Vorgaben zum Gendern ablehnen, Debattenkultur fördern
Die Freien Wähler lehnen Vorgaben zum Gendern durch Arbeitgeber, Behörden und Hochschulen ab; Sprache soll sich ohne gezielte Eingriffe entwickeln. Zugleich wenden sie sich gegen das, was sie als Cancel Culture bezeichnen, und wollen eine respektvolle Debattenkultur fördern.
Die Freien Wähler wollen keinen Zwang zum Gendern. Gendern heißt: so schreiben und sprechen, dass alle Geschlechter vorkommen. Arbeitgeber, Ämter und Unis sollen das nicht vorschreiben. Die Partei will auch, dass Menschen respektvoll miteinander streiten.
Das Programm betont die Eigenverantwortung und freie Entscheidungen des Einzelnen innerhalb der Gesetze. Es will einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken und respektvollen Umgang auch in sozialen Medien fördern. Gegen eine aus Sicht der Partei wachsende gesellschaftliche Zensurkultur soll gemeinsam eingetreten werden; überzogene „Political Correctness“ dürfe nicht einschränken. Außerdem nennt das Programm neutrale Medienberichterstattung, mehr Medienkompetenz und das Entschärfen von Konflikten zwischen Stadt und Land sowie zwischen Generationen.
Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Kein bewusstes Eingreifen in unsere Sprache, kein Genderzwang durch Arbeitgeber, Behörden, Universitäten; Sprache soll sich natürlich entwickeln“Einordnung
- Gesellschafteher konservativ
Die Ablehnung von Gender-Vorgaben in Behörden, Betrieben und Hochschulen stellt die überlieferte Sprachpraxis gegen einen gesellschaftlichen Wandel.