Muezzinruf, Minarette und Moscheefinanzierung einschränken
Die AfD will den öffentlichen Muezzinruf in Bayern nicht zulassen und islamischen Organisationen kein Steuergeld mehr zahlen. Geld aus dem Ausland für Moscheen soll unterbunden werden. Minarette lehnt die Partei ab, weil sie darin ein Machtzeichen eines politischen Islams sieht.
Die AfD will den Ruf des Muezzins in Bayern nicht erlauben. Der Muezzin ruft Muslime laut zum Gebet. Islamische Vereine sollen kein Geld vom Staat bekommen. Moscheen sollen auch kein Geld aus dem Ausland bekommen. Minarette lehnt die AfD ab.
Das Programm lehnt besondere Regeln für Muslime in Schwimmbädern sowie eine „Scharia-Polizei“ oder „Scharia-Gerichte“ ab. Den Muezzinruf will die AfD nicht dulden; das Läuten von Kirchenglocken sei damit nicht vergleichbar, weil es religiös und kulturell im Land verwurzelt sei. Staatliche Zahlungen an islamische Organisationen sollen enden, Zahlungen aus dem Ausland an Moscheen und Moscheevereine sollen wie in Österreich unterbunden werden. Bei neuen Moscheen soll das Baurecht streng angewandt und auf den Frieden in der Nachbarschaft geachtet werden. Das gilt nach dem Programm ausdrücklich auch für Minarette.
Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Die Zahlung von Steuergeldern an islamische Organisationen wollen wir beenden und Auslandszahlungen an Moscheen und Moscheevereine in Deutschland nach österreichischem Vorbild unterbinden.“Einordnung
- Gesellschaftdeutlich konservativ
Ein Ausschluss des Muezzinrufs, ein Verbot von Auslandsgeld für Moscheen und die Ablehnung von Minaretten wären neue Einschränkungen zugunsten der überlieferten christlich geprägten Kultur.