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Grüne zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Politik ändern. Berlin bleiben.“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 256 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hitzeschutz in belasteten Quartieren ausbauen

Die Grünen wollen Stadtteile, die besonders unter Hitze leiden, mit schnell wirksamen Maßnahmen entlasten. Dabei sollen Kieze mit vielen einkommensschwachen und benachteiligten Haushalten im Mittelpunkt stehen, weil das Programm Umweltpolitik auch als Sozialpolitik versteht. Das Berliner Klimaanpassungsgesetz soll ehrgeizig und zusammen mit dem Mobilitätsgesetz umgesetzt werden.

Die Grünen wollen die Menschen besser vor Hitze schützen. Das gilt besonders für Stadt-Teile mit wenig Grün. Dort leben oft Menschen mit wenig Geld. Es soll mehr Schatten und mehr Trink-Brunnen geben. An heißen Tagen sollen kühle öffentliche Gebäude offen sein.

Genannt werden Sonnensegel über Spielplätzen und Hundeauslaufflächen, mehr Trinkbrunnen und Trinkstellen für Haus- und Wildtiere. Öffentliche Gebäude mit Klimatisierung sollen an heißen Tagen zugänglich sein. Sogenannte Klimainseln sollen Schatten, Wasser und Sitzplätze bieten. Der Hitzeaktionsplan soll jedes Jahr überprüft und fortgeschrieben werden, mit genügend Mitteln und klaren Zuständigkeiten. Die beteiligten Stellen sollen bei der Nutzung des öffentlichen Raums besser zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„In besonders belasteten Quartieren schaffen wir Klimainseln, die mit Schatten, Wasser und Sitzgelegenheiten für sofortige Abkühlung sorgen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Mittel für Hitzeschutz sollen ausgeweitet und gezielt in benachteiligte Quartiere gelenkt werden.

Flächen entsiegeln und eine Million Bäume pflanzen

Die Grünen wollen ein Entsiegelungsprogramm auflegen, damit unter dem Strich möglichst bald keine zusätzliche Fläche mehr versiegelt wird. Die Stadt soll vor allem dort grüner werden, wo es bisher wenig Grün gibt. Eine Million neue Bäume sollen gepflanzt und ihre Pflege dauerhaft finanziert werden.

Die Grünen wollen Beton und Asphalt von vielen Flächen entfernen. Das nennt man Entsiegelung. Dort sollen Pflanzen wachsen. Berlin soll eine Million neue Bäume bekommen. Für die Pflege der Bäume soll es genug Geld geben.

Der Anteil entsiegelter öffentlicher Flächen soll jedes Jahr deutlich steigen. Zu große Verkehrsflächen, Außenanlagen von Schulen und Krankenhäusern sowie Hinterhöfe sollen systematisch auf ihr Potenzial geprüft werden. Vorgesehen sind unter anderem kleine Parks, Mini-Wälder, Kletterpflanzen und neue Grünverbindungen, bepflanzt in einer Weise, die Insekten und Vögeln nützt. Die Budgets für Baumpflege sollen wachsen. Das auf die Initiative „BaumEntscheid“ zurückgehende, vom Abgeordnetenhaus beschlossene Gesetz will die Partei umsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Berlin braucht ein umfassendes Entsiegelungsprogramm mit dem Ziel, eine Netto-Null-Versiegelung so schnell wie möglich zu erreichen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliches Geld für Begrünung, Baumpflanzungen und Baumpflege ausgeben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Netto-Null-Ziel bei der Versiegelung setzt strengere Vorgaben für die Flächennutzung zugunsten der Klimaanpassung.

Berlin zur Schwammstadt umbauen

Die Grünen wollen Regenwasser in der Stadt speichern und versickern lassen, statt es abzuleiten. Das soll die Stadt kühlen, das Grundwasser auffüllen, das Stadtgrün bewässern und die Gewässer schützen. Die Berliner Regenwasseragentur soll dafür ausgebaut und finanziell gestärkt werden.

Die Grünen wollen, dass Regen-Wasser in der Stadt bleibt. Es soll im Boden versickern und nicht in die Kanäle fließen. Das kühlt die Stadt und hilft den Pflanzen. Dafür soll es grüne Dächer und Regen-Tonnen geben. Die Regenwasser-Agentur soll mehr Geld bekommen.

Als Mittel nennt das Programm Entsiegelung, begrünte Dächer, Regengärten, Versickerungsstreifen, bepflanzte Flächen rund um Gullys und Regentonnen. Die Regenwasseragentur soll auch in ihrer Struktur weiterentwickelt werden. Sie soll das dezentrale Regenwassermanagement wirksamer koordinieren, eigene Projekte umsetzen und neue Ansätze fördern. Das Wasser soll im Neubau wie im Bestand nutzbar werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir halten Regenwasser in der Stadt, statt es in die überforderte Kanalisation zu leiten“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine öffentliche Agentur soll ausgebaut und mit mehr Geld ausgestattet werden.

Grünflächen, Kleingärten und Tempelhofer Feld schützen

Die Grünen wollen vorhandene Grünflächen dauerhaft sichern, neue schaffen und Kaltluftschneisen erhalten. Das Tempelhofer Feld soll geschützt bleiben, Kleingärten sollen erhalten und stärker für die Allgemeinheit geöffnet werden. Die Bezirksämter sollen zweckgebundenes Geld für die Pflege von Grün und Bäumen bekommen.

Die Grünen wollen Parks und Grün-Flächen in Berlin schützen. Das Tempelhofer Feld soll frei bleiben. Auch Klein-Gärten sollen bleiben. Die Bezirke sollen mehr Geld für die Pflege bekommen. Bäume sollen besser geschützt werden.

Das Programm begründet den Schutz des Tempelhofer Felds mit seiner Rolle als Kaltluftquelle, Lebensraum und Erholungsort. Kleingartenanlagen sollen für gemeinsames Gärtnern, Klimaschutzprojekte und Umweltbildung nutzbar werden. Die Mittel für den Unterhalt der Grünanlagen sollen sich schrittweise nach den tatsächlichen Kosten richten. Die Baumschutzverordnung soll umfassend überarbeitet werden, um Schutz und Pflege der Bäume zu verbessern. Bürgerinnen und Bürger sollen Baumscheiben ohne Genehmigung bepflanzen dürfen, und das Modell „Hausbäume“ soll in allen Bezirken gelten. Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Initiativen sollen Beratung und Starthilfe erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir werden dafür sorgen, dass bestehende Grünflächen dauerhaft gesichert und klimaresilient, bevorzugt mit heimischen Arten, gestaltet werden – und dass neue entstehen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Bezirke sollen mehr zweckgebundene öffentliche Mittel für Grünpflege erhalten und der Baumschutz soll strenger geregelt werden.

Berliner Wälder gesetzlich schützen und naturnah umbauen

Die Grünen wollen den Bestand der Berliner Wälder per Landesgesetz sichern und die Waldfläche vergrößern. Die Wälder sollen zu naturnahen Mischwäldern werden, die Hitze und Trockenheit besser aushalten und mehr Wasser speichern.

Die Grünen wollen die Wälder in Berlin schützen. Ein Gesetz soll festlegen, dass die Wälder bleiben. Es soll auch mehr Wald geben. Der Wald soll aus vielen Baum-Arten bestehen. So hält er Hitze und Trockenheit besser aus.

Das Programm unterstützt die laufende Neuausrichtung der Berliner Forsten gemeinsam mit Umweltverbänden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Alte Bäume sollen stehen bleiben, Totholz soll im Wald verbleiben, und der Wald soll sich möglichst selbst verjüngen. Holz soll nur in begrenztem Umfang geschlagen werden, und nur wenn das dem Umbau zum Dauerwald nützt. Moore im Wald sollen wieder vernässt und Entwässerungsanlagen zurückgebaut werden. Außerdem sind mehr streng geschützte Waldgebiete, größere Naturschutzgebiete und eine Waldbrandvorsorge geplant, die auch Schutzstreifen durch Beweidung nutzt.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Den uneingeschränkten Erhalt der Berliner Wälder wollen wir landesgesetzlich absichern und die Waldflächen erhöhen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Holzeinschlag soll begrenzt und Moore sollen wieder vernässt werden, was dem Schutz von Kohlenstoffspeichern Vorrang vor wirtschaftlicher Nutzung gibt.

Artenvielfalt schützen und Pestizide zurückdrängen

Die Grünen wollen die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030+ umsetzen und Lebensräume zu einem Biotopverbund vernetzen. Langfristig sollen in Berlin keine Pestizide mehr eingesetzt werden, zuerst auf Flächen des Landes.

In Berlin leben viele Tiere und Pflanzen. Die Grünen wollen ihre Lebens-Räume schützen und miteinander verbinden. Es soll mehr Blüh-Wiesen und Hecken geben. Gift gegen Schädlinge soll in Berlin nicht mehr benutzt werden. Das Land Berlin soll damit auf seinen eigenen Flächen anfangen.

Geplant sind Blühwiesen, Korridore für Insekten, naturnahe Grünflächen sowie Hecken und Sträucher aus heimischen Arten. Dazu kommen sichere Querungen für Tiere, Schritte gegen Lichtverschmutzung und Vogelschlag, eine gestärkte Wildtierhilfe und mehr Monitoring. Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur soll in Berlin aktiv umgesetzt werden. Schutzgebiete sollen durch Pflege- und Managementpläne dauerhaft gesichert werden. Umwelt- und Naturschutzverbände sollen weiter gefördert werden und ihre Rechte auf Beteiligung und Klage behalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Ziel ist ein grünes Netz von Biotopverbünden in Berlin, das die Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten miteinander verbindet.“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wasser sparen und Grundwasserentnahme begrenzen

Die Grünen wollen den Wasserverbrauch in Berlin senken, um die Trinkwasserversorgung in der Klimakrise zu sichern. Dafür soll der „Masterplan Wasser“ verbindlich werden, und die Entnahme von Grundwasser soll strenger geregelt werden.

Die Grünen sagen: Berlin muss sparsam mit Wasser umgehen. Sonst kann das Trink-Wasser knapp werden. Wer Grund-Wasser entnimmt, soll strengere Regeln bekommen. Regen-Wasser soll öfter zum Gießen genutzt werden. Golf-Plätze sollen nur noch Regen-Wasser bekommen.

Öffentliche Stellen sollen Grünflächen im Sommer in den kühleren Randzeiten und mit sparsamer Technik wie Tröpfchenbewässerung gießen. Regenwasser soll für die Bewässerung zunehmend Pflicht werden, auf Golfplätzen ausschließlich. Erlaubnisse zur Grundwasserentnahme sollen vom Pegel abhängen, Freibeträge beim Entgelt sollen sinken, und es soll Mindeststände für das Grundwasser geben. Eigene Brunnen von Firmen sollen nur noch ausnahmsweise erlaubt sein, und große Verbraucher sollen öffentlich bekannt werden. Die Wiederverwendung von Grauwasser aus Dusche, Waschbecken und Waschmaschine soll zum Standard werden. Schwengelpumpen sollen repariert und neu gebaut werden, auch als Notversorgung.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Genehmigungen zur Entnahme von Grundwasser wollen wir vom Grundwasserstand abhängig machen und Entgelt-Freibeträge abbauen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Unternehmen und private Nutzer sollen strengere Auflagen und höhere Entgelte bei der Wassernutzung bekommen, was die Regulierung ausweitet.

Gewässer renaturieren und vor Schadstoffen schützen

Die Grünen wollen Flüsse, Seen und Kleingewässer in Berlin naturnäher gestalten und die EU-Wasserrahmenrichtlinie umsetzen. Verschmutztes Regenwasser, Mikroplastik und PFAS sollen aus den Gewässern ferngehalten werden; die Wasserbetriebe sollen ihre Gewinne selbst investieren dürfen.

Die Grünen wollen die Flüsse und Seen in Berlin sauberer machen. Die Ufer sollen natürlicher und grüner werden. Schmutziges Regen-Wasser soll nicht mehr ungefiltert in Flüsse fließen. Die Grünen wollen auch Stoffe mit dem Namen PFAS verbieten. Das sind Chemikalien, die sich kaum abbauen.

Mit der „Aktion Blau“ sollen naturnahe Abschnitte und Uferzonen an Spree, Havel, Seen und kleinen Flüssen wachsen, und Kleingewässer sollen saniert werden. Gereinigtes Wasser aus Klärwerken soll in Landschaften fließen, die sonst austrocknen. Mehr Flächen sollen von der Mischwasserkanalisation abgekoppelt werden, und sauberes Regenwasser soll Kleingewässer speisen. Die Berliner Wasserbetriebe sollen Gewinne für Investitionen behalten, statt sie an den Landeshaushalt zu überweisen. Gegen Mikroplastik und PFAS sind Strategien vorgesehen, mit einem PFAS-Verbot als Ziel; Grenzwerte sollen eingehalten werden, etwa beim belasteten Wasser in Tegel.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„An allen innerstädtischen Fließgewässern schaffen wir schrittweise naturgerechte Uferkorridore und begrünen künstliche Uferbefestigungen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gewinne des öffentlichen Wasserbetriebs sollen in Investitionen fließen und Einleitungen strenger geregelt werden, was öffentliche Investitionen und Regulierung ausweitet.

Baden in der Spree ermöglichen

Die Grünen wollen das allgemeine Badeverbot aufheben, damit Menschen in der Spree schwimmen können. Dazu soll die Überwachung der Wasserqualität auf die ganze Stadt ausgedehnt werden.

Heute ist das Baden in der Spree verboten. Die Grünen wollen dieses Verbot abschaffen. Die Stadt soll überall prüfen, wie sauber das Wasser ist. Dann können sich Menschen im Sommer in der Innenstadt abkühlen.

Als Vorbild nennt das Programm andere europäische Städte, in denen das Schwimmen im Fluss erlaubt ist. Das vorhandene System zur Messung der Wasserqualität soll stadtweit ausgebaut werden. Das Spreebaden soll Abkühlung im heißen Zentrum bieten. Die Grünen verbinden damit die Selbstverpflichtung, die Wasserqualität auf Dauer hoch zu halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Auch wollen wir das pauschale Badeverbot endlich abschaffen und das bereits bestehende Wasserqualitätsmonitoringsystem stadtweit ausbauen“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Luft verbessern und Nullemissionszone einführen

Die Grünen wollen die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide in ganz Berlin senken und sich dabei an den Leitlinien der WHO orientieren. Kern ist eine Zone, in der schrittweise nur noch emissionsfreie Fahrzeuge fahren dürfen.

Die Grünen wollen sauberere Luft in Berlin. Dafür soll es eine besondere Zone geben. Dort sollen nach und nach nur noch Fahrzeuge ohne Abgase fahren. Auch Baustellen und Holz-Heizungen sollen weniger Staub machen.

Ein neuer Luftreinhalteplan soll dafür sorgen, dass Berlin die EU-Grenzwerte möglichst vor 2030 einhält. Der Wechsel zu Elektrofahrzeugen soll schneller gehen, zuerst bei den Bussen der BVG. Ab 2030 sollen Baumaschinen in der Zone einen modernen Abgasstandard erfüllen oder Rußfilter haben. Für Holzheizungen sollen Staubabscheider gefördert und spätestens 2030 vorgeschrieben werden. Die Luftmessung soll mit neuen Sensoren und unter Beteiligung von Citizen-Science-Gruppen wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Zentrale Maßnahme ist die schrittweise Einführung einer Nullemissionszone im Sinne des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) für Fahrzeuge.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine Nullemissionszone gibt es heute nicht; sie würde Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor schrittweise aus einem Stadtgebiet ausschließen und ist damit ein neues Verbot.

Privates Feuerwerk ganzjährig verbieten

Die Grünen fordern, den Verkauf von Feuerwerk und das Böllern das ganze Jahr über und überall zu verbieten. Sie begründen das mit dem Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt.

Die Grünen wollen privates Feuerwerk verbieten. Das Verbot soll das ganze Jahr und überall gelten. Auch der Verkauf soll verboten sein. An Silvester soll es stattdessen Licht-Shows geben.

Das Verbot soll sowohl den Verkauf als auch das Zünden von Böllern umfassen. Als Ersatz sieht das Programm zentral organisierte Lichtshows vor, die die Umwelt schonen. Diese soll es an Silvester und zu anderen besonderen Anlässen geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir setzen uns weiter konsequent für ein ganzjähriges und flächendeckendes Feuerwerksverkaufs- und Böllerverbot ein, um Mensch, Tier und Umwelt zu schützen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Stadtreinigung ausweiten und Sperrmüll kostenlos abholen

Die Grünen wollen Straßen und Grünanlagen häufiger reinigen lassen und der Stadtreinigung BSR alle Parks und Spielplätze übertragen. Jeder Haushalt soll einmal jährlich Sperrmüll gratis loswerden können.

Die Grünen wollen ein sauberes Berlin. Die Stadt-Reinigung soll alle Parks und Spiel-Plätze sauber machen. Jeder Haushalt soll einmal im Jahr Sperr-Müll kostenlos abgeben können. Sperr-Müll sind große alte Sachen wie Möbel.

Zusätzlich sind vier Sperrmülltage pro Jahr vorgesehen, und die Kieztage der BSR sollen öfter am Wochenende stattfinden. Das Programm der Parkläufer und Kiezmanager soll dauerhaft bestehen bleiben. Recyclinghöfe sollen jede Art von Müll annehmen müssen und dafür Gebühren verlangen dürfen, um illegales Abladen zu verringern. Ein Pilotprojekt „Mein Stück Berlin“ soll freiwillige Patenschaften für Straßenabschnitte oder Grünflächen erproben. Alle Angebote sollen verständlich und in mehreren Sprachen bekannt gemacht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Allen Berliner Haushalten möchten wir einmal im Jahr eine kostenfreie Sperrmüll-Entsorgung ermöglichen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Stadtreinigung soll mehr Aufgaben übernehmen und eine kostenlose Leistung anbieten, was öffentliche Dienste ausbaut.

Einwegverpackungen besteuern und Abfall vermeiden

Die Grünen wollen eine Steuer auf Einwegverpackungen, Einweggeschirr und Einwegbesteck einführen, um Mehrweg attraktiver zu machen. Reparatur, Tausch und Wiederverwendung sollen gefördert und Bioabfälle verpflichtend getrennt gesammelt werden.

Die Grünen wollen weniger Müll in Berlin. Auf Einweg-Verpackungen soll es eine Steuer geben. Dann lohnt sich Mehrweg mehr. Es soll mehr Orte zum Reparieren und Tauschen geben. Bio-Müll soll jeder getrennt sammeln müssen.

Repair-Cafés, Tausch- und Sharing-Plattformen sowie Re-Use-Kaufhäuser sollen in der ganzen Stadt gestärkt und die Zero-Waste-Strategie umgesetzt werden. Bioabfall soll komplett über die Biotonne laufen und zu Biogas und Kompost werden; BSR und private Entsorger müssen dafür Anlagen ausbauen. Kleidersammlungen für soziale Zwecke sollen möglich bleiben. Vom Bund verlangt das Programm, die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien rasch einzuführen, um Fast Fashion zu begrenzen. Auch Altholz soll stärker recycelt und wiederverwendet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir führen eine Steuer auf Einwegverpackungen, -geschirr und -besteck ein, die den Umstieg auf Mehrweg fördert.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue kommunale Lenkungssteuer und Pflichten für Entsorger erweitern staatliche Abgaben und Regulierung.

Umweltschutz gemeinsam mit Brandenburg voranbringen

Die Grünen wollen beim Schutz von Wasser, Natur und Klima eng mit Brandenburg und den Nachbargemeinden zusammenarbeiten. Zwei Parks im Barnim sollen UNESCO-Biosphärenreservate werden, und die Berliner Stadtgüter sollen als Vorbild für umweltschonende Landnutzung dienen.

Berlin und Brandenburg sollen die Umwelt gemeinsam schützen. Das gilt zum Beispiel für Trink-Wasser und für Spree und Havel. Zwei Parks im Barnim sollen besonderen Schutz bekommen. Berlin besitzt Land-Güter in Brandenburg. Dort soll Landwirtschaft die Umwelt schonen.

Das Programm nennt Trinkwasserversorgung und Gewässerqualität als Fragen, die nur länderübergreifend lösbar seien. Die acht gemeinsamen Regionalparks sollen gefördert und weiterentwickelt werden. Auf den Stadtgütern in Brandenburg sollen umweltschonende Landwirtschaft, artenreiche Landschaft und Anlagen für erneuerbare Energie zusammenkommen. Außerdem soll die Direktvermarktung bio-regionaler Erzeugnisse, vor allem aus Brandenburg, in der Hauptstadtregion gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir schlagen vor, dass der Naturpark Barnim und der Regionalpark Barnimer Feldmark zu Biosphärenreservaten nach den Regeln der UNESCO ausgewiesen werden.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierschutz gesetzlich und finanziell stärken

Die Grünen wollen das Amt einer unabhängigen Landestierschutzbeauftragten gesetzlich festschreiben und Tierheim, Tiertafel und Wildtierstationen dauerhaft finanzieren. Die Rasseliste für Hunde soll entfallen und durch einen Pflicht-Hundeführerschein ersetzt werden.

Die Grünen wollen Tiere in Berlin besser schützen. Es soll eine unabhängige Beauftragte für Tierschutz geben. Das Tierheim soll dauerhaft genug Geld bekommen. Die Liste mit gefährlichen Hunde-Rassen soll wegfallen. Dafür sollen alle Hunde-Halter einen Hunde-Führerschein machen.

Die oder der Beauftragte soll weisungsfrei arbeiten und ein eigenes Budget sowie genug Personal erhalten. Das Klagerecht der Tierschutzverbände soll gestärkt werden, und Tiere sollen rechtlich nicht mehr als Sachen gelten. Ein Notfallfonds soll akute Engpässe bei der Versorgung abdecken, und die Grünen unterstützen einen „Tierheimeuro“ für die Versorgung von Fundtieren. Im Hunderegister soll ein Pflichtfeld zur Herkunft den illegalen Welpenhandel erschweren. Für Stadttauben ist ein Management mit betreuten Schlägen, tierärztlicher Hilfe und Eieraustausch geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Für mehr Tierschutz und Sicherheit schaffen wir die ungerechte Rasseliste ab und führen einen verpflichtenden Hundeführerschein ein.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tierschutzeinrichtungen sollen dauerhaft öffentlich finanziert und ein neues Amt mit Budget geschaffen werden, was öffentliche Ausgaben ausweitet.

Wild- und Stadttiere besser schützen

Die Grünen wollen den Schutz von Wildtieren, Stadttieren und Bienen in Berlin ausbauen. Geplant sind eine zentrale Koordinierungsstelle für Wildtiere, ein überarbeitetes Jagd- und Naturschutzrecht und die Rückkehr zu Schonzeiten für Waschbären und Nutrias.

Die Grünen wollen Wildtiere in Berlin besser schützen. Eine neue Stelle soll sich um Wildtiere kümmern. Waschbären und Nutrias sollen wieder Schonzeiten bekommen. In einer Schonzeit darf man die Tiere nicht jagen. Auch Bienen sollen mehr Schutz bekommen.

Eine Koordinierungsstelle für Wildtiere soll zusammen mit einem Förderprogramm für Nistkästen entstehen und durch ein gesetzliches Wildtierschutzsystem abgesichert werden. Das Landesjagd- und das Naturschutzgesetz sollen überarbeitet werden; die 2025 abgeschafften Schonzeiten für Waschbären und Nutrias sollen wieder gelten. Bei Bauarbeiten und energetischen Sanierungen sollen Gebäudebrüter wie Sperlinge und Fledermäuse geschützt und ihre Lebensräume erhalten oder ersetzt werden. Landeseigene Wohnungsunternehmen sollen bei Schadnagern vor allem vorbeugen, etwa indem sie Baumängel beheben. In den Bezirken sollen Trinkstellen für Tiere entstehen. Die Bienenkoordinierungsstelle soll dauerhaft finanziert werden, ein Melderegister für Seuchen und invasive Arten führen und Imkerinnen und Imker bei der Fortbildung unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Für Wildtiere soll eine zentrale Koordinierungsstelle entstehen, begleitet von einem Förderprogramm für Nistkästen und andere Schutzmaßnahmen“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierversuche schrittweise durch tierfreie Methoden ersetzen

Die Grünen wollen Forschung, Lehre und Anwendung ohne Tierversuche in Berlin ausbauen. Ziel ist, Tierversuche nach und nach durch andere Verfahren abzulösen; Studierende sollen einen Anspruch darauf haben, solche Methoden zu lernen.

Die Grünen wollen weniger Tierversuche in der Forschung. Andere Methoden sollen die Versuche Schritt für Schritt ersetzen. Studierende sollen diese Methoden lernen dürfen. Dafür soll ein neues Zentrum entstehen.

Geplant ist ein fächerübergreifendes Innovationszentrum mit eigener Professur, Förderlinien und Modellprojekten. Das Programm folgt dem 3R-Ansatz (ersetzen, verringern, verbessern) und legt den Schwerpunkt auf das Ersetzen. Wo Versuche an Tieren noch nicht zu vermeiden sind, sollen hohe Tierschutzstandards und mehr Transparenz gelten, wobei die Persönlichkeitsrechte der Forschenden gewahrt bleiben sollen. Auf Bundesebene soll sich Berlin gegen jede Senkung der geltenden Tierschutzstandards stellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Studierende sollen das Recht haben, tierfreie Methoden zu erlernen und entsprechende Abschlüsse zu erwerben.“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lebensmittelverschwendung senken, Containern legalisieren

Die Grünen wollen, dass von der Herstellung bis zum Verzehr weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Sie setzen sich dafür ein, das Containern zu erlauben und den Handel zu verpflichten, fast abgelaufene Ware billiger abzugeben oder zu spenden.

Die Grünen wollen, dass weniger Essen im Müll landet. Containern soll erlaubt sein. Containern heißt: Menschen holen weggeworfenes Essen aus Müll-Tonnen von Läden. Läden sollen fast abgelaufenes Essen billiger verkaufen oder spenden.

Die koordinierende Stelle für Lebensmittelrettung soll dauerhaft bestehen bleiben. Kiez-Kühlschränke, über die übrig gebliebene Lebensmittel weitergegeben werden, sollen aufgebaut und erhalten werden. Gefördert werden sollen außerdem Beratung und Vernetzung lokaler Akteure sowie eine bessere Logistik in der gesamten Lieferkette. Nach Ansicht des Programms darf das Retten von Lebensmitteln nicht strafbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Containern legalisiert wird“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine Pflicht zum verbilligten Verkauf oder zur Spende wäre eine neue Vorgabe für den Handel.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Das Containern soll nicht mehr strafbar sein, was die Strafbarkeit in einem begrenzten Bereich zurücknimmt.

Grünflächen in allen Wohngebieten gesetzlich sichern

Die Grünen wollen per Gesetz festschreiben, dass jedes Wohngebiet gut erreichbare, vernetzte und naturnahe Grünflächen hat. Grüne Infrastruktur soll in der Stadtplanung dasselbe Gewicht bekommen wie andere Planungsinstrumente. Zugleich sollen Anwohner ihre Kieze stärker mitgestalten können.

Die Grünen wollen ein Gesetz für Grünflächen. Jedes Wohn-Gebiet soll Parks und Grün in der Nähe haben. In dichten Vierteln soll es mehr Pflanzen und Kühlung geben. Die Menschen im Kiez sollen mitentscheiden können.

Die Partei will Fördermittel aufstocken und die Innenentwicklung stärken, damit Grün- und Freiflächen nicht versiegelt werden. In dicht bebauten Kiezen mit wenig Grün sind mehr Pflanzen, entsiegelte Böden und Kühlung an Hitzetagen vorgesehen; in der Innenstadt soll dafür der Biotopflächenfaktor eingesetzt werden. Die Regelung soll Erholung, Lebensqualität und Artenvielfalt dienen. Für mehr Beteiligung sollen vier Strukturen ausgebaut werden: die Mobile Stadtteilarbeit, die Stadtteilkoordination Plus, die Sozialraumplanung der Bezirke und deren Beteiligungsbüros. Sprachbarrieren sollen dabei kein Hindernis sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir setzen uns für eine gesetzliche Regelung ein, die die Versorgung der Bevölkerung in allen Wohngebieten mit erreichbaren, miteinander vernetzten und naturnah gestalteten Grünflächen sicherstellt.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Eine neue gesetzliche Vorgabe für Grünflächen sowie Entsiegelung und Kühlung geben Umwelt- und Klimaanpassung in der Stadtplanung mehr Gewicht gegenüber Bebauung.

Tempelhofer Feld unbebaut erhalten

Die Grünen lehnen jede Bebauung des Tempelhofer Feldes ab und sehen den Volksentscheid dazu als bindend an. Das Feld soll ein Ort für Erholung, Sport, Kultur, Natur und Stadtklima bleiben. Das Flughafengebäude soll ein Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft werden.

Die Grünen wollen das Tempelhofer Feld frei lassen. Dort soll niemand bauen. Die Berliner haben das in einer Abstimmung so entschieden. Das alte Flughafen-Gebäude soll ein Ort für Kultur werden.

Das Programm beschreibt das Feld als einmaligen Ort für Naherholung, Freizeit, soziales Miteinander und Umwelt. Für das Flughafengebäude nennt es als mögliche Nutzungen Arbeits- und Proberäume, Probebühnen, Labs, Studios, Werkstätten und Festivals. Die Zwischennutzung der Alten Feuerwache auf dem Gelände soll weiterlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Das Tempelhofer Feld ist für uns unverzichtbar – der Volksentscheid ist bindend. Wir lehnen jede Bebauung ab.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der geltende Schutz des Feldes wird ausdrücklich gegen diskutierte Bebauungspläne verteidigt, auch mit Verweis auf Natur und Stadtklima.

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