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parteiprogramm

Freie Wähler zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Anpacken für Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 36 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Vorgaben zum Gendern ablehnen, Debattenkultur fördern

Die Freien Wähler lehnen Vorgaben zum Gendern durch Arbeitgeber, Behörden und Hochschulen ab; Sprache soll sich ohne gezielte Eingriffe entwickeln. Zugleich wenden sie sich gegen das, was sie als Cancel Culture bezeichnen, und wollen eine respektvolle Debattenkultur fördern.

Die Freien Wähler wollen keinen Zwang zum Gendern. Gendern heißt: so schreiben und sprechen, dass alle Geschlechter vorkommen. Arbeitgeber, Ämter und Unis sollen das nicht vorschreiben. Die Partei will auch, dass Menschen respektvoll miteinander streiten.

Das Programm betont die Eigenverantwortung und freie Entscheidungen des Einzelnen innerhalb der Gesetze. Es will einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken und respektvollen Umgang auch in sozialen Medien fördern. Gegen eine aus Sicht der Partei wachsende gesellschaftliche Zensurkultur soll gemeinsam eingetreten werden; überzogene „Political Correctness“ dürfe nicht einschränken. Außerdem nennt das Programm neutrale Medienberichterstattung, mehr Medienkompetenz und das Entschärfen von Konflikten zwischen Stadt und Land sowie zwischen Generationen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Kein bewusstes Eingreifen in unsere Sprache, kein Genderzwang durch Arbeitgeber, Behörden, Universitäten; Sprache soll sich natürlich entwickeln“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung von Gender-Vorgaben in Behörden, Betrieben und Hochschulen stellt die überlieferte Sprachpraxis gegen einen gesellschaftlichen Wandel.

Inklusion, Barrierefreiheit und Gleichstellung fördern

Die Freien Wähler wollen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ausbauen und ihre Familien entlasten. Dazu kommen Forderungen zur Gleichstellung wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Frauen in Führungspositionen und besserer Schutz vor Gewalt.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Bahnhöfe und neue Häuser sollen ohne Hindernisse sein. Gehörlose Menschen sollen Geld bekommen. Frauen und Männer sollen für gleiche Arbeit gleich viel verdienen. Frauen-Häuser sollen mehr Personal bekommen.

Alle Bahnhalte in Bayern sollen barrierefrei werden, ebenso grundsätzlich Neubauten ab drei Wohneinheiten. Ein Gehörlosengeld soll eingeführt und Wahlrechtsbeschränkungen für Menschen mit Behinderung sollen aufgehoben werden. Förderschulen bleiben erhalten; zugleich soll es mehr Lehrerstellen für Inklusionsklassen und mehr Studienplätze in Sonderpädagogik geben. Werkstätten für Menschen mit Behinderung sollen gestärkt und Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das Programm fordert ein flächendeckendes Schutznetz für von Gewalt bedrohte Frauen und Kinder sowie mehr Personal für Frauenhäuser und Notrufe. Väter sollen bei Scheidungen mehr Rechte erhalten, und zur Akzeptanz verschiedener Lebensmodelle zählt die Partei auch die traditionelle Familie.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Entlastung ihrer Familien“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Gehörlosengeld, Förderprogramme und Vorgaben zum barrierefreien Bauen erweitern Leistungen und Regulierung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Teilhabe, Lohngleichheit und ein höherer Frauenanteil in Führungspositionen verschieben den heutigen Stand schrittweise in Richtung Gleichstellung, bei gleichzeitiger Betonung der traditionellen Familie.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Bayern im Vergleich