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AfD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Wahlprogramm der AfD Hessen zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,5), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 3 eher restriktiv, 7 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Straffällige Ausländer abschieben, Abschiebehaft ausbauen

Die AfD will straffällige Ausländer nach ihrer Haft unabhängig vom Aufenthaltsstatus abschieben und für Extremisten, Gefährder und Gewalttäter dauerhafte Einreiseverbote verhängen. Ausreisepflichtige, die nicht freiwillig gehen, sollen bis zur Abschiebung in Haft kommen.

Ausländer mit Straftaten sollen nach der Haft das Land verlassen müssen. Das soll für jeden Aufenthalts-Status gelten. Gefährliche Ausländer sollen nie wieder einreisen dürfen. Wer ausreisen muss und nicht geht, soll in Haft kommen. Dafür will die AfD mehr Haft-Plätze bauen.

Die Abschiebung soll nach verbüßter Strafe ohne Rücksicht auf den Aufenthaltsstatus erfolgen. Wer ausreisepflichtig ist und sich der Abschiebung widersetzt oder entzieht, soll in Gefängnissen mit Abschiebehaftplätzen oder ähnlichen Einrichtungen untergebracht werden. Dafür sollen Haftanstalten und Abschiebeeinrichtungen aus- und neu gebaut werden. Zugleich verlangt das Programm, dass Urteile nicht wegen Herkunft, Kultur, Religion oder Ideologie milder ausfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Kriminelle Ausländer sind unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus nach Verbüßung ihrer Strafe konsequent abzuschieben.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Haftplätze und Haft bis zur Abschiebung weiten staatliche Zwangsmittel aus.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Abschiebung ohne Rücksicht auf den Aufenthaltsstatus und regelmäßige Haft für Ausreisepflichtige gehen grundlegend über die heutige Praxis hinaus.

Grenzkontrollen einführen, UN-Migrationspakte ablehnen

Die AfD will unerlaubte Einreisen und Einreisen aus sicheren Drittstaaten durch Grenzkontrollen unterbinden und alle Ausreisepflichtigen sofort abschieben. Den UN-Migrationspakt und den UN-Flüchtlingspakt lehnt sie ab, weil sie nationale Interessen dadurch zurückgestellt sieht.

Die AfD will die Grenzen kontrollieren. Niemand soll ohne Erlaubnis einreisen. Wer das Land verlassen muss, soll sofort gehen. Zwei Abkommen der Vereinten Nationen zu Migration und Flüchtlingen lehnt die AfD ab. Sie sagt: Deutschland soll selbst entscheiden, wer kommt.

Das Programm verlangt, die Drittstaatenregel im Asylartikel des Grundgesetzes und die Dublin-III-Regeln konsequent anzuwenden. Grundgesetz und Genfer Flüchtlingskonvention seien für verfolgte Einzelne gedacht und rechtfertigten keine dauerhafte Einwanderung in großer Zahl. Die AfD sieht in den Sozialleistungen einen Anreiz für Asylzuwanderung. Über Art und Umfang der Einwanderung zu bestimmen, gehört für die Partei zur staatlichen Souveränität.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Die Bundesregierung muss zusammen mit den Landesregierungen die illegale Einwanderung mit wirksamen Grenzkontrollen stoppen und alle Ausreisepflichtigen sofort abschieben.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Einreisen aus sicheren Drittstaaten sollen an der Grenze unterbunden und alle Ausreisepflichtigen sofort abgeschoben werden, was die heutige Praxis grundlegend verschärft.

Fachkräfte aus Drittstaaten nur als letztes Mittel

Die AfD will Fachkräfte aus Ländern außerhalb Europas nur als letztes Mittel anwerben. Benötigte Arbeitskräfte sollen vorrangig aus europäischen Nachbarländern kommen, und einheimische Arbeitslose sollen stärker in den Arbeitsmarkt gebracht werden.

Die AfD will Arbeitskräfte von weit her nur im Notfall holen. Zuerst sollen Menschen aus Nachbar-Ländern in Europa kommen. Arbeitslose im Land sollen Arbeit finden. Gut ausgebildete Menschen sollen nicht aus Deutschland wegziehen.

Dem Fachkräftemangel bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit will die Partei mit besserer Schul- und Ausbildungsqualität begegnen. Hessen soll durch attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen verhindern, dass qualifizierte Kräfte abwandern. Europäische Nachbarländer bezeichnet das Programm als kulturell nahestehend.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Die Anwerbung von Fachkräften aus Drittländern ist als Ultima Ratio zu betrachten.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die Anwerbung aus Drittstaaten soll nachrangig werden, während die geltende Politik sie erleichtert; das begrenzt Arbeitsmigration.

Sachleistungen statt Geld, Asylzentren außerhalb der EU

Die AfD will Geldleistungen für Asylbewerber so weit wie rechtlich möglich durch Sachleistungen ersetzen und Auffangzentren außerhalb der EU einrichten. Asylbewerber sollen sich an den Kosten für Verfahren, Unterkunft und Versorgung beteiligen. Das Alter unbegleiteter Minderjähriger soll verpflichtend medizinisch geprüft werden.

Asylbewerber sollen statt Geld vor allem Sachen bekommen. Zentren für Asylbewerber sollen außerhalb der EU entstehen. Asylbewerber sollen einen Teil der Kosten selbst zahlen. Bei jungen Menschen ohne Eltern sollen Ärzte das Alter prüfen. Wer beim Alter lügt, soll das Land verlassen.

Die Partei begründet dies damit, dass das Niveau der Sozialleistungen Zuwanderung aus Armut anziehe und Freizügigkeit sowie Asylrecht dafür missbraucht würden. Für die Altersfeststellung sollen alle verfügbaren medizinischen Verfahren eingesetzt werden; wer falsche Angaben macht, soll umgehend abgeschoben werden. Das Programm beziffert die Kosten in Hessen auf rund 8.500 Euro monatlich je unbegleitetem Minderjährigen (Stand 2019). Die Belastung der Steuerzahler soll so gering wie möglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„werden Geldleistungen an Asylbewerber, soweit dies rechtlich zulässig, durch Sachleistungen ersetzt“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Sozialleistungen für eine Gruppe sollen gekürzt und Kosten auf die Empfänger verlagert werden, um öffentliche Ausgaben zu senken.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Asylverfahren sollen in Zentren außerhalb der EU verlagert und Leistungen auf Sachleistungen mit Kostenbeteiligung umgestellt werden, was das heutige System grundlegend verändert.

Identität von Asylbewerbern zentral erfassen

Die AfD will alle mit Asylverfahren befassten Behörden mit Technik zur Identitätsfeststellung ausstatten und die Daten in Hessen zentral digital registrieren. Wer falsche Angaben macht oder die Mitwirkung verweigert, soll umgehend abgeschoben werden.

Behörden sollen genau prüfen, wer ein Asylbewerber ist. Dafür sollen sie technische Geräte bekommen. Die Daten sollen an einer zentralen Stelle gespeichert werden. Wer falsche Angaben macht, soll abgeschoben werden. Das gilt auch für Asylbewerber mit schweren Straftaten.

Behörden sollen länderübergreifend prüfen können, ob jemand bereits anderswo unter anderen Daten erfasst ist; dafür sollen rechtliche und technische Grundlagen geschaffen werden. Die Registrierung soll gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium erfolgen. Asylbewerber, die zu mindestens einem Jahr Haft verurteilt wurden oder in ihr Heimatland reisen, sollen ihren Schutzstatus verlieren und abgeschoben werden. Für straffällige Ausreisepflichtige sollen Plätze in Abschiebehaft bereitstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir fordern für Hessen eine zentrale digitalisierte Registrierung der erhobenen Daten in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Behörden sollen mehr Technik zur Identitätsfeststellung, einen länderübergreifenden Datenabgleich und mehr Haftplätze erhalten, was staatliche Befugnisse ausweitet.

  • Migrationeher restriktiv

    Falschangaben, Straftaten und Heimatreisen sollen häufiger zum Verlust des Schutzes und zur Abschiebung führen, was die Bedingungen für den Aufenthalt verschärft.

Abschiebungen beschleunigen, Bleiberechte für Geduldete streichen

Die AfD will alle rechtskräftig Ausreisepflichtigen unverzüglich abschieben und Kirchenasyl unterbinden. Die Paragrafen 25a und 25b des Aufenthaltsgesetzes, die gut integrierten Geduldeten ein Bleiberecht ermöglichen, sollen entfallen. Staaten, die abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen, sollen keine finanzielle Hilfe mehr erhalten.

Die AfD will schneller abschieben. Kirchen sollen niemanden mehr vor der Abschiebung schützen dürfen. Zwei Regeln geben heute manchen Menschen ohne Aufenthaltsrecht ein Bleiberecht. Diese Regeln will die AfD streichen. Länder, die ihre Bürger nicht zurücknehmen, sollen kein Geld mehr bekommen.

Krankheit soll nur dann eine Abschiebung verhindern, wenn ein Amtsarzt sie bescheinigt. Termine für Abschiebungen sollen nicht an nichtstaatliche Organisationen weitergegeben werden. Wer gegen Gesetze verstoßen hat, soll aus Sicht der Partei nicht nach Jahren ein Daueraufenthaltsrecht erhalten. Staaten, die abgelehnte staatenlose Asylbewerber aufnehmen, sollen dafür finanziell unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Kirchenasyl und vergleichbare Verhinderungen von Abschiebungen sind zu unterbinden.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Zwei gesetzliche Bleiberechte für Geduldete sollen ganz entfallen und Abschiebungen ohne Ausnahmen wie Kirchenasyl vollzogen werden.

  • Außenpolitikausgewogen

    Finanzielle Hilfen an andere Staaten sollen an die Rücknahme abgelehnter Asylbewerber geknüpft werden, was Entwicklungsmittel als Druckmittel nutzt, ohne militärische Fragen zu berühren.

Familiennachzug ablehnen, Kommunen entscheiden über Aufnahme

Die AfD lehnt jeden Familiennachzug für Flüchtlinge und Asylbewerber ab und will Familien stattdessen im Herkunftsland zusammenführen. Kommunen sollen selbst festlegen, wie viele Asylsuchende sie aufnehmen können, und der Bund soll alle Kosten tragen.

Flüchtlinge sollen ihre Familien nicht nach Deutschland holen dürfen. Familien sollen im Heimatland wieder zusammenkommen. Städte und Gemeinden sollen selbst sagen, wie viele Menschen sie aufnehmen. Der Bund soll alle Kosten zahlen.

Die Partei begründet das mit überlasteten Sozialsystemen und Kommunen. Den Kommunen sollen nur Asylbewerber mit rechtlich gesicherter Bleibeperspektive zugewiesen werden. Während der Prüfung des Antrags sollen Asylbewerber bevorzugt in zentralen Aufnahmeeinrichtungen leben. Standorte für Unterkünfte sollen so gewählt werden, dass der soziale Frieden am Ort gewahrt bleibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Die AfD Hessen lehnt jeglichen Familiennachzug für Flüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland ab“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Der heute begrenzt mögliche Familiennachzug soll vollständig entfallen und die Aufnahme von der Entscheidung der Kommunen abhängen.

Rückkehr statt Integration, organisierte Remigration

Die AfD will eine organisierte Rückführung aller ausreisepflichtigen Ausländer und Flüchtlingen statt Integrationsmaßnahmen Qualifikationen für die Rückkehr in ihre Heimat vermitteln. Eine Einbürgerung soll erst am Ende einer gelungenen Integration stehen; wer sich nicht integrieren will, soll bis hin zur Abschiebung sanktioniert werden.

Die AfD will, dass Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren. Sie sollen dafür nützliche Dinge lernen. Wer das Land verlassen muss, soll organisiert zurückgebracht werden. Einen deutschen Pass soll nur bekommen, wer gut integriert ist. Wer sich nicht integrieren will, soll bestraft werden.

Die Partei verlangt von Einwanderern, in angemessener Zeit Deutsch in Wort und Schrift zu lernen, Rechtsordnung und Kultur zu bejahen und ihren Lebensunterhalt selbst zu sichern. Integrationsmaßnahmen scheitern nach ihrer Darstellung zu einem hohen Anteil. Die Rückführung soll von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam organisiert werden. Sanktionen sollen Migranten treffen, die nach Sicht der AfD bewusst in einer Parallelgesellschaft leben wollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Eine organisierte Remigration (Rückführung) ist dringend anzustreben und gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen zu organisieren.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Integrationsangebote sollen durch Rückkehrvorbereitung ersetzt und fehlender Integrationswille mit Abschiebung geahndet werden, was die heutige Integrationspolitik grundlegend umkehrt.

Staatsbürgerschaft nur durch Abstammung, kein Doppelpass

Die AfD will den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt im Inland abschaffen und zum Abstammungsprinzip aus der Zeit vor dem Jahr 2000 zurückkehren. Die doppelte Staatsbürgerschaft lehnt sie ab; wer Deutscher wird, soll die bisherige Staatsangehörigkeit abgeben.

Heute können Kinder von Ausländern durch Geburt in Deutschland Deutsche werden. Die AfD will das abschaffen. Deutsch soll nur sein, wer deutsche Eltern hat oder eingebürgert wird. Zwei Pässe soll es nicht geben. Bei schweren Straftaten soll der Staat den Entzug des Passes prüfen.

Die Partei verlangt bei der Einbürgerung eine eindeutige Hinwendung zu Deutschland. Bei schwerer Kriminalität soll der Entzug der Staatsbürgerschaft im Rahmen von Verfassung und Recht geprüft werden, sofern niemand staatenlos wird. Das Programm verweist darauf, dass das Abstammungsprinzip in vielen europäischen Staaten gilt. Zuwanderer sollen den Vorrang der deutschen Kultur anerkennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Die AfD will das Geburtsortsprinzip beenden und zu den Regeln zurückkehren, die vor den Änderungen im Jahr 2000 bestanden“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Das seit 2000 geltende Geburtsortsprinzip soll abgeschafft und Mehrstaatigkeit ausgeschlossen werden, was den Zugang zur Staatsangehörigkeit grundlegend verengt.

Statistiken zur Integration nach Herkunftsland veröffentlichen

Die AfD will regelmäßig Statistiken dazu veröffentlichen, wie Migranten aus einzelnen Herkunftsländern bei Arbeit, Sozialleistungen, Bildung und Kriminalität abschneiden. Zudem soll nach dänischem Vorbild erhoben werden, welche Gruppen mehr an Steuern beitragen oder mehr an Leistungen beziehen.

Die AfD will mehr Zahlen über Migranten sammeln. Die Zahlen sollen nach Herkunfts-Land getrennt sein. Es geht um Arbeit, Sozialleistungen, Bildung und Straftaten. Die Zahlen sollen regelmäßig veröffentlicht werden. Dänemark ist dafür das Vorbild.

Die Partei geht davon aus, dass sich Fähigkeit und Bereitschaft zur Integration je nach Herkunft und kultureller Prägung unterscheiden. In Dänemark ermittelt nach Angaben des Programms das Finanzministerium regelmäßig, wie stark Zuwanderergruppen öffentliche Leistungen nutzen und zu deren Finanzierung beitragen. Solche Auswertungen hätten dort zu einem Kurswechsel in der Asylpolitik geführt, den die AfD auch für Deutschland anstrebt.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„fordert die AfD eine umfassende Transparenz bezüglich der Integration von Migranten aus den einzelnen Herkunftsländern“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die Erhebungen sollen ausdrücklich einen restriktiveren Kurs in der Asylpolitik nach dänischem Vorbild vorbereiten.

Sprach- und Arbeitsangebote für zugewanderte Frauen

Die AfD will zugewanderten und geflüchteten Frauen gezielt Deutschkurse anbieten. Bei anerkanntem Asylstatus sollen sie je nach Qualifikation einfachen Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zu Aus- und Fortbildung erhalten. Integration versteht das Programm auch als Aufgabe der Frauen selbst.

Zugewanderte Frauen sollen Deutsch lernen können. Die AfD will ihnen dafür Kurse anbieten. Mit anerkanntem Asyl sollen sie leicht arbeiten dürfen. Während der Kurse soll es Betreuung für ihre Kinder geben. Die Frauen sollen sich auch selbst um Integration bemühen.

Das Programm betont, dass Integration nicht allein Aufgabe des Landes sei, sondern auch von den Zugewanderten ausgehen müsse. Aus- und Fortbildungen sollen nach dem Spracherwerb unkompliziert zugänglich sein. Während Deutschkursen und anderen Integrationsmaßnahmen soll eine passende Kinderbetreuung bereitstehen. Auch die Berufsausbildung soll durch angepasste Betreuungsangebote unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Die AfD-Hessen möchte zugewanderten und geflüchteten Frauen gezielt Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache unterbreiten.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet zusätzliche Integrationsangebote mit der Erwartung eigener Anstrengung und knüpft den Arbeitsmarktzugang an einen anerkannten Status.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

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