesamt für Gesundheit und Pflege weiter stärken. Sie sollen auch den Schutz der Bevölkerung vor Hitze und Extremwetter übernehmen; Krankenhäuser sollen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt werden.

Durch den Klima-Wandel gibt es mehr heiße Tage. Das kann krank machen. Die Grünen wollen die Menschen besser vor Hitze schützen. Städte und Gemeinden sollen eigene Hitze-Pläne bekommen. Kranken-Häuser sollen klimafreundlich werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Drogenpolitik auf Hilfe statt Strafe ausrichten

Die Grünen wollen eine Drogenpolitik, die auf Aufklärung, Prävention und Hilfe für Suchtkranke setzt. Aus Sicht des Programms hat die Kriminalisierung Abhängiger ihre Ziele verfehlt; die Partei begrüßt die Cannabis-Legalisierung im Bund.

Die Grünen wollen Menschen mit Sucht helfen statt sie zu bestrafen. Es soll mehr Therapie geben. Es soll Räume geben, in denen Süchtige Drogen sicherer nehmen können. Die Grünen finden es gut, dass Cannabis erlaubt werden soll.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst
  • Gesellschafteher progressiv

Unikliniken finanzieren, UKGM möglichst zurückkaufen

Die Grünen wollen die hessischen Universitätskliniken ausreichend finanzieren und weitere Medizinstudienplätze schaffen. Die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg hält die Partei für einen Fehler und will es zurückkaufen, sobald das zu vertretbaren Bedingungen möglich ist.

Die Grünen wollen Uni-Kliniken gut bezahlen. Es soll mehr Studienplätze für Medizin geben. Das Uni-Klinikum Gießen und Marburg gehört einer privaten Firma. Die Grünen wollen es zurückkaufen, wenn der Preis stimmt.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Frauengesundheit und Gendermedizin fördern

Die Grünen wollen geschlechtsspezifische Unterschiede in Versorgung, Vorbeugung und Forschung stärker berücksichtigen, weil diese aus Sicht des Programms bisher zu kurz kommen. Dazu sollen Frauengesundheitszentren überall gefördert und eine Forschungsstelle für Gendermedizin gegründet werden. In Schulen und öffentlichen Einrichtungen soll es kostenlose Binden und Tampons geben.

Frauen und Männer werden zum Teil anders krank. Auch Medikamente wirken unterschiedlich. Die Grünen wollen das besser erforschen lassen. Es soll mehr Gesundheits-Zentren für Frauen geben. In Schulen sollen Binden und Tampons kostenlos sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Geburtshilfe und Hebammenversorgung verbessern

Die Grünen wollen die Versorgung von Schwangeren stärken und die Betreuung durch Hebammen rund um die Geburt verbessern. Grundlage sind die Maßnahmen, die der Runde Tisch Geburtshilfe für Hessen erarbeitet hat. Außerdem setzt sich die Partei für gewaltfreie Geburten ein.

Schwangere Frauen sollen besser versorgt werden. Hebammen sollen Eltern vor, bei und nach der Geburt gut begleiten. Dafür gibt es in Hessen schon einen Plan. Die Grünen wollen diesen Plan umsetzen und verbessern.

Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sichern und entkriminalisieren

Die Grünen wollen ein flächendeckendes Netz aus Kliniken und Praxen aufbauen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, und die Konfliktberatung voll finanzieren. Auf Bundesebene unterstützt die Partei Bemühungen, Abbrüche nicht länger unter Strafe zu stellen, und fordert eine Regelung gegen Belästigung vor Beratungsstellen.

Frauen sollen in ihrer Nähe eine Schwangerschaft beenden lassen können. Dafür soll es genug Kliniken und Praxen geben. Die Beratung soll der Staat voll bezahlen. Niemand soll Frauen vor Beratungs-Stellen belästigen. Ein Abbruch soll nicht mehr strafbar sein.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

Migration und Integration

6 Punkte

Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration ausbauen

Die Grünen wollen Sprachförderung und Integrationskurse ausweiten und ausländische Abschlüsse schneller anerkennen. Menschen sollen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen in Bildung, Arbeit und beim Wohnen haben.

Die Grünen wollen mehr Deutsch-Kurse anbieten. Das gilt für Kinder und Erwachsene. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten. Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben.

  • Migrationeher offen

Wahlrecht für dauerhaft hier Lebende, einfachere Behörden

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, dass alle Menschen wählen dürfen, die dauerhaft in Deutschland leben. In Hessen sollen Einbürgerung und politische Vertretung von Migrantinnen und Migranten gefördert und Behördengänge vereinfacht werden.

Die Grünen wollen: Wer dauerhaft hier lebt, soll wählen dürfen. Dafür wollen sie sich im Bund einsetzen. Ämter sollen einfacher werden. Wichtige Formulare soll es in mehreren Sprachen geben.

  • Migrationdeutlich offen

Hessen als sicheren Hafen für Geflüchtete erhalten

Die Grünen wollen, dass Hessen Geflüchtete über die bundesweite Verteilung hinaus aufnimmt und beim Aufbau einer sicheren Existenz unterstützt. Sie setzen auf gute Erstversorgung, schnelle dezentrale Unterbringung und legale Fluchtwege.

Die Grünen wollen Menschen auf der Flucht helfen. Hessen soll mehr tun als nur seine Pflicht. Geflüchtete sollen schnell in normale Wohnungen ziehen können. Sie sollen leichter zum Arzt gehen können.

  • Migrationeher offen

Bleibeperspektiven für gut integrierte Geflüchtete schaffen

Die Grünen wollen, dass Behörden bei lange hier lebenden, gut integrierten Geflüchteten systematisch prüfen, ob ein dauerhafter Aufenthalt möglich ist. Der Wechsel vom Asyl- ins Einwanderungsverfahren soll leichter werden, auch wegen des Fachkräftemangels.

Manche Geflüchtete leben schon lange hier und sind gut integriert. Die Grünen wollen, dass sie bleiben können. Die Ämter sollen das genau prüfen. Niemand soll aus Arbeit oder Ausbildung gerissen werden.

  • Migrationeher offen

Schulbildung für Zugewanderte und Geflüchtete verbessern

Die Grünen wollen den Unterricht für zugewanderte Kinder und Jugendliche professioneller gestalten, um abgebrochene Bildungswege zu vermeiden. Intensivklassen sollen kleiner werden und an allen Schulformen bestehen. Abschiebungen aus Schulen lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen besseren Unterricht für zugewanderte Kinder. Die Deutsch-Klassen sollen kleiner werden. Es soll sie an allen Schulformen geben. Niemand soll aus der Schule heraus abgeschoben werden.

  • Migrationeher offen

Freiwillige Rückkehr vor Abschiebung stellen

Die Grünen sehen Abschiebungen als rechtsstaatliche Maßnahmen, die behutsam und angemessen ablaufen sollen. Die freiwillige Ausreise soll Vorrang haben. Die Rückkehrberatung soll überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden.

Nicht alle Geflüchteten können in Deutschland bleiben. Die Grünen wollen: Diese Menschen sollen möglichst freiwillig zurückgehen. Das ist besser als eine Abschiebung. Abschiebungen sollen vorsichtig ablaufen. Auf Kinder und Familien soll man besonders achten.

  • Migrationeher offen

Gleichstellung und Vielfalt

13 Punkte

Landesantidiskriminierungsgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Antidiskriminierungsgesetz für Hessen schaffen und die Antidiskriminierungsstelle des Landes stärken. In der Landesverfassung soll der Diskriminierungsschutz erweitert und der Begriff „Rasse“ ersetzt werden.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden schlechter behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das Gesetz soll Betroffene besser schützen. Das Wort „Rasse“ soll aus der Verfassung von Hessen verschwinden.

  • Gesellschafteher progressiv

Aktionsplan für queere Menschen ausbauen

Die Grünen wollen den Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt erweitern und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität abbauen. Queerfeindliche Straftaten sollen gesondert erfasst und von einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft verfolgt werden.

Die Grünen wollen queere Menschen besser schützen. Queer sind zum Beispiel Lesben, Schwule und trans Menschen. Es soll mehr Beratung und Hilfe geben. Die Polizei soll Straftaten gegen queere Menschen extra zählen.

  • Gesellschafteher progressiv

Jüdisches Leben schützen und Israel-Beziehungen stärken

Die Grünen wollen jüdische Gemeinden weiter unterstützen und dazu beitragen, dass jüdisches Leben in Hessen sicher und sichtbar ist. Sie bekennen sich zum Existenzrecht Israels, lehnen die BDS-Kampagne ab und wollen den Austausch mit Israel ausbauen.

Jüdinnen und Juden sollen in Hessen sicher leben können. Die Grünen wollen die jüdischen Gemeinden weiter unterstützen. Sie wollen gegen Juden-Hass kämpfen. Hessen und Israel sollen eng zusammenarbeiten.

Vielfalt, Gleichstellung und Internationalität an Hochschulen fördern

Die Grünen wollen Diskriminierung an Hochschulen abbauen, Antidiskriminierungsbeauftragte stärken und wissenschaftliche Laufbahnen von Frauen fördern. Internationale Studierende und Forschende sollen willkommen sein, Geflüchtete unter ihnen weiter Stipendien erhalten.

Die Grünen wollen weniger Benachteiligung an Hochschulen. Beauftragte gegen Diskriminierung sollen mehr Möglichkeiten bekommen. Frauen in der Wissenschaft sollen gefördert werden. Geflüchtete Forschende und Studierende bekommen weiter Stipendien.

  • Gesellschafteher progressiv

Frauen in Führung und Parlamenten gleich beteiligen

Die Grünen wollen, dass Frauen in Politik, Wirtschaft und Kultur stärker vertreten sind. Landeseigene Gesellschaften sollen ihre Gremien zur Hälfte mit Frauen besetzen, das Gleichberechtigungsgesetz soll weiterentwickelt werden, und die Partei unterstützt Schritte zu paritätisch besetzten Parlamenten.

Die Grünen wollen mehr Frauen in wichtigen Positionen. In Firmen des Landes soll die Hälfte der Gremien-Mitglieder weiblich sein. Auch in den Parlamenten sollen mehr Frauen sitzen. Frauen-Beauftragte in den Gemeinden sollen mehr Gewicht bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Lohnlücke schließen und Sorgearbeit gerechter verteilen

Die Grünen wollen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen und eine gleichmäßigere Aufteilung der Familien- und Sorgearbeit anregen. Alleinerziehende sollen durch Beratung und mehr Kinderbetreuung unterstützt werden.

Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Die Grünen wollen das ändern. Männer und Frauen sollen sich die Arbeit in der Familie gerechter teilen. Es soll mehr Kinder-Betreuung geben, auch früh, spät und am Wochenende. Alleinerziehende sollen leichter Hilfe finden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Frauen in MINT, Wissenschaft und Gründungen fördern

Die Grünen wollen mehr Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, in Professuren und unter Gründenden. Zugleich sollen Sorgeberufe aufgewertet und mehr Jungen und Männer für Erziehung und Pflege gewonnen werden.

Mehr Frauen sollen in Technik und Natur-Wissenschaft arbeiten. An den Hochschulen soll jede zweite Professur an eine Frau gehen. Frauen, die eine Firma gründen, sollen mehr Hilfe bekommen. Mehr Männer sollen in Pflege und Erziehung arbeiten.

  • Gesellschafteher progressiv

Gewaltschutz und Frauenhäuser ausbauen

Die Grünen wollen die Istanbul-Konvention vollständig umsetzen und das Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen in ganz Hessen ausbauen. Ein Sofortprogramm soll 300 weitere Familienplätze in Schutzunterkünften und Übergangswohnungen schaffen.

Viele Frauen und Kinder erleben Gewalt zu Hause. Die Grünen wollen mehr Plätze in Frauen-Häusern. Schnell sollen 300 neue Plätze für Familien entstehen. Auch Beratungs-Stellen und Not-Telefone sollen mehr Geld bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Gesellschafteher progressiv

Femizide erfassen und Prävention stärken

Tötungen von Frauen wegen ihres Geschlechts und entsprechende Versuche sollen nach dem Willen der Grünen in der Kriminalstatistik eigens ausgewiesen werden. Eine hessische Femizidstudie soll das begleiten und Grundlagen für Vorbeugung liefern. Zudem soll die Präventions- und Täterarbeit ausgebaut werden.

Manche Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Das nennt man Femizid. Die Grünen wollen diese Taten extra zählen. Eine Studie soll zeigen, wie man solche Taten verhindern kann. Auch die Arbeit mit Tätern soll stärker werden.

  • Gesellschafteher progressiv

Soforthilfe nach Vergewaltigung und Reform von § 177

Die Grünen wollen, dass Betroffene einer Vergewaltigung überall in Hessen schnell medizinische Hilfe bekommen und Beweise sichern lassen können, ohne Anzeige erstatten zu müssen. Auf Bundesebene will sich die Partei für eine Reform des Vergewaltigungsparagrafen einsetzen, damit Täter leichter verurteilt werden.

Nach einer Vergewaltigung brauchen Betroffene schnell Hilfe. Die Grünen wollen diese Hilfe überall in Hessen anbieten. Ärzte sollen Beweise sichern, auch ohne Anzeige bei der Polizei. Außerdem soll das Gesetz zu Vergewaltigung geändert werden. Gerichte sollen Täter dann leichter verurteilen können.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst
  • Gesellschafteher progressiv

Ausstieg aus Prostitution unterstützen, Menschenhandel bekämpfen

Die Grünen wollen gegen Menschenhandel vorgehen und Frauen besser vor Armuts- und Zwangsprostitution schützen. Wer die Prostitution verlassen will, soll Beratung, medizinische Versorgung und Kurse erhalten. Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung sollen weiter gefördert werden.

Die Grünen wollen Menschen-Handel bekämpfen. Frauen sollen nicht zur Prostitution gezwungen werden. Wer aufhören will, soll Hilfe bekommen. Dazu gehören Beratung, Arzt-Besuche und Sprach-Kurse. Auch bei der Suche nach Wohnung und Arbeit soll es Hilfe geben.

  • Gesellschafteher progressiv

Jüdisches Leben schützen, Antisemitismus bekämpfen

Die Grünen wollen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Orte schützen und Antisemitismus als gesellschaftliches Problem bekämpfen. Antisemitische Taten und Vorfälle sollen erfasst, Melde- und Beratungsstellen finanziert werden. Bildungs- und Präventionsangebote sollen gefördert werden.

Jüdische Menschen sollen in Hessen sicher leben können. Die Grünen wollen jüdische Orte schützen. Sie wollen Hass gegen Juden bekämpfen. Angriffe und Vorfälle sollen gezählt werden. Es soll Geld für Melde-Stellen und Beratung geben.

Landesweiten Aktionsplan gegen Rassismus auflegen

Die Grünen wollen zusammen mit Wissenschaft und Verbänden einen Aktionsplan gegen Rassismus für ganz Hessen erarbeiten. Sie wollen das Bewusstsein dafür stärken, dass bestimmte Begriffe verletzend und diskriminierend wirken. Ziel ist nach dem Programm eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.

Die Grünen wollen etwas gegen Rassismus tun. Sie wollen dafür einen Plan für ganz Hessen machen. Forscher und Verbände sollen dabei helfen. Menschen sollen verstehen: Manche Wörter verletzen andere. Alle Menschen sollen gleiche Rechte und Respekt bekommen.

  • Gesellschafteher progressiv

Klima und Energie

10 Punkte

Windkraftausbau auf 500 Megawatt jährlich steigern

Die Grünen wollen den Ausbau der Windkraft schrittweise auf mindestens 500 Megawatt pro Jahr anheben. Ausgewiesene Vorrangflächen sollen schnell bebaut, weitere ausgewiesen werden; Ziel sind mindestens 2,2 Prozent der Landesfläche. Genehmigungen sollen schneller erteilt werden.

Die Grünen wollen viel mehr Windräder in Hessen. Jedes Jahr sollen Anlagen mit 500 Megawatt dazukommen. Dafür soll es mehr Flächen geben. Die Ämter sollen Windräder schneller genehmigen. Bürger sollen sich an den Anlagen beteiligen können.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Solarpflicht für alle Neubauten einführen

Die Grünen wollen eine Solarpflicht für alle Neubauten einführen und Bauwillige mit günstigen Darlehen unterstützen. Der Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie soll insgesamt schneller gehen. Solaranlagen sollen vorrangig auf bereits versiegelten Flächen entstehen.

Die Grünen wollen: Jedes neue Haus bekommt eine Solar-Anlage. Das soll Pflicht sein. Wer baut, soll dafür günstige Kredite bekommen. Solar-Anlagen sollen vor allem auf Dächer und Parkplätze kommen. Gute Äcker sollen frei bleiben.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

Wärmewende mit Sanierung und Wärmeplanung voranbringen

Die Grünen wollen eine Wärmeversorgung, die vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt. Dafür sollen alle Gemeinden zur Wärmeplanung verpflichtet und mehr Gebäude energetisch saniert werden. Beratung und Förderung sollen ausgebaut und vereinfacht werden.

Die Grünen wollen, dass Heizen klimafreundlich wird. Jede Gemeinde muss dafür einen Wärme-Plan machen. Mehr Häuser sollen saniert werden, damit sie weniger Energie brauchen. Es soll mehr Beratung und Geld vom Land geben. Menschen mit wenig Geld sollen besonders Hilfe bekommen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Stromnetze, Speicher und Wasserstoff ausbauen

Die Grünen wollen Stromnetze, Energiespeicher und Wasserstoffinfrastruktur ausbauen, damit erneuerbare Energie jederzeit genutzt werden kann. Ein Förderprogramm soll den Bau von Speichern voranbringen. Grüner Wasserstoff soll dort eingesetzt werden, wo Elektrifizierung schwer möglich ist.

Strom aus Wind und Sonne gibt es nicht immer gleich viel. Deshalb wollen die Grünen mehr Speicher für Strom bauen. Das Land soll dafür Geld geben. Auch die Stromnetze sollen besser werden. Wasserstoff soll helfen, wo Strom allein nicht reicht.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Hessen bis spätestens 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass Hessen spätestens 2035 klimaneutral ist, und bekennen sich zum 1,5-Grad-Ziel. Der Klimaplan soll verbindlicher werden, jährlich überprüft und bei Bedarf nachgeschärft werden.

Hessen soll bis 2035 klimaneutral sein. Das heißt: Das Land schadet dem Klima nicht mehr. Die Grünen wollen den Klima-Plan jedes Jahr prüfen. Die Verwaltung des Landes soll schon 2030 klimaneutral sein.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

Klimaschutz in Kommunen verbindlich und finanzierbar machen

Die Grünen wollen Städte, Kreise und Gemeinden beim Klimaschutz stärker beraten und fördern. Klimaschutz und Klimaanpassung sollen dort verbindlicher werden und eine planbare Finanzierung erhalten.

Städte und Gemeinden sind wichtig für den Klimaschutz. Die Grünen wollen sie beraten und ihnen Geld geben. Klimaschutz soll dort fester Teil der Arbeit werden. Bund, Länder und Gemeinden sollen ihn gemeinsam bezahlen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Klimaanpassung und natürlichen Klimaschutz ausbauen

Die Grünen wollen Hessen auf die Folgen der Erderhitzung vorbereiten und dafür Förderprogramme und Leitlinien entwickeln. Ein Aktionsprogramm für natürlichen Klimaschutz soll Moore, Wälder und Böden stärken.

Das Klima ändert sich. Hessen soll sich darauf vorbereiten. Die Grünen wollen Moore, Wälder und Böden schützen. Städte sollen Regenwasser besser speichern. So gibt es weniger Schäden bei Hochwasser.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Gebäude klimaneutral sanieren und an Hitze anpassen

Die Grünen wollen öffentliche Wohnungen zügig energetisch sanieren und die Wärmewende mit Beratung, Förderung und weniger rechtlichen Hürden voranbringen. Städte und Dörfer sollen zudem besser auf Hitze, Starkregen und Hochwasser vorbereitet werden.

Häuser sollen weniger Energie verbrauchen. Wohnungen des Staates sollen dabei Vorbild sein. Es soll mehr Solar-Anlagen geben. Städte sollen grüner werden, damit es im Sommer kühler ist.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Hochschulbau klimafreundlich ausrichten

Die Grünen wollen die Energie- und Wärmewende an den Hochschulen mit einem Programm HEUREKA KLIMA vorantreiben und Geld für den Bauunterhalt bereitstellen. Hochschulen sollen auf Wunsch selbst über ihre Bauvorhaben bestimmen können.

Die Gebäude der Hochschulen sollen klimafreundlicher werden. Dafür planen die Grünen ein Programm mit dem Namen HEUREKA KLIMA. Es soll auch Geld für die Pflege der Gebäude geben. Hochschulen dürfen auf Wunsch selbst über ihr Bauen entscheiden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Rechenzentren über Regionalplanung steuern, Abwärme nutzen

Die Grünen wollen die Ansiedlung von Rechenzentren über eine transparente Regionalplanung lenken, weil ein ungeregelter Bau aus Sicht des Programms Hessens Klimaziele gefährdet. Mindestens 30 Prozent der Abwärme sollen genutzt werden. Für Beschaffung und Planung von Land und Kommunen soll „Green IT“ als Leitbild gelten.

Rechen-Zentren brauchen sehr viel Strom. Sie erzeugen auch viel Wärme. Die Grünen wollen planen, wo neue Rechen-Zentren stehen dürfen. Mindestens 30 Prozent der Wärme soll genutzt werden, zum Beispiel zum Heizen. Das Land soll sparsame Computer-Technik kaufen.

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  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Umwelt und Tierschutz

12 Punkte

Wald, Artenvielfalt und Grundwasser schützen

Die Grünen wollen bis 2030 eine Milliarde Euro in den Schutz der Artenvielfalt stecken. Geplant ist außerdem ein Programm für Aufforstung und Waldentwicklung, das das Programm als größtes der Landesgeschichte bezeichnet. Auch die Grundwasservorräte sollen gesichert werden.

Die Grünen wollen die Natur in Hessen schützen. Bis 2030 soll eine Milliarde Euro für Tiere und Pflanzen fließen. Es sollen viele neue Bäume gepflanzt werden. Auch das Grundwasser soll geschützt werden.

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Eine Milliarde Euro für Schutzgebiete und Artenvielfalt

Die Grünen wollen den Rückgang bedrohter Tier- und Pflanzenarten umkehren und das globale Ziel von 30 Prozent Schutzgebieten erreichen. Dafür sollen bis 2030 insgesamt 1 Milliarde Euro fließen.

Viele Tiere und Pflanzen sind bedroht. Die Grünen wollen mehr Schutz-Gebiete schaffen. Bis 2030 wollen sie dafür 1 Milliarde Euro ausgeben. Auf einem kleinen Teil des Landes soll Wildnis entstehen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Konflikte mit Wolf und Biber durch Hilfen lösen

Die Grünen wollen bei Konflikten mit zurückkehrenden Arten wie Wolf, Biber oder Fischotter auf Vorbeugung und Hilfe im Schadensfall setzen. In Einzelfällen sollen verhaltensauffällige Wölfe getötet werden können.

Wolf, Biber und Fischotter leben wieder in Hessen. Das führt manchmal zu Streit. Die Grünen wollen Betroffenen bei Schäden helfen. Sie wollen auch beim Vorbeugen helfen. Auffällige Wölfe dürfen im Einzelfall erschossen werden.

Pestizideinsatz zum Schutz der Insekten verringern

Die Grünen wollen den Einsatz von Pestiziden weiter senken, um die Insektenvielfalt zu verbessern. Schutzgebiete und Gewässer sollen durch Pufferstreifen geschützt werden.

Pestizide sind Gifte gegen Schädlinge. Sie schaden auch vielen Insekten. Die Grünen wollen weniger Pestizide. Neben Schutz-Gebieten und Gewässern soll es Streifen ohne Gift geben.

Waldgesetz auf Natur- und Klimaschutz ausrichten

Die Grünen wollen ein großes Waldentwicklungsprogramm starten und das Hessische Waldgesetz an Naturschutz, Klimaschutz und Erholung ausrichten. Bei Konflikten sollen Schutzziele Vorrang vor der Nutzung haben.

Viele Wälder in Hessen sterben. Die Grünen wollen ein großes Programm für den Wald. Der Schutz von Natur und Klima soll wichtiger sein als die Nutzung. Es soll mehr Wald geben, der sich selbst überlassen bleibt.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Wassercent einführen, Grundwasser strenger schützen

Die Grünen wollen einen Wassercent einführen, also eine Abgabe auf Wasserentnahmen, um nachhaltige Wasserprojekte zu bezahlen. Entnahmen von Grundwasser sollen strenger genehmigt und kontrolliert werden.

Wasser wird durch die Klima-Krise knapper. Die Grünen wollen eine Abgabe auf Wasser einführen. Sie heißt Wassercent. Mit dem Geld bezahlen sie Projekte für Wasser. Grundwasser soll besser geschützt werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Salzeinleitungen der Kaliindustrie bis 2027 beenden

Die Grünen wollen, dass die Kaliindustrie ihre Einleitungen spätestens 2027 beendet und die Halden vollständig abdeckt. Bei Genehmigungen für den Rohstoffabbau soll sauberes Trinkwasser Vorrang haben.

Der Kali-Bergbau belastet Flüsse und Grundwasser. Ab 2027 soll kein Abwasser mehr eingeleitet werden. Die Abfall-Berge sollen abgedeckt werden. Reste sollen zurück unter die Erde. Trinkwasser ist wichtiger als der Abbau.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Flächenverbrauch auf einen Hektar täglich senken

Die Grünen wollen den täglichen Flächenverbrauch in Hessen bis 2030 auf maximal einen Hektar begrenzen. Langfristig soll unter dem Strich keine neue Fläche mehr verbraucht werden.

In Hessen wird viel Boden bebaut. Die Grünen wollen das stark begrenzen. Ab 2030 soll es höchstens ein Hektar am Tag sein. Später soll gar kein Boden mehr zusätzlich verloren gehen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Kreislaufwirtschaft und Zero-Waste-Strategie aufbauen

Die Grünen wollen Stoffkreisläufe schließen und den Abfallwirtschaftsplan zu einer Zero-Waste-Strategie umbauen. Dazu gehören mehr Recycling, weniger Lebensmittelverschwendung und ein landesweites Rohstoffmonitoring.

Die Grünen wollen, dass weniger Müll entsteht. Stoffe sollen immer wieder genutzt werden. Auch Baustoffe sollen neu verwendet werden. Weniger Lebensmittel sollen im Müll landen.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Verbandsklagerecht im Tierschutz einführen

Die Grünen wollen Tierschutzverbänden in Hessen ein Klagerecht geben, wie es im Umweltschutz besteht. Außerdem setzen sie sich für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus ein und wollen private Wildtierhaltung und Qualzuchten zurückdrängen.

Tierschutz-Verbände sollen vor Gericht für Tiere klagen dürfen. Wilde Tiere sollen nicht mehr im Zirkus auftreten. Weniger Menschen sollen wilde Tiere zu Hause halten. Die Grünen wollen auch weniger Tierversuche.

Tierwohlstandards anheben und Tiertransporte begrenzen

Die Grünen fordern höhere Tierwohlstandards in der Landwirtschaft und eine Bindung der Tierzahl an die Fläche. Lange Transporte lebender Tiere sollen möglichst überflüssig werden, Transporte in Länder außerhalb der EU sollen verboten werden.

Tiere auf Bauernhöfen sollen besser leben. Ein Hof soll nur so viele Tiere haben, wie zu seinem Land passen. Lange Fahrten mit lebenden Tieren soll es kaum noch geben. Transporte in Länder außerhalb der EU sollen verboten sein.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Ökologisches Jagdgesetz schaffen

Die Grünen wollen ein neues Jagdgesetz, das Tier-, Klima- und Umweltschutz stärker berücksichtigt. Bestandsgefährdete Arten sollen nicht mehr bejagt werden, und die Abschusspläne für Rehwild sollen entfallen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für die Jagd. Es soll Tiere, Klima und Umwelt besser schützen. Bedrohte Tierarten soll niemand mehr jagen. Für Rehe soll es keine festen Abschuss-Pläne mehr geben.

Landwirtschaft

3 Punkte

Ökolandbau auf 30 Prozent ausbauen

Die Grünen wollen den Anteil des Ökolandbaus in Hessen bis 2030 auf 30 Prozent bringen. Zugleich soll die gesamte Landwirtschaft nachhaltiger werden, unter anderem mit weniger Pestiziden und geringeren Nährstoffeinträgen.

Die Grünen wollen mehr Öko-Landbau in Hessen. Bis 2030 soll er 30 Prozent ausmachen. Auch die übrige Landwirtschaft soll die Umwelt mehr schonen. Bauern sollen weniger chemische Spritzmittel einsetzen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Agrarstrukturgesetz und regionale Wertschöpfung stärken

Die Grünen wollen die vielfältige Besitzstruktur in der Landwirtschaft mit einem Agrarstrukturgesetz sichern und Existenzgründungen fördern. Regionale Wertschöpfungsketten sollen gestärkt werden, um dem Höfesterben entgegenzuwirken.

Die Grünen wollen kleine und verschiedene Bauernhöfe erhalten. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Wer einen Hof gründet, soll Hilfe und Land bekommen. Kantinen des Staates sollen mehr Essen aus der Region kaufen.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Hessen gentechnikfrei halten

Die Grünen wollen, dass in Hessen weiterhin keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut und keine solchen Tiere gezüchtet oder gehalten werden. Das soll auch für Verfahren der neuen Gentechnik im Anbau gelten. Produkte mit Gentechnik sollen gekennzeichnet sein.

Die Grünen wollen keine Gentechnik auf hessischen Feldern. Das gilt auch für neue Verfahren der Gentechnik. Auch Tiere mit veränderten Genen soll es in Hessen nicht geben. Auf Produkten soll stehen, wenn Gentechnik enthalten ist.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Verkehr

7 Punkte

Kommunen über Tempo 30 entscheiden lassen

Die Grünen wollen, dass Kommunen selbst über Tempolimits innerorts entscheiden und mehr Geschwindigkeit kontrollieren können. Ziel ist die „Vision Zero“, also ein Straßenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte. Alle Verkehrsmittel sollen gleichberechtigt vernetzt werden.

Städte und Gemeinden sollen selbst über Tempo 30 entscheiden dürfen. Sie sollen auch öfter die Geschwindigkeit messen. Die Grünen wollen, dass niemand mehr im Verkehr stirbt. Bus, Bahn, Rad und Auto sollen gut zusammenpassen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Radwege und Fußverkehr ausbauen

Die Grünen wollen in der nächsten Wahlperiode mindestens 250 Kilometer abgetrennte Radwege bauen und mindestens zehn Radschnellverbindungen anstoßen. Dazu sollen 250 neue Überwege für Fuß- und Radverkehr kommen. Orte sollen kurze, sichere und barrierefreie Wege zum Gehen bieten.

Die Grünen wollen mehr Radwege bauen. Es sollen mindestens 250 Kilometer neue Radwege werden. Dazu kommen zehn schnelle Rad-Strecken. Es soll 250 neue Übergänge über Straßen geben. Auch Fußwege und Schulwege sollen sicherer werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Mobilitätsgarantie mit stündlichem Bus- und Bahnangebot

Die Grünen wollen eine hessenweite Mobilitätsgarantie: Busse und Bahnen sollen überall täglich zwischen 5 und 23 Uhr mindestens einmal pro Stunde fahren. Günstige Flatrate-Tickets sollen weiterentwickelt, das Schienennetz ausgebaut werden. Kommunen sollen Abgaben für den ÖPNV erheben dürfen.

Die Grünen wollen mehr Busse und Bahnen. In jedem Ort soll jede Stunde ein Bus oder Zug fahren. Das gilt von 5 Uhr früh bis 23 Uhr. Tickets sollen günstig bleiben. Es sollen neue Schienen gebaut werden.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Autoverkehr um ein Drittel senken, E-Mobilität ausbauen

Die Grünen wollen den Autoverkehr in Hessen bis 2030 um ein Drittel verringern. Zugleich soll ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen entstehen, damit Fahrzeuge elektrisch fahren können. Das Programm folgt dem Grundsatz, Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und zu verbessern.

Die Grünen wollen weniger Autoverkehr in Hessen. Bis 2030 soll es ein Drittel weniger sein. Autos sollen mit Strom fahren. Dafür soll es überall Lade-Säulen geben. Auch Carsharing soll helfen. Beim Carsharing teilen sich Menschen ein Auto.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

Straßen sanieren statt Autobahnen ausbauen

Die Grünen wollen vorrangig Straßen und vor allem Brücken sanieren. Den geplanten Neu- und Ausbau von Autobahnen im Bundesverkehrswegeplan lehnen sie als verfehlt ab. Im Bund setzen sie sich für einen neuen Plan ein, der sich an den Pariser Klimazielen ausrichtet.

Die Grünen wollen zuerst alte Straßen und Brücken reparieren. Neue oder breitere Autobahnen finden sie falsch. Der Bund hat einen Plan für Straßen und Schienen. Die Grünen wollen einen neuen Plan. Er soll zum Klimaschutz passen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Flugverkehr reduzieren und Lärmschutz stärken

Die Grünen wollen Flugreisen möglichst durch umweltfreundlichere Verkehrsmittel ersetzen und den übrigen Flugverkehr klimaneutral gestalten. Im Bund fordern sie den Abbau von Subventionen für den Flugverkehr und strengere Lärmschutzgesetze. Rund um den Frankfurter Flughafen sollen die Belastungen sinken.

Fliegen schadet dem Klima. Die Grünen wollen deshalb weniger Flüge. Die Menschen sollen öfter die Bahn nehmen. Der Staat soll Fliegen nicht mehr mit Geld fördern. Rund um den Flughafen Frankfurt soll es leiser werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Nachtflugverbot ausweiten, Flugplatz-Subventionen abbauen

Die Grünen wollen am Frankfurter Flughafen ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr erreichen, um Anwohnerinnen und Anwohner zu entlasten. Die übrigen hessischen Flugplätze sollen klimaneutral werden und weniger öffentliches Geld erhalten.

Die Grünen wollen nachts weniger Fluglärm. Von 22 Uhr bis 6 Uhr sollen keine Flugzeuge fliegen. Dafür muss der Bund ein Gesetz ändern. Kleine Flugplätze sollen weniger Geld vom Staat bekommen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Digitales

6 Punkte

Glasfaser und Mobilfunk landesweit ausbauen

Die Grünen wollen den Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk in Hessen beschleunigen, damit digitale Teilhabe nicht von Einkommen oder Wohnort abhängt. Schnelles Netz auch auf dem Land versteht die Partei als Teil der Daseinsvorsorge.

Alle Menschen in Hessen sollen schnelles Internet haben. Das soll auch auf dem Land gelten. Die Grünen wollen deshalb mehr Glasfaser-Leitungen und besseren Handy-Empfang. Für die Partei gehört gutes Netz zur Grund-Versorgung.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Datenschutz und Sicherheit im Netz stärken

Die Grünen wollen, dass sich alle Menschen im Internet sicher bewegen und über ihre Daten selbst bestimmen können. Illegaler Handel im Netz soll bekämpft werden, während die Anonymität bei legaler Nutzung erhalten bleibt. Gegen Falschnachrichten, Hass und Hetze will die Partei auch online vorgehen.

Die Grünen wollen das Internet sicherer machen. Jeder soll über seine eigenen Daten bestimmen. Wer nichts Verbotenes tut, soll anonym bleiben dürfen. Gegen Kriminelle im Netz will die Partei vorgehen. Auch gegen Hass und Lügen im Internet.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Medienkompetenz und digitale Teilhabe für alle fördern

Die Grünen wollen eine Offensive für Medienkompetenz starten, die Menschen jeden Alters günstige Bildungsangebote macht. Niemand soll von der digitalen Welt ausgeschlossen sein, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Geld.

Alle Menschen sollen mit digitalen Medien umgehen können. Die Grünen wollen dafür günstige Kurse für jedes Alter. Ältere Menschen sollen mehr Hilfe bekommen. Auch mehr Frauen sollen in Technik-Berufen arbeiten.

Offenes Wissen und digitalisierte Kulturschätze

Die Grünen wollen frei verfügbares Wissen fördern, etwa durch Open Access, Open Data und freie Lizenzen. Mit öffentlichem Geld bezahlte Software soll nach dem Grundsatz „public money, public code“ offen sein. Hessens Kunstwerke, Denkmäler und Archivbestände sollen digitalisiert und frei im Netz zugänglich werden.

Wissen soll für alle frei zugänglich sein. Bezahlt der Staat eine Software, soll ihr Code offen sein. Die Grünen wollen auch Kunst und alte Dokumente digital machen. Dann kann jeder sie im Internet ansehen.

Verwaltung digital und bürgerfreundlich modernisieren

Die Grünen wollen die Landesverwaltung modernisieren, damit sie schneller, effizienter und transparenter arbeitet. Digitale Angebote sollen barrierefrei und leicht bedienbar sein. Kleinere Kommunen sollen über einen „Pakt für die Verwaltung“ Hilfe bei der digitalen Infrastruktur bekommen.

Ämter sollen schneller und einfacher arbeiten. Viele Dinge sollen online gehen. Die Angebote sollen leicht zu bedienen sein, auch für alte und behinderte Menschen. Kleine Gemeinden sollen dabei Hilfe vom Land bekommen.

Cybersicherheit und KI-Forschung stärken

Wegen zunehmender Cyberangriffe wollen die Grünen Fachkräfte stärker fortbilden und hessische Einrichtungen für Cybersicherheit fördern. Zugleich soll die öffentliche Forschung zu Künstlicher Intelligenz mehr Mittel erhalten, damit Hessen unter den Ländern eine Spitzenposition einnimmt.

Es gibt immer mehr Angriffe auf Computer-Systeme. Die Grünen wollen Fachleute dafür besser schulen. Hessen soll auch mehr zu Künstlicher Intelligenz forschen. Das sind Computer-Programme, die selbst lernen. Die Forschung soll dem Menschen dienen.

Innere Sicherheit

16 Punkte

Polizei besser ausstatten, Justiz personell stärken

Die Grünen wollen die Polizei besser ausstatten und zugleich Fehlentwicklungen in der Polizei korrigieren. Ein neues Leitbild soll die Polizeiarbeit in einer pluralistischen Gesellschaft beschreiben. In der Justiz soll weiter Personal aufgebaut werden, Verfahren sollen schneller laufen.

Die Grünen wollen der Polizei bessere Ausrüstung geben. Fehler in der Polizei sollen behoben werden. Die Polizei soll ein neues Leitbild bekommen. Ein Leitbild beschreibt, wie man arbeiten will. Die Gerichte sollen mehr Personal bekommen und schneller arbeiten.

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

Keine flächendeckende Videoüberwachung

Die Grünen lehnen eine flächendeckende Video- oder Tonüberwachung des öffentlichen Raums ab. Vorbeugende Konzepte mit wenig Zwang, etwa städtebauliche Kriminalprävention, sollen Vorrang vor Überwachung haben. Zur Begründung heißt es, immer neue Gesetze brächten nicht automatisch mehr Sicherheit.

Die Grünen wollen nicht überall Kameras auf Straßen und Plätzen. Auch Mikrofone soll es dort nicht überall geben. Besser sind andere Wege gegen Kriminalität. Zum Beispiel gut geplante und sichere Plätze. Kameras mit Computer-Erkennung soll die Polizei nur gezielt einsetzen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Hohe Hürden für Eingriffe in Bürgerrechte

Die Grünen wollen Eingriffe in Bürgerrechte an strenge gesetzliche Voraussetzungen binden. Die EU-Pläne zur sogenannten Chatkontrolle erfüllen diese Anforderungen aus Sicht des Programms nicht. Straftaten im Internet sollen trotzdem konsequent verfolgt werden.

Manche Maßnahmen des Staates greifen in die Rechte der Bürger ein. Die Grünen wollen dafür strenge Regeln. Bei starken Eingriffen soll zum Beispiel vorher ein Gericht zustimmen. Die geplante Chat-Kontrolle der EU lehnen die Grünen ab. Straftaten im Internet soll die Polizei trotzdem verfolgen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Extremismus bekämpfen und Prävention ausbauen

Die Grünen wollen Rechtsextremismus und andere Formen des Extremismus bekämpfen und die Sicherheitsbehörden dazu befähigen, Netzwerke schneller zu erkennen. Zugleich sollen Präventionsprogramme, Jugend- und Sozialarbeit sowie politische Bildung ausgebaut werden. Das Programm sieht die größte Gefahr für die Demokratie im Rechtsextremismus.

Die Grünen wollen Extremismus bekämpfen. Die größte Gefahr sehen sie bei Rechts-Extremen. Polizei und Behörden sollen solche Gruppen schneller erkennen. Es soll mehr Programme zur Vorbeugung geben. Auch die politische Bildung soll wachsen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

Waffenrecht verschärfen und Kontrollen ausbauen

Die Grünen wollen das Waffenrecht über den Bundesrat verschärfen und entsprechende Pläne der Bundesregierung unterstützen. In Hessen sollen Waffenbesitzer häufiger kontrolliert werden. Extremisten sollen nach dem Programm keine Waffen besitzen.

Die Grünen wollen strengere Regeln für Waffen. Dafür wollen sie im Bundesrat Vorschläge machen. Wer eine Waffe haben will, soll genauer geprüft werden. In Hessen soll es mehr Kontrollen bei Waffen-Besitzern geben. Extremisten sollen keine Waffen haben.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

Polizei besser ausstatten, Stationen stärken

Die Grünen wollen gute Arbeitsbedingungen und moderne Ausrüstung für die Polizei. Neue Stellen sollen dorthin gehen, wo der Bedarf am größten ist, mit einem Schwerpunkt auf Stationen und Streifen. Auch der Kampf gegen Extremismus, organisierte Kriminalität und Internetstraftaten soll verstärkt werden.

Die Grünen wollen gute Arbeits-Bedingungen für die Polizei. Die Polizei soll moderne Technik und Schutz-Ausrüstung bekommen. Polizei-Stationen und Streifen sollen stärker werden. Die Polizei soll mehr gegen Extremismus und Internet-Kriminalität tun. Polizei und Sozial-Arbeit sollen enger zusammenarbeiten.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

Polizei vielfältiger und transparenter machen

Die Grünen wollen die Vorschläge der Expertenkommission für einen Neuanfang bei der Polizei umsetzen, einschließlich eines neuen Leitbilds. Ein Modellversuch mit Kontrollquittungen soll zeigen, ob es Racial Profiling gibt. Rechtsextreme Haltungen in der Polizei sollen mit allen rechtlichen Mitteln bekämpft werden.

Alle Menschen sollen der Polizei vertrauen können. Die Grünen wollen deshalb die Polizei verändern. In einem Versuch sollen Menschen nach einer Kontrolle eine Quittung bekommen. So will man sehen, ob die Polizei Menschen wegen ihres Aussehens kontrolliert. Rechts-Extreme sollen keinen Platz in der Polizei haben.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst
  • Gesellschafteher progressiv

Bürger- und Polizeibeauftragten stärken

Die Grünen wollen die Stelle des Bürger- und Polizeibeauftragten überprüfen und mit Fachleuten weiterentwickeln. Sie soll mehr Befugnisse erhalten und ausgebaut werden. Betroffene von Polizeigewalt und Fehlverhalten sollen dort sicher Hilfe finden.

In Hessen gibt es einen Beauftragten für Bürger und Polizei. Dort können sich Menschen über die Polizei beschweren. Die Grünen wollen diese Stelle prüfen und stärker machen. Sie soll mehr Rechte bekommen. Opfer von Polizei-Gewalt sollen dort sicher Hilfe bekommen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Lehren aus Untersuchungsausschüssen ziehen

Die Grünen wollen aus den Untersuchungsausschüssen zum NSU, zum Mord an Walter Lübcke und zum Anschlag von Hanau weitere Konsequenzen ziehen. Nach dem Programm haben die Sicherheitsbehörden dort ihre Schutzaufgabe nicht erfüllt. Hessen soll sich am Aufbau eines zentralen NSU-Archivs des Bundes beteiligen.

Es gab Untersuchungen zum NSU, zum Mord an Walter Lübcke und zum Anschlag in Hanau. Die Grünen sagen: Die Behörden haben dort Fehler gemacht. Daraus wollen die Grünen lernen. Hessen soll beim Aufbau eines NSU-Archivs mithelfen.

Verfassungsschutz weiter umbauen und kontrollieren

Die Grünen wollen den Umbau des Landesamts für Verfassungsschutz fortsetzen, weil es seiner Aufgabe nach dem Programm oft nicht gerecht wurde. Wissenschaftliche Expertise, Qualifikation der Beschäftigten und parlamentarische Kontrolle sollen gestärkt werden. Der Einsatz von V-Leuten soll nachrangig bleiben und überprüft werden.

Der Verfassungs-Schutz soll Gefahren für die Demokratie früh erkennen. Die Grünen sagen: Das hat oft nicht gut geklappt. Deshalb wollen sie die Behörde weiter umbauen. Das Parlament soll die Behörde stärker kontrollieren. Die Behörde soll das Internet besser beobachten.

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

Feuerwehr und Katastrophenschutz stärken

Die Grünen wollen Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz finanziell, personell und technisch gut ausstatten. Die Ausrüstung soll an Folgen des Klimawandels wie Starkregen, Hochwasser und Waldbrände angepasst werden. Warnsysteme wie Sirenen und Apps sollen alle Menschen erreichen.

Feuerwehr und Rettungs-Dienste helfen Menschen in Not. Die Grünen wollen ihnen mehr Geld und bessere Ausrüstung geben. Durch den Klima-Wandel gibt es mehr Hochwasser und Wald-Brände. Darauf sollen die Feuerwehren vorbereitet sein. Sirenen und Warn-Apps sollen alle Menschen erreichen.

Zentralstelle gegen Internetkriminalität ausbauen

Die Grünen wollen Straftaten im Internet stärker verfolgen, etwa Kinderpornografie sowie Drogen- und Waffenhandel. Dafür soll die Zentralstelle ZIT bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mehr Personal bekommen.

Die Grünen wollen Straftaten im Internet stärker bekämpfen. Dazu gehören Kinder-Pornografie und Handel mit Drogen oder Waffen. Eine besondere Stelle in Frankfurt kümmert sich darum. Sie soll mehr Personal bekommen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

Bagatelldelikte entkriminalisieren

Die Grünen wollen geringfügige Regelverstöße nicht mit Freiheitsstrafen ahnden und so auch die Justiz entlasten. Fahren ohne Ticket und das sogenannte Containern sollen nach ihrem Willen keine Straftaten mehr sein.

Die Grünen wollen kleine Verstöße nicht mehr als Straftat behandeln. Ein Beispiel ist Fahren ohne Fahrschein. Ein anderes Beispiel ist das Mitnehmen von weggeworfenen Lebensmitteln. So sollen die Gerichte weniger Arbeit haben.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Prävention: Jugendrechtshäuser und Schutz vor Gewalttätern

Die Grünen wollen Straftaten stärker vorbeugen. Sie planen weitere Häuser des Jugendrechts und ein Gefährdungsmanagement, das die Missachtung von Näherungsverboten verhindern und Frauen und Kinder vor Gewalt schützen soll.

Die Grünen wollen Straftaten verhindern, bevor sie passieren. Junge Menschen sollen nicht kriminell werden. Dafür soll es mehr Häuser des Jugendrechts geben. Dort arbeiten Polizei, Justiz und Jugendhilfe zusammen. Frauen und Kinder sollen besser vor Gewalttätern geschützt werden.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst
  • Gesellschafteher progressiv

Resozialisierung im Strafvollzug stärken

Die Grünen sehen die Wiedereingliederung von Gefangenen als Hauptziel des Strafvollzugs und als Schutz vor neuen Taten. Sie wollen Angebote in den Gefängnissen ausbauen, die Arbeit von Gefangenen besser bezahlen und Ersatzfreiheitsstrafen häufiger vermeiden.

Gefangene sollen nach der Haft ohne Straftaten leben. Dafür wollen die Grünen mehr Hilfen im Gefängnis. Dazu gehören Bildung, Beratung und Therapie. Gefangene sollen mehr Geld für ihre Arbeit bekommen. Wer eine Geldstrafe nicht zahlen kann, soll nicht deshalb ins Gefängnis müssen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Opferschutz und Opferhilfe ausbauen

Die Grünen wollen Opfer von Straftaten im Verfahren und danach besser unterstützen. Hilfseinrichtungen sollen mehr Förderung erhalten, und der hessische Opferfonds soll dauerhaft bestehen und wachsen.

Die Grünen wollen Opfern von Straftaten besser helfen. Hilfs-Stellen sollen mehr Unterstützung bekommen. Opfer sollen schnell Beratung, Therapie und Geld erhalten. Ein Hilfs-Fonds des Landes soll bleiben und größer werden.

  • Gesellschafteher progressiv

Demokratie und Staat

8 Punkte

Wahlalter auf 16 senken, Jugendrat einrichten

Die Grünen wollen, dass Jugendliche ab 16 Jahren bei Wahlen zum Landtag und in den Kommunen abstimmen dürfen. Zudem sollen ein Jugendrat und weitere Formate die Beteiligung junger Menschen dauerhaft sichern. Das Programm begründet dies mit einem Recht von Kindern und Jugendlichen auf Mitsprache.

Die Grünen wollen: Junge Menschen sollen schon mit 16 Jahren wählen dürfen. Das gilt für Wahlen im Land und in den Gemeinden. Es soll auch einen Jugend-Rat geben. Dort können Jugendliche dauerhaft mitreden.

  • Gesellschafteher progressiv

Ehrenamt und Freiwilligendienste stärker fördern

Die Grünen wollen ehrenamtliches Engagement stärker anerkennen und die Ehrenamts-Card mit mehr Vergünstigungen ausstatten. Die Förderinstrumente des Landes sollen gebündelt und Freiwilligendienste attraktiver werden.

Viele Menschen helfen freiwillig und ohne Geld. Die Grünen wollen ihnen danken. Die Ehrenamts-Karte soll mehr Vorteile bringen. Man soll sie schon nach einem Jahr bekommen können.

Hessisches Demokratiefördergesetz einführen

Die Grünen wollen mit einem Landesgesetz die Finanzierung von Initiativen für Demokratie und gegen Extremismus dauerhaft absichern. Das Demokratiezentrum Marburg, das zugehörige Landesprogramm und engagierte Organisationen sollen weiter gestärkt werden. Angebote sollen ausgebaut und stärker in ländliche Regionen gebracht werden.

Viele Gruppen in Hessen setzen sich für Demokratie ein. Die Grünen wollen ein neues Gesetz dafür machen. Das Gesetz soll diesen Gruppen sicher Geld geben. Beratungs-Stellen sollen dauerhaft bleiben. Auch auf dem Land soll es mehr Angebote geben.

  • Gesellschafteher progressiv

Kommunalpolitik öffnen und Bürgerräte ermöglichen

Die Grünen wollen kommunale Parlamente vielfältiger und flexibler machen und Bürgerinnen und Bürger stärker beteiligen. Dazu sollen geloste Bürgerräte, eine Bürgerfragezeit und rechtssichere digitale Sitzungen möglich werden. Ehrenamtliche Mandatsträger sollen mehr Kontrollrechte erhalten.

Die Grünen wollen die Politik in Städten und Gemeinden verändern. Bürger sollen mehr mitreden können. Dafür soll es Bürger-Räte geben. Die Mitglieder werden ausgelost. Sitzungen sollen auch digital möglich sein. Kinder- und Jugend-Parlamente sollen stärker werden.

Verwaltung modernisieren, unnötige Bürokratie abbauen

Die Grünen wollen die Landesverwaltung modernisieren und überflüssige Bürokratie abbauen, damit Planung und Umsetzung schneller werden. Beschäftigte sollen flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Regeln und zeitgemäße Ausstattung erhalten. Der Seiteneinstieg in den öffentlichen Dienst soll leichter werden.

Die Grünen wollen die Verwaltung moderner machen. Unnötige Regeln und Formulare sollen wegfallen. So sollen Behörden schneller arbeiten. Die Mitarbeiter sollen flexibel arbeiten können, auch von zu Hause. Menschen aus anderen Berufen sollen leichter in der Verwaltung anfangen können.

Justiz unabhängiger und als Arbeitgeberin attraktiver machen

Die Grünen wollen die Unabhängigkeit der Justiz von der Exekutive stärken und prüfen dazu mehr richterliche Selbstverwaltung und ein eingeschränktes Weisungsrecht des Ministeriums. Zugleich sollen Justizberufe attraktiver werden, um Stellen rasch zu besetzen. Dazu zählen bessere Einstiegsgehälter und moderne Arbeitsbedingungen.

Gerichte sollen unabhängig von der Regierung sein. Die Grünen prüfen: Richter sollen mehr selbst verwalten. Das Ministerium soll Staats-Anwälten weniger Anweisungen geben dürfen. Die Arbeit in der Justiz soll attraktiver werden. Dafür soll es mehr Geld am Anfang und moderne Arbeits-Plätze geben.

Gerichtsverfahren beschleunigen und Justiz modernisieren

Die Grünen wollen, dass Gerichtsverfahren in Hessen im Schnitt kürzer dauern. Dafür sollen freie Stellen rasch besetzt, Videoverhandlungen zum Alltag und die Ausbildung von Juristinnen und Juristen modernisiert werden.

Die Grünen wollen schnellere Gerichts-Verfahren. Freie Stellen bei Gerichten sollen schnell besetzt werden. Verhandlungen sollen öfter per Video stattfinden. Auch das Jura-Studium soll moderner werden.

Dialog über Ablösung der Staatsleistungen an Kirchen

Die Grünen wollen mit den Kirchen in Hessen über die Ablösung der Staatskirchenleistungen sprechen. Voraussetzung ist, dass der Bund dafür eine Regelung schafft.

Das Land zahlt den Kirchen jedes Jahr Geld aus alten Verpflichtungen. Diese Zahlungen sollen eines Tages enden. Die Grünen wollen darüber mit den Kirchen in Hessen reden. Zuerst muss aber der Bund eine Regel dafür machen.

  • Gesellschafteher progressiv

Europa

3 Punkte

EU zur Föderalen Europäischen Republik weiterentwickeln

Die Grünen wollen die Europäische Union in Richtung einer Föderalen Europäischen Republik reformieren. Nationale Vetos sollen entfallen, und das Europaparlament soll selbst Gesetze vorschlagen dürfen.

Die Grünen wollen die EU stärker machen. Einzelne Länder sollen Entscheidungen nicht mehr allein blockieren können. Das Europa-Parlament soll selbst Gesetze vorschlagen dürfen. Die EU soll mehr Geld für Klimaschutz und Soziales ausgeben.

  • Europadeutlich mehr EU
  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Landtagswahlrecht für EU-Bürger einführen

Die Grünen wollen, dass Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten bei hessischen Landtagswahlen wählen dürfen. Sie sehen darin einen Schritt hin zu einer europäischen Staatsbürgerschaft.

Menschen aus anderen EU-Ländern sollen in Hessen den Landtag mitwählen dürfen. Das wollen die Grünen. Sie wollen, dass es eines Tages eine europäische Staats-Bürgerschaft gibt. Auch Info-Stellen über Europa sollen Unterstützung bekommen.

  • Europaeher mehr EU
  • Migrationeher offen

Europäischen Austausch für Jugend und Verwaltung ausbauen

Die Grünen wollen mehr europäischen Austausch ermöglichen, vor allem für junge Menschen. Alle Schüler und Auszubildenden sollen unabhängig vom Einkommen der Eltern an einem Projekt im europäischen Ausland teilnehmen können; auch Verwaltungsbeschäftigte sollen Austausche machen können.

Junge Menschen sollen Europa selbst erleben. Jeder Schüler und jeder Azubi soll ein Projekt im Ausland machen können. Das Geld der Eltern soll dabei keine Rolle spielen. Auch Mitarbeiter von Ämtern sollen ins Ausland gehen können. Hessen soll enger mit Partner-Regionen zusammenarbeiten.

  • Europaeher mehr EU

Außen und Verteidigung

1 Punkt

Wertegeleitete Entwicklungs- und Handelspolitik verfolgen

Die Grünen wollen Hessens Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftspolitik an Werten und an feministischen Grundsätzen ausrichten. Handelsabkommen sollen Menschenrechte sowie soziale und ökologische Standards sichern, und Visa für bestimmte Reisende sollen leichter zu bekommen sein.

Hessen soll beim Handel mit anderen Ländern auf Werte achten. Dazu gehören Menschenrechte, faire Arbeit und Umweltschutz. Die Grünen wollen fairen Handel in Städten und Gemeinden fördern. Menschen von außerhalb Europas sollen leichter ein Visum bekommen, zum Beispiel für Kultur oder Wissenschaft.

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Kultur und Medien

14 Punkte

Masterplan Kultur umsetzen, Kulturfördergesetz schaffen

Die Grünen wollen den Masterplan Kultur umsetzen und dafür den Kulturetat des Landes weiter erhöhen. Ein Kulturfördergesetz soll Leitlinien für die Förderung festlegen, ein Kulturbeirat die Szene beraten und vernetzen.

Die Grünen wollen mehr Geld für Kultur ausgeben. Es gibt einen Plan für die Kultur in Hessen. Diesen Plan wollen sie umsetzen. Ein neues Gesetz soll regeln, wie das Land Kultur fördert. Ein Beirat aus der Kultur-Szene soll beraten.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Faire Bezahlung und Räume für Kulturschaffende sichern

Die Grünen wollen die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern über eine gerechtere Bezahlung verbessern. Das Land soll dabei vorangehen, etwa mit einer Mindestvergütung für Ausstellungen in staatlichen Museen. Außerdem soll es mehr bezahlbare Ateliers und Arbeitsräume geben.

Die Grünen wollen, dass Künstler besser bezahlt werden. Staatliche Museen sollen für Ausstellungen einen Mindest-Lohn zahlen. Auch in den Förder-Regeln soll faire Bezahlung stehen. Künstler sollen leichter günstige Arbeits-Räume finden.

  • Wirtschafteher mehr Staat

documenta erhalten und Antisemitismus-Vorfälle aufarbeiten

Die Grünen bekennen sich zur documenta in Kassel und wollen die antisemitischen Vorfälle der documenta fifteen aufarbeiten. Dazu sollen die Empfehlungen des Expertengremiums umgesetzt und die Strukturen der Kunstschau überarbeitet werden.

Die documenta ist eine große Kunst-Ausstellung in Kassel. Die Grünen wollen sie behalten. Bei der letzten documenta gab es judenfeindliche Vorfälle. Die Grünen wollen diese Vorfälle genau untersuchen. Die Leitung der Ausstellung soll neu geordnet werden.

Kulturbetrieb für alle Gruppen öffnen

Die Grünen wollen den Kulturbetrieb für die gesamte Gesellschaft öffnen. Frauen, queere Menschen und bisher wenig vertretene Gruppen sollen in der Kultur sichtbarer werden, und Einrichtungen sollen barriereärmer und inklusiver werden.

Die Grünen wollen, dass Kultur für alle Menschen da ist. Frauen und queere Menschen sollen in der Kunst mehr auffallen. Benachteiligte Künstler sollen besondere Hilfe bekommen. Kultur-Orte sollen weniger Hindernisse haben.

  • Gesellschafteher progressiv

Tanzverbot an Feiertagen aufheben

Die Grünen wollen das Tanzverbot an bestimmten Feier- und Gedenktagen in Hessen beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang behalten, und Kommunen sollen Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen im Einzelfall untersagen können.

An manchen Feiertagen ist Tanzen in Hessen verboten. Die Grünen wollen dieses Verbot beenden. Religiöse Feiern sollen an diesen Tagen aber Vorrang haben. Städte und Gemeinden dürfen einzelne Feste auf öffentlichen Plätzen verbieten.

  • Gesellschafteher progressiv

Sub-, Club- und Popkultur fördern

Die Grünen wollen Sub- und Clubkultur stärker unterstützen, weil ihr bisher wenig Geld zur Verfügung steht. Dafür soll eine eigene Landesförderung für Kulturschaffende und Veranstalter entstehen.

Clubs und kleine Musik-Szenen bekommen bisher wenig Geld. Die Grünen wollen das ändern. Das Land soll Künstler und Veranstalter fördern. Auch für Pop-Musik soll es neue Förder-Ideen geben.

Hessenpass für günstigere Eintritte einführen

Die Grünen wollen für Menschen mit wenig Geld einen Pass für Kultur und Freizeit einführen, den „Hessenpass“, der landesweit Eintritte verbilligt. Außerschulische Bildung soll aus Sicht der Partei nicht vom Geld der Eltern abhängen.

Die Grünen wollen einen neuen Pass einführen. Er heißt Hessenpass Kultur und Freizeit. Menschen mit wenig Geld bekommen ihn. Damit zahlen sie in ganz Hessen weniger Eintritt. Junge Menschen sollen öfter kostenlos ins Museum können.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Kultur im ländlichen Raum und Theater stärken

Die Grünen wollen Kulturangebote außerhalb der Ballungsräume ausbauen. Dazu sollen die Landkulturperlen hessenweit wachsen, regionale Kulturmanager eingesetzt und soziokulturelle Zentren sowie mobile Angebote stärker gefördert werden.

Auch auf dem Land soll es viel Kultur geben. Die Grünen wollen dort mehr Projekte fördern. In jeder Region soll es Kultur-Manager geben. Wander-Theater und Festivals sollen mehr Geld bekommen. Busse sollen Menschen vom Land zu den großen Theatern bringen.

Kulturerbe, Denkmäler und Archive sichern

Die Grünen wollen Kulturdenkmäler dauerhaft erhalten und dafür eine Hessische Bauhütte gründen. Museen, Schlösser und Gärten sollen moderne Besucherkonzepte bekommen, und die Archive sollen zügig digitalisiert werden.

Die Grünen wollen alte Gebäude und Denkmäler erhalten. Eine neue Bauhütte soll sie pflegen. Dort arbeiten Fachleute aus dem Handwerk zusammen. Museen und Schlösser sollen für Besucher moderner werden. Archive sollen ihre Bestände digital machen.

  • Klimaausgewogen

Nachhaltigkeitskonzepte für Kultureinrichtungen einführen

Die Grünen wollen, dass Kultureinrichtungen ressourcenschonender wirtschaften. Jede Kultureinrichtung des Landes soll ein Nachhaltigkeitskonzept erstellen, und ein „Grüner Kulturpass“ soll als Leitfaden dienen.

Kultur-Einrichtungen sollen die Umwelt mehr schonen. Jede Einrichtung des Landes soll dafür einen Plan schreiben. Ein Leitfaden soll dabei helfen. Er heißt Grüner Kulturpass.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

Koloniales Erbe und NS-Raubkunst aufarbeiten

Die Grünen wollen Museen weiter dabei unterstützen, NS-Raubkunst und Sammlungen aus kolonialen Zusammenhängen aufzuarbeiten. Die Herkunftsforschung soll ausgebaut werden, und es soll einen rechtlichen Rahmen für Rückgaben geben.

In Museen liegen Dinge aus der Kolonial-Zeit und geraubte Kunst aus der Nazi-Zeit. Die Grünen wollen ihre Herkunft genauer erforschen lassen. Es soll Regeln für die Rückgabe geben. Eine neue Professur soll das koloniale Erbe in Hessen erforschen.

  • Gesellschafteher progressiv

Erinnerungskultur und politische Bildung stärken

Die Grünen wollen das Gedenken an die Shoah und an den Völkermord an Sinti und Roma lebendig halten und gegen Antisemitismus und Antiziganismus vorgehen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll gestärkt werden.

Die Grünen wollen an die Verbrechen der Nazi-Zeit erinnern. Sie wenden sich gegen Hass auf Juden sowie auf Sinti und Roma. Fahrten zu Gedenk-Stätten sollen mehr Förderung bekommen. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll stärker werden.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Medienvielfalt erhalten

Die Grünen wollen die Medienvielfalt in Hessen erhalten und halten am beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk fest. Der Rundfunkrat soll die Gesellschaft besser abbilden, und gemeinnütziger Journalismus soll sich leichter über Spenden finanzieren können.

Die Grünen wollen viele verschiedene Medien in Hessen. Der öffentliche Rundfunk soll weiter über Beiträge bezahlt werden. Er soll von der Politik unabhängiger werden. Journalismus ohne Gewinn-Absicht soll leichter Spenden bekommen.

  • Wirtschaftausgewogen

Filmförderung ausbauen und Kinos stärken

Die Grünen wollen die Filmförderung in Hessen ausbauen, um den Produktionsstandort attraktiver zu machen. Die Kinoförderung soll dauerhaft bleiben und neu ausgerichtet werden, vor allem zugunsten von Kinos im ländlichen Raum.

Die Grünen wollen mehr Geld für Filme aus Hessen geben. Junge Filme-Macher sollen besonders gefördert werden. Kinos sollen dauerhaft Geld für Investitionen bekommen. Das gilt besonders für Kinos auf dem Land.

Weitere Themen

3 Punkte

Verbraucherschutz stärken, Containern entkriminalisieren

Die Grünen wollen die Verbraucherzentrale Hessen finanziell besser ausstatten und die hessische Ernährungsstrategie fortführen. Das Mitnehmen weggeworfener Lebensmittel, das sogenannte Containern, soll nicht mehr strafbar sein.

Die Verbraucher-Zentrale Hessen soll mehr Geld bekommen. Auch auf dem Land soll es Beratung geben. Manche Menschen holen weggeworfenes Essen aus Müll-Tonnen. Das nennt man Containern. Die Grünen wollen, dass das nicht mehr bestraft wird.

  • Wirtschafteher mehr Staat
  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

Aktionsplan für ländliche Räume verstetigen

Die Grünen wollen gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land erreichen und dafür den Aktionsplan für ländliche Räume dauerhaft fortführen. Geplant sind unter anderem schnellerer Breitband- und Mobilfunkausbau, Nahversorgung, Kulturförderung und belebte Ortskerne.

Die Hälfte der Menschen in Hessen lebt auf dem Land. Dort soll das Leben genauso gut sein wie in der Stadt. Die Grünen wollen schnelles Internet und Läden in der Nähe. Dorf-Kerne und Land-Gasthäuser sollen erhalten bleiben.

  • Wirtschafteher mehr Staat

Breitensport, Bäder und Sportstätten fördern

Die Grünen wollen Sportvereine und das Ehrenamt im Sport weiter unterstützen und entlasten. Jedes Kind soll Sport in Wohnortnähe treiben und schwimmen lernen können. Dafür sollen Schwimmbäder erhalten und Sportstätten klimagerecht saniert werden.

Die Grünen wollen Sport-Vereine unterstützen. Jedes Kind soll in der Nähe Sport machen können. Jedes Kind soll schwimmen lernen können. Dafür sollen Schwimm-Bäder erhalten bleiben. Kinder sollen im Sport vor Gewalt geschützt werden.