Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Auf die Inhalte kommt es an. Unser Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hochschulen zu Innovationszentren ausbauen

Die CDU will Hochschulen und Forschungsinstitute enger mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt verzahnen. Die Technische Universität und die Universität Hamburg sollen als Innovationszentren wachsen, MINT-Studiengänge mehr Geld erhalten.

Die CDU will Hamburgs Hochschulen stärker mit der Wirtschaft verbinden. Aus den Hochschulen sollen mehr neue Firmen entstehen. Fächer wie Mathematik, Informatik und Technik sollen mehr Geld bekommen. Die Hochschulen sollen internationaler werden.

Das Programm nennt gezielte Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung als Voraussetzung für Wachstum durch Innovation. Gefördert werden sollen Start-up-Gründungen und Partnerschaften in der Forschung. Für Studiengänge in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind höhere Investitionen geplant. Außerdem will die CDU die internationale Ausrichtung der Hochschulen vorantreiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„So wollen wir die Technische Universität Hamburg (TUHH) und die Universität Hamburg als Innovationszentren weiter ausbauen und die Gründung neuer Start-ups und Forschungspartnerschaften fördern.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Höhere öffentliche Investitionen in Hochschulen werden mit dem Ziel verbunden, private Gründungen und Investitionen anzuregen.

Sprachstand früher erheben, Sprachförderung ausbauen

Die CDU will den verpflichtenden Sprachtest für Kinder ein Jahr früher ansetzen, nämlich mit dreieinhalb Jahren. Kitas sollen verlässlich Geld für Sprachförderung erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass gutes Deutsch Voraussetzung für Bildung und Integration sei.

Die CDU will Kinder früher auf ihre Sprache testen. Der Test soll schon mit dreieinhalb Jahren kommen. Kitas sollen sicher Geld für Sprach-Förderung bekommen. Auch in der Schule soll Deutsch-Lernen zuerst kommen.

Die Erhebung soll künftig auch Förderung auslösen, wenn Auffälligkeiten beim Rechnen, in der Motorik oder im sozial-emotionalen Verhalten sichtbar werden. Die Mittel für Sprachförderung und das Programm Kita-Plus 2.0 sollen planbar fließen, auch für zusätzliches Personal. In der Schule sollen sprachliche Lücken vorrangig geschlossen werden, zeitweise auch auf Kosten des Fachunterrichts.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„werden wir die verbindliche Sprachstandserhebung ab dem Alter von dreieinhalb Lebensjahren durchführen, sie also um ein Jahr vorziehen“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Frühförderung soll ausgeweitet und mit zusätzlichem Personal dauerhaft finanziert werden, was öffentliche Leistungen schrittweise ausbaut.

Gendersprache in Bildungseinrichtungen ablehnen

Die CDU lehnt Gendersprache ab, die sie als grammatikalisch falsch bezeichnet. Maßgeblich für den Unterricht an allen Hamburger Bildungseinrichtungen soll das amtliche Regelwerk der Rechtschreibung sein.

Die CDU will keine Gender-Sprache an Schulen und Kitas. Gender-Sprache meint Schreibweisen wie das Gender-Sternchen. Die Partei hält sie für falsch. Es sollen die amtlichen Regeln der Rechtschreibung gelten.

Das Programm nennt das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung als bindende Grundlage des Unterrichts. Dies soll für sämtliche Bildungseinrichtungen in Hamburg gelten. Die Partei stellt die Forderung in den Zusammenhang, dass sicheres Deutsch Bildung und Integration erst ermögliche.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Die grammatikalisch falsche Gender-Sprache lehnen wir ab.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung geschlechtergerechter Schreibweisen zugunsten des amtlichen Regelwerks stellt überlieferte Sprachnormen über neuere Formen und ist damit eher konservativ.

Diagnosegestützte Förderung und adaptive Lernsysteme einführen

Die CDU will jedes Kind vom Vorschulalter bis zum Abschluss der Mittelstufe auf Grundlage von Lerndiagnosen individuell fördern und den Erfolg überprüfen. Digitale Lernsysteme, die sich dem Lernstand anpassen, sollen dabei helfen.

Die CDU will genau prüfen, was jedes Kind schon kann. Danach soll jedes Kind passende Hilfe bekommen. Digitale Lern-Programme sollen helfen. Sie passen sich an das Kind an. Die Schulen sollen prüfen, ob die Hilfe wirkt.

Vorgesehen sind zentral entwickelte adaptive Lernsysteme und KI-gestützte Plattformen als Unterstützung. Lehrkräfte sollen besser darin geschult werden, Lernstände zu diagnostizieren, und die Qualität der Förderung soll laufend beobachtet werden. Kita, Vorschule und Grundschule sollen mit einem gemeinsamen Auftrag arbeiten; bei neuen Grundschulen sollen Kitas mitgeplant werden. Für alle sonderpädagogischen Förderbereiche sind eigene Bildungspläne vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Schülerinnen und Schüler verdienen individuelle diagnosegestützte Förderkonzepte von der Vorschule bis zum Ende der Mittelstufe, deren Erfolg evaluiert werden muss.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Garantie-Grundschule mit verbindlichen Mindeststandards schaffen

Die CDU will erreichen, dass alle Kinder am Ende der Grundschule die Grundfertigkeiten in Lesen, Schreiben, Sprechen und Rechnen sicher beherrschen. Dafür sollen verbindliche Mindeststandards gelten. Kinder sollen bei Bedarf ein Jahr länger in der Grundschule bleiben können.

Die CDU will feste Ziele für die Grundschule. Alle Kinder sollen am Ende gut lesen, schreiben und rechnen können. Wer mehr Zeit braucht, darf ein Jahr länger bleiben. Wichtig ist der Lern-Erfolg, nicht die Dauer.

Das Programm verweist darauf, dass ein Fünftel der Kinder die Grundfertigkeiten am Ende der Grundschulzeit nicht ausreichend beherrsche und Kinder beim Schulstart bis zu drei Jahre in der Entwicklung auseinanderlägen. Die Standards sollen sicherstellen, dass Kinder den Anforderungen der weiterführenden Schule gewachsen sind. Entscheidend sei aus Sicht der Partei der Lernerfolg, nicht die Länge des Grundschulbesuchs.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Dafür setzen wir verbindliche Mindeststandards, deren Erfüllung für einen späteren Schulabschluss unerlässlich sind.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulaufsicht stärken und Schulen zentral entlasten

Die CDU hält an der selbstverantworteten Schule fest, sieht die Schulbehörde aber in der Pflicht, den Bildungserfolg zu sichern. Die Schulaufsicht soll besser ausgestattet werden, und die Behörde soll Aufgaben zentral übernehmen, die einzelne Schulen überfordern.

Schulen sollen weiter vieles selbst entscheiden. Die Behörde soll aber mehr helfen und besser prüfen. Sie soll Aufgaben übernehmen, die Schulen allein nicht schaffen. Zum Beispiel soll sie Lern-Programme prüfen.

Die Behörde soll den Markt digitaler Lernmedien sichten und Schulen dazu beraten. Zentral organisiert werden sollen außerdem ein Vertretungspool, Fortbildungsinitiativen für Lehrkräfte, Diagnostik-Werkzeuge und digitale Dienste. Die Betreuung durch den IT-Dienstleister Dataport soll effizienter werden. Bildungseinrichtungen sollen verpflichtend zusammenarbeiten und Eltern früh in die Grundschule eingeladen und über Lernentwicklungsgespräche eingebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Deshalb müssen die Schulaufsichten besser ausgestattet werden für Aufsicht, Qualitätssteuerung und bedarfsgerechte Beratung der Schulen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusion über Schwerpunktschulen weiterentwickeln

Die CDU will die UN-Behindertenrechtskonvention in allen schulischen Bereichen umsetzen und dafür mehr Schwerpunktschulen einrichten. Eltern sollen weiterhin zwischen Sonderschule und inklusiver Regelschule wählen können. Die Qualität der Inklusion soll stärker kontrolliert werden.

Kinder mit Behinderung sollen gut lernen können. Die CDU will mehr Schulen mit besonderem Schwerpunkt dafür. Eltern sollen weiter die Schule wählen dürfen. Sonderschulen sollen mehr Betreuer bekommen.

Inklusion und Sonderpädagogik sollen fester Teil der Schulinspektionen werden, weil die Umsetzung an einzelnen Standorten aus Sicht der Partei besser werden muss. Die Schulbegleitung für förderbedürftige Kinder soll neu konzipiert werden. Schwerpunktschulen sollen Ressourcen und Fachwissen bündeln. Weil an Sonderschulen der Anteil stark betreuungsbedürftiger Kinder wachse, soll der Betreuungsschlüssel dort angepasst werden. Sonderschulen und allgemeine Schulen sollen räumlich und inhaltlich kooperieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„befürworten wir, das System von Schwerpunktschulen auszubauen und dabei das Elternwahlrecht zu beizubehalten“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet die weitere Umsetzung der Inklusion mit dem Erhalt von Sonderschulen und Elternwahlrecht und nimmt damit keine Seite ein.

Gegliedertes Schulsystem erhalten und flexibler machen

Die CDU bekennt sich zum gegliederten Hamburger Schulsystem und zum Elternwahlrecht zwischen Gymnasium und Stadtteilschule. Innerhalb dieser Strukturen will sie mehr Leistungsdifferenzierung und individuelle Lernzeit ermöglichen. In der Oberstufe sollen Leistungs- und Grundkurse zurückkehren.

Die CDU will die verschiedenen Schul-Arten in Hamburg behalten. Eltern sollen weiter wählen dürfen. Kinder sollen stärker nach ihrer Leistung lernen. In der Oberstufe soll es wieder Leistungs-Kurse und Grund-Kurse geben. Besonders begabte Schüler sollen mehr Förderung bekommen.

Das Programm spricht von einem „atmenden System“, das Kindern dort mehr Zeit gibt, wo sie nötig ist. Die Profiloberstufe passt nach Ansicht der Partei nicht zum Zentralabitur; die Rückkehr zum Kurssystem soll Schüler entlasten und ein erster Schritt zu einer flexibleren Oberstufe sein. Nach dem Vorbild der Eliteschule des Sports soll Spitzenförderung auch in Sprachen, Musik, Kunst, Gesellschaftswissenschaften und MINT-Fächern gestärkt werden. In Grundschulen sollen leistungsdifferenzierte Teilungsstunden in Deutsch und Mathematik leichter möglich sein, an Stadtteilschulen äußere Differenzierung. Ein Wechsel von Klasse oder Schulform soll unkompliziert sein, wenn Kinder das Klassenziel verfehlen oder deutlich übertreffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir stehen für die vielfältige Hamburger Bildungslandschaft mit ihrem gegliederten Schulsystem“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Erhalt des gegliederten Systems, die Rückkehr zu Leistungs- und Grundkursen und mehr Leistungsdifferenzierung greifen auf frühere Strukturen zurück und sind damit eher bewahrend.

Schulen digitalisieren und auf KI vorbereiten

Die CDU will Schulen rasch, aber altersgerecht digitalisieren und Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll in den Unterricht einbinden. Dazu soll es ein Konzept der Behörde und eine entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte geben. Klassische und digitale Lernmethoden sollen nebeneinander bestehen.

Die CDU will Schulen schneller digital machen. Das soll zum Alter der Kinder passen. Lehrer sollen lernen, mit Künstlicher Intelligenz umzugehen. Manche Themen lernen Kinder mit KI, andere wie bisher. Lehrer sollen sich nicht um die Technik kümmern müssen.

Die Ausstattung soll zeitgemäß sein, und Wartung von Netz und Geräten soll ohne Einsatz von Lehrkräften laufen. Dafür soll ein zentrales Gerätemanagement für alle Schulen Pflicht werden; Beschaffung und Nutzung von Schulsoftware sollen in Abstimmung mit den Schulen stärker zentralisiert werden. Prüfungsformen wie Kolloquien, Diskussionen, Projekt- und Praxisarbeiten sollen mehr Gewicht bekommen. Die Bildungspläne sollen KI berücksichtigen. Aus Sicht der Partei kann KI das eigene, aktive Lernen nicht ersetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Schule und Unterricht müssen zügig, aber pädagogisch sinnvoll und dem Alter entsprechend digitalisiert werden.“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Lehrkräfte gewinnen, entlasten und Unterrichtsausfall senken

Die CDU will gegen den Lehrermangel eine duale Lehrerausbildung als zusätzlichen Weg schaffen und mehr Studien- und Referendariatsplätze anbieten. Lehrkräfte sollen von unterrichtsfremden Aufgaben entlastet werden. Ein Pool mobiler Vertretungskräfte soll längeren Unterrichtsausfall verringern.

Die CDU will mehr Lehrer für Hamburg. Dafür soll es einen neuen Weg in den Beruf geben: Studium und Praxis zugleich. Helfer sollen Lehrern Arbeit abnehmen. Wenn Lehrer fehlen, sollen Ersatz-Lehrer einspringen. So soll weniger Unterricht ausfallen.

Ein Coaching vor und während des Lehramtsstudiums soll Abbrüche verringern; Fortbildungen sollen auf Schwerpunkte wie Digitalität konzentriert und ausgewertet werden. Alltagshelfer ohne formale Qualifikation, Verwaltungsfachkräfte sowie mehr Sozialpädagogen und Therapeuten sollen Lehrkräfte entlasten. Das Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte soll grundlegend überarbeitet werden und Teamzeiten berücksichtigen; an den Schulen sollen Arbeitsplätze für die Vor- und Nachbereitung entstehen. Laut Programm findet derzeit nur rund 80 Prozent des Unterrichts planmäßig statt.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, wollen wir ergänzend eine duale Lehrerausbildung ermöglichen.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Ausbildungsplätze, zusätzliches Unterstützungspersonal und ein Vertretungspool bauen den öffentlichen Personaleinsatz an Schulen schrittweise aus.

Schulgebäude, Schulessen und Ganztag verbessern

Die CDU will Schultoiletten sanieren und häufiger reinigen lassen, weil Schüler mehr Zeit in der Schule verbringen. Das Schulessen soll gesund, regional und saisonal sein, an Grundschulen in sozialen Brennpunkten soll es Frühstück geben. Im Ganztag sollen Hausaufgaben verlässlich erledigt und kontrolliert werden.

Die CDU will die Toiletten an Schulen erneuern. Sie sollen öfter geputzt werden. Das Essen in der Schule soll gesund sein. Manche Grundschulen sollen Frühstück anbieten. Am Nachmittag sollen Kinder ihre Hausaufgaben sicher machen.

Das Programm verweist darauf, dass die meisten Hamburger Schüler ihre Schultoiletten schlecht bewerten und Hamburg damit unter dem Bundesschnitt liege. Schulbauten sollen ansprechende, moderne Räume bieten. In der ganztägigen Betreuung (GBS) soll das Üben von Lesen und Grundrechenarten zur festen Aufgabe werden, besonders für Kinder, die bis 15 Uhr bleiben. Schule und Jugendhilfe sollen ihre Angebote besser abstimmen, und die Kooperation mit Sportvereinen sowie Kunst- und Musikschulen soll ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir werden eine Sanierungsoffensive für Hamburgs Schultoiletten starten und diese Missstände beseitigen sowie die Reinigungsintervalle erhöhen.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Sanierungen, häufigere Reinigung und ein Frühstücksangebot bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen und Leistungen an Schulen.

Smartphone-Nutzung an Schulen begrenzen

Die CDU will, dass jede Schule verbindlich regelt, wie digitale Endgeräte genutzt werden dürfen, und die Nutzung auf das pädagogisch Nötige beschränkt. An Grundschulen sollen Smartphones grundsätzlich untersagt sein. Zudem soll ein regelmäßiges Schülerfeedback zum Wohlbefinden eingeführt werden.

Jede Schule soll feste Regeln für Handys und Tablets haben. An Grundschulen sollen Handys verboten sein. Die CDU will mehr Angebote zum richtigen Umgang mit Medien. Schüler sollen regelmäßig sagen, wie es ihnen in der Schule geht.

Die Partei will medienpädagogische Angebote ausbauen und Initiativen für smartphonefreie Schulen unterstützen, damit Schulen mit negativen Folgen der Digitalisierung nicht allein bleiben. Das systematische Feedback zu Zufriedenheit und Wohlbefinden soll helfen, Schulsozialarbeit sowie Prävention gegen Gewalt und Mobbing gezielt einzusetzen. Das Programm betont, der Erziehungsauftrag der Schule müsse neben dem Bildungsauftrag stärker beachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„An den Grundschulen soll Smartphone-Nutzung grundsätzlich nicht erlaubt sein.“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufsorientierung praxisnäher machen, Bildungspläne überprüfen

Die CDU will ein Berufsorientierungszentrum einrichten und eine stadtweite Praktikumsbörse aufbauen. Bildungspläne sollen darauf geprüft werden, ob ihre Inhalte für Ausbildung und Studium taugen. So sollen weniger junge Menschen ihr Studium abbrechen und mehr Fachkräfte gewonnen werden.

Die CDU will Schülern bei der Berufs-Wahl mehr helfen. Ein neues Zentrum soll zeigen, welcher Beruf zu wem passt. Es soll eine Börse für Praktikums-Plätze in ganz Hamburg geben. Firmen sollen mehr mit Schulen zusammenarbeiten. Die Lehr-Pläne sollen geprüft werden.

Das Zentrum soll Stärken von Schülern analysieren und passende Ausbildungen, Studiengänge und Berufe aufzeigen. Bei der Überprüfung der Bildungspläne sollen Unternehmen, Kammern und Hochschulen mitwirken; der MINT-Bereich soll dabei im Mittelpunkt stehen, weil die Kompetenzen dort laut Programm zu gering sind. Basiskompetenzen und Orientierungswissen sollen klar festgelegt werden. Außerdem sollen Kreativität, Zusammenarbeit, Kommunikation und kritisches Denken an Schulen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„wollen wir Kammern und Unternehmen stärker in die Berufsorientierung einbeziehen und eine hamburgweite Börse für schulische Praktikumsplätze einrichten“
Seite 58 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Duale Ausbildung und praktische Lernangebote stärken

Die CDU will die duale Ausbildung stärken, die sie als Standortvorteil Deutschlands sieht. Kaufmännische Ausbildungen sollen durch Modelle mit anschließendem Bachelor attraktiver werden. Für das Handwerk sollen Produktionsschulen, Praxisklassen und Schulwerkstätten gefördert werden.

Die CDU will die Berufs-Ausbildung stärken. Nach manchen Ausbildungen soll ein Bachelor-Abschluss möglich sein. Es soll mehr Klassen mit viel Praxis geben. Schulen sollen Werkstätten bekommen. Mehr Jugendliche sollen eine Ausbildung beginnen.

Praxisklassen und Produktionsschulen sollen Jugendlichen helfen, denen rein schulisches Lernen in manchen Lebensphasen schwerfällt. Die Partei will sich für Werkstätten an Schulen einsetzen. Die Jugendberufsagentur und die Angebote zur Ausbildungsvorbereitung sollen gestärkt werden, damit mehr junge Menschen eine Ausbildung aufnehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Zur Stärkung des handwerklichen Sektors fördern wir Produktionsschulen und die Errichtung von Praxisklassen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulen als Orte freier Debatte sichern

Die CDU will, dass an Hamburgs Hochschulen ein offener, demokratischer Meinungsaustausch möglich ist und Gewalt, Extremismus und Antisemitismus dort keinen Platz haben. An der Universität Hamburg soll eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Antisemitismus entstehen.

Die CDU will sichere Hochschulen. Dort sollen alle offen ihre Meinung sagen können. Gewalt und Juden-Hass sollen dort keinen Platz haben. Wer Juden-Hass erlebt, soll an der Universität Hamburg Hilfe bekommen.

Nach dem Programm sollen die Hochschulen Gewalt, Extremismus und Antisemitismus aus Hörsälen und vom Campus fernhalten. Entscheidend soll der Austausch von Argumenten sein, nicht eine moralische Überlegenheit, die sich aus Sicht der CDU manche selbst zuschreiben. An allen Hochschulen soll zudem gelten, was der Rat für deutsche Rechtschreibung festlegt. Die Anlaufstelle für Betroffene von Antisemitismus soll zusammen mit der Universität Hamburg aufgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir werden gemeinsam mit der Universität Hamburg eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Antisemitismus an Hochschulen an der Universität Hamburg einrichten.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Bindung der Hochschulen an die amtlichen Rechtschreibregeln und die Kritik an moralischer Überlegenheit zielen auf die Bewahrung überlieferter Sprach- und Debattennormen.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen

Die CDU will den staatlichen Hochschulen mehr und verlässlicheres Geld geben und den Präsidien mehr Entscheidungsfreiheit einräumen. Private Hochschulen sollen stärker eingebunden und mit den öffentlichen vernetzt werden.

Die CDU will den Hochschulen mehr Geld geben. Das Geld soll sicher kommen. Die Leitungen der Hochschulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Private und staatliche Hochschulen sollen mehr zusammen-arbeiten.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Hochschulen und Landesforschungsförderung seit über zehn Jahren unter schwankender Finanzierung litten. Zugesagte Zusatzmittel, etwa für die TU Hamburg, sollen in voller Höhe fließen. Die Präsidien sollen freier über fakultätsübergreifende Strukturen wie sogenannte Schools und über Kooperationen zwischen Universität Hamburg, TU Hamburg und HAW Hamburg entscheiden können. Private Hochschulen sollen in Projekte einbezogen, in Netzwerke mit öffentlichen Hochschulen gebracht und in ihrer langfristigen Entwicklung unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir setzen uns für eine Erhöhung der Grundfinanzierung der Universitäten und Hochschulen ein.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere staatliche Grundmittel für Hochschulen bedeuten mehr öffentliche Ausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

Wissenschaftsstiftung mit 500 Millionen Euro aufbauen

Die CDU will eine Wissenschaftsstiftung Hamburg mit mindestens 500 Millionen Euro Kapital gründen und die Landesforschungsförderung ausbauen. Die Stiftung soll die Wissenschaft unabhängiger von kurzfristigen Sparzwängen machen.

Die CDU will eine Stiftung für die Wissenschaft gründen. Die Stiftung soll mindestens 500 Millionen Euro bekommen. So soll die Forschung dauerhaft Geld haben. Auch private Spender sollen mitmachen.

Das Stiftungskapital entspricht laut Programm etwa 0,3 Prozent der Hamburger Wirtschaftsleistung. Als Vorbild nennt die CDU andere Bundesländer, die über Stiftungen Grundlagenforschung, Exzellenzberufungen und junge Forschende fördern. Die Stiftung soll die Grundfinanzierung langfristig ergänzen. Zusätzlich will die CDU weitere Stifterinnen, Stifter und Förderer gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Aufbau einer Wissenschaftsstiftung Hamburg ein, die mit einem Stiftungskapital von mindestens 500 Mio. Euro auszustatten ist“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, öffentlich ausgestattete Stiftung weitet die staatliche Forschungsförderung aus, ergänzt um private Stifter.

Hochschulbauten, IT und Forschungsanlagen sichern

Die CDU will Hochschulgebäude nach einem Prioritätenplan instand setzen und für Neubauten eine eigene Baugesellschaft schaffen. Außerdem sollen ein gemeinsames IT-Sicherheitskonzept der Hochschulen finanziert und Bundesmittel für das Forschungsprojekt PETRA IV am DESY eingeworben werden.

Viele Gebäude der Hochschulen sind in schlechtem Zustand. Die CDU will sie nach einem Plan reparieren. Eine eigene Stelle soll neue Hochschul-Gebäude bauen. Die Computer-Systeme sollen sicherer werden. Die CDU will beim Bund um Geld für die Forschungs-Anlage PETRA IV werben.

Die bereits erstellte Bestandsaufnahme der Gebäude soll in Absprache mit den Hochschulen Grundlage eines Instandsetzungsplans werden. Die Finanzierung zugesagter Neubauten in der Science City Bahrenfeld, in Harburg und für die HAW Hamburg soll abgesichert werden. Der spezialisierte Bauträger soll Fachwissen über die besonderen Anforderungen von Hochschulbauten aufbauen. Für das IT- und Sicherheitskonzept, das nach dem Hackerangriff auf die HAW Hamburg erarbeitet wird, will die CDU dauerhaft Geld bereitstellen und enger mit Bundesstellen zusammenarbeiten. PETRA IV gilt dem Programm als unverzichtbar für die Entwicklung des DESY.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir werden einen eigenen Realisierungsträger für den Bau neuer Hochschul-, Universitäts- und Forschungseinrichtungen schaffen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gesicherte öffentliche Mittel für Sanierung, Neubau, IT und Großforschung sowie ein neuer staatlicher Bauträger bedeuten mehr öffentliche Investitionen.

Neubau der Staats- und Universitätsbibliothek prüfen

Die CDU hält einen Neubau der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) für naheliegend, weil das bestehende Gebäude aus ihrer Sicht seit Jahren verfällt. Sie will prüfen, ob Bibliothek, ein „Haus der Technik“ und Räume für die Akademie der Wissenschaften gemeinsam entstehen können.

Die große Bibliothek der Universität ist in schlechtem Zustand. Die CDU findet einen Neubau sinnvoll. Sie will prüfen, ob drei Einrichtungen zusammen in neue Gebäude ziehen können. Das sind die Bibliothek, die Akademie der Wissenschaften und ein Haus der Technik.

Laut Programm hätte die Sanierung schon in den 1980er Jahren stattfinden sollen, und ein Plan liege bisher nicht vor. Der unter Denkmalschutz gestellte Gebäudeteil könnte für einzelne Aufgaben weiter genutzt werden. Die Prüfung eines gemeinsamen Gebäude-Ensembles soll ergebnisoffen erfolgen. Die CDU erwartet davon ein architektonisches Aushängeschild und gemeinsam nutzbare Räume, etwa für Vorträge und Seminare.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Angesichts des desolaten Zustands der Gebäude scheint ein Neubau der SUB angeraten, ggf. unter Weiternutzung des denkmalgeschützten Teils für bestimmte Aufgabenbereiche.“
Seite 62 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Studierende bei Kosten und Wohnen entlasten

Die CDU will Studierende wegen der hohen Lebenshaltungskosten in Hamburg stärker unterstützen. Sie fordert einen Großstadtzuschlag beim Bafög, einen stabilen Preis für das Deutschland-Ticket der Studierenden, mehr Wohnheimplätze und bessere Beratung bei psychischen Belastungen.

Das Leben in Hamburg ist teuer. Die CDU will Studierenden deshalb mehr helfen. Sie sollen beim Bafög einen Zuschlag bekommen. Das Ticket für Bus und Bahn soll nicht teurer werden. Es soll mehr günstige Wohn-Plätze geben. Auch Hilfe bei seelischen Problemen soll besser werden.

Der Bafög-Antrag soll einfacher und vollständig digital werden. Beim Deutschland-Ticket will die CDU den Preis für Hamburger Studierende stabil halten, weil Erhöhungen drohten. Der Ausbau von Plätzen für studentisches Wohnen soll beschleunigt werden, da das bisherige Programm aus Sicht der CDU zu langsam vorankommt. Bewährte Angebote wie CamPuls an der HAW Hamburg sollen dauerhaft bestehen, und das Beratungsnetz an den Hochschulen soll weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir setzen uns für einen „Großstadtzuschlag“ beim Bafög ein, um sie in unserer teuren Stadt besser zu unterstützen.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlicher Bafög-Zuschlag, ein stabil gehaltener Ticketpreis und mehr geförderter Wohnraum weiten öffentliche Leistungen aus.

Internationale MINT-Studierende anwerben

Die CDU will ein Programm starten, das Studierende aus dem Ausland für technische und naturwissenschaftliche Zukunftsfächer nach Hamburg holt. Hintergrund ist, dass die Zahl der Studienanfänger laut Programm absehbar sinkt.

Die CDU will mehr Studierende aus dem Ausland nach Hamburg holen. Es geht um Fächer wie Mathematik, Informatik, Natur-Wissenschaft und Technik. Ein Programm soll ihnen im ersten Jahr helfen. Zum Beispiel beim Visum, beim Wohnen und beim Deutsch-Lernen.

Das Programm verweist auf die demografische Entwicklung und eine bereits nachlassende Nachfrage nach Studienplätzen. Fehlende Wohnheimplätze und Bürokratie erschwerten es den Hochschulen bisher, Studierende aus dem Ausland zu gewinnen. Das geplante Angebot soll im ersten Jahr bei Visa, Wohnen, Integration und Sprachkursen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir werden ein Programm zur Gewinnung internationaler Studentinnen und Studenten in den Fachrichtungen der Zukunftsfelder im MINT-Bereich auflegen“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ein Anwerbe- und Unterstützungsprogramm für Studierende aus dem Ausland erleichtert gezielte Zuwanderung zu Bildungszwecken.

Bessere Perspektiven für wissenschaftlichen Nachwuchs

Die CDU will dem wissenschaftlichen Nachwuchs und studentischen Beschäftigten verlässlichere Aussichten bieten. Befristungen hält sie grundsätzlich für sinnvoll, kritisiert aber die verbreiteten sehr kurzen Vertragslaufzeiten.

Viele Forscher haben nur sehr kurze Arbeits-Verträge. Die CDU will ihnen klarere Aussichten geben. Das gilt auch für Studierende, die an der Hochschule arbeiten. Hamburg soll für gute Forscher aus aller Welt anziehender werden.

Befristete Stellen sind nach Ansicht der CDU nötig, um vielen jungen Menschen Promotion oder Habilitation zu ermöglichen, und folgen aus vereinbarten Projektlaufzeiten. Wegen knapper Mittel habe sich jedoch auf nahezu allen akademischen Stufen eine Praxis sehr kurzer Befristungen entwickelt. Im weltweiten Wettbewerb um Forschende soll Hamburg mehr Flexibilität bei der Ausstattung von Professuren und anderen Positionen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir setzen uns für klare Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs und studentische Beschäftigte ein.“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich