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AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Programm der Alternative für Deutschland für die Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 3 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Muezzinruf, Minarette und Moscheefinanzierung einschränken

Die AfD will den öffentlichen Muezzinruf in Bayern nicht zulassen und islamischen Organisationen kein Steuergeld mehr zahlen. Geld aus dem Ausland für Moscheen soll unterbunden werden. Minarette lehnt die Partei ab, weil sie darin ein Machtzeichen eines politischen Islams sieht.

Die AfD will den Ruf des Muezzins in Bayern nicht erlauben. Der Muezzin ruft Muslime laut zum Gebet. Islamische Vereine sollen kein Geld vom Staat bekommen. Moscheen sollen auch kein Geld aus dem Ausland bekommen. Minarette lehnt die AfD ab.

Das Programm lehnt besondere Regeln für Muslime in Schwimmbädern sowie eine „Scharia-Polizei“ oder „Scharia-Gerichte“ ab. Den Muezzinruf will die AfD nicht dulden; das Läuten von Kirchenglocken sei damit nicht vergleichbar, weil es religiös und kulturell im Land verwurzelt sei. Staatliche Zahlungen an islamische Organisationen sollen enden, Zahlungen aus dem Ausland an Moscheen und Moscheevereine sollen wie in Österreich unterbunden werden. Bei neuen Moscheen soll das Baurecht streng angewandt und auf den Frieden in der Nachbarschaft geachtet werden. Das gilt nach dem Programm ausdrücklich auch für Minarette.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Die Zahlung von Steuergeldern an islamische Organisationen wollen wir beenden und Auslandszahlungen an Moscheen und Moscheevereine in Deutschland nach österreichischem Vorbild unterbinden.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein Ausschluss des Muezzinrufs, ein Verbot von Auslandsgeld für Moscheen und die Ablehnung von Minaretten wären neue Einschränkungen zugunsten der überlieferten christlich geprägten Kultur.

Kopftuchverbot ausweiten, Burka öffentlich verbieten

Die AfD will, dass Kopftücher für Beschäftigte des Staates sowie in Schulen und Kitas verboten bleiben. Das Verbot soll künftig auch für Schülerinnen und Kindergartenkinder gelten. In der Öffentlichkeit soll die Burka untersagt werden. Das Programm begründet dies mit dem Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen im Islam.

Die AfD will das Kopftuch im öffentlichen Dienst weiter verbieten. Das Verbot soll auch für Kinder in Kita und Schule gelten. Die Burka soll in der Öffentlichkeit verboten sein. Die Burka ist ein Gewand, das den ganzen Körper verhüllt. Die AfD sagt: Frauen und Männer haben gleiche Rechte.

Das Programm nennt die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht verhandelbar und verlangt, dass eine Ehe auf der freien Entscheidung beider Partner beruht. Kinderehen und Zwangsverheiratungen will die AfD nicht dulden. Genitalverstümmelung soll als gefährliche Körperverletzung streng verfolgt werden. Mildere Urteile aus kulturellen Gründen, etwa bei sogenannten Ehrenmorden, lehnt die Partei ab. Das bestehende Kopftuchverbot soll konsequent durchgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Das Kopftuchverbot sollte zudem auch für Kindergartenkinder und Schülerinnen gelten. Weiterhin setzen wir uns für ein Burkaverbot in der Öffentlichkeit ein.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein Kopftuchverbot für Schülerinnen und Kindergartenkinder und ein allgemeines Burkaverbot gibt es heute nicht; beides würde religiöse Kleidung zugunsten überlieferter Normen neu verbieten.

Pubertätsblocker und Geschlechtsangleichung bei Jugendlichen verbieten

Die AfD will Pubertätsblocker und geschlechtsangleichende Operationen bei Jugendlichen als schwere Körperverletzung bestrafen und solche Eingriffe erst ab dem Erwachsenenalter zulassen. Zudem wendet sie sich gegen eine aus ihrer Sicht ideologische Sexualerziehung in Schulen und Kitas.

Die AfD will Pubertäts-Blocker für Jugendliche verbieten. Das sind Medikamente, die die Pubertät aufhalten. Auch Operationen zur Änderung des Geschlechts sollen bei Jugendlichen strafbar sein. Erst Erwachsene sollen das dürfen. Die AfD lehnt auch bestimmte Sexual-Erziehung in Schulen und Kitas ab.

Das Programm verurteilt, was es als übergriffige Frühsexualisierung in Schulen und Kindertagesstätten bezeichnet, und will den Einfluss von Gruppen beenden, die es Gender-Lobby nennt. Die AfD geht davon aus, dass es biologisch nur zwei Geschlechter gibt. Medikamente zur Unterdrückung der Pubertät und Operationen bei Jugendlichen, die sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, sollen als schwere Körperverletzung strafbar sein. Geschlechtsangleichende Eingriffe sollen nur Erwachsenen offenstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Die Verabreichung von Pubertätsblockern oder chirurgische Eingriffe an Jugendlichen, die das Gefühl äußern, innerlich dem anderen Geschlecht anzugehören, lehnen wir grundsätzlich ab.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Heute zulässige medizinische Behandlungen für trans Jugendliche sollen verboten und bestraft werden, was die Selbstbestimmung grundlegend einschränkt.

Quotenregelungen ablehnen

Die AfD bekennt sich zur Gleichberechtigung von Mann und Frau nach dem Grundgesetz, lehnt aber Quoten und staatlich vorgegebene Gleichstellung ab. Sie hält solche Regeln für ungerecht, leistungsfeindlich und verfassungswidrig. Stattdessen soll Bezahlung in allen Berufen an der Leistung ausgerichtet sein.

Die AfD sagt: Männer und Frauen haben die gleichen Rechte. Sie will aber keine Quoten. Eine Quote legt fest, wie viele Stellen Frauen bekommen müssen. Die Partei findet das ungerecht. Lohn soll sich nach der Leistung richten.

Nach Auffassung der Partei haben Männer und Frauen verschiedene Stärken und Vorlieben, was sich auch in der Wahl des Berufs zeigt. Quoten wertet das Programm als Diskriminierung, die gegen die Verfassung verstößt. Die AfD will, dass alle Berufe Wertschätzung erfahren und angemessen nach Leistung bezahlt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 120)
„Quotenregelungen und eine verordnete „Gleichstellung“ lehnen wir als leistungsfeindlich, ungerecht und als verfassungswidrige Diskriminierung ab.“
Seite 120 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung von Quoten und staatlicher Gleichstellungspolitik wendet sich gegen bestehende Instrumente, ohne eine konkrete Abschaffung zu benennen.

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Alle Programme in Bayern im Vergleich