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AfD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hochwasserschutz und dürrefesten Wald ausbauen

Die AfD will den Schutz vor Hochwasser verbessern und die Wälder so umbauen, dass sie Trockenheit besser überstehen. Außerdem sollen Wälder aufgeforstet und Waldbrände besser verhindert werden.

Die AfD will mehr Schutz vor Hochwasser. Der Wald soll Trockenheit besser aushalten. Es sollen neue Bäume gepflanzt werden. Waldbrände sollen seltener werden.

Das Programm nennt vier Vorhaben: besseren Hochwasserschutz, einen Waldumbau mit Blick auf Dürre, Aufforstung und mehr Vorbeugung gegen Waldbrände. Zusätzlich will die AfD Forschung und Weiterentwicklung von Technik unterstützen, die den Umgang mit dem Klimawandel erleichtert. Die Partei ordnet dies als Teil einer aus ihrer Sicht vernunftgeleiteten Energie- und Klimapolitik ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Die AfD setzt sich für einen verbesserten Hochwasserschutz und einen dürrebeständigen Waldumbau ein.“
Seite 94 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Insektensterben untersuchen, Wildtiere schützen, invasive Arten zurückdrängen

Die AfD will die Ursachen des Insektensterbens in einer breit angelegten Studie untersuchen lassen, die auch Windkraft und Photovoltaik einbezieht. Zum Schutz von Bodenbrütern und Niederwild sollen große Insektenflächen erprobt und eingeschleppte Arten wie der Waschbär stärker bejagt werden.

Es gibt immer weniger Insekten. Die AfD will eine große Studie dazu. Die Studie soll auch Windräder und Solar-Anlagen prüfen. Die AfD will auch Vögel und Feldhasen schützen. Jäger sollen mehr Waschbären jagen.

Aus Sicht der AfD wird das Insektensterben zu einseitig der Landwirtschaft zugeschrieben, und Blühstreifen hätten wenig gebracht. Die geforderte Studie soll Windkraft, Photovoltaik, Lichtverschmutzung und Flächenverbrauch als mögliche Ursachen prüfen und Gegenmaßnahmen ermöglichen. Für Rebhuhn, Feldlerche und Feldhase sollen größere Insektenoasen nach britischem Beispiel getestet werden. Die Vogelschutzwarte Seebach soll mehr Personal und Geld bekommen. Invasive Arten wie Marderhund, Nilgans, Waschbär und Riesenbärenklau sollen erfasst, kontrolliert und verringert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Eine umfassende und ideologiefreie Studie, welche die Folgen von Windkraftindustrie, Photovoltaik, Lichtverschmutzung oder Flächenverbrauch berücksichtigt, soll Auskunft hierüber geben“
Seite 96 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tiertransporte verkürzen und Tierversuche verringern

Die AfD will, dass Nutz- und Schlachttiere nur über kurze Strecken zum nächsten Schlachtbetrieb in der Region gebracht werden. Tierversuche sollen durch andere Forschungsmethoden seltener werden, und die Tierschutzgesetze sollen konsequent angewendet werden.

Tiere sollen nur kurz zum Schlachthof fahren. Der Schlachthof soll in der Nähe sein. Es soll weniger Versuche mit Tieren geben. Forscher sollen andere Methoden nutzen.

Das Programm tritt für artgerechte Haltung ein und betont, Tiere seien Geschöpfe und keine Sachen. Mobile Schlachteinheiten sollen häufiger genutzt und mit weniger Bürokratie zugelassen werden. Die Veterinärämter sollen genug Personal für ihre Aufgaben erhalten. Bei der Haltung von Nutztieren setzt die AfD auf enge Zusammenarbeit mit den Landwirten. Zusätzlich soll das Land den Einsatz von Wärmebilddrohnen fördern, mit denen Jungtiere vor dem Mähen gefunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Transporte von Nutz- und Schlachttieren sollten nur über möglichst kurze Distanzen zum nächstgelegenen regionalen Schlachtbetrieb durchgeführt werden.“
Seite 97 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wolfsbestand verringern, Wiederansiedlung nur mit Konzept

Die AfD will die Zahl der Wölfe in Thüringen und bundesweit nach dem Beispiel Skandinaviens senken, um Risse bei Nutztieren zu verhindern. Früher heimische Arten sollen nur dann wieder angesiedelt werden, wenn es dafür ein langfristiges wissenschaftliches Konzept gibt.

Die AfD will weniger Wölfe in Thüringen und Deutschland. So sollen Wölfe weniger Schafe und andere Nutztiere töten. Betroffene Tierhalter sollen Geld als Ausgleich bekommen. Alte Tierarten sollen nur mit einem guten Plan zurückkommen.

Als Vorbild für die Verringerung des Wolfsbestands nennt das Programm die skandinavischen Länder. Wer durch Wolfsrisse Schaden erleidet, soll ohne großen Verwaltungsaufwand und in voller Höhe entschädigt werden. Für die Rückkehr des Luchses hält die AfD die Zusammenarbeit aller Beteiligten für nötig.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Wir setzen uns dafür ein, dass der Bestand an Wölfen in Thüringen und Deutschland nach skandinavischem Vorbild reduziert wird.“
Seite 97 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime und ehrenamtlichen Tierschutz stärker fördern

Die AfD will Tierheime vom Land besser finanzieren lassen und ehrenamtliche Tierschützer unterstützen. Gegen illegale Tierhaltung, die sie auf den Onlinehandel zurückführt, sollen mehr Kontrollpersonal und Aufklärung helfen.

Tierheime sollen mehr Geld vom Land bekommen. Die AfD will auch freiwillige Helfer unterstützen. Es soll mehr Kontrollen gegen verbotene Tierhaltung geben. Die Menschen sollen besser informiert werden.

Das Programm verweist darauf, dass sich viele Tierschutzhelfer überwiegend aus Spenden finanzieren. Tierheime müssten wegen des Internethandels immer wieder Tiere aus illegaler Haltung aufnehmen. Die AfD will deshalb die Kontrollbehörden personell aufstocken, Aufklärungskampagnen starten und betroffene Heime mit Geld unterstützen. Sie verweist zudem auf finanzielle Schwierigkeiten vieler Tierheime während der Corona-Zeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„Wir setzen uns für eine bessere Förderung der Einrichtungen durch das Land ein.“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Tierheime stärker finanzieren und Kontrollbehörden personell ausbauen, was öffentliche Ausgaben schrittweise erhöht.

Schächten ohne Betäubung verbieten

Die AfD lehnt das industrielle Schlachten von Tieren ohne Betäubung ab und fordert ein Verbot. Sie beruft sich auf Regelungen in anderen europäischen Ländern.

Beim Schächten werden Tiere ohne Betäubung getötet. Die AfD ist dagegen. Sie will das verbieten. Andere Länder in Europa haben das schon getan.

Als Vorbilder nennt das Programm Dänemark, Norwegen, Schweden und die Schweiz sowie weitere europäische Staaten. Die Ablehnung bezieht sich ausdrücklich auf das industrielle Schächten. Die Forderung steht im Programm unter der Überschrift eines Verbots.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„lehnt die AfD das industrielle Schächten (betäubungsloses Töten bzw. Schlachten) von Tieren ab.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Heute sind Ausnahmen vom Betäubungsgebot aus religiösen Gründen möglich; ein Verbot würde diese Praxis religiöser Minderheiten einschränken.

Wälder wiederaufforsten und von Windkraft freihalten

Die AfD will geschädigte Thüringer Wälder zügig wiederbewalden und so umbauen, dass sie veränderten Umweltbedingungen standhalten. Windkraftanlagen sollen im Wald grundsätzlich und auf Dauer nicht gebaut werden.

Die AfD will kaputte Wälder schnell neu bepflanzen. Der Wald soll Trockenheit und Schädlinge besser aushalten. Im Wald soll es keine Windräder geben. Die AfD sagt: Windräder und ihre Wege zerstören Wald-Flächen.

Für die Wiederbewaldung fordert das Programm genügend Personal und Saatgut, das möglichst aus eigener Zucht stammen soll. Die AfD befürwortet mehr Forschung zum nachhaltigen Waldumbau und eine Strategie für den Fachkräftenachwuchs. Windkraft im Wald lehnt sie ab, weil Anlagen, Wege und Netzanschlüsse aus ihrer Sicht Waldflächen zerstören. Die Landesforstanstalt soll nicht in erster Linie Gewinne erzielen, sondern die traditionelle Forstwirtschaft stärken. Waldbaumaßnahmen sollen großflächig erfolgen, ohne heimischen Wildtieren zu schaden.

Originalzitat anzeigen (Seite 103)
„Hier muss gegengesteuert und eine zielstrebige Wiederbewaldung verfolgt werden.“
Seite 103 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Ein dauerhafter Ausschluss von Windkraft im Wald würde die heute verfügbaren Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien einschränken.

Jagd nicht weiter einschränken, Wild schützen

Die AfD lehnt neue Auflagen für die Jagd ab und will das Landesjagdgesetz im Kern unverändert lassen. Den Ansatz „Wald vor Wild“ der Landesregierung hält sie für falsch und spricht sich gegen höhere Abschussvorgaben aus.

Die AfD will keine neuen Verbote für Jäger. Munition mit Blei soll erlaubt bleiben. Die AfD will auch nicht, dass Jäger immer mehr Tiere schießen müssen. Sie sagt: Wild gehört zum Wald. Zäune und anderer Schutz für junge Bäume sind besser.

Das Programm wendet sich gegen ein Bleimunitionsverbot und gegen strengere Regeln für die Ausbildung von Jagdhunden und Beizvögeln. Jäger sollen von bürokratischen und finanziellen Lasten befreit, Hegegemeinschaften unterstützt werden. Statt höherer Abschusszahlen und kürzerer Schonzeiten setzt die AfD auf technischen Verbissschutz; einen Mindestabschussplan für Rehwild lehnt sie ab. Der Bestand des Muffelwilds soll stabilisiert werden. Die Rotwild-Einstandsgebiete will die Partei aufheben, damit Hegegemeinschaften das Rotwild im ganzen Land bewirtschaften können.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„Neue gesetzliche Einschränkungen, beispielsweise durch ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition oder durch neue Restriktionen bei der Ausbildung von Jagdhunden oder Beizvögeln, lehnen wir ab.“
Seite 105 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wolf ins Jagdrecht aufnehmen und Bestand regulieren

Die AfD will den Wolf ins Jagdrecht übernehmen und seinen Bestand nach schwedischem Vorbild regulieren. Auffällige Tiere sollen schnell und ohne großen Aufwand getötet werden können, um Konflikte mit Menschen und Weidetierhaltern gering zu halten.

Die AfD will, dass Jäger Wölfe schießen dürfen. Die Zahl der Wölfe soll begrenzt werden, so wie in Schweden. Die AfD sagt: Wölfe reißen Schafe und andere Weidetiere. Die Halter dieser Tiere sollen Hilfe bekommen.

Das Programm stellt die Existenz des Wolfes nicht infrage, sieht seine Ausbreitung aber mit Sorge, weil Weidetierhaltung für die Kulturlandschaft unentbehrlich sei. Für die Aufnahme ins Jagdrecht soll der Schutzstatus des Wolfes in der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geändert werden. Außerdem verlangt die AfD eine stärkere Beobachtung der Bestände, auch von Mischlingen aus Wolf und Hund. Weidetierhalter sollen unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„sprechen wir uns für die Übernahme des Wolfes in das Jagdrecht durch eine andere FFH-Listung, für ein stärkeres Monitoring auch von Hybridtieren und für eine Bestandsregulierung nach schwedischem Vorbild aus.“
Seite 106 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Freizeitangeln von Auflagen entlasten

Die AfD will Freizeitangler vor zusätzlichen Auflagen bewahren. Kinder und Jugendliche sollen ohne eigenen Schein angeln dürfen, wenn ein Erwachsener mit Fischereischein dabei ist.

Die AfD will das Angeln leichter machen. Kinder und Jugendliche sollen ohne eigenen Angel-Schein angeln dürfen. Ein Erwachsener mit Schein muss dabei sein. Neue Regeln soll es nur geben, wenn sie der Natur wirklich nützen.

Beschränkungen der Fischerei sollen nur gelten, wenn sie wissenschaftlich begründet sind und Natur und Artenvielfalt tatsächlich nützen. Das Geld aus der Fischereiabgabe nach dem Thüringer Fischereigesetz soll gezielt in Vorhaben zur Erhaltung und Pflege der Gewässer fließen. Die AfD versteht Angeln als naturnahes Hobby, das sie unterstützen will.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Kinder und Jugendliche etwa sollen auch in Thüringen ohne Jugendfischereischein in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln dürfen.“
Seite 107 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Brenntage wieder einführen

Die AfD will Brenntage wieder erlauben, also Tage, an denen Gartenabfälle verbrannt werden dürfen. Die Abschaffung durch die rot-rot-grüne Landesregierung geht aus Sicht der Partei am Alltag auf dem Land vorbei.

Die AfD will Brenntage zurückbringen. An Brenntagen darf man Garten-Abfälle verbrennen. Die Landesregierung hat das abgeschafft. Die AfD findet: Das passt nicht zum Leben auf dem Land.

Das Programm bezeichnet die Abschaffung als Bevormundung der Bürger. Es kritisiert, dass Grünschnitt nun mit dem Auto zu entfernten Kompostieranlagen gefahren werden müsse. Das sei nach Ansicht der AfD auch aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll.

Originalzitat anzeigen (Seite 136)
„Die AfD Thüringen steht daher für die Wiedereinführung von Brenntagen.“
Seite 136 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich