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CDU zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Connected Cities. Das vernetzte Land. Regierungsprogramm der CDU Bremen zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 8 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehr Bundesgeld für Seehäfen, Küstenländer abstimmen

Die CDU will in Verhandlungen zur nationalen Hafenstrategie erreichen, dass der Bund seinen Finanzausgleich für Seehäfen erhöht und künftig regelmäßig anpasst. Zugleich sollen die Küstenländer ihre Hafenpolitik stärker koordinieren.

Der Bund zahlt den Ländern Geld für die See-Häfen. Dieser Betrag ist seit 2005 gleich. Die CDU will, dass der Bund mehr zahlt. Der Betrag soll künftig regelmäßig steigen. Die Länder an der Küste sollen enger zusammen arbeiten.

Der Ausgleich soll auf den Stand von vor 2005 zurückkehren und dynamisiert werden. Das Programm verweist darauf, dass nach dem Grundgesetz die Länder für Häfen und deren Finanzierung zuständig sind. Die Abstimmung der Küstenländer soll unter anderem Infrastruktur, Energiewende-Drehscheiben, schnellere Planung und Genehmigung, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und gemeinsames Marketing betreffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„dass der Bund den der Höhe nach seit 2005 unveränderten Finanzausgleich für Seehäfen wieder auf das bis zum Jahr 2004 geltende Niveau anhebt und zukünftig dynamisiert“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll mehr öffentliche Mittel für die Häfen bereitstellen als heute, was staatliche Finanzierung ausweitet.

Grunderwerbsteuer für Familien zeitweise erlassen

Die CDU will Familien, die 2024 und 2025 Wohneigentum kaufen, über ein Förderprogramm die Grunderwerbsteuer erlassen. Dasselbe soll für Käufer sanierungsbedürftiger Altbauten gelten. Das Programm begründet dies mit gestiegenen Zinsen und Baukosten und sieht Eigentum als beste Altersvorsorge.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer. Sie heißt Grunderwerb-Steuer. Die CDU will Familien diese Steuer in den Jahren 2024 und 2025 erlassen. Das soll auch für Käufer von alten Häusern gelten, die saniert werden müssen. So sollen sich mehr Familien ein eigenes Haus leisten können.

Für selbst genutztes Eigentum plant die CDU einen Freibetrag beim Kauf von 200.000 Euro je Erwachsenem und 100.000 Euro je Kind. Die Entlastung soll als Förderprogramm für Käufe in den Jahren 2024 und 2025 laufen. Auch wer einen sanierungsbedürftigen Altbau erwirbt, soll entlastet werden. Das Programm begründet dies damit, dass Erhalt und klimafreundliche Sanierung von Bestandsgebäuden dem Klimaschutz dienen. Die Steuer zehre bei vielen Käufern das Eigenkapital weitgehend auf.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Über ein Förderprogramm wollen wir allen Familien, die in den Jahren 2024 und 2025 Eigentum erwerben, die Grunderwerbsteuer erlassen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine befristete Entlastung von der Grunderwerbsteuer senkt die Abgabenlast für Käufer von Wohneigentum, ohne die Steuer abzuschaffen.

Alle Ausgaben prüfen, Bürger an Einsparungen beteiligen

Die CDU will sämtliche Ausgaben des Bremer Haushalts überprüfen und im Verwaltungsalltag mehr Sparsamkeit durchsetzen. Bürger sollen Sparvorschläge einreichen können und am Erfolg beteiligt werden.

Die CDU will alle Ausgaben von Bremen prüfen. Bremen soll sparsamer werden. Die Menschen sollen Ideen zum Sparen melden. Wenn eine Idee Geld spart, bekommen sie etwas davon ab.

Das Programm verlangt, Sparmöglichkeiten im Haushalt aufzuspüren und auch im täglichen Handeln sparsamer zu werden. Dazu sollen alle Ausgaben überprüft werden. Die Bevölkerung wird aufgerufen, Sparmöglichkeiten zu melden. Führt ein Vorschlag tatsächlich zu Einsparungen, sollen die Einreichenden unmittelbar daran teilhaben.

Originalzitat anzeigen (Seite 127)
„Dafür sollen alle Ausgaben auf den Prüftisch und gleichzeitig die Bremer Bürger aufgerufen werden, Einsparpotenziale und -möglichkeiten zu melden.“
Seite 127 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Überprüfung aller Ausgaben mit dem Ziel von Einsparungen stärkt die Haushaltsdisziplin innerhalb des bestehenden Systems.

Keine Steuererhöhungen, Mittelschicht und Familien entlasten

Die CDU will in Bremen keine Steuern erhöhen und Gebühren nicht weiter anheben. Mit Entlastungen für die Mittelschicht und für junge Familien beim Kauf sanierungsbedürftiger Eigenheime will sie der Abwanderung entgegenwirken und die Steuerkraft durch wachsende Städte stärken.

Die CDU will keine Steuern erhöhen. Auch Gebühren sollen nicht steigen. Junge Familien sollen beim Hauskauf weniger Steuer zahlen, wenn das Haus viel Reparatur braucht. So sollen mehr Familien in Bremen bleiben.

Vorgesehen ist ein Belastungsmoratorium für Gebühren aller Art, also ein Stopp weiterer Erhöhungen. Im Bundesrat will die CDU unterstützen, dass die kalte Progression abgebaut wird und die Freibeträge der Erbschaftsteuer steigen. Bei der Grunderwerbsteuer plant sie eine Entlastung für junge Familien, wenn das gekaufte Eigenheim stark sanierungsbedürftig ist. Das Programm begründet dies mit der Abwanderung: Dadurch hätten 2022 rund 180 Millionen Euro an jährlichen Steuereinnahmen gefehlt. Finanzämter sollen mit besserer IT, Automatisierung und KI Steuererklärungen schneller bearbeiten, und die Steuerprüfung soll auf das bundesweite Niveau gebracht werden, um Steuerausfälle zu senken.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Wir werden daher sicherstellen, dass es ein Belastungsmoratorium bei Gebühren aller Art gibt, und keine Steuern erhöhen.“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Verzicht auf Steuer- und Gebührenerhöhungen und gezielte Entlastungen verschieben den heutigen Stand schrittweise in Richtung niedrigerer Abgaben.

Schuldenbremse einhalten und Schuldenlast senken

Die CDU will an der Schuldenbremse festhalten und neue Kredite so gering wie möglich halten. Sie begründet das mit Generationengerechtigkeit und mit der Zinslast von rund 550 Millionen Euro im Jahr, die den Spielraum des Landes einschränke.

Die CDU will die Schulden-Bremse einhalten. Das ist eine Regel: Der Staat soll fast keine neuen Schulden machen. Bremen zahlt jedes Jahr etwa 550 Millionen Euro Zinsen. Die CDU will, dass junge Menschen später noch Geld für wichtige Dinge haben.

Leitprinzip der Haushaltspolitik soll sein, dass die Einnahmen die Ausgaben decken. Die in Grundgesetz und Landesverfassung verankerte Schuldenbremse soll eingehalten werden, neue Kreditaufnahmen sollen minimal bleiben und die Lasten aus Zins und Tilgung möglichst sinken. Zugleich kündigt die CDU an, die laufenden Kosten zu senken und die Investitionsausgaben auch über 2023 hinaus zu erhöhen. Aus Sicht des Programms schafft Haushaltsdisziplin erst den Spielraum für Investitionen und signalisiert Unternehmen und Bürgern, dass Steuern und Abgaben maßvoll bleiben sollen. Das Programm verweist auf einen Schuldenstand von fast 23 Milliarden Euro und die Einstufung Bremens als Haushaltsnotlageland durch den Stabilitätsrat.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Wenn wir der jungen Generation Handlungsspielräume erhalten wollen, dann muss die Schuldenbremse auch in Zukunft eingehalten werden.“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die CDU verteidigt die geltende Schuldenbremse ausdrücklich gegen diskutierte Ausnahmen und setzt auf Haushaltsdisziplin.

Pensionsrücklage erhalten und nachhaltig anlegen

Die CDU will den geplanten Abbau der Pensionsrücklage von rund 500 Millionen Euro stoppen. Der Fonds soll zu einem Nachhaltigkeitsfonds werden, der in sichere und umweltfreundliche Anlagen investiert.

Bremen hat Geld für die Pensionen der Beamten zurückgelegt. Das sind etwa 500 Millionen Euro. Die CDU will dieses Geld behalten. Es soll in sichere und umweltfreundliche Geldanlagen fließen.

Der bislang vorgesehene schrittweise Abbau der Rücklage soll enden, um die Beamtenpensionen langfristig abzusichern. Das Programm verweist auf künftige Pensionslasten von etwa 20 Milliarden Euro und hält die Auflösung bestehender Absicherungen deshalb für unverantwortlich. Die Anlagen des umgewandelten Fonds sollen zugleich eine attraktive Verzinsung bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 129)
„Stattdessen werden wir den Pensionsfonds in einen Nachhaltigkeitsfonds umwandeln und mit seinen Mitteln in sichere, umweltfreundliche Anlagen investieren“
Seite 129 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Erhalt der Rücklage statt ihres Verbrauchs für den laufenden Haushalt steht für finanzielle Vorsorge und Haushaltsdisziplin.

Ausgaben auf Bildung, Infrastruktur und Sicherheit konzentrieren

Die CDU will bei den Ausgaben Schwerpunkte auf Bildung, Verkehr und Infrastruktur, Wirtschaft sowie Polizei und Justiz legen. Einem überproportionalen Anstieg der Sozialausgaben will sie entgegenwirken und pauschale Kürzungen beenden.

Die CDU will Geld vor allem für bestimmte Bereiche ausgeben. Das sind Bildung, Verkehr, Wirtschaft, Polizei und Justiz. Die Ausgaben für Soziales sollen nicht so stark wachsen. Die CDU will nicht mehr überall gleich viel kürzen.

Für den Sozialbereich sieht das Programm eine übergreifende Strategie gegen Armut vor, deren Maßnahmen laufend auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Ziel sei, dass Menschen nicht länger von staatlicher Unterstützung abhängig bleiben. Das Sparen nach dem Rasenmäherprinzip, also gleichmäßige Kürzungen über alle Bereiche, soll durch klare Prioritäten ersetzt werden. Staatliche Kernaufgaben will die CDU bündeln und wirksamer organisieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 130)
„Bildung (Kita, Schulen und Hochschulen), Verkehr und Infrastruktur, Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Innere Sicherheit (Polizei und Justiz) müssen auch in der Ausgabenpolitik sichtbare Priorität haben.“
Seite 130 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Anstieg der Sozialausgaben soll gebremst und die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen verringert werden, was den heutigen Stand schrittweise verschiebt.

Wirkung öffentlicher Ausgaben und Zuwendungen kontrollieren

Die CDU will regelmäßig prüfen, ob öffentliche Ausgaben und Zuwendungen an Projekte notwendig sind und ihre Ziele erreichen. Zudem sollen Vorhaben schneller umgesetzt, private Dienstleister stärker einbezogen und Fördermittel von Bund und EU besser genutzt werden.

Die CDU will prüfen, ob Geld vom Staat etwas bewirkt. Projekte sollen mit Zahlen zeigen, was sie erreichen. Bremen soll schneller bauen und planen. Bremen soll auch mehr Förder-Geld vom Bund und von Europa holen.

Statt ausführlicher Textberichte sollen standardisierte Kennzahlen konkrete Effekte belegen; Digitalisierung und KI sollen dabei Bürokratie sparen. Investitionen sollen schneller und auf Basis verlässlicher Planung und Kalkulation umgesetzt werden, wofür etwa das Management von Immobilien Bremen personell gestärkt und von bürokratischen Hürden entlastet werden soll. Die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Dienstleistern will die CDU ausweiten. Die Nutzung von Bundes- und EU-Förderung soll professioneller werden und die Kofinanzierung zwischen Land und Kommunen gerechter verteilt sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 131)
„Wir werden stärker als bisher die Wirkung öffentlicher Ausgaben überprüfen und insbesondere Zuwendungen an (externe) Projekte und Institutionen regelhaft mit einer Überprüfung von Notwendigkeit und Zielerreichung versehen.“
Seite 131 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Strengere Wirkungskontrollen bei Zuwendungen und mehr Zusammenarbeit mit privaten Anbietern verschieben den Stand schrittweise in Richtung Markt und Ausgabendisziplin.

Niedersächsisches Grundsteuermodell übernehmen

Die CDU will das Bundesmodell der Grundsteuer durch das niedersächsische Flächen-Lage-Modell ersetzen, das sie für einfacher und gerechter hält. Die Hebesätze sollen so festgelegt werden, dass die Einnahmen gleich bleiben, und danach nicht mehr steigen.

Die Grundsteuer zahlt man für Grundstücke und Häuser. Die CDU findet die neue Berechnung zu kompliziert. Sie will die Regeln aus Niedersachsen übernehmen. Die Steuer soll insgesamt nicht steigen.

Das Programm kritisiert das Verfahren der neuen Grundsteuer nach dem Bundesmodell als bürokratisch und schwer durchschaubar. Das niedersächsische Flächen-Lage-Modell berücksichtige Größe, Bebauung und Bodenwert. Das Modell soll insbesondere keine schleichenden Steuererhöhungen mit sich bringen. Die CDU verbindet die Reform mit dem Ziel, die Abwanderung junger Familien zu bremsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„die Hebesätze für die Grundsteuer so festsetzen, dass das Steueraufkommen im Vergleich zum aktuellen Stand gleichbleibt, und künftig keine Erhöhungen vornehmen“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein einfacheres Steuermodell mit dem Ausschluss künftiger Erhöhungen der Hebesätze begrenzt die Abgabenlast innerhalb des bestehenden Systems.

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