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FDP zum Verkehr

Aus dem Programm „Feuer und Flamme für Hessen. Programm zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 120 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (+0,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 3 ausgewogen, 4 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Technologieoffen klimaneutrale Antriebe fördern

Die FDP will Klimaschutz im Verkehr über Innovation und Wettbewerb der Technologien erreichen, nicht über Vorgaben für einzelne Verkehrsmittel. Pauschale Fahrverbote lehnt sie ab. Das Land soll in Forschung und Infrastruktur für klimaneutrale Antriebe investieren, etwa in ein flächendeckendes Netz von Ladesäulen.

Die FDP will klima-freundliche Autos fördern. Sie will dabei keine Technik bevorzugen. Die Kunden sollen entscheiden, welche Technik sich durchsetzt. Fahr-Verbote für alle lehnt die FDP ab. Es soll überall Lade-Säulen für E-Autos geben.

Nach dem Programm soll sich die beste Technik im fairen Wettbewerb durchsetzen; darüber entscheide die Nachfrage, nicht die Politik. Die FDP will Individualverkehr und Klimaschutz miteinander vereinbaren und wendet sich gegen einen aus ihrer Sicht ideologischen Kampf gegen bestimmte Verkehrsmittel. Das Land soll umfassend in die Erforschung alternativer Antriebe und die zugehörige Infrastruktur investieren. Für die Elektromobilität nennt das Programm besonders Schnellladesäulen. Die Autoindustrie soll mit politischer Hilfe zum Vorreiter beim Klimaschutz werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir wollen Hessen zum Vorreiter in der Entwicklung und Produktion klimaneutraler Antriebe machen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet Investitionen in klimaneutrale Antriebe mit der Ablehnung von Fahrverboten und Vorgaben für einzelne Verkehrsmittel.

Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe statt Oberleitungen

Die FDP sieht Oberleitungen für Lastwagen an Autobahnen skeptisch und will das Geld in Schienennetz und alternative Antriebe stecken. Wasserstofftankstellen sollen ausgebaut und synthetische Kraftstoffe leichter verfügbar werden. Damit sollen nach Ansicht der Partei auch vorhandene Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor klimafreundlicher fahren.

Die FDP will keine Strom-Leitungen für Lastwagen über allen Autobahnen. Das Geld soll lieber in Schienen und neue Antriebe fließen. Es soll mehr Tankstellen für Wasserstoff geben. Künstlich hergestellte Kraftstoffe sollen leichter zu bekommen sein.

Wasserstofftankstellen sollen vorrangig an Verkehrsknotenpunkten entstehen, und Konzepte zur digitalen Vernetzung von Fahrzeugen und Tankinfrastruktur will die FDP unterstützen. Bereits verfügbare BtL-Kraftstoffe nach der Norm EN15940 wertet sie als Sofortmaßnahme zur Senkung von CO2-Emissionen, weil bestehende Tankstellen und die Flotte von über 50 Millionen Fahrzeugen weiter genutzt werden könnten. Offene Rechts- und Zulassungsfragen sollen rasch geklärt werden. Bei noch nicht marktreifen Kraftstoffen wie Power-to-Liquid will die Partei Forschung, Modellprojekte und Infrastruktur bis zur wettbewerbsfähigen Herstellung fördern, mit Blick auf den Mittelstand. Chancen sieht sie besonders für den Luftverkehr durch synthetisches Kerosin.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Flächendeckende Lkw-Oberleitungen an den hessischen Autobahnen sehen wir skeptisch. Die hohen Kosten für den Bau und die Umrüstung rechtfertigen den geringen Nutzen nicht.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Die FDP will Emissionen über Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe senken, hält dabei aber am Verbrennungsmotor fest und lehnt Oberleitungen aus Kostengründen ab.

Hessen zum führenden Logistikstandort machen

Die FDP will Hessen zum wichtigsten Logistikstandort machen. Dazu sollen Straßen, Schienen und Lkw-Stellplätze ausgebaut und neue Techniken wie Transportdrohnen und autonomes Fahren gefördert werden. Ein Masterplan Kombinierter Verkehr soll Bahnstrecken und Terminals schneller reaktivieren oder neu schaffen.

Die FDP will, dass Hessen beim Waren-Transport ganz vorne ist. Sie will mehr Geld für die Planung von Straßen. Es soll mehr Park-Plätze für Lastwagen geben. Auch die Schienen sollen ausgebaut werden. Neue Technik wie Drohnen soll getestet werden.

Geplant sind Technologieförderung und Testfelder für Logistik- und Verkehrsleitsysteme, darunter automatisierte Paketboxen und autonome Fahrsysteme. Gründungen mit Schwerpunkt Logistik und Verkehr sollen gezielt gefördert werden. Ein „Logistikatlas Hessen“ soll als offene Datengrundlage für Ansiedlungen dienen, und Ausbildungs- sowie Hochschulangebote in der Logistik sollen besser werden. Die FDP will den Beruf des Kraftfahrers aufwerten und telematische Parksysteme an Raststätten einführen. Im kombinierten Verkehr sollen auch Auflieger auf die Bahn kommen, die sich nicht per Kran verladen lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Die Planungsmittel für den Straßenbau wollen wir erhöhen, zusätzliche Lkw-Stellflächen schaffen und die Schieneninfrastruktur ausbauen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Luftverkehrssteuer abschaffen, Flugverbote ablehnen

Die FDP will den Luftverkehrsstandort Hessen stärken und die Luftverkehrssteuer abschaffen. Ein Verbot von Kurzstreckenflügen und von Billigfluggesellschaften lehnt sie ab. Hessen soll zudem Vorreiter bei synthetischem Kerosin werden.

Die FDP will den Flug-Verkehr in Hessen stärken. Die Steuer auf Flug-Tickets soll wegfallen. Kurze Flüge sollen erlaubt bleiben. Auch billige Flug-Linien sollen erlaubt bleiben. Hessen soll klima-freundliches Kerosin entwickeln und herstellen.

Das Programm begründet die Abschaffung der Steuer damit, dass sie dem Klima nicht dauerhaft nütze und Arbeitsplätze gefährde. Ein Verbot kurzer Flüge würde den Verkehr nach Ansicht der FDP nur auf andere europäische Drehkreuze verlagern. Billigfluggesellschaften machten Urlaubsreisen für Menschen mit kleinerem Einkommen oft erst möglich. Für synthetisches Kerosin sollen Forschung und vor allem Produktionsanlagen stark ausgebaut werden. Im Bund will sich die Partei für faire Wettbewerbsbedingungen im europäischen Luftverkehr einsetzen und wendet sich gegen Verdrängungswettbewerb.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Einseitige und wettbewerbsverzerrende Belastungen, wie die Luftverkehrssteuer, wollen wir abschaffen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine bestehende Steuer soll vollständig entfallen, was die Abgabenlast der Branche grundlegend senkt.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die Abschaffung der Luftverkehrssteuer und die Ablehnung eines Kurzstreckenverbots stellen Wettbewerbsfähigkeit vor klimapolitische Belastungen des Fliegens, bei gleichzeitiger Förderung von synthetischem Kerosin.

Flughafen Frankfurt ausbauen, Terminal 3 fertigstellen

Die FDP steht zum weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens einschließlich des Terminals 3 und will es an Schiene und Nahverkehr anbinden. Die gerichtlich festgelegte Nachtruhe soll bleiben. Weitere Einschränkungen des Betriebs über den Planfeststellungsbeschluss hinaus lehnt die Partei ab.

Die FDP will den Flughafen Frankfurt weiter ausbauen. Das neue Terminal 3 soll fertig gebaut werden. Es soll einen Anschluss an Bahn und Bus bekommen. Nachts sollen weiter keine Flugzeuge fliegen. Noch mehr Einschränkungen will die FDP nicht.

Das Terminal 3 soll mit allen geplanten Piers entstehen. Die engere Partnerschaft zwischen Lufthansa und Fraport bewertet die FDP positiv. Die Maßnahmen aus der Allianz für Nachtruhe will sie fortsetzen, darunter den Lärmschutz und das Regionallastenausgleichsgesetz. Die Landeentgelte sollen stärkere Anreize für technische Neuerungen setzen, etwa für moderne und leisere Flugzeugtypen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir bekennen uns zum weiteren Ausbau des Flughafens Frankfurt und damit auch zum Bau und der Fertigstellung des Terminals 3, inklusive aller geplanter Piers.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die FDP verteidigt den Flughafenausbau und lehnt zusätzliche Betriebsbeschränkungen ab, womit sie Wachstum des Luftverkehrs gegen weitergehende Einschränkungen stellt.

ÖPNV in Stadt und Land ausbauen

Die FDP will den Nahverkehr ausbauen und die zwölf größeren Städte im festen Takt erreichbar machen, möglichst im Abstand von 30 Minuten. Auf dem Land sollen Rufangebote auf Bestellung (On-Demand-Verkehre) Lücken schließen. Eine weitere Senkung des Anteils, den Fahrgäste an den Kosten tragen, lehnt die Partei ab.

Die FDP will Busse und Bahnen ausbauen. Zu den großen Städten soll alle 30 Minuten etwas fahren. Auf dem Land sollen Fahrzeuge auf Bestellung kommen. Es soll mehr Park-Plätze zum Umsteigen geben. Fahrgäste sollen aber nicht noch weniger bezahlen als heute.

Das Umland soll besser an den Ballungsraum Rhein-Main angebunden werden, wovon sich die FDP weniger Siedlungsdruck auf Frankfurt verspricht. Geplant sind mehr und möglichst kostenlose P+R-Anlagen mit Platz für Ladesäulen sowie digitale Informationen, die Parkplätze und Nahverkehr verknüpfen. Urbane Seilbahnen sieht das Programm als schnell umsetzbare und günstige Ergänzung, und in S-Bahnen soll es mehr WLAN geben. Kommunen sollen für stationsbasiertes Carsharing öffentlichen Straßenraum bereitstellen dürfen. Pilotprojekte mit autonomen Fahrzeugen will die FDP unterstützen; alles soll für Verkehrsträger und Kommunen bezahlbar bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Die urbanen Räume der zwölf größeren Städte müssen im ÖPNV ausgebaut und in einem Taktverkehr, soweit irgend möglich umsteigefrei, erreichbar sein.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet öffentliche Investitionen in den Nahverkehr mit der Ablehnung, den Kostenanteil der Fahrgäste weiter zu senken.

Schienennetz mit Landesgesellschaft ausbauen

Die FDP will mehr Schieneninfrastruktur in Hessen schaffen und dafür eine hessische Schieneninfrastrukturgesellschaft gründen. Vorrang haben mehrere S-Bahn-Projekte im Raum Frankfurt. Bahnlärm soll mit einem Gesamtkonzept bekämpft werden.

Die FDP will mehr Gleise in Hessen bauen. Eine neue Gesellschaft des Landes soll die Projekte planen. Zuerst sollen neue S-Bahn-Strecken rund um Frankfurt kommen. Die FDP will auch den Lärm von Zügen verringern.

Die RTW-Planungsgesellschaft soll in eine hessische Schieneninfrastrukturgesellschaft übergehen, um Vorlaufzeiten großer Projekte zu verkürzen. Als vordringlich nennt das Programm die Nordmainische S-Bahn, die Regionaltangente West und die Verlängerung der S5; später sollen eine Südtangente für einen S-Bahn-Ring und ein zweiter S-Bahn-Tunnel in Frankfurt folgen. Trassen sollen früh freigehalten und Betroffene früh beteiligt werden, und das Land soll seinen Finanzierungsanteil leisten. Gegen Bahnlärm sieht das Programm höhere Trassenpreise für laute Züge, Innovationsboni, Schallschutzwände, notfalls Tempo- und Betriebsbeschränkungen sowie gleiche Schutzstandards für alte und neue Strecken vor.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Zu den dringendsten Projekten zählen wir die Realisierung der Nordmainischen S-Bahn, den Bau der Regionaltangente West und die Verlängerung der S5 über die Taunusbahn.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliche Mittel und eine eigene Gesellschaft für den Schienenausbau einsetzen, was öffentliche Investitionen ausweitet.

Fernbahntunnel Frankfurt per Gesetz genehmigen

Die FDP unterstützt den Fernbahntunnel in Frankfurt und will ihn schnell planen lassen. Er soll per Maßnahmegesetz, also direkt durch das Parlament, genehmigt werden. Ersatzweise schlägt sie ein Verfahren nach dänischem Vorbild vor.

Die FDP will einen Tunnel für Fernzüge in Frankfurt. Der Tunnel soll schnell geplant werden. Das Parlament soll ihn mit einem Gesetz genehmigen. Sonst soll ein schnelles Verfahren wie in Dänemark gelten.

Das Programm nennt den Tunnel eine zentrale Investition für den Bahnknoten Frankfurt. Er soll schnelle, verlässliche Verbindungen sichern, die vorhandene Infrastruktur entlasten und Gleise für die Verknüpfung von Fern-, Nah- und Regionalverkehr freimachen. Die Planung soll genügend Fernverkehrsgleise vorsehen. Zusätzlich regt die FDP ein städtebauliches Konzept an, das die Bahnhofsfläche besser in die Stadt einbindet, und erwartet Verbesserungen für den Nahverkehr im Rhein-Main-Gebiet.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir begrüßen ausdrücklich die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf und sind weitergehend der Auffassung, dass er für eine gesetzliche Genehmigung (Maßnahmegesetz) besonders prädestiniert ist.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die FDP befürwortet ein großes öffentliches Infrastrukturprojekt und will es beschleunigen, was öffentliche Investitionen stützt.

Bahnstrecken ausbauen und Regionalverkehr verbessern

Die FDP will wichtige Bahnstrecken in Hessen ausbauen und Fahrzeiten verkürzen, etwa zwischen Gießen und Frankfurt auf weniger als 40 Minuten. Der Regionalverkehr soll mit modernen Zügen und besserem Service attraktiver werden.

Die FDP will Bahn-Strecken in Hessen ausbauen. Die Fahrt von Gießen nach Frankfurt soll unter 40 Minuten dauern. Die Züge sollen modern sein. Sie sollen genug Sitzplätze und WLAN haben.

Zwischen Gießen und Frankfurt soll es alle 30 Minuten Direktverbindungen mit nur einem Halt in Friedberg geben, auch tagsüber. Die Main-Weser-Bahn soll bis Gießen vier Gleise erhalten und weiter über Marburg bis Kassel ausgebaut werden; auch Frankfurt–Mainz soll viergleisig werden. Im Regionalverkehr nennt das Programm genügend Sitzplätze, funktionierende Klimaanlagen, WLAN, bessere Online-Angebote und Regio-Sprinter auf stark genutzten Strecken. Im Fernverkehr hält die FDP die ICE-Strecken Frankfurt–Fulda, Fulda–Gerstungen und Frankfurt–Mannheim für vordringlich.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir streben die Verkürzung der mittleren Fahrzeit zwischen Mittelhessen (Gießen) und Frankfurt auf unter vierzig Minuten an.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau mehrerer Strecken und ein besseres Angebot im Regionalverkehr erfordern mehr öffentliche Investitionen als heute.

Binnenschifffahrt und Binnenhäfen stärken

Die FDP will die hessischen Binnenhäfen erhalten und besser an andere Verkehrswege anbinden. Die Binnenschifffahrt soll Unterstützung bei der Digitalisierung und bei klimafreundlicheren Antrieben bekommen.

Die FDP will die Häfen an Hessens Flüssen erhalten. Die Häfen sollen besser mit Straße und Schiene verbunden sein. Schiffe sollen Hilfe für digitale Technik bekommen. Sie sollen auch Hilfe für saubere Antriebe bekommen.

Das Programm sieht für die Binnenschifffahrt eine wachsende Rolle im kombinierten Verkehr. Unterstützt werden sollen Digitalisierungsvorhaben und die Umstellung der Flotte auf Antriebe ohne CO2-Ausstoß. Von Innovation, etwa bei alternativen Antrieben, erwartet die FDP Vorteile im Wettbewerb und sichere Arbeitsplätze.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Die Erhaltung der hessischen Binnenhäfen wollen wir daher sicherstellen und deren Einbindung in die Verkehrsbeziehungen verbessern.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Flotte soll bei der Dekarbonisierung unterstützt werden, was den Klimaschutz im Güterverkehr schrittweise voranbringt.

Radwege und Radschnellwege landesweit ausbauen

Die FDP will mit einem landesweiten Konzept mehr Radwege bauen und die Verantwortung stärker beim Land ansiedeln. Radschnellwege sollen per Gesetz Landesaufgabe werden. Pop-up-Radwege lehnt die Partei ab, weil kein Verkehrsmittel einseitig eingeschränkt werden soll.

Die FDP will mehr Radwege in ganz Hessen. Das Land soll sich stärker darum kümmern. Schnelle Radwege zwischen Umland und Stadt soll das Land bauen. Kurzfristig eingerichtete Radwege auf Autospuren lehnt die FDP ab.

Die Landesbehörde Hessen Mobil soll mehr Verantwortung und genügend Planungskapazitäten für Radwege erhalten, die Planung soll schneller werden. Die Förderung soll steigen, wo Radwege sinnvoll sind, vor allem in Ballungsräumen; überall sollen genug sichere Abstellanlagen entstehen. Ein Radschnellwege-Gesetz soll Zuständigkeiten klären und den Kommunen die Baulast abnehmen. Die FDP erwartet davon Vorteile für Klima und Verkehr, weil Pendler umsteigen. Sie will faire Bedingungen zwischen allen Verkehrsmitteln und lehnt Maßnahmen ab, die sie als disruptiv bezeichnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Mit einem landesweiten Radwegekonzept wollen wir den Ausbau der Radinfrastruktur endlich anpacken.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Ausbau der Radwege soll dem Klima nützen, zugleich lehnt die FDP Einschränkungen anderer Verkehrsmittel wie Pop-up-Radwege ab.

Straßen neu bauen, ausbauen und sanieren

Die FDP will den Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ aufgeben und wieder mehr Straßen neu und ausbauen. Sie begründet das mit wachsendem Verkehr und damit, dass auch klimaneutrale Autos Straßen brauchen. Landesstraßen sollen stärker saniert und erweitert werden.

Die FDP will mehr neue Straßen bauen. Bisher gilt in Hessen: erst erhalten, dann neu bauen. Diese Regel will die FDP beenden. Kaputte Landes-Straßen sollen repariert und ausgebaut werden.

Die FDP kritisiert, dass das Land 40 Prozent der vom Bund finanzierten Fernstraßenprojekte nicht plant, darunter 16 Ortsumgehungen, und will sich für die Planung der B508n einsetzen. Bei Landesstraßen sollen die Investitionen zunächst so hoch sein wie der Wertverlust, danach soll das Netz wachsen. Das Kommunale Interessenmodell soll zurückkehren, mit dem Kommunen Ortsumfahrungen vorfinanzieren konnten. Der Autobahnring um Frankfurt aus A5, A3 und A661 soll gut ausgebaut und als „Frankfurter Ring“ beschildert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Den Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ wollen wir beenden. In Ballungsräumen sind Neubauten dringend notwendig, genauso wie auch Ortsumfahrungen in den Vororten.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Investitionen des Landes in Straßen sollen über das heutige Niveau steigen, also mehr öffentliche Ausgaben.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die FDP will den Vorrang des Erhalts beenden und das Straßennetz trotz der Klimaziele erweitern, was dem Verkehrswachstum Vorrang gibt.

Planung von Bauvorhaben beschleunigen

Die FDP will Baumaßnahmen schneller planen lassen und unterstützt dafür eine grundlegende Reform des Planungsrechts auf Bundesebene. Bürger sollen früher beteiligt werden, doppelte Prüfungen sollen entfallen.

Die FDP will, dass Bauprojekte schneller geplant werden. Dafür soll der Bund das Planungs-Recht ändern. Bürger sollen früher mitreden können. Dieselbe Sache soll nicht zweimal geprüft werden.

Nach Ansicht der FDP sind Versuche auf Landesebene gescheitert, deshalb setzt sie auf die Reform des Bundes. Die Bürgerbeteiligung soll der Vorhabenträger selbst durchführen und früh ansetzen, um lange Gerichtsverfahren zu vermeiden. Externe Planungsbüros sollen stärker mitarbeiten, digitale Planung soll Bearbeitungszeiten senken. Außerdem will die Partei prüfen lassen, ob Entscheidungen des Parlaments Verfahren verkürzen können und rechtlich zulässig sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Deshalb unterstützen wir das Vorhaben der Bundesregierung, das Planungsrecht grundlegend zu reformieren und zu beschleunigen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Verfahren sollen gestrafft und Doppelprüfungen gestrichen werden, was Regulierung und Verwaltungsaufwand verringert.

Luftqualität ohne pauschale Fahrverbote verbessern

Die FDP will die Luft vor allem durch örtliche, technische Lösungen und bessere Verkehrslenkung sauberer machen. Pauschale Fahrverbote lehnt sie ab, weil sie aus ihrer Sicht Ausweichverkehr und damit mehr Belastung erzeugen.

Die FDP will saubere Luft in den Städten. Sie will aber keine allgemeinen Fahr-Verbote. Die Partei sagt: Dann fahren die Autos Umwege. Besser sind weniger Staus und Busse auf Bestellung. Sehr feiner Staub soll genauer erforscht werden.

Als Mittel nennt das Programm innovative Lösungen vor Ort, mehr On-Demand-Verkehre und eine intelligente Verkehrsführung, die Staus vermeidet. Damit sollen Grenzwerte eingehalten und möglichst unterschritten werden. Die FDP will Ausbreitung und Wirkung von Ultrafeinstaub umfassend erforschen lassen. Sie unterstützt Bemühungen, diese Emissionen an der Quelle zu senken.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Pauschale Fahrverbote halten wir für den falschen Weg, denn sie führen zu Umgehungsverkehr und damit zu einer größeren Klima- und Luftbelastung.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die FDP lehnt Fahrverbote als Instrument ab und setzt stattdessen auf Technik und Verkehrslenkung ohne Einschränkungen für Autofahrer.

Lärmschutz ausbauen, Nachtflugverbot beibehalten

Die FDP will Verkehrs- und Gewerbelärm durch Forschung sowie aktiven und passiven Schallschutz verringern. Das bestehende Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen soll unverändert bleiben.

Lärm macht Menschen und Tieren Stress. Die FDP will deshalb mehr Schutz vor Lärm. Dazu gehören Lärmschutz-Wände und leisere Züge. Nachts sollen in Frankfurt weiter keine Flugzeuge fliegen. Neue Technik soll Flugzeuge leiser machen.

Grundlage sollen Lärmkartierungen und Messungen sein. Genannt werden gezielte Verkehrsberuhigung, Schallschutzanlagen, eine intelligente Lenkung der Verkehrsströme und technische Verbesserungen an Zügen. Beim Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet unterstützt die FDP das Forum Flughafen und Region bei leiserer Flugzeugtechnik und besseren Flugverfahren. Ziel ist, die Zahl der besonders stark von Lärm Betroffenen zu senken. Dafür sollen Probebetriebe im Luftverkehrsgesetz rechtlich einfacher werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Wir halten an den geltenden Regelungen zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen fest.“
Seite 94 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verkehr und Netze im ländlichen Raum ausbauen

Die FDP will mehr Geld für Landesstraßen und kommunale Verkehrswege bereitstellen und den ländlichen Raum mit Glasfaser und 5G versorgen. So soll das Leben auf dem Land attraktiver werden und die Ballungsräume entlasten.

Die FDP will, dass mehr Menschen gern auf dem Land leben. Dafür soll es mehr Geld für Straßen und Radwege geben. Jedes Haus soll schnelles Internet bekommen. Alte Bahn-Strecken sollen wieder fahren. Auch Busse und Bahnen auf dem Land sollen Geld bekommen.

Für Landesstraßen sind 200 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen, für Verkehrswege der Kreise, Städte und Gemeinden über 200 Millionen Euro jährlich. Jeder Haushalt, jedes Unternehmen und jede Schule soll einen Glasfaseranschluss erhalten, dazu flächendeckend 5G; Lücken im Netz sollen geschlossen werden. Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr sollen nicht nur in Ballungsräume fließen. Die FDP will Pilotprojekte mit selbstfahrenden Fahrzeugen und Mobilitätsplattformen fördern und stillgelegte Bahnstrecken reaktivieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Neben der Erhöhung der Mittel für die Landesstraßen auf 200 Millionen Euro jährlich wollen wir Landkreise, Städte und Gemeinden mit über 200 Millionen Euro im Jahr beim Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrswege für Auto- und Radfahrer unterstützen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll deutlich mehr öffentliches Geld in Straßen, Nahverkehr und digitale Netze investieren.

On-Demand-Verkehr zur Pflichtaufgabe machen

Die FDP will die Verkehrsverbünde verpflichten, vor allem auf dem Land Fahrdienste auf Abruf, Sammelfahrten und autonome Angebote bereitzustellen. Zudem sollen Busse, Bahnen und Landesstraßen durchgehend mit Mobilfunk versorgt und der Verkehr digital gesteuert werden.

Auf dem Land fährt oft nur selten ein Bus. Die FDP will dort Fahrten auf Bestellung anbieten. Die Verkehrs-Verbünde sollen dazu verpflichtet sein. In Bus und Bahn soll es überall WLAN und Handy-Netz geben. Die Preise sollen einfach sein.

Das Preismodell soll einfach sein und Fahrten über Verbundgrenzen hinweg erlauben. Alle für den Nahverkehr wichtigen Daten sollen in einheitlichen Formaten frei zugänglich sein; anonymisierte Verkehrsdaten der öffentlichen Hand ebenfalls. Digitaler Fahrkartenvertrieb und digitale Abwicklung sollen Kosten senken. Beim Bau von Straßen und Schienen soll digitale Infrastruktur Vorrang bekommen. Geplant sind außerdem ein 5G-Testfeld für autonomes Fahren, vernetzte Ampeln und Sensoren zur Verkehrs- und Parkraumsteuerung auf Landesstraßen.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„muss daher insbesondere im ländlichen Raum eine Pflichtaufgabe der Verkehrsverbünde werden.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Pflichtaufgabe für die Verkehrsverbünde weitet das öffentliche Verkehrsangebot gegenüber heute aus.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Hessen im Vergleich