Waldumbau fortführen und Waldbesitzer fördern
Die CDU will den Umbau der Thüringer Wälder zu Mischwäldern mit vielen Baumarten fortsetzen und geschädigte Flächen wieder aufforsten. Private und kommunale Waldbesitzer sollen dafür Geld und Beratung erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass gesunde Wälder viel CO₂ binden.
Viele Wälder in Thüringen sind krank. Die CDU will sie zu Misch-Wäldern umbauen. Dort wachsen viele verschiedene Baum-Arten. Wer einen Wald besitzt, soll dafür Geld und Beratung bekommen. Für jedes neugeborene Kind soll ein Baum gepflanzt werden.
Neben der Wiederaufforstung nach Borkenkäferbefall und Trockenheit soll zusätzlicher Wald gepflanzt werden; Windräder anstelle von Bäumen lehnt die CDU ab. Die Rücklagen von ThüringenForst sollen als zweckgebundene „Zukunftsreserve Wald“ den Umbau langfristig finanzieren. Waldbesitzer sollen dauerhaft Geld für die Ökosystemleistungen ihres Waldes bekommen, die waldbaulichen Ziele will die CDU mit ihnen gemeinsam festlegen. Die fast 180.000 Kleinwaldbesitzer sollen beraten und gefördert werden, damit private Flächen stärker genutzt werden. Geplant ist außerdem ein Baumpatenschafts-Programm „Sei das grüne Herz!“, bei dem für jedes in Thüringen geborene Kind ein Baum gepflanzt wird. Der Erholungswert der Wälder soll erhalten bleiben, etwa durch gemeinsam mit den Besitzern geplante Parkplätze.
Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Erforderlich ist nun ein zügiger Waldumbau mit einem ökologisch wertvollen und breiten Baumartenspektrum.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Waldumbau soll mit dauerhaften öffentlichen Zahlungen an Waldbesitzer und zweckgebundenen Rücklagen finanziert werden, was mehr staatliche Förderung bedeutet.
- Klimaausgewogen
Der Punkt verbindet mehr Wald als CO₂-Speicher mit der Ablehnung von Windrädern auf Waldflächen und nimmt damit keine eindeutige Seite ein.