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AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Wahlprogramm der AfD Hessen zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wirtschaftstätigkeit der Kommunen strikt begrenzen

Die AfD will den Wettbewerb schützen und dafür die wirtschaftliche Betätigung von Städten und Gemeinden eng begrenzen. Die Grenzen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) sollen streng gelten. Zudem soll die Landeskartellbehörde angemessen ausgestattet werden.

Die AfD will fairen Wettbewerb zwischen Firmen. Städte und Gemeinden sollen selbst wenig Geschäfte machen. Dafür gibt es schon Regeln. Die AfD will, dass diese Regeln streng gelten. Die Kartell-Behörde des Landes soll genug Mittel haben. Sie prüft, ob Firmen zu viel Macht haben.

Aus Sicht des Programms reizen Kommunen die gesetzlichen Grenzen aus oder überschreiten sie, etwa mit ausgelagerten Wohnungsgesellschaften, Tourismusförderung oder Großküchen. Das gehe zulasten der Steuerzahler und verletze das Subsidiaritätsprinzip, also den Vorrang privater vor staatlicher Tätigkeit. Die AfD will außerdem die Instrumente der Landeskartellbehörde überprüfen. Sie bekennt sich zur Sozialen Marktwirtschaft mit freien Märkten und will das Bargeld ohne Einschränkung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Die AfD Hessen wird sich dafür einsetzen, dass die Regelungen der HGO zur Begrenzung staatlicher Wirtschaftstätigkeit strikt eingehalten werden.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die öffentliche Hand soll sich wirtschaftlich stärker zurückhalten, damit private Anbieter im Wettbewerb Vorrang haben.

EU-Taxonomie und Nachhaltigkeitsberichte ablehnen

Die AfD lehnt die EU-Taxonomie und die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) ab. Aus Sicht der Partei lenken diese Regeln Unternehmen in eine staatlich gewünschte Richtung und führen zu einer Art Planwirtschaft.

Die EU hat Regeln für nachhaltiges Wirtschaften gemacht. Firmen müssen dazu viele Berichte schreiben. Die AfD ist gegen diese Regeln. Sie sagt: Der Staat lenkt damit die Firmen zu stark. Das schade dem Wohlstand.

Die Taxonomie ist ein EU-System, das wirtschaftliche Tätigkeiten nach Nachhaltigkeit einstuft. Das Programm befürchtet, dass diese Bewertung über Finanzierungskosten und später über den Zugang zu Krediten entscheidet. Unternehmen, die nicht mitmachen, würden nach Ansicht der AfD aus dem Markt gedrängt. Die Berichtspflichten gingen zudem über das Sozial-, Arbeits- und Umweltrecht hinaus. Die Partei spricht von einer drohenden „Planwirtschaft 2.0“ mit Wohlstandsverlusten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Die AfD Hessen tritt der EU-Taxonomie entgegen und lehnt die ausufernde Berichtsbürokratie, wie sie durch die Corporate Sustainability Reporting Directive erzwungen werden soll, ab.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Berichtspflichten und Nachhaltigkeitsvorgaben für Unternehmen sollen entfallen, was weniger Regulierung bedeutet.

  • Europaeher weniger EU

    Die Partei stellt sich gegen bereits beschlossene EU-Vorgaben und will deren Wirkung abwehren.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Instrumente, die Kapital in klimafreundliche Tätigkeiten lenken sollen, werden zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit abgelehnt.

Bürokratie abbauen und Verwaltung verkleinern

Die AfD will umfassend deregulieren, Vorschriften überprüfen und notfalls streichen. Kleine Betriebe sollen von Berichts- und Statistikpflichten sowie von arbeitsrechtlichen Vorgaben entlastet werden. Auch der Personalzuwachs im öffentlichen Dienst soll umgekehrt werden.

Die AfD will weniger Vorschriften für Firmen. Unnötige Gesetze sollen wegfallen. Kleine Betriebe sollen weniger Berichte schreiben müssen. Auch die Verwaltung soll kleiner werden. Das soll Geld sparen.

Das Programm nennt rund 90.000 Vorschriften und Gesetze in Deutschland, die jährlich etwa 45 Milliarden Euro kosten und vor allem kleine und mittlere Unternehmen belasten. Regelungen sollen nach Sinn, Kosten und Nutzen geprüft und gegebenenfalls ohne Ersatz gestrichen werden; das sieht die AfD als ersten Schritt der Digitalisierung. Dazu will sie in Hessen Initiativen starten und im Bund Einfluss nehmen. Die Zahl der Landesbediensteten sei von 2010 bis 2020 um etwa 7 Prozent auf knapp 125.000 gestiegen; diese Entwicklung will die Partei umdrehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Deshalb wollen wir auf breiter Front deregulieren und Bürokratien abbauen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Vorschriften für Betriebe und ein kleinerer öffentlicher Dienst verschieben den Stand hin zu weniger Regulierung und Staat.

Förderprogramme des Landes auf Wirksamkeit prüfen

Die AfD will Förderprogramme des Landes systematisch auf ihren Erfolg kontrollieren und unwirksamen Projekten die Mittel streichen. Unabhängige Fachgremien sollen die Programme begleiten und über die Vergabe von Fördergeld mitentscheiden.

Das Land Hessen gibt Geld für viele Förder-Programme. Die AfD will prüfen, ob diese Programme wirken. Programme ohne Wirkung sollen kein Geld mehr bekommen. Fachleute ohne Partei-Bindung sollen dabei mitreden.

Nach Ansicht der AfD fehlt vielen Programmen eine Erfolgskontrolle, was Geld verschwende. Maßgeblich für Förderung sollen wissenschaftlicher Fortschritt und der Bedarf von Bürgern und Unternehmen sein, nicht ein lenkender Staat. Mitnahmeeffekte bei der Investitionsförderung will sie so weit wie möglich vermeiden. Für die Digitalisierung verlangt das Programm zusätzliches Fördergeld für Softwaretechnologien, vergeben durch politikunabhängige Gremien.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Bestehende und vor allem zukünftige Förderprogramme brauchen eine systematische Erfolgskontrolle und Konzentration der Mittel auf maximale Effektivität bei der Zielerreichung.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Staatliche Förderung soll strenger kontrolliert, gebündelt und weniger politisch gelenkt werden, was zu Haushaltsdisziplin und weniger Staatslenkung passt.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Hessen im Vergleich