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CDU zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Der Thüringen-Plan – Das Regierungsprogramm: So bringen wir Thüringen wieder in Ordnung“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 83 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Waldumbau fortführen und Waldbesitzer fördern

Die CDU will den Umbau der Thüringer Wälder zu Mischwäldern mit vielen Baumarten fortsetzen und geschädigte Flächen wieder aufforsten. Private und kommunale Waldbesitzer sollen dafür Geld und Beratung erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass gesunde Wälder viel CO₂ binden.

Viele Wälder in Thüringen sind krank. Die CDU will sie zu Misch-Wäldern umbauen. Dort wachsen viele verschiedene Baum-Arten. Wer einen Wald besitzt, soll dafür Geld und Beratung bekommen. Für jedes neugeborene Kind soll ein Baum gepflanzt werden.

Neben der Wiederaufforstung nach Borkenkäferbefall und Trockenheit soll zusätzlicher Wald gepflanzt werden; Windräder anstelle von Bäumen lehnt die CDU ab. Die Rücklagen von ThüringenForst sollen als zweckgebundene „Zukunftsreserve Wald“ den Umbau langfristig finanzieren. Waldbesitzer sollen dauerhaft Geld für die Ökosystemleistungen ihres Waldes bekommen, die waldbaulichen Ziele will die CDU mit ihnen gemeinsam festlegen. Die fast 180.000 Kleinwaldbesitzer sollen beraten und gefördert werden, damit private Flächen stärker genutzt werden. Geplant ist außerdem ein Baumpatenschafts-Programm „Sei das grüne Herz!“, bei dem für jedes in Thüringen geborene Kind ein Baum gepflanzt wird. Der Erholungswert der Wälder soll erhalten bleiben, etwa durch gemeinsam mit den Besitzern geplante Parkplätze.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Erforderlich ist nun ein zügiger Waldumbau mit einem ökologisch wertvollen und breiten Baumartenspektrum.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Waldumbau soll mit dauerhaften öffentlichen Zahlungen an Waldbesitzer und zweckgebundenen Rücklagen finanziert werden, was mehr staatliche Förderung bedeutet.

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Wald als CO₂-Speicher mit der Ablehnung von Windrädern auf Waldflächen und nimmt damit keine eindeutige Seite ein.

Keine weiteren Waldstilllegungen zulassen

Die CDU lehnt es ab, weitere bewirtschaftete Wälder aus der Nutzung zu nehmen und zu Wildnisgebieten zu machen. Aus Sicht des Programms hilft das den Thüringer Wäldern nicht. Bereits stillgelegte Flächen sollen daraufhin geprüft werden, ob sie wieder genutzt werden können.

Manche Wälder werden nicht mehr bewirtschaftet. Dort darf niemand mehr Holz ernten. Das nennt man Still-Legung. Die CDU will keine weiteren Wälder stilllegen. Sie will prüfen, ob man stillgelegte Wälder wieder nutzen kann.

Das Programm schließt neue Stilllegungen von Wirtschaftswald aus. Für vorhandene Stilllegungsflächen kündigt die CDU eine Prüfung an, ob sie bei Bedarf wieder umgewidmet werden können. Zugleich will sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Nutz- und Schutzflächen achten, Rückzugsgebiete und Biotopverbünde unterstützen und die Naturparks und Biosphärenreservate ausreichend finanzieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wertvolle Wirtschaftswälder in Waldwildnis zu wandeln, hilft Thüringens Wäldern nicht weiter.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Verzicht auf neue Stilllegungen und die mögliche Rückwidmung bestehender Flächen geben der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes Vorrang vor weiteren Nutzungsbeschränkungen.

Wolfs- und Biberbestände regulieren

Die CDU will rechtliche Grundlagen schaffen, um die Zahl der Wölfe in Thüringen begrenzen zu können. Beim Bund will sie erreichen, dass Eingriffe in den Bestand ohne konkreten Anlass und ohne vorherigen Schaden sofort möglich werden. Auch Biber sollen stärker reguliert werden.

Die CDU will die Zahl der Wölfe klein halten. Dafür soll es neue Regeln geben. Jäger sollen Wölfe vertreiben oder schießen dürfen. Das soll auch ohne vorherigen Schaden erlaubt sein. Auch die Zahl der Biber soll besser gesteuert werden.

Auf Landesebene sollen die rechtlichen Voraussetzungen für eine Regulierung der Wolfsbestände entstehen. Auf Bundesebene will sich die CDU dafür einsetzen, dass ein aktives Bestandsmanagement anlasslos und unabhängig von Schäden mit sofortiger Wirkung zulässig wird. Vertreibung und Abschuss sollen klar geregelt sein, die Bestände überwacht und gering gehalten werden. Für Biber kündigt das Programm ebenfalls eine bessere Regulierung an.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Die Vergrämung und der Abschuss von Wölfen muss klar geregelt, die Wolfsbestände kontrolliert und klein gehalten werden.“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Jagdgesetz erhalten, Angler und Fischer stärken

Die CDU will das Thüringer Jagdgesetz unverändert lassen und Wald und Wild als Einheit behandeln. Angler, Berufsfischer und Teichwirte sollen Unterstützung erhalten. Jagd und Fischerei gelten im Programm als Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Die CDU will das Jagd-Gesetz in Thüringen nicht ändern. Sie findet: Das Gesetz ist gut. Wald und Wild gehören für sie zusammen. Angler und Fischer sollen Hilfe bekommen.

Die Strategie „Wald UND Wild“ soll weiterlaufen und einen Ausgleich zwischen Waldschutz, den wirtschaftlichen Interessen der Besitzer und der Verantwortung für das Wild schaffen. Wo Wildbestände örtlich zu dicht sind, hält das Programm eine Verringerung für richtig, damit sich ein stabiler Wald entwickelt. Bei Anglern will die CDU die Vielfalt des Angelns bewahren und die Bildungs- und Jugendarbeit fördern. Für Berufsfischer setzt sie auf Dialog, möglichst viel Freiheit und Selbstverwaltung; auch die Teichwirtschaft soll unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Jagdrecht nicht ändern. Das Thüringer Jagdgesetz hat sich bewährt. Deshalb wollen wir es erhalten.“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schutzgebiete und Artenvielfalt bewahren

Die CDU will Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, vor allem für bedrohte Arten, erhalten. Schutzgebiete sollen nicht für andere Zwecke wie Windkraft verkleinert werden. Tierheime sollen mehr Fördergeld bekommen.

Die CDU will Schutz-Gebiete für Tiere und Pflanzen erhalten. Dort sollen keine Windräder gebaut werden. Insekten sollen mehr Lebens-Räume bekommen. Tierheime sollen mehr Geld erhalten.

Eine Einschränkung bestehender Schutzgebiete, etwa für Windenergie, lehnt das Programm ab. Digitale Methoden und moderne Technik sollen helfen, Arten zu erfassen und Schutzkonzepte genauer anzupassen. Bei naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen soll ein Schwerpunkt auf neuen Lebensräumen für Insekten liegen. Die Naturschutzgroßprojekte, der Nationalpark Hainich, die Biosphärenreservate Rhön und Thüringer Wald sowie die Naturparks sollen weiter unterstützt und mehr EU-Fördermittel eingeworben werden. Tierheime sollen angesichts höherer Kosten und Investitionen stärker gefördert, das Ehrenamt dort mehr gewürdigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir stellen uns der Aufgabe, die Natur zu erhalten und Schutzräume zu verteidigen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die CDU schließt aus, Schutzgebiete für Windenergie zu öffnen, und stellt damit den Flächenschutz über einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien.

Wasserversorgung, Auen und Hitzeschutz sichern

Die CDU will überall im Land eine verlässliche Wasserversorgung gewährleisten und mehr Haushalte an die Abwasserentsorgung anschließen. Flüsse und Bäche sollen mehr Raum bekommen, Städte bei der Anpassung an Hitze unterstützt werden. Außerdem soll weniger Fläche neu versiegelt werden.

Die CDU will sicheres Wasser für alle Orte in Thüringen. Mehr Häuser sollen einen Abwasser-Anschluss bekommen. Flüsse sollen mehr Platz erhalten. Städte sollen Hilfe gegen Hitze bekommen. Es soll weniger Boden zugebaut werden.

Das Programm zum Anschluss der sogenannten Brunnendörfer an die Wasserversorgung soll zu Ende geführt werden; beim Abwasser soll der Anschlussgrad privater Haushalte auf deutlich über 90 Prozent steigen. Deiche, die weder Gebäude noch Infrastruktur schützen, sollen beseitigt oder verlegt werden, dazu kommt ein Aktionsplan für Bach- und Flussauen mit Fördermitteln. In der Städtebauförderung soll Hitzeschutz ein Förderkriterium werden, ebenso unterstützt die CDU Wasserrückhalt und -speicherung in Städten. Den Flächenverbrauch will sie senken, indem versiegelte Flächen mehrfach und Brachen erneut genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Überall in Thüringen muss eine ausreichende und sichere Wasserversorgung gewährleistet sein.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Wasser- und Abwasseranschlüssen sowie neue Förderprogramme für Auen und Hitzeschutz bedeuten mehr öffentliche Investitionen.

Kreislaufwirtschaft und CO₂-Nutzung ausbauen

Die CDU will Recycling und Wiederverwertung stärken und Abfälle in geschlossene Wertstoffkreisläufe überführen. Für CO₂ strebt sie ebenfalls einen Kreislauf an: Das Gas soll abgeschieden, als Rohstoff verwendet oder dauerhaft gespeichert werden. Der Abbau heimischer Rohstoffe soll naturverträglich erfolgen.

Die CDU will weniger wegwerfen und mehr wiederverwerten. Sie will Repair-Cafés fördern. Dort repariert man kaputte Dinge. CO₂ soll aufgefangen und genutzt oder gelagert werden. Alte Abbau-Stätten sollen wieder zu Natur werden.

Gefördert werden sollen Repair-Cafés, Recyclinghäuser und Projekte zur Wiederverwendung von Baumaterial. Auch Windkraft- und Photovoltaikanlagen sollen stärker recycelt werden, um Schwermetalle und seltene Erden zurückzugewinnen. Die CDU unterstützt Projekte, die Treibstoff aus gefiltertem CO₂ der Luft gewinnen, und will solche Anlagen in Thüringen ansiedeln. Frühere Rohstoffabbaustätten sollen naturnah rekultiviert, aktive Lagerstätten naturverträglich betrieben und Konzepte für ehemalige Deponien unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Dafür bauen wir auf KohlenstoffManagement, das CO₂ abscheidet, als Rohstoff nutzt oder dauerhaft einlagert.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung sollen Emissionen senken, ohne Produktion oder Verbrauch einzuschränken, und verbinden so beide Anliegen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich